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Dubai führt Kryptowährung für kontaktloses Bezahlen ein – was das für die Zukunft des Bezahlens bedeuten kann

Dubai führt eine eigene Kryptowährung ein. Sie soll „emcash“ heißen und für das kontaktlose Zahlen mit der NFC-Technologie per Smartphone nutzbar sein (near field communication). Mit der digitalen Währung soll man ganz normal…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Dubai führt eine eigene Kryptowährung ein. Sie soll „emcash“ heißen und für das kontaktlose Zahlen mit der NFC-Technologie per Smartphone nutzbar sein (near field communication). Mit der digitalen Währung soll man ganz normal einkaufen, aber auch staatliche Leistungen bezahlen können, so besagt es eine offizielle Verkündung. Zusammenarbeiten wird man mit dem britischen Technologieanbieter „Object Tech Group Ltd“. Man spricht von einer „encrypted digital currency“, also einer verschlüsselten digitalen Währung, die wie auch Bitcoins, Ethereum und Co auf der Blockchain-Technologie basieren soll. Laut Veröffentlichung soll Dubai damit als konkurrenzfähiger Geschäftsstandort gestärkt werden, die Kunden sollen glücklicher gemacht werden, und Dubais „Evolution hin zu einer klugen Volkswirtschaft“ weiterentwickelt werden.

Frage: Kann man diese Art von Zahlungsmittel als klassische Kryptowährung bezeichnen? Das ist wohl eine Frage für Philosophen aus der Krypto-Szene, aber es wirkt zumindest so. Der Vorteil für Einzelhändler soll zum Beispiel darin liegen, dass eine direkte digitale Zahlung zwischen Kunden und Einzelhändler stattfindet, ohne dass sie erst über einen Abwickler wie eine Bank oder eine Kreditkartenfirma gebucht werden muss. Somit erspart sich der Einzelhändler Transaktionsgebühren, und hätte 100% der Einnahmen für sich.

Dies könnte eigentlich, wenn man darüber nachdenkt, das Modell von Kreditkartenfirmen teilweise in Frage stellen. Ihr Vorteil wäre dann nur noch, dass sich Kunden mit dem Bezahlen per Kreditkarte wie es das Wort schon sagt mehrere Wochen Luft verschaffen, bis der Betrag dem Bankkonto belastet wird. Aber für den Einzelhandel wäre „emcash“ oder vergleichbare Bezahlmethoden wohl besser, da die Kosten für die Abwickler entfallen.

Der interessante Aspekt ist: Wenn nach und nach einzelne Staaten solche Arten von zusätzlichem Zahlungsmittel einführen, werden große Währungsräume wie die Eurozone sich dem nicht dauerhaft verschließen können. Denn schon seit einigen Monaten ist in der Diskussion, dass irgendwann auch Notenbanken digitale Währungen als Zusatzangebot für die Bürger einführen, um den außerstaatlichen Kryptowährungen sozusagen Konkurrenz zu machen. Erst kürzlich hatte IWF-Chefin Lagarde eine Art ersten kleinen (offiziellen) Ritterschlag erteilt für die Akzeptanz von Kryptowährungen. Ziehen die Staaten nicht nach, verabschiedet sich ein Teil der Bevölkerung aus dem offiziellen Zahlungssystem (Euros, Dollars etc). Und das will der Staat ja nun wirklich nicht sehen…


Die Skyline von Dubai. Foto: Tim.Reckmann / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Walter

    4. Oktober 2017 12:30 at 12:30

    Ich hab die offizielle Verkündung nicht gelesen… ob der Kunde die Verschiebung der Gebühren vom Händler zum Kunden mit macht? Mir missfällts. („Miners/transaction fee“)

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