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Europa

Einzelhandel in Europa: Ein breiter, gesunder, kräftiger Anstieg! Nur der EZB nützt das gar nichts!

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone für Juli wurden soeben mit einem Plus von kräftigen 2,9% im Vergleich zum Juli 2015. In der Gesamt-EU lag das Plus sogar bei 3,5%. Wichtig: Es geht nicht um Preissteigerungen im Einzelhandel, sondern um das…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone für Juli wurden soeben mit einem Plus von kräftigen 2,9% im Vergleich zum Juli 2015. In der Gesamt-EU lag das Plus sogar bei 3,5%. Wichtig: Es geht nicht um Preissteigerungen im Einzelhandel, sondern um das Absatzvolumen! Hier Eurostat ganz frisch im Original:

„Im Euroraum ist der Anstieg des Absatzvolumens im Einzelhandel um 2,9% im Juli 2016 gegenüber Juli 2015 auf Anstiege im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 3,2%, bei Motorenkraftstoffen um 2,2% und bei „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 1,8% zurückzuführen. In der EU28 ist der Anstieg des Absatzvolumens im Einzelhandel um 3,5% auf Anstiege im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 4,3%, bei Motorenkraftstoffen um 3,8% und bei „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 2,2% zurückzuführen. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die höchsten Zuwächse des Einzelhandelsvolumens insgesamt in Rumänien (+13,5%), Luxemburg (+12,2%) und Litauen (+6,2%) verzeichnet, während in Malta (-2,7%), Belgien (-1,8%), Dänemark (-0,8%) und der Slowakei (-0,6%) Rückgänge registriert wurden.“

Bei den bevölkerungsstarken Flächenstaaten fällt vor allem auf, dass Spanien und Frankreich beim Volumen mit satten 5,1% und 5,2% wachsen! Wir haben es schon diverse Mal erwähnt: Der Konsument in Europa konsumiert wie von der EZB gewünscht deutlich mehr, aber eben nicht zu höheren Preisen. Ein höheres Volumen interessiert die EZB überhaupt nicht, sondern nur höhere Preise. Denn eine höhere Inflation, die die EZB erreichen will, ist ja nichts anderes als eine Preissteigerung bei den Verbrauchern. Aber die Preise dümpeln mit +0,2% nach wie vor auf der Null-Linie!

Einzelhandel 1

Einzelhandel 2

Industrie-Erzeugerpreise

Bereits am Freitag wurden die Industrie-Erzeugerpeise veröffentlicht. Auf Jahresbasis ein Minus von 2,8% in der Eurozone. Interessant hierbei: Auch ohne Energie sanken sie um 0,8%. Wenn man bedenkt, dass die Industrie-Erzeugerpreise auch wichtig für die letztliche Inflation (Verbraucherpreise) sind, ist das kein gutes Zeichen. Hier Eurostat im Originaltext:

„Im Euroraum ist der Rückgang um 2,8% der Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt im Juli 2016 gegenüber Juli 2015 darauf zurückzuführen, dass die Preise im Energiesektor um 8,4%, für Vorleistungsgüter um 2,3% und für Verbrauchsgüter um 0,3% sanken, während sich die Preise für Investitionsgüter um 0,5% und für Gebrauchsgüter um 0,8% erhöhten. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt, ohne den Energiesektor, fielen um 0,8%. In der EU28 ist der Rückgang um 2,5% auf eine Abnahme in Höhe von 7,7% im Energiesektor, von 1,9% für Vorleistungsgüter und von 0,2% für Verbrauchsgüter zurückzuführen, während die Preise für Investitionsgüter um 0,8% und für Gebrauchsgüter um 0,9% stiegen. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt, ohne den Energiesektor, verringerten sich um 0,5%. Die Erzeugerpreise in der Industrie fielen in allen fast Mitgliedstaaten, wobei die stärksten Rückgänge in Griechenland (-7,0%), den Niederlanden (-6,4%), Kroatien (-5,0%) und der Slowakei (-4,7%) verzeichnet wurden. Die einzigen Anstiege der Verbraucherpreise in der Industrie wurden in Malta (+0,9%), Dänemark (+0,4%) und Schweden (+0,1%) registriert.“

Erzeugerpreise

Quelle: Eurostat

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    V

    5. September 2016 15:03 at 15:03

    Höherer Konsum ist doch Vorbedingung für Inflation, denn nur durch Kapazitäten, die an Ihren Grenzen sind gehen Preise nach oben…also der Schritt geht in die richtige Richtung!

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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