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Europa

Einzelhandelsumsätze +5% – warum man sich davon nichts kaufen kann

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Wie heute bekannt wird, sind die deutschen Einzelhandelsumsätze im Oktober im Jahresvergleich um satte 5% gestiegen. Ohne Preisbereinigung war es sogar ein Plus von 7,1%. Offiziell anerkannt und ehrlicher ist aber die preisbereinigte Zahl von +5,0%. Das ist schon ein Hammer-Zuwachs gegenüber Oktober 2017! Und es ist der stärkste Zuwachs im Jahresvergleich seit dem Monat Mai 2017.

Warum kann man sich als Statistik-Freak davon nichts kaufen? Warum ist dieses kräftige Plus nur auf den ersten Blick gut? Der Oktober 2018 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der Oktober 2017! Also waren die Geschäfte 8,33% länger geöffnet als im selben Monat des letzten Jahres. Von da aus gesehen sind 5% mehr Umsatz doch keine so tolle Steigerungsrate! Es ist eher anzunehmen, dass Ende September und Anfang November eventuell etwas Umsatz fehlt, der in den Oktober gerutscht ist durch mehr Verkaufstage.

Geht man in die Details, dann sieht man: Wie schon seit geraumer Zeit boomt das Onlineshopping auch im Oktober mit enormen Wachstumsraten. Der Umsatz steigt im Jahresvergleich um 14,5%. Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2018 preisbereinigt 4,9 % und nominal 6,6 % mehr um als im Oktober 2017. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 5,3 % und nominal um 7,0 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde im Vergleich zum Oktober 2017 preisbereinigt 1,3 % und nominal 3,8 % mehr umgesetzt.

Einzelhandelsumsätze

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Europa

Offiziell: Preise für Wohnimmobilien haussieren weiter massiv!

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Die Preise für Wohnimmobilien klettern immer weiter und weiter. Noch. Gestern hatten wir besprochen, ob die aktuellen Änderungen am Wohnungsmarkt (Deckel, Gesetze etc) von nun an eine Stagnation verursachen könnten. Das ist durchaus möglich. Aber schauen wir an dieser Stelle auf den Ist-Zustand bei den Preisen für Wohnimmobilien in Deutschland.

Im 1. Quartal 2019 lagen die Preise für Wohnimmobilien im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 5% höher. 5% binnen 12 Monaten, das ist heftig! Die Preise stiegen auch in ländlichen Regionen. Der Preisanstieg in den sieben größten Metropolen war laut den Statistikern mit +8,6% für Eigentumswohnungen und +6,9% für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders stark. In ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen und dünn besiedelten ländlichen Kreisen fiel der Preisanstieg im 1. Quartal 2019 nicht ganz so stark aus. Wohnungen verteuerten sich um 1,7% beziehungsweise 1,1%, Häuser um 4,3% beziehungsweise 4,5% gegenüber dem 1. Quartal 2018.

Dramatischer Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit 2015

Seit 2015 ist der Anstieg als dramatisch zu bezeichnen. Dazu die Statistiker im Wortlaut:

Seit Ende 2015 sind die Preise für Wohnimmobilien bundesweit um 22 % gestiegen. Eine überdurchschnittlich starke Preisdynamik hatten mit einem Anstieg von 40,8 % Eigentumswohnungen in den Metropolen. Auch Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in diesen größten sieben Städten um 36,4 %. In anderen Großstädten und außerhalb der Ballungsräume nahmen die Preise seit 2015 ebenfalls deutlich zu. So lagen die Preise für Häuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 21,4 % über den Preisen des 4. Quartals 2015; Wohnungen verteuerten sich in diesen Regionen um 16,3 %.

Wohnimmobilien in Deutschland - Beispielfoto
Beispielfoto für neu gebaute Wohnungen. Foto: Deutsche Wohnen

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Europa

Bauboom in Deutschland gebremst? Nur auf den ersten Blick!

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Der Bauboom in Deutschland geht weiter. Oder doch nicht? Wer auf die Headline-Aussage des Statistischen Bundesamts von heute früh schaut, der könnte denken: Der Bauboom legt eine Pause ein, oder er ist erst einmal zu Ende. Denn wie vermeldet wird, ist der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April im Vergleich zu März um 1,7% rückläufig. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sanken die Auftragseingänge von Februar bis April 2019 gegenüber November 2018 bis Januar 2019 um 6,1%.

Jahresvergleich zeigt, dass Bauboom voll intakt ist

Tja, das war es also mit dem Boom? Nein, überhaupt nicht. Wir „Kleingeistigen“ bei FMW betonen stets, dass man doch bitte die Jahresvergleiche betrachten soll. Also, wo war das Volumen im April 2018, und wo ist es jetzt im April 2019? Das ist ein wirklich aussagekräftiger Vergleich! Und schau da, die Statistiker bringen später in ihrem Text genau dazu auch eine Aussage. Denn in diesem Jahresvergleich steigt der Auftragseingang im Baugewerbe um satte 6,4%. In den ersten vier Monaten des Jahres 2019 stieg er sogar um 7,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Bauboom läuft also weiter auf vollen Touren! Weiter sagen die Statistiker (Wortlaut):

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im April 2019 nominal mit rund 7,6 Milliarden Euro um 12,7 % höher als im April 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem April in Deutschland. Damit bleibt das Auftragseingangsvolumen weiterhin auf Rekordniveau: Seit Dezember 2018 wurden die höchsten jemals gemessenen Werte in den jeweiligen Berichtsmonaten erreicht. Im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2018 stiegen die Auftragseingänge in den ersten vier Monaten 2019 nominal um 13,9 %.

Bauboom - Jahrelanger Aufwärtstrend der Aufträge

Bauboom - Baukräne in Berlin
Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)

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Europa

Aktuell: ifo Index so schlecht wie seit 2014 nicht mehr – „Konjunktur flaut weiter ab“

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Der ifo Index (Juni) ist mit 97,4  ausgefallen wie erwartet (Prognose war 97,4; Vormonat war 97,9, das war der schwächste Wert seit November 2014!). Das ist der dritte Rückgang in Folge und der schlechteste Wert seit November 2014.


source: tradingeconomics.com

Die Geschäftserwartungen liegen bei 94,2 (Prognose war 94,6; Vormonat war 95,3)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 100,8  (Prognose war 100,3; Vormonat war 100,6).

 

Dazu ifo: Konjunktur flaut weiter ab, in der Industrie Index weiter rückläufig und Pessimismus nimmt zu, auch im Dienstleistungssekor hat sich Kloma verschlechtert – ebenso beim Bau, allerdings auf sehr hohem Niveau..

 

 

Clemens Fuest zum aktuellen ifo Index

ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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