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Ein Fazit: Was seit der Trump-Wahl mit Aktien und Devisen passierte

Donald Trump wurde Anfang November 2016 gewählt. Aus ökonomischer Sicht gibt es zwei extrem wichtige Kernthemen (abseits des Protektionismus), die der US-Konjunktur helfen sollen. Erstens wären da die…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump wurde Anfang November 2016 gewählt. Aus ökonomischer Sicht gibt es zwei extrem wichtige Kernthemen (abseits des Protektionismus), die der US-Konjunktur helfen sollen. Erstens wären da die Steuern, und zweitens die Infrastrukturinvestitionen. Keines der beiden Themen wurde bisher auch nur im Ansatz in Angriff genommen. Aber genau deswegen hatten die Kapitalmärkte zügig nach seiner Wahl reagiert. Obwohl inhaltlich noch nicht mal ein Anfang der Maßnahmen erkennbar ist, bleiben die Aktien bis jetzt auf Rekordniveaus.

Der Dow Jones stieg seit Trump´s Wahl um 17,3% von 18.330 auf jetzt 21.497 Punkte. Hätte jemand damals vorhergesagt, dass der Dow nach Trump´s Wahl binnen acht Monaten so stark steigen würde, wäre er wohl für verrückt erklärt worden. Der S&P 500 stieg um 13,5%. Der Dax stieg in der selben Zeit um 18,2% von 10.524 auf jetzt 12.441 Punkte, also stärker als die Amerikaner!


Dax und Dow im Vergleich seit Mai 2016.

Für global tätige US-Konzerne ist der US-Dollar extrem wichtig. Im Zuge der Trump-Euphorie war der Dollar stark angestiegen. Der Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Währungen) lag kurz vor der Wahl Anfang November bei einem Indexstand von 97,88. Er stieg dann zügig auf 103,82 bis Ende 2016. Seitdem geht es kontinuierlich bergab auf heute 96,10. Dieser stetig schwächelnde US-Dollar wird nach und nach ein Vorteil für Trump, weil damit die stark im Ausland tätigen US-Konzerne unterstützt werden.


Der Dollar-Index seit August 2016. Blau eingekreist der Tag vor der Trump-Wahl.

Der Euro hat gegen den Dollar seit Anfang November unterm Strich um 3 Cents zugelegt. Zuletzt lag das vor allem daran, dass nach den Zinsanhebungen in den USA zuletzt verstärkt die Zinswende in Europa ins Gespräch kommt. Daher steigt der Euro jüngst schon mal vorsorglich.


Euro vs US-Dollar seit September 2016.

Und das Fazit für die Aktienmärkte? Wenn man davon ausgeht, dass ein guter Teil der Kursgewinne seit letzten November auf die Wahl von Donald Trump zurückzuführen sind, dann ist es rätselhaft, dass die Kurse immer noch so weit oben stehen. Es gibt das Gegenargument, dass dies keine Trump-Rally sei. Aber gerade die steilen Anstiege seit November lassen in den Charts kaum einen Zweifel aufkommen. Sicher, auch die Zinspolitik der letzten Jahre war förderlich für die steigenden Aktienkurse, wie auch der niedrige Ölpreis. Aber +18% bei Aktien in nur 8 Monaten, das ist ohne Extra-Impuls doch zu viel des Guten!

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    5. Juli 2017 14:55 at 14:55

    Man könnte also sagen dass die Devisenmärkte die Nichterfüllung der Trump Hoffnungen eingepreist haben,die Aktienmärkte aber hoffen immer noch ??

  2. Avatar

    Sngi

    5. Juli 2017 15:34 at 15:34

    Lieber Herr Fugmann,

    also ich verstehe beim besten Willen Ihre Aufregung nicht!

    in Syrien herrscht Frieden, der Nahe Osten hat sich in einer Friedensmission vereint,
    Der Terrorismus wurde niedergeschlagen, Donald Trump hat die Steuer um 50% gesenkt,
    die Infrastruktur in den USA wird in den nächsten zwei Jahren komplett erneuert, 33Mio Jobs wurden in der USA neugeschaffen, da nun die Trump Twitter Follower neuerdings bezahlt werden für Ihre Treue, die Notenbanken pumpen noch mehr Geld in die Märkte, die Leitzinsen wurden erneut gesenkt, Tesla hat heute 2 Milliarden Neubestellungen des Models 3 bekommen die natürlich bis Ende des Jahres ausgeliefert werden und Nord Korea hat sich ergeben und hat die freie Marktwirtschaft eingeführt! Somit stossen alle
    G´ler am Donnerstag in Hamburg bei einen Glas Vodka an und die 30.000 in Dax wird problemlos bis September geknackt!

    Also Prost

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Juli 2017 15:42 at 15:42

      @Sngi, sehe ich absolut genauso! :)

      • Avatar

        Sngi

        5. Juli 2017 15:48 at 15:48

        :)

  3. Avatar

    Hondo

    5. Juli 2017 15:47 at 15:47

    Genau, besoffen macht die Welt auch noch mehr Spaß.

    • Avatar

      walter

      5. Juli 2017 16:00 at 16:00

      Genau und das ist auch meine Devise,denn Bier ist wieder am Mann und der Wiesn-Einzug steht auch noch vor der Tuer…
      Also…prost Karl Sost,damit die gurgel net verrost…
      Einer der besten Kommentare,seit der Euroeinfuehrung…

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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