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Einfuhrbegrenzungen für EU-Autos in den USA – haben sich die Märkte zu früh gefreut?

Die führende Supermacht der Welt hat das Ende des Freihandelssystems beschlossen – ein ökonomisches und politisches Beben wird die unvermeidbare Folge sein!

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Gestern sorgte die Meldung, dass Trump die Entscheidung zur Verhängung von Zöllen gegen die EU (vor allem EU-Autos) um bis zu sechs Monate verschieben dürfte, für ein starke Rally an den Aktienmärkten.

Aber da gibt es laut Insidern einen kleinen (oder vielleicht doch einen größeren?) Haken an der Sache: Trump scheint nämlich darauf zu bestehen, dass die Importe von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen nicht nur aus der EU, sondern auch aus Japan eingschränkt bzw. begrenzt werden, wie Insider berichten, die Einsicht in den Entwurf haben, den Trump bis Samstag unterschreiben dürfte.

Mithin würde das bedeuten, dass die Zölle nur dann nicht kommen werden, wenn zuvor von den Amerikanern eine Einfuhrquote definiert wird für Fahrzeuge und Fahrzeugteile, der die EU bzw. Japan dann zustimmen müßten, um eine pauschale Bezollung zu vermeiden.

 

Faktisch sind das dann in der Realität aber Importbeschränkungen, die einen geringeren Absatz von in der EU oder Japan produzierten Autos oder Autoteilen in den USA zur Folge haben werden. Ob das wirklich besser ist als Zölle, sei einmal dahin gestellt – denn Luxusmarken wie BMW oder Daimler könnten möglicherweise selbst bei Zöllen höhere Absatzzahlen erreichen als durch die Importbeschränkungen der Trump-Administration.

Das hinterläßt doch einige Zweifel über die gestrige Rally nach der Meldung, dass die Entscheidung bis zu sechs Monate von Trump vertagt werden könne!

So oder so: Trump will die Importe von Autos aus Japan und der EU zurück drängen – ob durch Zölle oder eben durch Importbeschränkungen, um europäische und japanische Autokonzerne zum Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten in den USA zu zwingen (und dort Jobs schaffen etc.).

Kommt Trump damit durch, wird es hierzulande bzw. in Japan zu Jobverlusten kommen! Trump führt einen globalen Handelskrieg, ob durch Zölle oder andere Methoden macht da eigentlich wenig Unterschied. Die führende Supermacht der Welt hat das Ende des Freihandelssystems beschlossen – ein ökonomisches und politisches Beben wird die unvermeidbare Folge sein!

19 Kommentare

19 Comments

  1. Roberto

    16. Mai 2019 16:41 at 16:41

    ja, die habens sich so toll gefreut, das sie heute gleich noch viel weiter steigen….egal was wir hier lange und breit diskutieren und analysieren….die Märkte interessiert das einen sch….!!! die Quittung sieht man an der Kaufpanik die derzeit herrscht…der Dax aktuell schon wieder bei 12.270 und steht kurz vor einem neuen Jahreshoch und die Amis ziehen hoch als gäbe es Morgen keine Aktien mehr.
    Also wozu schlaue Beiträge schreiben wenn es doch soooo einfach ist…einfach kaufen und liegen lassen…und am besten kaufen wenn wir neue ATH´s erreichen…am besten dann noch verdoppeln. Je mehr wir neagtiv reden desto mehr steigt der Markt….
    nicht der intelligente geschulte hat recht, sondern der schlaue der zwischen den Zeilen lesen kann……und die Situation zu GELD macht…
    Hey @Michael, leg los…( Dauerbulle und andere Beleidigungen sind doch deine Stärke), hier haste Futter….möchte Dich schreiben sehen….-))))))

    • Michael

      16. Mai 2019 18:38 at 18:38

      @Roberto, da Sie ja geschworen haben, meine Beiträge nicht mehr zu lesen, macht es doch keinen Sinn, wenn ich loslege 😉

