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Devisen

Euro-Lockerung zu Ende? Draghis verdecktes Problem! Blick auf mögliche Dollar-Abwertung

Redaktion

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am

Keine Phantasie mehr für einen weiter fallenden Euro? Was ist das los? Aber erst mal ein paar Schritte zurück in der Erzählung. Mario Draghi übergibt seine derzeitige Geldpolitik in wenigen Wochen an Christine Lagarde. Sie wird somit auch seine Probleme übernehmen. Und ganz aktuell wird bekannt, dass es da ein ziemlich großes Problem gibt. Wie SPON erfahren haben will, war der Widerstand im 25-köpfigen EZB-Rat bezüglich der gestrigen EZB-Zinsentscheidung so groß wie noch nie. Eine zweistellige Zahl des EZB-Gremiums habe sich gegen Draghis Entscheidung gestellt. Also wohl knapp weniger als die Hälfte!

Aber man sah es gestern in der PK. Mario Draghi machte den Eindruck als sei es innerhalb der EZB doch recht harmonisch zugegangen. Aber dem ist offenbar überhaupt nicht so. Sogar die Franzosen sollen gegen Draghi gestimmt haben. Und das soll etwas heißen! Trotz des offensichtlich großen Widerstands habe es keine formelle Abstimmung im EZB-Rat gegeben. Mario Draghi wollte also wohl mit der Brechstange als letzte große Tag Zinssenkung + neue Anleihekäufe durchdrücken.

Was bedeutet das für den Euro?

Wir hatten das Thema schon gestern genauer besprochen (bitte hier im Video von gestern Abend anschauen). Der Euro fiel gestern ab 13:45 Uhr deutlich, notierte dann ab 14:30 aber wieder höher als vor 13:45 Uhr. Heute klettert er immer weiter, sogar über 1,11 gegen den US-Dollar! Denn den Zuhörern in der PK wurde gestern klar, dass es eher ein großer Draghi-Bluff war.

So ist zum Beispiel die unbefristete Umsetzung der neuen Anleihekäufe ist so einfach gar nicht möglich, und auch die stärkeren Negativzinsen für Banken beinhalten ja eine teilweise Entlastung der Banken. Ob man damit wirklich die Konjunktur ankurbelt? Die Schwächung des Euro brach zügig in sich zusammen. Und aufgrund der aktuellen SPON-Veröffentlichung ist es mehr als zweifelhaft, dass Madame Lagarde nach ihrem Amtsantritt innerhalb der EZB noch die Kraft haben wird weitere Zinssenkungen durchzuführen! Das bedeutet? Die monatelange Schwächung des Euro gegen den US-Dollar könnte ein Ende finden, weil die Phantasie für weitere Lockerungen in der Eurozone fehlt.

Und der US-Dollar?

Aber die Fed, die wird mit einer aktuellen Wahrscheinlichkeit von 88% (laut CME Fed Watch Tool) am nächsten Mittwoch den Zins um 25 Basispunkte senken. Klar, natürlich liegt das US-Zinsniveau deutlich über dem europäischen. Aber mit -25 Basispunkten gehen die Amerikaner nächste Woche weiter gen Süden. Und man bedenke, dass die EZB gestern nur den Einlagenzins um 0,1% gesenkt hat. Die beiden anderen Zinssätze blieben aber unverändert. Und wie gesagt, viel Luft nach unten scheint innerhalb der EZB nicht mehr vorhanden zu sein? Also, wendet sich der Devisenmarkt nun einer Schwächung des US-Dollar zu? Denkbar wäre es.

Euro vs US-Dollar seit 9. September

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    13. September 2019 10:43 at 10:43

    Dazu gibt es eines zu sagen, meine lieben Freunde :

    https://www.onvista.de/news/kutzers-zwischenruf-die-ezb-liefert-und-jetzt-273910353

    Wichtig ist prinzipiell der Brexit, sollten die Dumpfbacken da drüben wirklich so blöd sein, um sich über Europa zu überheben, das ist das Brexit-Votum, letztendlich, so würde dies zur Zerstörung GB`s führen, na ja….

    und dies dies würde zu einem massiven Vertrauensverlust bezüglich London als „Europas Finanzplatz Nummer Eins“ führen, nebst einem massiven Pfund-Absturz… ?

    Aber, das interessiert die die Damen und Herren von und zu London offenbar nicht… ??

    Na ja, wie wäre es denn mit denn mit einem Beitritt GB`s zu den Vereinigten Staaten Amerikas –

    Gleich und Gleich gesellt sich gern .. ? :D

    Die zwei würden doch zusammen passen wie Dick und Doof ? :D

  2. Avatar

    Beobachter

    13. September 2019 10:44 at 10:44

    Der Abwertungskrieg ist ein Nullsummenspiel, Alle machen es u.am Schluss stehen alle Währungen wieder am gleichen Ort. Wenn Japan ,die SNB u.die Amis keinen schwächeren Euro wollen, dann ist die EZB am schwächeren Hebel. Langsam werden aber die Nebenwirkungen so gravierend ,das sogar die EZB- Elite merkt was, jeder normale Depp schon lange weiss.

  3. Avatar

    franko33

    13. September 2019 13:28 at 13:28

    Die Amerikaner wollen einen schwächeren Dollar u.a. für ihre Exporte.
    Demnach wird der EUR „stärker“ und das Summenspiel unserer Regierung platzt.
    Könnte noch „bessere“ Auswirkung haben wie der Brexit.
    Wer es nicht weiß,was ich nicht annehme: Sämtliche Entscheider und natürlich auch unser
    Herr Trump wollen einen schwächeren Dollar.Die „Vereinigten Staaten von Europa“ können
    sich dem nur unterordnen.Auch charttechnisch kommen wir langsam auf eine Bodenbildung
    was unserer Exportindustrie den Rest geben wird,wenn es die ausländischen Anteilseigner
    unserer größeren Dax Konzerne so wollen.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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