Devisen

Droht die nächste Verkaufswelle bei Euro-Dollar?

Ein Gastbeitrag von Robert Zach, investing.com

Bei meiner letzten Analyse hatte ich einen bullischen Breakout prognostiziert, der jedoch nicht erfolgt ist. Stattdessen drehte der EUR/USD dynamisch gen Süden und unterschritt dabei das wichtige Unterstützungsniveau aus dem 61,8% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von Mitte August bis Mitte September sowie die 100-Wochen-Linie und eine horizontale Haltelinie aus mehreren markanten Tiefpunkten bei 1,1516 Dollar.

Zwar konnte sich der EUR/USD gestern wieder über die ehemalige Unterstützung zurück erholen – eine Stabilisierung darüber blieb jedoch aus und zur Stunde notiert das Paar wieder darunter.

Für den nächsten Bewegungsimpuls könnten die heute anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sorgen. Dabei wird es vor allem auf die durchschnittlichen Stundenlöhne ankommen. Nähere Erläuterungen dazu erhalten Sie hier.

Durch die charttechnische Brille betrachtet ist die Ausgangslage bärisch bis neutral zu bewerten. Sollte der EUR/USD die Handelswoche über der ehemaligen Unterstützung bei 1,1516 Dollar schließen, so bestünde eine gute Chance für eine Erholung. Erstes Erholungsziel wäre dann das Vortageshoch bei 1,1542 Dollar, gefolgt von einem weiteren horizontalen Widerstand bei 1,1558 Dollar. Gelingt den Bullen der Sprung zurück über diesen Widerstandsbereich, so würde sich Aufwärtspotenzial in Richtung der Glättung der letzten 38 Tage bei 1,1610 Dollar ergeben. Knapp darüber verläuft dann die 100-Tage-Linie bei 1,1638 Dollar, wo mit deutlicher Gegenwehr der Bären zu rechnen ist.

Auf der Unterseite sollten sich Anleger auf weitere Verluste einstellen, wenn das jüngste Verlaufstief bei 1,1463 Dollar unterschritten wird. Die nächste wichtige Unterstützung befände sich dann erst wieder im Bereich von 1,1411/1,1395 Dollar – dem 78,6% Fibo und dem Tief vom 20. August. Das ultimative Shortziel befindet sich jedoch bei 1,1331 Dollar in Form der wichtigen Glättung der letzten 200 Wochen.

Die technischen Indikatoren auf Tagesbasis sind nach wie vor negativ zu interpretieren. So droht der MACD nachhaltig ins Negative zu fallen, während sich der RSI zwar noch über seiner Trendlinie halten kann, aber unterhalb seiner 50-Punkte-Linie gen Süden zeigt.

 

(Tages-Chart Euro-Dollar; Chart durch anlicken vergrößern)



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