      Es ist doch so, dass ich nur dann auf Ihre Beiträge kritisch antworte, wenn diese Schwachsinn sind oder wenn Sie in überheblicher Weise alle anderen als dumm verkaufen. Aktuell trifft weder das Eine, noch das Andere zu, vor allem, weil Ihr Kommentar dieses Mal so einen Hauch von unbeholfener Ironie versprüht. Also weiß ich beim besten Willen gerade nicht, wie ich Sie beleidigen sollte. Mir fällt einfach nichts ein, vor allem, da mich die Aktienmärkte ja nicht wirklich interessieren…

  2. Macwoiferl

    16. Mai 2019 16:50 at 16:50

    Es macht Sinn:
    das Kräftemessen führt nach oben.
    Heute z.B. auch Shanghai grün.
    Wer hat den größeren Börsenlümmel:
    Donald oder Xi?
    Ein Investor darf sich 2019 und ff. für alles interessieren.
    Bis auf die Realität.
    Man hat hier noch nicht begriffen leider:
    Eine Junta macht die Kurse – hüben wie drüben.

  3. Jan

    16. Mai 2019 16:51 at 16:51

    Mir kommt der Gedanke, dass die Amis anfangen zu glauben, dass die Zölle für mehr Einnahmen und ein verschwinden des Handelsdefizit in der USA sorgen werden.
    1. Durch tatsächliche Zolleinnahmen.
    2. Durch „zurückholen“ der Produktion von allerhand Produkte die jetzt importiert werden.
    3. Durch Export diesen Produkte.
    Vielleicht auch möglich in 15 Jahre, nachdem die dafür benötigte Infrastruktur, Billiglohner, Arbeitserfahrung aufgebaut und vorhanden sind. Und weil die Börse wie oft gelesen nach vorne schaut, kommt jetzt noch ne kleine rezession die hilft vei der Lohnanpassung, (nach unten,Schritt 1) und eine Menge Arbeitslosen durch wegfallen einiges an Export, die können der Infrastruktur umbauen. Dann fehlt nur noch Erfahrung. Das kommt während man arbeitet hat mein Vater immer gesagt.
    Sonnst kann ich die heutigen Anstieg nicht erklären.

  4. Macwoiferl

    16. Mai 2019 17:12 at 17:12

    Nochmals: Es gibt KEINE Gründe für den heutigen Anstieg.
    Konjunktur, Absatzzahlen, Produkte interessieren die Börse seit Jahren nicht mehr.
    Hier geht es um eine Abrechnung unter Shorties und Longies: Es hatten zu viele auf „down“ gewettet.
    Die muss man aus dem Rennen kegeln, sonst wird es teuer für die Banken!
    Und natürlich: showdown zwischen Shanghai und Wallstreet.
    Die Börsen der Welt sind pure Wettbüros geworden. Viva Las Vegas!
    Dann und wann greift eine Zentralbank ein, wenn nötig.
    Und eben die Politik, wenn es ins Konzept passt (Wiederwahl etc.).
    Vergesst Konjunktur, Kostolany, Produkte, Märkte, Absatzzahlen, Wachstum etc.
    Was zählt sind großer und kleiner Verfall von Optionen, FED- und EZB-Termine, billiges Geld aus Händen der Politik (tax reform)
    Daytrading, Algomat, Computerhandel.
    Wers mag – prima.
    Ich bin NICHT dabei und froh darüber bis heute!

  5. Roberto

    16. Mai 2019 17:16 at 17:16

    @Macwoiferl, sehr guter Bericht. Stimme zu 100% überein !!!!

  6. Shortie

    16. Mai 2019 17:20 at 17:20

    @Roberto, es war vor 2Wochen beim Marktgeflüster am 6. Mai, (. Blufft Trump ) wo sie so euphorisch in die Welt hinaus geposaunt haben ( Handelskrieg kein Einfluss , nur kaufen u.liegen lassen ) Es war genau der Anfang der ca. 6% Korrektur. Für mich sind sie neben Marko einer der KONTRAINDIKATOREN.
    Irgendwann sind sie dann wieder verärgert, wenn sie als Permabulle betrachtet werden u.wollen der ganzen Welt erklären, dass sie eigentlich ein Bär sind.
    Bei den Menschen ist gerade die Genderdiskussion sehr verbreitet.Wie ist das bei Ihnen ,sind sie eventuell ein Bullbär ? Bitte weniger Verwirrung, dann muss @Michael u.ich weniger richtigstellen.

  7. Altbär

    16. Mai 2019 17:24 at 17:24

    Übrigens morgen noch kleiner Verfall, die Börsenwelt könnte nachher schon wieder anderst aussehen.

  8. Roberto

    16. Mai 2019 17:29 at 17:29

    @Shortie, richtig ich bin ein Bullbär, Danke für die richtige Bezeichnung.Ich würde ja gerne der Kontarindikator sein, aber da ich nur daytrading betreibe werde ich Ihnen leider nicht helfen können. Es sei denn sie entscheiden sich jede Stunde neu.Dennoch würde ich viel lieber stark sinkende Kurse sehen wie hier schon gefühlte tausend male geschrieben, weil ich endlich wieder als Investor einsteigen will. Aber ich wenn ich anfange mich zu freuen, kommen die Bullen um die Ecke und machen meine Freude wieder zunichte.
    Daher wäre ich wirklich sher gerne der Kontraindikator. Aber wer weiß vielleicht geht es ja heute mit dem crash los…dnn können wir uns alle sehr freuen.

    • Columbo

      16. Mai 2019 18:32 at 18:32

      @Roberto@Macwoiferl
      Zwei Ehrliche, die einem das Bärendasein erträglicher machen?

  9. Marcus

    16. Mai 2019 17:43 at 17:43

    War ja wieder klar, Donald twittert was und die Börse tickt wieder komplett aus. Das scheint es wohl wieder gewesen zu sein mit dem Ausverkauf… Gut, verabschiede ich mich halt wieder von der Börse, da leider kein investmentfähiges Umfeld vorliegt.

  10. susiklatt

    16. Mai 2019 17:48 at 17:48

    mir fällt es schwer die Longseite zu traden, weil ich auch immer nur die Krisen sehe.
    Aber was bringt es außer Verluste, wenn man gegen den Markt handelt.
    Nix, wieder tolle Longchancen verpasst. Wie an einer Schnur gezogen, laufen die Märkte nach
    oben. wer da nicht profitabel tradet ist selber schuld.

  11. Lausi

    16. Mai 2019 18:21 at 18:21

    Aufgrund des morgigen Verfallstag dürften einige Stillhalter das große Hosenflattern bekommen haben, und den Dax noch weiter oben gepusht haben. Siehe auch hier:
    https://www.stockstreet.de/verfallstag-diagramm#/

  12. Macwoiferl

    16. Mai 2019 18:22 at 18:22

    Siehste, @susiklatt, ich werde den Abend genießen.
    Du wirst Börsenkurven schauen und dich ärgern.
    Wegen 1000, 2000 lächerlichen Euros.
    Aber ja, natürlich bin ich selbst schuld.
    Deswegen gehe ich jetzt Tennis spielen!
    Schönen Abend vor dem Rechner!

    • susiklatt

      16. Mai 2019 19:52 at 19:52

      ähm, mit dem selbst schuld, habe ich eigentlich an mich gedacht.
      weil ich keinen einzigen Long getradet, dafür noch shorts im Markt habe
      Wenn ich soweit bin, dass ca 2000 Euro ein lächerliche Summe sind, habe ich es geschafft :
      Dir einen schönen Abend noch. Wirst nix verpassen

  13. Prognosti

    16. Mai 2019 20:47 at 20:47

    @susiklatt, aber vor 2 Wochen gab es doch eine schöne Shortgelegenheit, von der trotz dem Riesenrebound erst 60% aufgeholt sind. Wo ist denn das Problem ? Ja die Korrekturen kommen eben immer unverhofft u.sind heftig u.kurz. Ja ich habe die Korrektur auch verpasst, obwohl ich am 6.5. noch sagte ,dass man die Erholung nicht überbewerten sollte.Die weltweiten Börsen u.Finanzmärkte sind nur noch eine Wette auf das Verhalten des US- Präsidenten u.das ist sehr volatil, wäre einfacher wenn er senil wäre. !

