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Durchgesickert: Uber macht kräftig Verlust

Der noch nicht börsennotierte "Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen" (Taxi?) namens Uber ist gemäß letzter Schätzungen auf Basis von Kapitalrunden um die 70 Milliarden Dollar...

FMW-Redaktion

Der noch nicht börsennotierte „Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen“ (Taxi?) namens Uber ist gemäß letzter Schätzungen auf Basis von Kapitalrunden um die 70 Milliarden Dollar wert. Was für ein Wahnsinn. Aber gut, sei es drum, es ist ja Risikokapital, das hier hineingepumpt wird. Obwohl nicht börsennotiert, informiert Uber seine bisherigen Anteilseigner quartalsweise über den Stand der Dinge. Heute sickerte aus informierten Kreisen durch, was den Investoren letzten Freitag angeblich präsentiert wurde.

Die Buchungen sollen vom 1. auf das 2. Quartal von 3,8 Milliarden Dollar auf 5 Milliarden Dollar Volumen gestiegen sein. Der Nettoumsatz soll von 960 Mio auf 1,1 Milliarden Dollar gestiegen sein. Aber jetzt kommt das Wichtigste. Nach einem Verlust von 520 Millionen Dollar im 1. Qurtal soll es jetzt ein Minus von 750 Millionen Dollar gewesen sein! Was für eine Relation von Umsatz und Verlust! Eigentlich müsste man meinen ein Fahrdienst-Vermittler hat doch eigentlich fast gar keine Kosten. Aber angeblich soll ein guter Teil der Verluste aus Zuschusszahlungen von Uber an die Fahrer resultieren. Frage: Wenn bei so jungen dynamischen tollen innovativen und hippen Firmen wie Uber alles total super ist, und ja auch die Fahrer total happy sind, warum benötigen sie dann Zuschüsse?

Selbst in den USA soll Uber Verluste eingefahren haben. Die Firma ist eine regelrechte Verlust-Produktionsmaschinerie. In 2015 sollen es 2 Milliarden Dollar gewesen sein, und in 2016… naja, rechnen Sie selbst hoch. Wie gesagt, alles keine offiziellen Infos der Firma, also bitte mit Vorsicht behandeln. Uber produziert nicht nur fleißig Verluste und hat eine schwindelerregende Bewertung (jeder wie er mag), die Firma stößt auch an ihre Grenzen. Erst vor Kurzem verlor man einen ruinösen Wettbewerb gegen einen chinesischen Konkurrenten.

Die Folge: Man überschrieb sein gesamtes China-Geschäft an diesen Konkurrenten namens Didi Chuxing. Dafür erhält Uber einen 17,7%-Anteil an der neu geschaffenen Gesellschaft. Ob das langfristig etwas bringt, ist auch nicht gewiss. Aber abgesehen davon muss man sich schon fragen, warum Uber noch nicht mal im Heimatmarkt USA Gewinne abwirft. Das dürfte eine ganz spannende Kiste werden, sollte Uber mit solchen Zahlen an die Börse gehen. Aber man könnte auch andersrum argumentieren: Hey, die Story von Uber ist doch super. Die Tesla-Aktie steht doch auch gut da, obwohl die Firma Verlust um Verlust produziert!



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