Die wichtigsten Eckpunkte
- Der Einkaufsmanagerindex für September liegt bei 53,8 und übertrifft somit die Erwartungen von 51,8.
- Das Verarbeitende Gewerbe zeigt mit einem Index von 53,8 ein 2-Monatstief, während Dienstleistungen bei 52,9 ein 7-Monatshoch erreichen.
- Die deutschen Unternehmen berichten von stärkerem Wirtschaftswachstum und stabilen Geschäftsaussichten trotz steigenden Inflationsdrucks.
- Der Servicesektor zeigt nach einer ruhigen Phase wieder Wachstumszeichen und unterstützt das Verarbeitende Gewerbe.
- Die Beschäftigung wächst den zweiten Monat in Folge, auch wenn insbesondere der Dienstleistungssektor betroffen ist.
Der monatlich gemeldete Einkaufsmanagerindex ist für die deutsche Wirtschaft ein äußerst wichtiger Gradmesser, der auch von Börsianern stark beobachtet wird. Werte über 50 zeigen Wirtschaftswachstum, Werte unter 50 eine Schrumpfung. Vor wenigen Augenblicken wurden die Daten für den Monat September veröffentlicht.
Gesamtindex: 53,8 (Erwartung 51,8 / Vormonat 51,8). Ein 11-Monatshoch.
Verarbeitendes Gewerbe 53,8 (Erwartung 54,1 / Vormonat 54,3). Ein 2-Monatstief
Dienstleistungen: 52,9 (Erwartung 49,9 / Vormonat 49,7). Ein 7-Monatshoch.
Hier auszugsweise aus der Veröffentlichung von S&P Global und HCOB zum Einkaufsmanagerindex: Die deutschen Unternehmen meldeten im September weitere Anzeichen von Widerstandsfähigkeit: Das Wirtschaftswachstum gewann an Fahrt, die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist blieben stabil und die Beschäftigung wuchs den zweiten Monat in Folge – und das alles trotz des wieder steigenden Inflationsdrucks.
Die Flash-Indizes deuten auf den stärksten Anstieg der Geschäftstätigkeit seit fast einem Jahr hin, wobei sich der Servicesektor – nach einer ruhigeren Phase im Anschluss an den Ausbruch des Nahostkriegs – dem Verarbeitenden Gewerbe anschloss und endlich wieder in den Wachstumsbereich zurückgekehrt ist. Die Kapazitäten gerieten ob des verstärkten Zuwachses bei den Auftragseingängen wieder unter Druck, wie die Zunahme der Auftragsbestände zeigt – was wiederum dem Arbeitsmarkt auf die Sprünge
verhalf. Zwar beschränkte sich der Personalaufbau bislang auf den Dienstleistungssektor, doch auch bei den Herstellern gab es – angesichts wachsender Auslastungen und größerem Optimismus – weitere Anzeichen für eine Stabilisierung der Beschäftigungslage.“
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