Bitcoin

Elon Musk irrt sich mit Bitcoin

Marc Friedrich äußert sich kritisch über die Bitcoin-Aussagen von Elon Musk

Das Universalgenie Elon Musk hat sich mit seinen Äußerungen zu Bitcoin heftigst blamiert und deutlich gemacht, dass er die Kryptowährung nicht verstanden hat. Man könnte ihm sogar Heuchelei unterstellen. Aber gehen wir ein Schritt zurück und schauen uns an wie der Tesla Gründer sich demaskiert hat.

In einem Tweet verkündete Elon Musk, dass Tesla Bitcoin als Bezahlungsmöglichkeit überraschenderweise einstellt und dass obwohl es erst vor wenigen Monaten mit goßen Erstaunen eingeführt wurde (dadurch brachte er Chaos in den Krypto-Markt). Parallel hatte Tesla damals auch bekanntgegeben 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert zu haben. Als Grund für die Einstellung nennt er die hohen “Energiekosten pro Transaktion” von Bitcoin und die damit einhergehende Verschwendung von fossilen Brennstoffen. Damit hat Elon Musk offenbart, dass er Bitcoin weder verstanden noch durchdrungen hat. Vorab: Eine viel größere Energieschleuder ist unser jetziges Geldsystem. Während Bitcoin 183 Millionen Gigajoule (GJ) pro Jahr verbraucht, ist das Bankensystem bei 2,34 Milliarden GJ im Jahr. Also mehr als das 12-fache p.a.. Nicht nur Druckerpresse der Notenbanken laufen seit Jahren 24/7, um das Geldkarrusell am Laufen zu halten, nein auch die vielen Banken, deren Türme, die Geldautomaten, jede Onlineüberweisung fressen unentwegt wertvolle Energie. Ein Bruchteil wahrscheinlich nur aus Wind und Solar gewonnen. Der Rest aus Kohle, Gas und Öl.

Bitcoin hingegen verwendet jetzt schon 78% der Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Um wettbewerbsfähig zu sein und eine möglichst hohe Gewinnmarge zu erzielen suchen die Bitcoin Miner, die die Transaktionen validieren und alle 10 Minuten einen Block an die Blockchain hängen, die günstigsten Energiequellen und diese sind die erneuerbaren wie Geothermie, Solar, Wind und Wasser. Bitcoin fördert also sogar den Weg hin zu nachhaltigem und natürlichen Strom und weg von fossilen Brennstoffen. Ganz im Gegensatz zu unserem jetzigen Finanz- und Geldsystem. Wenn wir uns tatsächlich für den Klimawandel und die Reduzierung von CO2 einsetzen wollen, müssten wir der SNB und EZB den Strom abdrehen. Dann bräuchten wir auch keine milliardenschweren Green Deals der Notenbanken und würden der Umwelt sofort was Gutes tun. Netter Nebeneffekt wäre, dass die immer wiederkerhenden Spekulationsblasen ein Ende hätten. Aber das ist ein anderes Thema.

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Kommen wir zurück zu Elon Musk. Ein weiterer kapitaler Fehler in Musks Aussage sind die Transaktionen. Die Transaktionen haben nichts mit dem Stromverbrauch zu tun. Bitcoin braucht nicht mehr Strom, nur weil es mehr Transaktionen gibt. Die Energie wird dazu eingesetzt, um das Netzwerk zu sichern, völlig losgelöst von der Anzahl der Transaktionen! Aber vielleicht sollte Musk seine eigenen Unternehmen mal genauer bezüglich Energieverbrauch und Nachhaltigkeit betrachten: Tesla´s Karosserien, Gigafabriken und Touchscreens werden sicherlich nicht aus Luft und Liebe gebaut. Der hohe Energieverbrauch für die Herstellung der Batterien oder die Gewinnung der dafür notwendigen Rohstoffe wie Lithium und Kobalt? Geschenkt!

Weitaus heftiger ist der Fakt: Der CO2 Fussabdruck seiner Raketenabschüsse reicht von Casablanca bis nach Istanbul. Die SpaceX Raketen werden sicherlich nicht mit Fusspedalen oder Kerosin aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Bitcoin ist nicht nur ein Kind der Finanzkrise 2008 sondern sogar eine Kriegserklärung an das Geldsystem und an die Finanzwelt. Elon Musk ist Teil dieses alten Systems und von diesem auch abhängig. Bitcoin ist ein digitales, dezentrales, grenzenloses, nicht manipulierbares, deflationäres, demokratisches und freies System. Ein tatsächlich limitierter Wertspeicher, der nicht im Zugriffsbereich der Politik oder der Notenbanken ist. Allein dafür ist jede Kilowattstunde Strom gut investiert.

Marc Friedrich ist sechsfacher Bestsellerautor, Finanzexperte, gefragter Redner, Vordenker, Freigeist und Gründer der Honorarberatung Friedrich Vermögenssicherung GmbH für Privatpersonen und Unternehmen.

