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Eines der besten Interviews der letzten Jahre! Peter Thiel

Der Investor Peter Thiel ist nicht unumstritten, auch weil er sich im US-Wahlkampf für Donald Trump eingesetzt hat. Aber der deutschstämmige Thiel ist ein Querdenker, einer – und das schätzt er an Trump – den Finger in die Wunde legt und damit naturgemäß unbequem ist! Die Welt aber hat genug Verwalter – aber zu wenige unbequeme Denker wie Peter Thiel..

In einem Interview mit der Schweizer „NZZ“ bringt Peter Thiel fundamentale Fragen auf den Punkt – so etwa mit dieser Aussage:

„Marx war ein kluger Ökonom. Sein historischer Materialismus war Blödsinn, aber er machte interessante Beobachtungen. Für ihn gab es die bösen Kapitalisten, die die Produktivkräfte besitzen, und die Proletarier, die bloss ihre Arbeitskraft besitzen. Nun gut. Der bemerkenswerte Punkt ist, dass er irgendwo sinngemäss sagte: Wenn die Zinsen gegen null tendieren, dann ist es Zeit für die kommunistische Revolution. Denn dann haben die Kapitalisten keine Ideen mehr, wie sie ihr Geld produktiv anlegen können. Und hier rühren wir an eine ganz fundamentale Frage, die uns alle betrifft: Kann eine Demokratie nach westlichem Vorbild in einer Welt ohne ökonomisches Wachstum auf Dauer überhaupt funktionieren?“

Warum erscheinen in deutschen Medien so wenige fundamental gute Interviews? Wir wissen es nicht – aber wir empfehlen das Interview Peter Thiels in der „NZZ“ als eines der besten Interviews, die wir in den letzten Jahren gelesen haben!

Lesen Sie das vollständige Interview in der „NZZ“ bitte hier


Peter Thiel



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6 Kommentare

  1. Wir leben nicht im Kapitalismus!

    Kapitalismus definiert sich durch freie Märkte und wenig staatliche Eingriffe.

    Unsere Welt ist ein einziger staatlicher Eingriff. Wir regulieren Gurkenkrümmung und Traktorsitze(eu)

    Wir sind Lichtjahre entfernt vom Kapitalismus.

    Solange die Gesellschaft die einfachsten Definition von Kommunismus und Kapitalismus immer wieder vergisst, werden wir immer wieder in den kommunismus abgleiten.

    Siehe EZB, draghi, Euro

    1. Nun ja, mit Kommunismus hat das aber genauso wenig zu tun. Oder sehen Sie bei uns eine klassenlose Gesellschaft mit einer Herrschaft der Arbeiterklasse?

      Wie wäre es mit Bürokratie, Kleptokratie, Oligarchie, Plutokratie?

    2. Ich denke ich verstehe was sie meinen.
      Ich möchte dazu folgende Annekdote geben:
      Bei einer Diskussion über den Kommunismus, meinte ein Kommilitone das wir ja gar nicht wüssten ob der Kommunismus funktionieren würde da wir nie über die Diktatur des Proletariats hinaus gekommen sind.

      1. Sie studieren? … Anekdote, nicht Annekdote (annektieren ist was anderes) ;)
        … über den Kommunismus (kein Komma) meinte … (Komma) dass wir ja gar nicht wüssten (Komma) ob der … würde (Komma) da wir …

        Nichts für ungut! :)

    3. Kapitalismus definiert sich durch freie Märkte und wenig staatliche Eingriffe … Wir sind Lichtjahre entfernt vom Kapitalismus..

      Ich beziehe mich nachfolgend auf die Aussage im Artikel und nenne den Namen Marx, ohne hoffentlich gleich von den üblichen rechten Tumbbirnen gleich wieder als Kommunist abgestempelt zu werden. Wenn doch, tangiert es mich wie immer bestenfalls peripher.

      Der Begriff des historischen Materialismus von Karl Marx war zu der Zeit, als er er ihn geprägt hat, kein Blödsinn, sondern damals völlig zutreffend und entscheidend für die paar Verbesserungen, die wir seit der Zeit genießen dürfen.

      Kapitalismus ist grundsätzlich erst einmal eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ohne regulatorische Eingriffe stünden wir schneller wieder an den Grenzen des Merkantilismus zur Zeit des Absolutismus, als uns recht wäre.

      Die wirtschaftliche Seite ist Profitmaximierung und Akkumulation. Wer viel Kapital besitzt (erbt), übt üblicherweise Macht auf alle anderen Bereiche der Gesellschaft aus:

      Er versucht, Einfluss auf die Politik zu nehmen, Löhne zu minimieren, unbezahlte Überstunden zu normalisieren, sein eigenes, vergleichbar pervers hohes Einkommen ständig zu maximieren, hohe Steuern zu drücken, Steuerschlupflöcher zu generieren (siehe Panama-Papers und so vieles andere in jüngster Zeit) und rechtliche Verantwortlichkeiten für Versagen und Pannen zu vermeiden.

      Die Qualität von Waren und Dienstleistungen wird üblicherweise bei gleichzeitig steigenden Preisen nach unten geschraubt oder durch Betrügereien beschönigt (siehe Boeing, Apple, Tesla, VW, Audi, BMW und viele andere).

      @Steven, Sie haben recht: Das Leben fast aller Menschen ist ein einziger Eingriff ;)
      Sie haben aber auch unrecht: Wir leben nämlich im Turbokapitalismus. Gurken und Traktorsitze greifen nicht in die freien Märkte ein. Die freien Märkte greifen aber massiv in unser aller Leben ein und reglementieren dieses.

      EZB, Draghi, Euro werden vom Kapitalismus in Form des Lobbyismus manipuliert, nicht umgekehrt, wie Sie es in Ihrer verklärten Form der freien Gier nach viel Kapital ohne eigene Arbeit und Leistung gerne sehen möchten.

      1. Gut und zutreffend gebrüllt, kleiner Normanne Leftuttaf ;)
        Ergänzend erlaube ich mir noch Folgendes hinzuzufügen:
        Kann eine Demokratie nach westlichem Vorbild in einer Welt ohne ökonomisches Wachstum auf Dauer überhaupt funktionieren?
        Ohne ökonomisches Wachstum wird es sicherlich schwer für Demokratien nach westlichem Vorbild. Ökonomisches Wachstum hat jedoch absolut nichts mit chaotisch volatilem Wachstum an den Börsen zu tun, sondern mit den Zahlen und Fakten, die unser kleiner Gallier Markus Fugix laufend publiziert.

        Wir brauchen global funktionierendes Wachstum auf solider Basis, aber auch ein damit verbundenes gerechtes Verteilungsschema für stabile Demokratien. Wüst wuchernde, jeglicher Realität diametral entgegenstehende Börsen könnte man zwar als Kapitalismus im Sinne von @Steven bezeichnen, helfen aber bei gesellschaftlichen Themen wie Demokratie oder Verfassungen nicht wirklich weiter.
        Sie fördern tendenziell eher noch Unzufriedenheit, Ungleichheit, Streit und rechtspopulistische Separatistenbewegungen, wie man hier im Forum zusehend beobachten und nachlesen kann.

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