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Ein goldener Januar an den Börsen liegt hinter uns – ein gutes Omen. Aber gilt das immer noch in diesen Zeiten? Ein kurzer Fakten-Check

Der Januar war rekordverdächtig – aber ist das auch in diesem Jahr ein gutes Omen?

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Auch wenn es bei geringem Volumen passierte und manch einer es gar nicht so aufregend fand, der Januar 2019 brachte in den USA wie auch in Deutschland rekordverdächtige Zugewinne.

Damit wäre eine Bedingung für ein gutes Börsenjahr erfüllt, im Dow Jones beträgt die statistische Wahrscheinlichkeit dafür über 80 %. Wenn da nicht das letzte Jahr gewesen wäre, in dem weder ein Januareffekt geklappt hat, noch ein „sell in may and go away, but …“, noch die berühmte Jahresendrallye, wenn man auf den ganzen Monat Dezember blickt.

Die Bilanz des abgelaufenen Monats war schon außergewöhnlich. Der Dow Jones stieg seit Jahresbeginn von 23400 auf über 25000 Punkte, der beste Januar seit 1989, der S&P 500 von 2530 bis über 2710, der beste Jahresstart sogar seit dem verflixten Jahr 1987. Selbst unser Dax war in den vergangenen 22 Handelstagen um 600 Punkte und damit um fast 6% geklettert.

Die Gründe dafür habe ich schon gestern kurz skizziert – der Hauptanteil ist der „dovishen“ Fed geschuldet. Hier liegt aber auch der Hauptzweifel, ob das Jahr sich der alten Statistik gemäß entwickeln kann: Wenn die Konjunktur wirklich so „solid“ dasteht, wie es die US-Notenbank prognostiziert, stehen weiteren Zinsanhebungen im späteren Jahresverlauf nichts im Wege – und einer Bilanzreduzierung. Ein Analyst sagte hierzu „we are only 25 basis points away from a price slump “. Sollte die Konjunktur hingegen weiter Schwäche zeigen, hätte dies seine Ursache vermutlich in einer weiteren weltweiten Abkühlung, mit zahlreichen Ländern in einer Rezession. Dagegen könnte eine Notenbank allein wiederum nichts ausrichten. Deshalb sind aus meiner Sicht starke Zweifel am Zustandekommen des Januareffekts in diesem Gesamtjahr angebracht.

Denn sollte die zyklische Rezession in den USA erst nach 11 Jahren im Jahre 2020 auftreten, würde dies der Aktienmarkt wiederum mindestens ein halbes Jahr vorwegnehmen – auch keine gute Konstellation für das Jahresende.

9 Kommentare

9 Comments

  1. Beobachter

    1. Februar 2019 10:03 at 10:03

    Meine Meinung ist ,dass diese Saisonalitäten nicht mehr spielen wie früher, weil die Märkte heute von den Notenbanken u. Fake-news gesteuert werden.Ich habe auch mehrmals erwähnt, dass 2018 die Endjahresrally eher nicht passiert.
    Ich möchte dem Super-Analysten Wolfgang M.überhaupt nicht in die Suppe spucken, ich habe nur gesehen, dass es anscheinend auch in dieser Sache verschiedene Statistiken gibt.
    So sagt eine Statistik ( Daily Trading von HSCB von heute ) ,dass auf lange Frist diese Regel noch gilt,
    in diesem Jahrtausend etwa fast 50/ 50% , aber ausgeglichen ist.
    Es gibt sicher noch andere Statistiken , kennt jemand jemanden der jemand kennt, der sicher noch eine Statistik kennt ,die vielleicht das Gegenteil aussagt ? ?

  2. sufaap2008

    1. Februar 2019 10:14 at 10:14

    Je dovisher die FED, Instrumente um noch dovisher zu werden haben sie ja, umso mehr freut sich der Edelmetall-Händler.
    Edelmetallhause voraus.

    • Moritz

      1. Februar 2019 11:18 at 11:18

      Richtig. Auch Charttechnisch spricht vieles dafür.

      • Andreas

        1. Februar 2019 12:40 at 12:40

        Ich möchte die Herren sehr ungerne stören, aber was Gold betrifft, sieht es laut Elliott Wellen eher mau aus.
        Ich persönlich würde mich über einen kräftigen Goldanstieg sehr freuen, habe noch einige Minen, die endlich ins Plus laufen sollten, in Kombination mit einem 80% Einbruch der Indizes eine Traumvorstellung!
        Danach Powel und Draghi in den Knast und die FED und EZB als Museum für geschichtliche Inkompetenz neu umorientieren.

        Leider zeigen die Elliott Wellen den Goldpreis demnächst eher derbe Richtung Süden abtauchen. 1120 bis 800 Dollar. Was ich mir absolut nicht wünsche, aber die Chance ist nun mal mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gegeben.

        • sufaap2008

          1. Februar 2019 13:21 at 13:21

          Ich hoffe, Sie habe Ihre WE-Analyse nicht von A.Tiedje :-)))

          • Andreas

            1. Februar 2019 13:53 at 13:53

            Tiedje geht von 1403 Dollar aus:-)
            viele sehen Tiedje als Kontraindikator, daher obacht.

            Jeder biegt sich die Elliott Wellen für sich zurecht…(-;
            Und dennoch gibt es kaum eine bessere Methode die Märkte zu analysieren.

            Ich wünsche Gold jedenfalls einen Anstieg „do tha moon“ (Zitat A. Tiedje).

  3. Zimmermann

    1. Februar 2019 12:47 at 12:47

    Ja, selbstverständlich gutes Omen. In der Mehrzahl der Fälle gab es nach einem schlechten Vorjahr und gutem Januar ein erfolgreiches Nachfolgejahr.

    Was soll da noch schief gehen? Vor allem nach den letzten Aussagen von Powell

    Es gilt wieder nach Rücksetzern zu kaufen. Also, Strong „Long“.

  4. sufaap2008

    1. Februar 2019 23:48 at 23:48

    Ich hoffe @Markus verzeiht mir die Verlinkung.
    https://www.google.com/amp/s/www.finanzen.net/amp/gold-auf-achtmonatshoch-wgc-2018-extreme-gold-nachfrage-der-zentralbanken-7086525
    Aus fundamentaler Sicht, meiner Meinung nach von großer Bedeutung. Das zeigen auch die Positionierungen der Grossen im COT. So entstehen die Trands
    Sollte es tatsächlich im nächsten Wirtschaftszyklus mit Elektromobilität klappen, wird der Silberpreis dreistellig.
    Wie der Larry Williams ein Mal sagte EW, Fibonacci, GAIN’s….sind einfach nur Quark

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Dax – Gewinne realisieren oder weiter auf die „Deals“ setzen?

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Der deutsche Leitindex Dax präsentiert sich nach dem Ausbruch aus der Dreiecksformation weiter kletterfreudig. Obwohl die Euphorie in Sachen Handelsdeal weitgehend verflogen ist, überwiegt bei den Marktteilnehmern dennoch die Zuversicht. Das gilt aktuell im Besonderen für den erhofften positiven Ausgang der Brexit-Verhandlungen.

Dax – wichtige Hürde genommen

Wenn die jüngsten Fortschritte in Sachen Handelsdeal und Brexit für eines gut waren, dann dafür, den DAX aus seinem neunmonatigen Abwärtstrend nach oben hinaus zu katapultieren. Diese Entwicklung hatte sich bereits angedeutet. Die nächste horizontale Widerstandslinie gibt dem Index Luft bis mindestens 12.860 Punkte. Voraussetzungen dafür ist die Aufrechterhaltung der Hoffnungen für den Handels- und den Brexit-Deal.

Dax Kursverlauf langfristig

Dass diese Hoffnungen nicht ganz unbegründet sind, zeigen die jüngsten Entwicklungen. Insofern ist es aktuell wahrscheinlicher, dass der Ausbruch des deutschen Leitindex aus seiner Konsolidierungsformation nachhaltig ist.

