Folgen Sie uns

Allgemein

Diese deutsche Bank erwirtschaftet eine Eigenkapitalrendite von 46% vor Steuern

Avatar

Veröffentlicht

am

Welche Bank in Deutschland schafft es eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 46% zu erwirtschaften? Die Deutsche Bank? (Scherz)… eine Sparkasse? Vielleicht ein Privatbank, eine Investmentbank? Ein Zertifikate-Anbieter, der sich dumm und dämlich verdient? Raten Sie mal. Wir wären auch nicht drauf gekommen.

Aber wenn man den Namen erst mal hört und ein paar Augenblicke darüber nachdenkt, dann ist es doch recht logisch, dass die Targobank diese Eigenkapitalrendite vor Steuern schaffte im Jahr 2017. Vorher waren es ähnliche Größenordnungen. Bei 1,441 Milliarden Euro Eigenkapital gab es einen Vorsteuergewinn von 664 Millionen Euro. Das Portal finanz-szene.de ist in die Zahlen der Bank herab gestiegen, und hat sich die Daten im Detail angeschaut. Hier finden sich beispielsweise auch zwei weitere atemberaubende Daten. Zinserträge und Zinskosten stehen bei der Targo in einem Verhältnis von 26 zu 1. Und die Zinsmarge der deutschen Banken lag im Schnitt im Jahr 2017 bei 1,04%. Die Targobank hatte eine Marge von 6%. Einfach unglaublich, aber wahr!

In der Bankenbranche und auch „da draußen“ bei den Konsumenten ist es ein offenes Geheimnis. Wer bei seiner Hausbank keinen Kredit mehr bekommt, der versucht es als letzten Notnagel bei der Targobank. Dafür sind hier die Zinsen deftig. Und man „munkelt“, dass auch die Zusatzkosten der Kredite ganz „nett“ sein sollen. Was lernt man daraus? Der Konsument mit schwacher oder sogar extrem schwacher Bonität ist ein sehr guter Ertragsfaktor, wenn man sich auf ihn als Zielgruppe fokussiert.

Das Ganze kann natürlich auch übelst nach hinten losgehen, wenn die nächste große Rezession startet und hunderttausende Konsumenten aus dieser Zielgruppe ihre Arbeit verlieren. Dann könnten viele dieser Kredite notleidend werden, und die kreditgebende Bank müsste diese Kredite als Verlust abschreiben. Das würde natürlich die Zahlen verhageln. Aber für den Moment, im Augenblick macht die Targobank also blendendes Geschäft mit Kunden, die einen Kredit benötigen, und vermeintlich eine relativ niedrige Bonität aufweisen.

Zur Erinnerung. Die Citigroup hatte (welch Ironie der Geschichte) die deutsche Tochter „Citibank“ im Jahr 2008 an die französische „Credit Mutuel“ verkauft. Die benannte ihre neue Tochter dann aufgrund ihres nicht erstklassigen Image um in Targobank. Dass sie „die“ Anlaufstelle für Kredite ist, egal um welchen Preis, das scheinen die Kunden auch nach der Umbenennung nicht vergessen zu haben.

Banken in Frankfurt - Eigenkapitalrendite
Frankfurter Banken-Skyline. Foto: Eva K. / Eva K. GFDL 1.2

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Paul

    24. Januar 2019 12:02 at 12:02

    „“extrem schwacher Bonität““
    Also u.a.auch eine Kreditbank fuer Hartz 4ler od.sogar Fluechtlinge?

  2. Avatar

    Matthias

    24. Januar 2019 22:25 at 22:25

    Hmm, bekomme ständig Werbung von denen. Habe ich dann auch eine schwache Bonität oder wollen die auch ein paar Kunden die Zahlen können … wer weiß. :-D

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Aktuell: Galeria Karstadt Kaufhof schützt sich vor Gläubigern – was sagt uns das?

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Galeria Kaufhof Karstadt ist noch nicht offiziell insolvent

Galeria Karstadt Kaufhof war auch vor der Coronakrise seit Jahren nicht gerade auf Rosen gebettet. Und nun machte man das, was H&M, Adidas und Co auch gemacht haben – nämlich erst mal die Mieten aussetzen. Und nun? Der nächste logische Schritt wäre es eine der Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung zu nutzen, um mit dieser bereitgestellten Liquidität durch die Krise zu kommen.

Aber wie Aussagen von Galeria Karstadt Kaufhof in aktuellen Berichten (siehe SPON) nahe legen, scheint es für das Unternehmen gar nicht so einfach zu sein an Staatskredite zu kommen. Zwar habe man sich in den vergangenen Wochen bereits um staatliche Hilfen bemüht. Doch habe sich eine Einigung mit den Banken schwieriger als erhofft erwiesen. Der Prozess, in dem die Banken eine entscheidende Rolle spielen (Ausfallgarantie nur zu 90% von KfW), sei bürokratisch und koste wertvolle Zeit. Nun habe man nicht mehr länger warten können, und hat jetzt beim Amtsgericht Essen ein sogenanntes „Schutzschirmverfahren“ beantragt, was auch genehmigt wurde.