  14. Andreas

    16. Mai 2019 20:47 at 20:47

    Alles easy! Ist doch nur die Welle B, die momentan ihre Runde an den Indices macht. (Welle C geht wieder abwärts) .
    Es geht bald wieder etwas tiefer, das ist sicher. Aber KEIN Crash.
    Die Märkte werden langfristig weiter steigen.
    P.s.: Bitcoin macht in nächster Zeit einen schweng nach unten, dann einfach stupide kaufen. Ihr werdet es nicht bereuen!

  15. Columbo

    16. Mai 2019 21:41 at 21:41

    @Andreas
    „Die Märkte werden langfristig weiter steigen“
    Eine umwerfende Erkenntnis! Das machen die Märkte nämlich seit es sie gibt.
    Beeindruckend, mit welcher Sicherheit Sie Ihre Prognosen herauslassen, Sie müssen steinreich sein.
    Wäre an Ihrer Glaskugel interessiert.

    • Andreas

      16. Mai 2019 21:55 at 21:55

      Columbo
      Keine Chance! Glaskugel gebe ich nicht her. Ist meine Money-Maschine.

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Schock für die Wall Street! Marktgeflüster (Video)

Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: die Aktienmärkte hängen vor allem am Tropf der Notenbanken, Realwirtschaft spielt keine Rolle

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Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: ganz schwache US-Konjunkturdaten werden völlig ignoriert (Einkaufsmanagerindex Gewerbe fällt erstmals seit 119 unter die 50er-Marke, sprich die US-Industrie schrumpft). Dann aber der Auftritt des Fed-Chefs von Philadelphia, Patrick Harker, in einem CNBC-Interview mit hawkishen Aussagen (keine Zinssenkung notwendig, Fed sollte erst einmal abwarten, weil US-Wirtschaft stark und Inflation langsam anzieht) – und schon reagierte die Wall Street mit einem Abverkauf. Das zeigt einmal mehr, dass die Aktienmärkte vor allem am Tropf der Notenbanken hängen und die Realwirtschaft praktisch keine Rolle spielt. Die Aussagen von Fed-Gouverneur Harker unmittelbar vor der Rede von Jerome Powell in Jackson Hole dürften kein Zufall sein – sie sind eine Botschaft an die Märkte..

Hinweis: Das heutige Webinar muß leider entfallen – die Technik spielt uns immer neue Streiche! Sorry – und die Bitte um Verständnis, aber wir wollen es nicht riskieren, Sie wieder umsonst warten zu lassen.
Wenn wir sicher sind, dass es technisch klappt, wird das nächste Webinar zeitnah anberaumt und angekündigt!

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Rüdiger Born: Chance in US-Indizes?

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Hongkong – Proteste eine Gefahr für Zukunft des Finanzzentrums?

Nicht nur wegen der Proteste in Hongkong scheint China Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben

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Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China und hat eigentlich noch bis 2047 als so genannte Sonderverwaltungszone garantierte Sonderrechte. Diese sind durch die schon lange währenden Demonstrationen in Gefahr. China braucht Hongkong wirtschaftlich und umgekehrt. Aber jetzt bahnt sich eine neue Entwicklung an.

 

Hongkong – Bedeutung für Chinas Wirtschaft

Hongkong ist auf China angewiesen und vice versa. Wie amtliche Statistiken ausweisen, steht das Reich der Mitte allein schon durch seine geografische Nähe für die Hälfte von Hongkongs Handel. Zugleich stammen gut ein Viertel aller Auslandsinvestitionen in Hongkong aus China plus das Kapital aus diversen Steueroasen. Auch logistisch ist Hongkong vom Festland abhängig, denn ein Viertel des elektrischen Stroms bezieht man von dort sowie den größten Teil des benötigten Trinkwassers. Etwa 20 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet Hongkong mit Tourismus und Einzelhandel. Dabei kommen 80 Prozent der Touristen aus China, die in Hongkong Luxusgüter einkaufen.