Die Macht des Auslandskapitals im Dax

Würde es zu einem Deal in Sachen Brexit kommen oder zumindest die Verhandlungen zeitlich konstruktiv ausgedehnt werden, käme dass auch der Gemeinschaftswährung Euro zu Gute. Dies ist für den DAX insofern relevant, als dass zuletzt wieder verstärkt Investorengeld aus den USA in deutsche Standardwerte floss. Für diese Anlagegelder spielt natürlich auch die Wechselkursentwicklung für die Renditeerwartungen eine Rolle. Zuletzt konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung gegen die Weltleitwährung US-Dollar stabilisieren und mit dem Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrendkanal sogar erste Signale einer frühen Trendwende senden.

Euro vs US-Dollar langfristig

Ohne den Zufluss von Auslandskapital geht bei den 30 Werten im deutschen Leitindex fast nichts mehr. Nahezu 85 Prozent der DAX-Konzerne befinden sich in den Händen ausländischer Investoren. Die deutschen Anleger halten hingegen nur ca. 15 Prozent an den Top-Aktiengesellschaften ihres Landes. Das geht aus der Studie „Investoren der Deutschland AG 6.0“ des DIRK (Deutscher Investor Relations Verband) und IHS Markit vom 3. Juni 2019 hervor.

Dax Aktionäre nach Regionen Chart

Deutschland im Fokus

Momentan steht Deutschland besonders stark im Fokus der ausländischen Investoren. Sowohl eine Aufhellung der Situation beim Brexit, als auch im Handelskonflikt würde in aller erster Linie der Exportnation Deutschland zu Gute kommen. Darüber hinaus erhoffen sich die internationalen Investoren von Deutschland starke fiskalische Impulse, da „Good Old Germany“ eine der wenigen führenden Industrienationen ist, die dank einer Staatsverschuldung von knapp 60 Prozent und einem knapp ausgeglichenen Haushalt überhaupt noch über genügend finanziellen Spielraum verfügen, um die Wirtschaft mit Konjunkturprogrammen signifikant zu stimulieren. Zudem unterstützt die laxe Geldpolitik der EZB auch die deutsche Binnenkonjunktur, v. a. den Immobilienmarkt und den Konsum. Damit ist Deutschland potenziell eine sehr interessante Investmentstory aus Sicht des renditesuchenden Auslandskapitals. Dies gilt auch unter Bewertungsaspekten, zum Beispiel im Vergleich zu den relativ teuren amerikanischen Standardwerten aus dem S&P 500.

Fazit und Ausblick

Der Dax hat sich mit dem jüngsten charttechnischen Ausbruch über den oberen Schenkel der Dreiecksformation in eine gute Ausgangslage für weitere Kursanstiege gebracht. Hellt sich die Nachrichtenlage tendenziell weiter auf, dann spricht vieles dafür, dass zufließendes Auslandskapital die Notierungen der DAX-Aktien weiter Richtung 13.000 Punkte trägt. Voraussetzung dafür ist gleichwohl, dass es zumindest zur Aufrechterhaltung der Hoffnungsstimmung in Sachen Brexit und Handelsdeal kommt. Sollten von dieser Seite allerdings negative Impulse kommen und der Markt fällt wieder unter die Ausbruchslinie bei aktuell 12.460 Punkten zurück, müsste der DAX erneut Luft holen und noch einmal Anlauf nehmen.

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Trump – Rache an Deutschland wegen Huawei?

Rächt sich Trump an Deutschland wegen der Entscheidung Merkels für die Zulassung Huaweis in der wichtigen Frage des 5G-Netzes?

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Ab 18. Oktober sollen neue US-Zölle für europäische Waren bei Einfuhren in die Vereinigten Staaten gelten, die WTO hatte mit einem Urteil gegenüber Airbus den Weg dafür frei  gemacht – sehr zur Freude von Donald Trump. Doch wenige Wochen bevor es zur Entscheidung über die Automobilzölle für Europa kommt, ist eine weitere Sache entschieden worden, die eine maßvolle Übereinkunft erschweren könnte.

