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Eine schwierige Zeit für Öl-Bullen

Nach wochenlanger Schwäche steigt der US-Dollar seit Mittwoch an. Der Dollar-Index (Währungskorb gegen andere Währungen) steigt seit Mittwoch früh von 96,47 auf 97,35 Indexpunkte. Das sorgt für…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es scheint fast so, als würde sich die Nachrichtenlage am Ölmarkt wie in einem Schwarm verhalten. Gibt es große wichtige Nachrichten in einer Richtung, schließen sich alle anderen dem an? Das ist natürlich eine rein gefühlsmäßig subjektive Aussage! Es wirkt aber fast so. Am 25. Mai gab es die lasche OPEC-Verlängerung der Fördermengenkürzungen. Dann kamen vorgestern die höheren Öl-Lagerbestände in den USA, die so niemand auf dem Zettel hatte.

Und auch danach geht es stetig weiter mit den schlechten Nachrichten. Nach wochenlanger Schwäche steigt der US-Dollar seit Mittwoch an. Der Dollar-Index (Währungskorb gegen andere Währungen) steigt seit Mittwoch früh von 96,47 auf 97,35 Indexpunkte. Das sorgt für strukturelle Schwäche im Ölpreis. Auch ist erkennbar, dass der Umsatz in den Öl-Terminkontrakten zuletzt untere spürbar höheren Umsätzen stattfand. Fallende Preise bei hohen Umsätzen sind ebenfalls kein gutes Zeichen.

Libyen und Nigeria sind zwar beide OPEC-Mitglieder, aber aufgrund ihrer politischen und finanziellen Lage ausdrücklich von den Fördermengenkürzungen ausgenommen worden. Man erlaubt ihnen laut OPEC höchstoffiziell so viel zu pumpen wie möglich. Dass beide dies auch wortwörtlich so umsetzen, hatte man sich bei der OPEC-Konferenz am 25. Mai wohl nicht wirklich gedacht. In Libyen geht die Förderung eh schon bergauf. Ein Streik von Ölarbeitern soll aber gerade enden, womit die Förderung noch mehr steigen dürfte.

In Nigeria sind 16-monatige Exportrestriktionen für eine wichtige Öl-Sorte aufgehoben worden nach politischen Unruhen im Land. Die scheinen jetzt beseitigt zu sein. Somit kann deutlich mehr Exportmenge aus Nigeria auf den Weltmarkt fließen. Die USA haben in der Woche bis zum 26. Mai mit 1,3 Millionen Barrels Öl so viel exportiert wie noch nie. Das zeugt von weiter sprudelnden Fracking-Anlagen in den USA, weil ja auch jetzt zu Beginn der Driving Season die Inlandsnachfrage nach Öl steigen dürfte.

Saudi-Arabien hatte offiziell verkündet im Zuge der Fördermengenkürzung auch weniger Öl Richtung USA exportieren zu wollen. Jüngste Daten des US-Energieministeriums zeigen nun, dass die irakischen Öl-Exporte Richtung USA extrem schnell ansteigen. Zum ersten mal überhaupt liegt das irakische Exportvolumen Richtung USA über dem saudischen!

Der Ölpreis bewegt sich seit der OPEC-Sitzung vom 25. Mai (Hochpunkt im Chart) immer wieder in starken schnellen Schüben nach unten, dann folgen Erholungsphasen, die etwas länger dauern. Momentan scheint man wieder in einer Erholungsphase zu sein mit einem WTI-Preis von 45,68 Dollar (mehr als 6 Dollar tiefer als am Tag der OPEC-Entscheidung). Hält die Unterstützung bei grob gesagt um die 44 Dollar?


Der WTI-Ölpreis seit dem 2. Mai.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    AlterSchwede

    9. Juni 2017 14:20 at 14:20

    Aus welchem Grund exportieren die Amis Öl, wenn sie dann wieder welches importieren müssen?

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