Damit kann Galeria Karstadt Kaufhof sich vor dem Zugriff von Gläubigern schützen, muss aber offiziell noch keine Insolvenz anmelden. Aber es riecht doch verdammt stark nach einer dramatischen Situation. Die Geschäftsführung des Unternehmens kann weiter arbeiten und selbst versuchen zu sanieren. Ob die Banken nach der Eröffnung dieses Schutzschirmverfahrens eher geneigt sind Kredit zu geben? Natürlich nicht. Die Rettung könnte wohl darin bestehen, dass die KfW-Kredite von 90 Prozent Staatshaftung auf 100 Prozent Staatshaftung erhöht werden. Dann könnten die Banken natürlich zügig Gelder freimachen, so darf man es wohl annehmen.

Oder käme das Unternehmen für den neuen Staatsfonds von Olaf Scholz in Frage, wo der Bund sich nun vorübergehend in der Krise an Unternehmen beteiligen kann? Man wird sehen. Was sagt uns das? Galeria Karstadt Kaufhof könnte recht haben mit seiner Kritik am wohl problematischen Vergabeverfahren. Wir teilen diese Kritik, was wir in einigen Artikeln schon zum Ausdruck gebracht haben. Aber natürlich könnte man gerade in diesem Fall auch sagen: Bloß kein gutes frisches Geld dem schlechten Geld hinterher werfen, bloß keine Steuerzahlerkohle für ein quasi gescheitertes Unternehmen, dass schon vor der Krise seit Jahren in einer Dauerkrise war.

weiterlesen

Allgemein

China: Schnelle Erholung von der Coronakrise – hochinteressante Beobachtungen

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Shanghai als Finanzzentrum in China

Der anerkannte China-Kenner Frank Sieren, der auch aktuell in China lebt, beschreibt seine sehr interessanten Beobachtungen, wie aktuell die Lage in China aussieht. Wie geht das Land, wie gehen die Bürger mit der Coronakrise um? Laut Frank Sieren sei bei den Chinesen auch abgesehen von dieser Krise ein Grundvertrauen in den Staat vorhanden. Und, so führt er aus, das chinesische Zeichen für Krise bedeute „Gefahr und Chance“. An allen Ecken und Enden kehre China derzeit zur Normalität zurück.

In Sachen Coronavirus liege das Problem bei den Rückkehrern, die infiziert seien. Jeder nach China Einreisende werde auf das Coronavirus getestet. Frank Sieren geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in China (kurzfristig starker Wirtschaftseinbruch) und in ganz Asien nun nach und nach normalisiere. Problematisch seien die Lieferketten. Die Nachfrage aus Europa und Amerika nach chinesischen Produkten sei natürlich in einigen Branchen erst einmal weggebrochen. Aber, und das ist wohl ein sehr wichtiger Aspekt: Frank Sieren erwähnt, dass die Exporte nach Amerika und Europa für China weit weniger wichtig seien, als man denken würde. Der Handel innerhalb Asiens nehme immer mehr zu, von daher sei man immer unabhängiger vom Westen.

Die Chinesen seien nach Krisen grundsätzlich bereit schnell umzuschalten und wieder zur Normalität zurückzukehren. Sieren erwähnt auch viele interessante Aspekte, die es den Asiaten und vor allem den Chinesen leichter machen würden aus dieser Krise schnell herauszukommen. Als da wären zum Beispiel die Angewohnheiten sich nie die Hände zu geben, oder das Küsschen auf die Wange wie zum Beispiel in Italien ebenfalls nicht zu praktizieren. Auch gäbe es viel Selbstdisziplin, und dazu noch die stringente Durchsetzung der Quarantäne-Maßnahmen, weil China halt eine Diktatur ist, und keine Demokratie.

Kann Europa von China lernen?

Und, kann Europa etwas etwas von China lernen in dieser Krise? Die Chinesen würden laut Frank Sieren viel experimenteller mit neuen Medikamenten umgehen, und daher schneller etwas erreichen. Im Westen sei man gründlicher und würde viel mehr auf Genehmigungen neuer Verfahren und Medikamente achten, was Zeit kosten würde. Schauen Sie sich das Video an, es ist sehenswert!

weiterlesen

Allgemein

Coronavirus: Trumps Management und das US-Gesundheitssystem

In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden. Katastrophaler als Trump kann man die Krise nicht managen, sagt Sandra Navidi

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden: Immer mehr Infizierte und Tote, die Arbeitslosenzahlen schnellen nach oben, die Aktienmärkte crashten – und Donald Trump versucht mit Milliarden-Hilfen seine Wiederwahl zu retten. „Das US-Gesundheitssystem ist hoffnungslos überfordert. Man baut schon Zelte für Leichen auf. Noch katastrophaler als Donald Trump kann man die Krise nicht managen“, so berichtet Sandra Navidi aus New York. Die Geschäftsführerin von BeyondGlobal erklärt mit Blick auf die Notenbank Fed: „Wir können kein Virus mit Geldpolitik bekämpfen.“

Das total auf Profit getrimmte US-Gesundheitssystem ist durch das Coronavirus total überfordert – die Lage dürfte sich weier zuspitzen, berichtet Sandra Navidi im Gespräch mit Manuel Koch:

Das Coronavirus und Donald Trump

 

 

 

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage