Der monatlich gemeldete Einkaufsmanagerindex ist für die deutsche Wirtschaft ein äußerst wichtiger Gradmesser, der auch von Börsianern stark beobachtet wird. Werte über 50 zeigen Wirtschaftswachstum, Werte unter 50 eine Schrumpfung. Vor wenigen Augenblicken wurden die Daten für den Monat März veröffentlicht. Die gute Lage in der Industrie ist offenbar einem Sondereffekt geschuldet, der mit dem Iran-Krieg zu tun hat.
Gesamtindex: 51,9 (Erwartung 51,8 / Vormonat 53,2). Ein 3-Monatstief.
Verarbeitendes Gewerbe 51,7 (Erwartung 49,6/ Vormonat 50,9). Ein 45-Monatshoch.
Dienstleistungen: 51,2 (Erwartung 52,5/ Vormonat 53,5). Ein 7-Monatstief.
Hier auszugsweise aus der Veröffentlichung von S&P Global und HCOB zum Einkaufsmanagerindex: Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im März abgeschwächt, während der Kostendruck infolge des Krieges im Nahen Osten sprunghaft gestiegen ist. Wie die aktuelle Vorabschätzung weiter ergab, fielen die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist deutlich weniger zuversichtlich aus als im Februar, und der Stellenabbau setzte sich auf breiter Front fort.
Das dritte Auftragsplus im Verarbeitenden Gewerbe in Folge war im März so hoch wie seit über vier Jahren nicht mehr. Zahlreichen Umfrageteilnehmern zufolge zog die Nachfrage aufgrund des Krieges im Nahen Osten an. So waren einige Unternehmen bestrebt, Störungen der Lieferkette zu vermeiden und die Lager aufzustocken.
Die große Überraschung ist vielleicht das beschleunigte Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe. So wurde die Nachfrage einigen Umfrageteilnehmern zufolge dadurch angekurbelt, dass Unternehmen auf die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Störungen und Unsicherheiten reagierten – manche zogen ihre Einkäufe auch aus Sorge vor möglichen Lieferunterbrechungen in den kommenden Monaten vor. Die Geschäftserwartungen wurden nach unten korrigiert – ein Zeichen dafür, dass der Wachstumsschub wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird. Der Druck auf die Lieferketten hat bereits zugenommen, wobei sich die durchschnittlichen Lieferzeiten im Berichtsmonat so signifikant verlängert haben wie seit über dreieinhalb Jahren nicht mehr. Darüber hinaus waren die Hersteller am stärksten vom Anstieg des Inflationsdrucks betroffen und verzeichneten das deutlichste Kostenplus seit Ende 2022.“
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Die Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition vereinbarte zum einen, die Körperschaftssteuer ab dem Jahr 2026 in fünf Schritten von 15% auf 10% zu senken. Bisher eine reine Absichtserklärung. Von einer Senkung der Körperschaftssteuer würden neben den Konzernen auch mittelständische GmbHs profitieren. Letztere könnten auch Firmen aus dem Bereich Maschinenbau, Elektroindustrie und Schweißindustrie sein, incl. deren Exporte. Eine komplette Senkung der Stromsteuer gemäß Koalitionsvertrag kann das Konsumklima stimulieren. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Luftverkehrssteuer würde nicht nur die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen reduzieren, sondern auch das Lufthansa-Flottenerneuerungsprogramm steuerlich unterstützen.
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