 

Immer wieder Huawei – das wird Trump nicht gefallen

Ein gewaltiger Streitpunkt in der Auseinandersetzung zwischen den USA und China sind die Spionagevorwürfe für den chinesischen Weltkonzern Huawei. Den USA ist auch daran gelegen, dass der IT-Konzern (Nummer 2 als Handyproduzent und weltweiter Ausrüster des 5 G-Netzes) keine weiteren Länder ausstattet. Länder wie Australien und Japan haben Huawei vom Aufbau des Netzes ausgeschlossen, ein Land hat erst gerade die Bedenken beiseite gewischt – Deutschland. Was an und für sich keine großes Drama wäre, könnte das nicht eine andere Sache negativ beeinflussen, die gerade den Automobilstandort Deutschland schwer belasten könnte.

 

Trump und sein schwieriges Verhältnis zu Deutschland

Donald Trump hasst nach vielen Aussagen deutsche Luxuslimousinen auf der Fifth Avenue in New York, er beschwert sich über den niedrigen Wehretat der Bundesregierung, über die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2, die deutsche Flüchtlingspolitik und den deutschen Handelsüberschuss mit den USA – kurzum Deutschland ist nach China so ewas wie der Lieblingsfeind des Amerikaners. Das Verhältnis zwischen Angela Merkel und Donald Trump als frostig zu bezeichnen, wäre fast noch euphemistisch formuliert.

 

Kommt jetzt die Zollkeule?

Normalerweise würde der impulsive US-Präsident ohne langes Grübeln die deutschen Autobauer mit Zöllen belegen. Wäre da nicht fast zeitgleich im November die Entscheidung über den Landwirtschafts-Deal mit China und die Krisenzeichen in der weltweiten Konjunktur. Hat nicht die Chefökonomin des IWF, Gina Gopinath, die Krise in der Automobilindustrie als schweres Problem für das weltweite Wachstum ausgemacht? Wird Trump da noch mehr Öl ins Feuer gießen? Vielleicht kommt es deshalb nochmals zu einem Aufschub oder einem Handelskompromiss in Anbetracht der schwierigen Gemengelage.

Die Entscheidung Angela Merkels für die Zulassung Huaweis in der wichtigen Frage des 5G-Netzes hat bereits heftige US-Proteste ausgelöst. Wie wird sich der US-Präsident besänftigen lassen?

Angesichts der großen Bedeutung der Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft hat Wirtschaftsminister Altmaier schon extreme Vorschläge unterbereitet (komplette Abschaffung der Autozölle), um den „Worst Case“ zu verhindern. Das Agrarland Frankreich fällt ihm dabei etwas in den Rücken.

Auf jeden Fall wird es Mitte November so richtig spannend, beim APEC-Gipfel in Chile und beim Zollgipfel in Brüssel oder wo immer man auch die nächste Eskalationsstufe im Handelsstreit zu verhindern sucht.

 

Rächst sich Trump an Deutschland wegen der Entscheidung Merkels, Huawei bei den 5G-Versteigerungen zuzulassen?

By The White House from Washington, DC – #G7Biarritz, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81666802

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China: wollen Handelskrieg beenden und hoffen auf Abschaffung der Zölle

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China hofft nach Angaben des Handelsministeriums auf ein Ende des Handelskriegs – die Gespräche mit den USA seien bisher „konstruktiv“ gewesen. Man arbeite daraufhin, die bestehenden Zölle abzuschaffen. Man hoffe, dass eine Lösung so bald wie möglich zu erreichen sei – und arbeite derzeit an einem Text für eine Vereinbarung der von Trump als „Phase 1“ bezeichneten mündlichen Absprache zwischen den USA und China:

Trump scheint den Handelskrieg derzeit deeskalieren zu wollen, um seine Wiederwahl nicht zu gefährden. Gleichwohl fordert Peking von Washington die Abschaffung der gestern verkündeten Regeln für chinesische Diplomaten in den USA:

China fordert zudem, dass die am 15.Dezember geplante Anhebung der Strafzölle gegen China nicht in Kraft treten wird – die Trump-Administration hat darüber noch keine Entscheidung getroffen:

Offenkundig will US-Finanzminister Mnuchin für weitere Gespräche mit Liu He nach Peking reisen:

China fordert von den USA die Abschaffung der Zölle

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