Für chinesische Unternehmen hat Hongkong auch eine enorme Bedeutung. Die riesige Metropole ist ein Brückenkopf zu den globalen Finanzmärkten und Drehscheibe für viele Auslandsinvestitionen, die über die ehemalige britische Kronkolonie getätigt werden. Unbestritten auch die Dominanz der dort ansässigen Börse. Globale Investoren haben über die Börse in Hongkong 2,6 Billionen US-Dollar in chinesische Unternehmensaktien investiert. Chinesische Unternehmen nutzen die Stadt, um ausländisches Kapital einzusammeln. Dies ist aber nicht in Stein gemeißelt, wie wir gleich sehen werden.

 

Hongkong kämpft gegen die Rezession

 

Tourismus und Finanzindustrie sind wichtige Größen für das Bruttoinlandsprodukt Hongkongs. Die andauernden Proteste hinterlassen aber mehr und mehr Spuren in der Konjunktur. Allein die Schließung des Hongkonger Flughafens dürfte zu einem Ausfall von fast 14 Tausend Tonnen Fracht im Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar geführt haben, wie ortsansässige Fondsmanager verlautbarten. Damit verbunden auch zurückgehende Besucherzahlen, schwächere Einzelhandelsumsätze und geringere Hotelbuchungen.

Hongkongs Regierung hat deshalb ein Konjunkturpaket im Wert von rund 19 Milliarden Hongkong-Dollar (circa 2,3 Milliarden Euro) angekündigt, was aber nicht besonders groß erscheint, wenn man Hongkongs BIP in Höhe von 330 Milliarden Euro in Relation dazu stellt.

Dessen Wirtschaft schwächelt bereits seit Monaten. Im zweiten Quartal des Jahres musste schon ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent vermeldet werden. Im laufenden Quartal dürfte es nicht besser laufen, sodass eine technische Rezession zu erwarten ist. 2018 war das Bruttoinlandsprodukt noch um drei Prozent gewachsen.

 

Chinas Zukunftspläne – Shenzen, die neue Finanzmetropole?

Auch wenn sich die Regierung in Peking dem Druck der Demonstrationen in Hongkong nicht beugen wird, so scheint man bereits Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben.

Hongkongs Rolle als Finanzplatz könnte an Bedeutung verlieren.

Darauf deutet ein am Sonntag veröffentlichter Plan Pekings hin, in dem eine weitere Öffnung der Wirtschaft von Shenzhen bekanntgegeben wurde – eine riesige Stadt unweit zur Grenze von Hongkong. Die Stadt solle bis 2025 „eine der führenden Städte der Welt im Hinblick auf wirtschaftliche Stärke und die Qualität der Entwicklung“ werden und bis zur Mitte des Jahrhunderts eine der Top-Metropolen der Welt.

Chinesische Medien sprachen davon, dass Shenzhen besser werden solle als Hongkong und es die einzige Chance für das abtrünnige Hongkong sei, sich vollständig in China zu integrieren. Auch wenn dieses als Drohkulisse zu verstehen ist, als Warnung an die einstige britische Kolonie, den erworbenen Wohlstand nicht zu riskieren, scheint sich hier eine weitere Entwicklung in Gang zu setzen.

 

Fazit

Es wird aus vielen Aktionen deutlich. China möchte sich als Weltmacht etablieren, praktisch in einer neuen bipolaren Welt in Konkurrenz zum Westen auf technologischen und militärischen Gebieten. Gewissermaßen der „Nukleus“ für den laufenden und noch lange währenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Seien es die Entwicklungen um Huawei und Co oder jetzt in Hongkong, man scheint auf eine Art Ost-West-Aufteilung neuer Prägung zuzusteuern. Mittendrin Deutschland, welches als Exportnation große Wirtschaftsbeziehungen sowohl mit den USA als auch mit China unterhält. Ob dies in Zukunft ohne Friktionen weiter möglich sein wird?

 

Hongkong war bislang der Hub für China zu den globalen Finanzmärkten

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