Sein neuer Bestseller: Die größte Chance aller Zeiten – Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren

Mehr Informationen unter https://friedrich-partner.de sowie bei Twitter und Instagram:: @marcfriedrich7



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10 Kommentare

  1. Auch wieder so ein unsinniger Vergleich zwischen dem Energieverbrauch der Bankenbranche und des Bitcoin. Vier Transaktionen/Sekunde gegen Milliarden Tansaktionen pro Tag. Und Bitcoin ist noch meilenweit entfernt von einer Verwendung als Zahlungssystem. Wie hat es gestern an ein Analyst formuliert? Was ist denn das für ein Geld, bei dem man auf dem Weg zum Einkaufsladen Angst haben muss, dass es in dieser kurzen Zeit um 10 Prozent an Wert schwankt. Oder im Vergleich zu anderen Vermögenswerten. Wenn man nach einer Spritztour mit seinem Oldtimer zurückkommt und dieser wäre plötzlich 10 Tsd. Euro weniger wert. Ein Ponzischema eben.

  2. JaJaJa was noch fehlt ist wenn ich mit dem Auto zu meinem Freund fahre um meine Schulden zu bezahlen sollte das auch noch dem Energieverbrauch von FIAT Geld zugerechnet werden? HaHaHa

  3. @Marc Friedrich, sorry Herr Friedrich, aber Ihnen ist leider auch nicht mehr zu helfen. Sie vergöttern den Bitcoin regelrecht. Ich kenne Ihre Einstellung zu dieser „möchtegern“ Währung sehr gut und stelle immer wieder fest das Sie genauso Beratungresistent sind wie Sie die Regierungen und die Notenbanken ja immer darstellen. Gestern hat sich Ihr Bitcoin Depot mal kurzfristig um 20 % redut´ziert und schon fühlen Sie sich veranlasst die Bitcoin Kritiker zu belehren und zu zu beweisen das alle falsch liegen, die nicht in den Bitcoin investieren. Das Sie sich so schnell dazu veranlasst gefühlt haben den Bitcoin zu verteidigen, zeigt nur wie schwer Sie dort investiert sind und eine ziemlich große Angst haben, das Ihnen Ihr “ Investment“ um die Ohren fliegt. Das der Elon Musk ein böses Spiel mit seinen Äußerungen betreibt ist jedem in der Finanzbranche klar. Das Sie sich aber auf die gleiche Stufe stellen und propagieren das der Bitcoin ein ganz tolles Investment ist, macht Sie kein Stückchen besser. Ich bin ein geduldiger Mensch und weiß das uns die Zeit die Wahrheit bringt. Ich bin sehr neugierig was Sie Ihrer Fan-Gemeinde sagen werden, wenn die Bitcoin Blase in sich zusammenfällt und welche Argumentationen Sie dann verwenden werden. Ein einfaches :….naja, wer kann schon die Zukunft voraussagen…“ wird Ihnen dann wohl nicht weiterhelfen. Ich gebe Ihnen einen klugen Ratschlag : Fragen Sie sich mal ob die Bitcoin Kritiker nicht vielleicht doch recht haben mit ihrer Einstellung…und welche Argumente eventuell für die Kritik sprechen…..und kommen Sie mal etwas von Ihrem hohen Ross runter. Das soll im allgemeinen bei der Auswahl von Investments sehr hilfreich sein. Nur wer beide Seiten beleuchtet und immer auch auf das Gegenteil vorbereitet ist, ist nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch ein weitsichtiger Investor ( Mensch ). Und genau das vermisse ich bei Ihnen und Ihren ständigen und eintönigen Ausführungen. Ansonsten wünsche ich Ihnen alles Gute und bleiben Sie fit und munter.
    VG
    Roberto

    1. @Roberto

      Herrlicher Kommentar! Kann nur beipflichten.
      Das Bürschchen wird halt dank seiner Hybris ordentlich auf die Nase fallen und daraus hoffentlich lernen.

      1. @Columbo, vielen Dank Columbo. Ich hätte noch so viel mehr über Herrn Friedrich und seine “ Einstellung “ schreiben können, aber ich wollte die Leser nicht mit langen Texten überstrapazier überstrapazieren.

        Aber eines doch noch. :-)

        Als Elon Musk den Bitcoin nach oben getrieben hat, war von Hr. Friedrich nichts zu hören. Jetzt wo er sich dagegen wendet muss der Herr Friedrich gleich einen Beitrag darüber schreiben das der Elon sich ganz dolle irrt….:-)))

        Der Herr Friedrich ist so durchsichtig wie klarsichtfolie.

        In diesem Sinne Gute Nacht Columbo und viel Erfolg weiterhin :-)

        VG
        Roberto

  4. – 70% der Bitcoinproduktion kommt aus China(2019)
    – 74% der Stromproduktion in China kommt aus nicht erneuerbaren Quellen(2018)
    => schon mathematisch kommen wir nicht an die erwähnten 78%

    Außerdem, wenn es unsinniges Mining nicht gäbe, könnte der Strom wo anders verwenden werden und die überkapazietären Kohlekraftwerke abgebaut werden.

  5. Bei 3 Cent für den Dead-cat-bounce kaufen.

  6. Wie so oft bei Religionen, werden die Gläubigen harten Prüfungen unterzogen. Umso strahlender werden die „Bibelfesten“ aus dieser Läuterung hervorgehen… ;-)

    1. @Lausi

      …und endlich einsehen, dass Bitcoin Sünde ist und man das wahre Glück erst nach dem Totalverlust erlangt😁.

      1. Ich bin nur noch einen Wimpernschlag davon entfernt… :-)

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