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Eine kurze Anmerkung zum Dax – oder das europäische Konjunkturwunder..

Warum uns das Verhalten des Dax geradezu fassungslos macht..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Man lernt ja nie aus an der Börse! Und heute haben wir etwas gelernt, was wir so gar nicht vermutet hatten: der Dax reagiert auf Wirtschaftsdaten! So ganz konkret heute um 11Uhr, als die Industrieproduktion (Mai) aus der Eurozone veröffentlicht wurde. Sicher: die Zahlen waren wirklich gut, keine Frage: so stieg die Industrieproduktion zum Vormonat um +1,3% und damit mehr als die Prognose von +1,1%. Zum Vorjahresmonat stieg die Indutrieproduktion sogar um satte +4,0% bei einer Prognose von +3,6%. Davon können die USA nur träumen – zumal die Frage ist, was in den USA überhaupt noch produziert wird industriell, die Amerikaner konsumieren bekanntlich lieber als zu produzieren..

Vergleicht man die Daten der Industrieproduktion der Eurozone mit der der USA, schneiden unsere allerbesten Freunde mit dem allerbesten Präsidenten-Joberschaffer aller Zeiten nicht so wirklich gut ab: so pendelt die US-Industrieproduktion (im Vergleich zum Vormonat) seit Mai 2016 mehr oder weniger um die 0er-Achse herum, mal ist sie negativ, dann wieder positiv, nie aber hat sie in diesem Zeitraum mehr als 1% betragen. Zum Vorjahresmonat liegt das Maximum bei knapp über 2%. Das ist die eher traurige Realität in den USA..

Also sagt sich der geneigte Dax-Investor: kaufen wir den Dax, kaufen wir einen Wirtschaftsraum, der Wachstumspotential hat. Was aber sagt sich dann der Investor, der am US-Aktienmarkt sich einkaufen will? Wir kaufen, weil uns von Super-Trump versprochen wird, das alles viel besser wird, 4% BIP-Wachstum und so bei gleichzeitiger Steuersenkung die wiederum mehr Wachstum erzeugt und damit die Steuersenkung schon irgendwie gegenfinanziert – und wenn nicht, ist das sowieso das Problem der Anderen?

Schwer zu sagen, zumal bekanntlich ja die Bewertungen in den USA doch ein bißchen höher sind. Wegen Trump und so, der bringt zwar noch nicht einmal eine Gesundheitsreform zustande, weil er sich das nicht soo schwierig vorgestellt hatte, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt!

Also der Dax mit einer Art Konjunktur-Errektion, und die Dax-Bullen hoffen, dass dieser Zustand auch ganz ohne Viagra anhalten möge:

Seltsam ist dabei nur, dass der Euro so gar nicht auf die Daten reagiert – vielleicht fehlt da schlicht das erotische Moment angesicht der Erwartung eines baldigen Auftritts von Janet Yellen..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Altbär

    12. Juli 2017 12:50 at 12:50

    @FMW Redaktion, SELTSAM DASS DER EURO NICHT AUF DIE DATEN REAGIERT, könnte sein dass in der beschissenen ,verlogenen u.manipulierten Finanzwelt Insider am Werk waren u.der gestrige Anstieg die guten Zahlen vorweg nahmen ? ?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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