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Aktien

Drei hochinteressante Aktien – werfen Sie da mal einen Blick drauf!

Claudio Kummerfeld

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Welche Aktien haben derzeit wirklich viel Potenzial?

Welche Aktien könnten dieser Tage besonders interessant sein? Unternehmen wie Delivery Hero, Amazon, Netflix und Co sind natürlich eh schon im Fokus der Börsianer. Die Story ist einfach. Die Cornonakrise verändert das Konsumverhalten in Sachen Essen und Einkaufen, und sie erhöht auch die Zeit des „Zuhause auf der Couch-Sitzens“. Daher waren diese drei Werte eh schon gefragt. Aber was gibt es sonst noch Interessantes, wo eventuell die große Hausse erst noch bevorsteht? Schauen wir dazu mal auf drei einzelne Aktien mit viel Potenzial, aber auch sehr hohem Risiko!

Adyen

Schon mal was von der Firma Adyen gehört? Wir alle haben in den letzten Monaten das Debakel um den einstigen deutschen Hoffnungsträger Wirecard erlebt. Obwohl die Firma nichts Innovatives anbot, firmierte man mit Zahlungsabwicklung als Tech-Konzern im Dax. Der Laden entpuppte sich als Luftnummer, und Ende Juni wurde Insolvenz angemeldet. Jetzt streitet man sich um die verwertbaren Reste von Wirecard. Aber wo ein Zahlungsabwickler wie Wirecard aus dem Markt ausscheidet, da werden die Marktanteile ja neu verteilt, beziehungsweise die Kunden wandern ab zur Konkurrenz. Und da fällt der Anbieter Adyen aus den Niederlanden sofort ins Auge. Schon vor der Wirecard-Insolvenz fragten sich manche Beobachter, wie Wirecard es schaffte trotz identischem Geschäftsmodell so viel erfolgreicher zu sein als Adyen. Heute sind wir alle schlauer.

Adyen hat heute auch seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Das abgewickelte Volumen stieg im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 129,1 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 279,9 Millionen Euro, das EBITDA um 12 Prozent auf 140,9 Millionen Euro. Beim Klick an dieser Stelle können Sie sich die Daten im Detail anschauen. Die Aktie von Adyen hat seit Februar (vor dem Start des großen Börsencrash) bis jetzt eine fulminante Performance hingelegt, von 888 auf 1.405 Euro. Am 25. Juni, am Tag der Wirecard-Insolvenz, notierte die Adyen-Aktien übrigens noch bei 1.277 Euro. Ist noch viel mehr Potenzial in dieser Aktie vorhanden? Hier der komplette Kursverlauf der Aktie seit Mitte 2018.

Kursverlauf der Adye-Aktien seit 2018

CureVac

CureVac war bei Börsianern die letzten Tage ein heißes Eisen, aber bei der breiten Masse der Bevölkerung ist die Firma aus Tübingen gänzlich unbekannt. Also hier nochmal in Kurzform. Dietmar Hopp (der von SAP und Hoffenheim) kontrolliert CureVac nach wie vor. Aber auch der Bund und andere Investoren sind mit an Bord. Am letzten Freitag ging das Unternehmen an die Nasdaq, und hat seitdem kräftig an Wert zulegen können. Man forscht derzeit mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Gelingt dem Unternehmen ein Durchbruch, dürften die Aktien womöglich endgültig durch die Decke schießen? Bis jetzt sind sie vom Emissionskurs am letzten Freitag bei 16 Dollar auf aktuell knapp unter 65 Dollar angestiegen. Man sollte die Nachrichtenlage im Auge behalten. CureVac macht fast gar keinen Umsatz, und die Aktie lebt ausschließlich von dieser einen Corona-Hoffnung. Scheitert das Unternehmen, kann die Aktie brutal in den Keller rauschen – anders als bei großen Pharma-Konzernen, die ja abseits von der Corona-Forschung ihre bestehende Medikamenten-Palette haben.

Zoom

Zoom als Anbieter von Online-Konferenzen ist seit Ausbruch der Coronakrise für immer mehr private und gewerbliche Nutzer der Anbieter schlechthin. Die Aktie konnte seit Mitte Februar von 100 auf jetzt 273 Dollar ansteigen. Ist noch viel Potenzial vorhanden? Und warum sollte man sich die Aktien von Zoom gerade jetzt anschauen? Nun, übernächste Woche Montag am 31. August veröffentlicht Zoom seine Quartalszahlen. Dann könnte es richtig interessant werden. Wie gut hat das Unternehmen an dem Online-Konferenz-Boom der Coronakrise verdient? Lässt sich der Markt überraschen von Sensationszahlen, könnte der Kurs weiter durch die Decke knallen. Man sollte die Aktien auf jeden Fall im Auge behalten. Vorher noch positionieren? Entscheiden Sie selbst!

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Aktien

Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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