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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Dramatische Konjunkturdaten: Auftragseingänge brechen weiter stark ein

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am

Erst gestern meldeten wir vom Verband der deutschen Maschinenbauer schlechte Nachrichten. Die Auftragseingänge gehen stark zurück, alleine im März um 10% im Jahresvergleich. Heute folgt das Statistische Bundesamt mit Zahlen zu den Auftragseingängen für das Verarbeitende Gewerbe.

Im März sind die Auftragseingänge im Jahresvergleich um 6% gefallen. Ein dramatischer Einbruch! Im Januar waren es im Jahresvergleich schon -3,9%, und im Februar -8,4%. In den Headline-Aussage der Agenturen und Statistiker werden bei dieser Statistik stets die monatlichen Vergleichszahlen hervorgehoben und besprochen (+0,6%), obwohl sie aufgrund saisonaler Schwankungen fast bedeutungslos sind. Interessant sind die Vergleiche zum selben Monat des Vorjahres, und da sieht es wie gesagt gruselig aus.

Der folgende Chart als Volumenindex zeigt den Absturz der Auftragseingänge der letzten Monate. Vor allem die Auftragseingänge aus dem Inland sind beängstigend schwach. Die Statistiker machen in ihrer Veröffentlichung ausschließlich Detailangaben zum Monatsvergleich, was wir uns aufgrund der Sinnlosigkeit an dieser Stelle ersparen wollen. Wichtig ist: Auch nach den schwachen letzten Monaten (Jahresvergleich) fällt auch der März mit -6% sehr schwach aus. Der massive Rückgang in der tatsächlichen Produktion wird also in den nächsten Monaten deutlich zu spüren sein, wenn die rückläufigen Auftragsbücher bei der tatsächlichen Produktion ankommen.

Auftragseingänge

4 Kommentare

4 Comments

  1. asisi1

    7. Mai 2019 16:46 at 16:46

    Wie passt das denn mit den sprudelnden Steuereinnahmen zusammen???

    • Michael

      7. Mai 2019 17:16 at 17:16

      @asisi1, das steht doch klipp und klar im Artikel: Der massive Rückgang in der tatsächlichen Produktion wird also in den nächsten Monaten deutlich zu spüren sein, wenn die rückläufigen Auftragsbücher bei der tatsächlichen Produktion ankommen.

      Nach der zeitlichen Verzögerung werden auch die Steuereinnahmen nicht mehr ganz so sehr sprudeln, auch wenn diese nicht nur aus den Bereichen Maschinenbau und Verarbeitendes Gewerbe stammen.

  2. Pingback: Aktuelles vom 7. Mai 2019 | das-bewegt-die-welt.de

  3. Michael

    9. Mai 2019 10:34 at 10:34

    Damit wir einmal über etwas anderes schreiben als dramatische Konjunkturdaten in Deutschland oder das Trumpsche Kasperltheater, fand ich gestern und heute zwei interessante Zahlen im Wirtschaftskalender. Es geht um unsere Brexit-Chaos-Freunde und die Analyse von Immobilienwerten:

    Halifax Hauspreisindex (HPI)
    Dieser Bericht hilft die Stärke des Britischen Immobilienmarktes zu analysieren, welches bei der Analyse der gesamten Wirtschaft hilft.
    Jan bis Mai: +2,5 -3,0 +6,0 -1,3 +1,1

    RICS Hauspreisbilanz
    Der Hauspreisbilanz der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) misst die Veränderung der Preise für neue Häuser in Großbritannien. Dieser Bericht hilft die Stärke des Immobilienmarktes in Großbritannien zu analysieren, welches hilft um die Gesamtwirtschaftslage zu analysieren. Es ist ein leitender Indikator von Immobilieninflation.
    Jan bis Mai: -19% -22% -27% -23% -23%

    Höchste Kongruenz und Kohärenz, wie man es von einem Chaosvölkchen erwarten darf 😉

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Europa

Bauboom (ohne Wohnungen) hält an, Rekordzahlen!

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Der Bauboom in Deutschland hält an. Nochmal, wir können es nicht oft genug betonen: Warum präsentiert das Statistische Bundesamt in seinen Headline-Aussagen oft Monatsvergleichszahlen? Denn die sind relativ unwichtig wegen saisonalen Schwankungen. Wirklich wichtig sind die Vergleiche zu den selben Monaten im Vorjahr!

So auch heute. Die Statistiker haben die aktuellsten Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe präsentiert. Und ja, der Bauboom läuft und läuft und läuft! Im Monat März war der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe zwar 1,9% niedriger als im Februar. Aber im Vergleich zu März 2018 ist es ein Plus von 11,3%! Und in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 stieg er um 8,0% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die folgenden Worte vom Statistischen Bundesamt untermauern die anhaltende Stärke in der Bauwirtschaft:

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im März 2019 nominal mit rund 8,2 Milliarden Euro um 16,7 % höher als im März 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem März in Deutschland. Damit bleibt das Auftragseingangsvolumen auf Rekordniveau: Seit Dezember 2018 wurden die höchsten jemals gemessenen Werte in den jeweiligen Berichtsmonaten erreicht. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2018 stiegen die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten 2019 nominal um 14,3 %.

Aber, man muss es auch betonen: Der Bauboom am Wohnungsmarkt ist erst einmal vorbei. Dies hatten wir erst vor Kurzem berichtet.

Bauboom

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Europa

Aktuell: ifo Index schwach – tiefster Wert seit November 2014!

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Der ifo Index (Mai) ist mit 97,9 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 99,2; Vormonat war 99,2). Das ist der schwächste Wert seit November 2014!

Die Geschäftserwartungen liegen bei 95,3 (Prognose war 95,2; Vormonat war 95,2)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 100,6 (Prognose war 103,6; Vormonat war 103,3).

Dazu ifo: Dienstleistungssektor hat deutlichen Dämpfer erhalten (FMW: das hatte sich abgezeichnet angesichts der Schwäche der Industrie als Frühindikator!), im verarbeitenden Gewerbe ist der Index minimal gesunken, Bauhauptgewerbe mit drittem Anstieg in Folge (FMW: es lebe die Immobilienblase ewiglich!)..


source: tradingeconomics.com

 

 

 

 

 

 

ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie schmiert weiter ab

Deutsche Industrie rutscht tiefer in die Kontraktion

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Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; Mai) veröffentlicht:

 

Verarbeitendes Gewerbe 44,3 (Prognose war 44,8; Vormonat war 44,4)


source: tradingeconomics.com

Dienstleistung 55,0 (Prognose war 55,5; Vormonat war 55,7)

Gesamtindex 52,4 (Prognose war 52,0; Vormonat war 52,2)

 

Dazu Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„In der Industrie fiel der Ausblick wegen der weltweit angespannten Handelsbeziehungen erneut am pessimistischsten aus. Wie die Umfrage allerdings zeigt, hat die schlechte Stimmung jetzt wohl auch den Servicesektor erfasst, wo der IndexGeschäftsaussichten binnen Jahresfrist auf den zweittiefsten Wert seit 2014 gesunken ist.“

 

 

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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