Europa

Dramatische Konjunkturdaten: Auftragseingänge brechen weiter stark ein

Erst gestern meldeten wir vom Verband der deutschen Maschinenbauer schlechte Nachrichten. Die Auftragseingänge gehen stark zurück, alleine im März um 10% im Jahresvergleich. Heute folgt das Statistische Bundesamt mit Zahlen zu den Auftragseingängen für das Verarbeitende Gewerbe.

Im März sind die Auftragseingänge im Jahresvergleich um 6% gefallen. Ein dramatischer Einbruch! Im Januar waren es im Jahresvergleich schon -3,9%, und im Februar -8,4%. In den Headline-Aussage der Agenturen und Statistiker werden bei dieser Statistik stets die monatlichen Vergleichszahlen hervorgehoben und besprochen (+0,6%), obwohl sie aufgrund saisonaler Schwankungen fast bedeutungslos sind. Interessant sind die Vergleiche zum selben Monat des Vorjahres, und da sieht es wie gesagt gruselig aus.

Der folgende Chart als Volumenindex zeigt den Absturz der Auftragseingänge der letzten Monate. Vor allem die Auftragseingänge aus dem Inland sind beängstigend schwach. Die Statistiker machen in ihrer Veröffentlichung ausschließlich Detailangaben zum Monatsvergleich, was wir uns aufgrund der Sinnlosigkeit an dieser Stelle ersparen wollen. Wichtig ist: Auch nach den schwachen letzten Monaten (Jahresvergleich) fällt auch der März mit -6% sehr schwach aus. Der massive Rückgang in der tatsächlichen Produktion wird also in den nächsten Monaten deutlich zu spüren sein, wenn die rückläufigen Auftragsbücher bei der tatsächlichen Produktion ankommen.

Auftragseingänge



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4 Kommentare

  1. Wie passt das denn mit den sprudelnden Steuereinnahmen zusammen???

    1. @asisi1, das steht doch klipp und klar im Artikel: Der massive Rückgang in der tatsächlichen Produktion wird also in den nächsten Monaten deutlich zu spüren sein, wenn die rückläufigen Auftragsbücher bei der tatsächlichen Produktion ankommen.

      Nach der zeitlichen Verzögerung werden auch die Steuereinnahmen nicht mehr ganz so sehr sprudeln, auch wenn diese nicht nur aus den Bereichen Maschinenbau und Verarbeitendes Gewerbe stammen.

  2. Pingback: Aktuelles vom 7. Mai 2019 | das-bewegt-die-welt.de

  3. Damit wir einmal über etwas anderes schreiben als dramatische Konjunkturdaten in Deutschland oder das Trumpsche Kasperltheater, fand ich gestern und heute zwei interessante Zahlen im Wirtschaftskalender. Es geht um unsere Brexit-Chaos-Freunde und die Analyse von Immobilienwerten:

    Halifax Hauspreisindex (HPI)
    Dieser Bericht hilft die Stärke des Britischen Immobilienmarktes zu analysieren, welches bei der Analyse der gesamten Wirtschaft hilft.
    Jan bis Mai: +2,5 -3,0 +6,0 -1,3 +1,1

    RICS Hauspreisbilanz
    Der Hauspreisbilanz der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) misst die Veränderung der Preise für neue Häuser in Großbritannien. Dieser Bericht hilft die Stärke des Immobilienmarktes in Großbritannien zu analysieren, welches hilft um die Gesamtwirtschaftslage zu analysieren. Es ist ein leitender Indikator von Immobilieninflation.
    Jan bis Mai: -19% -22% -27% -23% -23%

    Höchste Kongruenz und Kohärenz, wie man es von einem Chaosvölkchen erwarten darf ;)

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