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„Eine unheilvolle Gleichung“: Geld wird teurer, Rohstoffe befeuern Inflation

Wo Renditen steigen, wird Geld teurer. Wo Geld teurer wird, werden Schulden drückender. Wo Schulden drückender werden, ist Cash "King". Wo Cash "King" ist, ist vor allem der Dollar der King, weil die Schulden weltweit vorwiegend auf Dollar lauten!

FMW-Redaktion

Die USA brauchen aufgund der massiv steigenden Neuverschuldung mehr Geld, das sie sich über den Anleihemarkt durch die Emission gigantischer Volumina (vor allem in der aktuellen Woche!) an Staatsanleihen besorgen. Wo aber viel Angebot ist, muß die Nachfrage Schritt halten, sonst purzeln die Preise – mithin steigen also die Renditen, die Investoren einfordern, um die US-Schulden zu kaufen. Das war gestern gut zu beobachten bei der eher mauen Nachfrage bei der Emission einer 2-jährigen US-Anleihe: die USA müssen höhere Zinsen bieten auch schon deshalb bieten, weil die Investoren von einer steigenden Inflation (vor allem in den USA) ausgehen und daher einen Rendite-Puffer verlangen als Ausgleich für die erwartete Inflationssteigerung.

Wo aber Renditen steigen, wird Geld teurer. Wo Geld teurer wird, werden Schulden drückender. Wo Schulden drückender werden, ist Cash „King“. Wo Cash „King“ ist, ist vor allem der Dollar der King, weil die Schulden weltweit vorwiegend auf Dollar lauten!

Dazu steigen die Rohstoffpreise – das merken die Amerikaner an der Tankstelle, wo man derzeit durchschnittlich 2,84 Dollar pro Gallone bezahlen muß, Tendenz steigend. Für die Unternehmen aber steigen die sogenannten Input-Kosten (also die Preise für Materialien, die sie für die Fertigung ihrer Produkte brauchen) – das haben gestern zwei entscheidende globale Player, nämlich Caterpillar und 3M, unisono betont. Entweder, die Unternehmen erhöhen also nun die Preise, oder die Margen sinken – auch das ist eine „unheilvolle Gleichung“!

Man könnte also sagen, dass in den USA die Liquiditätssflutung der Notenbank Fed in den letzten Jahren nun von den Finanzmärken in die Realwirtschaft überschzuschwappen beginnt, gleichzeitig entzieht die Notenbank jetzt die Liqudidität durch Reduzierng ihrer Bilanzsumme. Auch das ist eine „unheilvolle Gleichung“ für die Aktienmärkte!

Hören wir die guten Aussagen zu diesen Zusammenhängen von Jochen Stanzl:


Noch sind die Wellen klein..
Von Roger McLassus, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=513043



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1 Kommentar

  1. Wo soll man sonst noch sein Geld investieren außer in Rohstoffe? Rohstoffe sind im Vergleich zu Aktien noch nicht stark gestiegen. Da steckt noch viel Potential drin. Wenn Öl steigt, steigen auch alle anderen Rohstoffe, Öl ist das Zugpferd…

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