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Draghis Schock-Moment: das verletzliche Gesicht der Macht

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Einen kleinen Moment lang – als die Femen-Aktivistin Josephine Witt auf seinen Tisch stieg und Draghi mit einem körperlichen Angriff rechnen mußte – wirkte einer der mächtigsten Menschen der Welt hilflos und verletztlich. Seine Hände zum Schutz vor das Gesicht haltend, strahlte Draghi genau das nicht aus, was ihm die Femen-Aktivistin unterstellt: unendlich mächtig zu sein. Draghi aber fand seine Fassung schnell wieder – aber man kann nicht wirklich sagen, dass die Pressekonferenz, wie zuvor angenommen worden war – ein non-event gewesen ist.

Erstaunlich ist, wie einfach Witt sich Zugang zur PK verschaffen konnte: sie hatte eine gefälschte Journalisten-Akkreditierung von Vice Media. Witt sagte nach ihrer Aktion, dass sie gewußt habe, dass Vice Media viele junge Journalisten einstelle.

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Worum geht es Witt? Gegenüber angelsächsischen Medien sagte sie, dass Draghi und die EZB kein demokratisches Mandat habe, aber trotzdem vielen Gesellschaften Europas schweren Schaden zufügten:

“What’s very concerning to me is that Mario Draghi as ECB president is not actually serving the societies, but imposing rules on them – without ever being elected. This press conference is the little, little bit of democracy that the ECB gave us. I used this opportunity to express my criticism.” (zitiert nach Bloomberg.com)

Hier das Manifest der 21-jährigen Hamburgerin, das sie Draghi buchstbllich ins Gesicht geschleudert hatte:

We own our own lives –
and in the face of the overwhelmingly powerful external
environment of the ECB’s monetary police,
sometimes it’s hard to remember.

We own our own lives –
and they’re not the chips in the ECB’s gambling game,
not to be played with, not to be sold, not to be devastated.

We own our own lives!
-will be the outcry of those who face repression,
when we begin to see our poverty not as personal defeat or unchangeable destiny.

ECB,
master of the universe,
I come to remind you that there is no god,
but there are people, behind those lives,
and if you rule instead of serving,
you will hear our outcries louder, brighter, inside and outside your halls, everywhere, and you shall deserve no rest.

And while the ECB can only persist in its autocratic hegemony, depending on states of surveillance and police,
finally, the daily violence is enrooted here,
we will find our radical answers
and act with no violence against those human disasters.

Because we will not accept the insane narrative that the ECB wants to impose to all people wherein even freedom of speech and dignity can be sold to the bank in order to survive. Persisting in its arrogance against the people, the ECB increases perilously its own debt to them. A press conference is not enough to call it „democracy“.
I do not expect this illegitimate institution to hear my voice, neither to understand my message,
it would be too much to ask,
but I know for a fact that a lot of people do understand very well the matter.
Today I’m just a butterfly sending you a sentence, but be afraid more are coming. We will take back the power over our own lives.
The ECB’s debt is not yet paid.

Hier das Video (von Bloomberg), das den Schrecken auf dem Gesicht des Mächtigen zeigt:

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Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

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