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Dumm gelaufen: Goldman Sachs-Vermögenverwaltung mit größten Abflüssen weltweit – auch wegen ETFs!

Wer, wie Goldman Sachs laut berüchtigter Aussage seines CEOs Blankfein angeblich das Werk Gottes verrichtet, sollte doch eigentlich Dankbarkeit der gläubigen Schafsherde erwarten, oder? Aber nein, das tumbe Volk tanzt lieber um das Goldene Kalb und wird furchtbar untreu. In diesem Fall: sie entziehen den quasi-göttlichen Goldmännern das allerwertvollste, was Gott dieser Welt geschenkt hat: das Geld!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wer, wie Goldman Sachs laut berüchtigter Aussage seines CEOs Blankfein angeblich das Werk Gottes verrichtet, sollte doch eigentlich Dankbarkeit der gläubigen Schafsherde erwarten, oder? Aber nein, das tumbe Volk tanzt lieber um das Goldene Kalb und wird furchtbar untreu. In diesem Fall: sie entziehen den quasi-göttlichen Goldmännern das allerwertvollste, was Gott dieser Welt geschenkt hat: das Geld!

Nun hat das Verrichten des göttlichen Werks durch die Goldmänner leider nicht zu einer göttlichen Performance geführt – die gefloppten Trading-Empfehlungen von Goldman Sachs sind inzwischen geradezu legendär! Goldman hatte schlicht das Problem, die Zinswende der Notenbanken zu früh prognostiziert zu haben. Und gerade beim Trading gilt die Umkehrung des Spruchs von Gorbatschow: wer zu früh kommt, den bestraft der Markt! Und so geschah es denn auch – man möchte Herrn Blankfein zurufen: der Herr hat es gegeben, der Herr hat es wieder genommen!

Jedenfalls zeigen jüngste Daten, dass die Investoren, vor allem amerikanische Fonds, bei keinem anderen Vermögensverwalter dieser Welt in der ersten Hälfte diesen Jahres so viel Geld abgezogen haben wie von Goldman Sachs Asset Management. Aber was bei Goldman Sachs besonders stark der Fall ist, trifft auch andere Branchengrößen: so etwa Fidelity, Morgan Stanley und Franklin Templeton. Also alles ehrwürdige Adressen -aber die Zeiten ändern sich eben.

Es ist dabei der Siegeszug der ETFs, der die Margen der Vermögensverwalter unter Druck bringt und für einen Großteil der Mittelabflüsse verantwortlich ist. Goldman Sachs Asset Management verwaltet ca. 1,3 Billionen US-Dollar, und die Nachricht über die Mittelabflüsse kommt zur Unzeit, schließlich wollte Goldman gerade den Bereich Asset Management weiter ausbauen und somit weniger abhängig sein vom Investment Banking sowie dem Eigenhandel.


Ist ihm das Lachen inzwischen vergangen? Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein
Foto: http://www.goldmansachs.com/who-we-are/leadership/board-of-directors/images/lloyd-blankfein-193×193.jpg
CC BY-SA 3.0

Goldman Sachs selbst sagt dass die Mittelabflüsse vor allem ihre Geldmarktfonds betreffen würden, die von vielen Investoren als Alternative für das Halten von Cash genutzt wurden. Aber neue Regularien der US-Aufsichtsbehörden, die vor allem die Recht der Investoren in diesen Geldmarktfonds stärkten, sorgen für immer geringere Profit-Möglichkeiten für Anbieter dieser Geldmarktfonds – und angesichts der Erwartung steigender Zinsen fließen eben jetzt auch noch Gelder ab, die offenkundig andernorts renditeträchtiger angelegt werden sollen.

Aber grundsätzlich hat nicht nur Goldman Sachs das Problem, dass durch den kometenhaften Aufstieg der ETFs die Margen unter Druck kommen und Gelder eben vorwiegend in die günstigeren ETFs fließen. Die einstigen Dickfische am Markt verlieren damit immer mehr ihre einstige Dominanz – und es gibt sicher schlechtere Nachrichten als diese Entwicklung. Dass der ETF-Hype jedoch selbst nicht unerhebliche Gefahren birgt, haben wir schon mehrfach thematisiert..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Simbabwedollar

    10. Juli 2017 15:29 at 15:29

    Nein – die Goldmänner und die anderen „Bankgrößen“ mag ich nicht besonders.
    Aber waren es nicht genau diese, die die ETF´s haufenweise lanciert und propagiert haben? Wollte man nicht auf diese Weise von der Konkurrenz Gelder auf die eigene Seite ziehen?
    Nun – ihr „Scheinheiligen“ – habt Geduld. Der Trend wird sich wieder umkehren. Weg von den ETF´s. Denn – seit Bestehen der ersten ETF´s gab es auf dem Aktiensektor weltweit nur steigende Kurse. Soetwas beflügelt natürlich besonders die ganz „Schlauen“ deren Passion es ist, „Gebührensparen ist geil“. Das Erwachen wird kommen, wenn die Kurse einzubrechen beginnen, nach fast 8 Jahren steigender Bewertungen scheint der Tag in nicht allzu weiter Ferne. Was wird passieren? Man ist an den INDEX gebunden. Am jeweiligen INDEX hängen 100erte von Computergrogrammen, denen der einzelne Investor so ziemlich schnuppe ist. Und bis „OTTO“ kapiert hat, was läuft (er hat ja einen „breiten“ INDEX gekauft, da kann ja nichts schief gehen), wurden EINSER in NULLEN verwandelt. Ein weiteres Problem der ETF´s, für mich viel schwerwiegender, ist allerdings, dass vervorragende Unternehmen genauso bewertet werden, wie die Pleitiers. Wieso? Der ETF auf den MSCI World beinhaltet über 1.700 Aktien, davon 54% USA. Die Entwicklung des ETF wird in Prozent ausgedrückt, d.h. die „BESTE“ Aktie wird in der Performance genauso bewertet, wie der absolut „SCHLECHTESTE“ Wert. Und das soll gut und gesund sein? Und – jemand der aufpasst und ggf. die Reißleine zieht um CASH zu generieren, wenn Gefahr im Verzug zu sein scheint, den gibt es auch nicht (denjenigen müßte man ja bezahlen). Sollte es zu einem CRASH kommen, gibt es am ETF-Markt ein Schlachtfest. Ich hole mir dann die Wurstbrühe mit den Fettaugen ab.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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