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Ein Dax-Konzern will ganz konkret von Trump´s Mexiko-Mauer profitieren

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen machte der Chef des Dax-Konzerns HeidelbergCement Bernd Scheifele letzte Woche eine ganz direkte und für seine Aktionäre wohl…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen machte der Chef des Dax-Konzerns HeidelbergCement Bernd Scheifele letzte Woche eine ganz direkte und für seine Aktionäre wohl interessante Aussage. Die Zahlen fielen zeitlich exakt zusammen mit den US-Präsidentschaftswahlen, so dass Scheifele direkt auf die Auswirkungen eingehen konnte. So sagte er bezüglich des von Trump angedachten Baus einer großen langen und vor allem teuren Mauer zwischen den USA und Mexiko, dass HeidelbergCement davon sehr gut profitieren könne.

So sagte er gegenüber dem Handelsblatt vor allem mit seinen Zementwerken in Texas und Arizona (grenznah) sei man gut auf so eine Situation vorbereitet, und könne womöglich von dem Bau profitieren. Auch werde man durch einen durch Trump möglicherweise steigenden Dollar-Kurs profitieren. Das „spüle“ ordentlich in die Kasse. Immerhin macht man in Nordamerika 1/4 seines Umsatzes. Kurzfristig sei die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit durch die Trump-Wahl groß, die wohl noch bis zum nächsten Jahr anhalten könne.

Auch abgesehen von dem Mauerbau könnte die Firma von den nun angedachten massiven Infrastrukturmaßnahmen in den USA profitieren. Also alles rein in die HeidelbergCement-Aktie? Denn in der Tat sind die Argumente rein finanziell logisch nachvollziehbar. Natürlich setzte abgesehen davon schnell der umfassende Shitstorm ein. Von der IG Bau hieß es ein Konzernmanager habe auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Nicht alles was Umsatz bringe, sei deswegen auch legitim.

Auch der Shitstorm im Internet lässt nicht auf sich warten, wie wir hier mal exemplarisch am Ende des Artikels zeigen. Was meinen Sie, darf ein Dax-Chef so eine Äußerung treffen? Eine legitime Sichtweise im Sinne der Aktionäre und Mitarbeiter? Oder eine sozial gerade für Deutsche unangemessene Äußerung? Ach übrigens, noch eine kleine Randnotiz: Von Donald Trump war ja im Wahlkampf zu hören er wolle 15 Millionen Illegale abschieben.

Eine Wahnsinnszahl. Nun ist übers Wochenende zu hören gewesen es solle sich „nur noch“ um 3-5 Millionen kriminelle Illegale handeln. Dazu möchten wir eine relativ aktuelle Zahl in den Raum werfen, basierend auf US-Regierungsangaben. Während Obama Präsident war, haben die USA von 2009-2014 insgesamt 2,4 Millionen Illegale abgeschoben. Das hat wohl bloß niemand mitbekommen.

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https://twitter.com/miss_mononoke/status/797034826746437632

 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    14. November 2016 10:43 at 10:43

    Die Mauer wird eine Luftnummer und Trump rudert jetzt schon zurück. Eine Mauer wie z.B. in Israel wird es nicht geben. Wenn überhaupt wird ein Zaun wie in Ungarn gebaut und dafür braucht man nur sehr wenig Zement.

  2. Avatar

    Marko

    14. November 2016 18:42 at 18:42

    Das ist natürlich billige Wahlpolemik, und die Mexikaner sollen für die Mauer noch zahlen (!!!) :D
    Lustig…

    Trump wäre gäre nicht mal so schlecht für die Amis, gerade in Sachen Infrastruktur könnte man wohl einiges bewegen. Das wäre in Punkt für „America great again“, immerhin…

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

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Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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