Europa

Konjunktur Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juli fällt unter 50 Punkte-Schwelle

Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen im Monat Juli fällt unter die 50 Punkte-Schwelle. Hier Details mit Aussagen.

Deutschland-Flagge

Der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) Dienstleistungen für den Monat Juli wurde soeben veröffentlicht. Der Index liegt bei 49,7 Punkten (Vormonat 52,4). Man spricht in der Headline-Aussage von einem „pessimistischen Ausblick und hoher Inflation“. Die wichtigsten Inhalte in Kurzform:

– Minimales Minus beendet 6-monatige Aufschwungsphase
– Nachfrageflaute sorgt für negativen Geschäftsausblick
– Preisdruck weiterhin hoch, wenngleich weniger stark als zuletzt

Hier der soeben veröffentlichte Kommentar von S&P Global zum PMI:

Phil Smith, Economics Associate Director bei S&P Global Market Intelligence, kommentiert die aktuellen Umfrageergebnisse:

“Hatten sie in der ersten Jahreshälfte noch dank Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen ordentlich Aufwind genossen, so ist den Dienstleistern nunmehr angesichts galoppierender Energie- und Lebensmittelpreise und sektorübergreifend deutlich pessimistischer Geschäftsaussichten vollends die Puste ausgegangen.

Nachdem das Wirtschaftswachstum in Deutschland im zweiten Quartal bereits stagnierte, verheißen die aktuellen PMI-Daten auch für das kommende nichts Gutes. Tatsächlich rutschte die Geschäftstätigkeit sowohl bei den Serviceanbietern als auch in der Industrie im Juli in die Kontraktionszone und die zukunftsgerichteten Indizes senden ernstzunehmende Warnsignale für die nächsten Monate.

Die Prognosen für die künftigen Geschäfte fielen im Tertiärsektor erstmals seit über zwei Jahren negativ aus, was die Anzeichen der sich bereits jetzt abschwächenden Nachfrage sowie der wachsenden Besorgnis über potenzielle Gasengpässe widerspiegelt.

Die haussierenden Energiekosten und stark steigenden Löhne und Gehälter sorgten erneut dafür, dass die Ausgaben der Dienstleister in die Höhe schnellten, weswegen diese ihre Preise entsprechend anhoben. Die abebbende Nachfrage machte sich allerdings insofern bemerkbar, als dass sich die Inflationsrate der Angebotspreise den dritten Monat in Folge verlangsamte.“



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

4 Kommentare

  1. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem
    -Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und dem
    Einkaufsmanagerindex USA für Dienstleistungen?

    Danke für eine kurze Erläuterung bzw. einem Link

    1. Hi Peter, bitte schauen sie in die jeweiligen Veröffentlichung. Der eine ist von S&P Global, der andere vom ISM-Institut.

  2. sorry…
    ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage