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Elon Musk pusht Tesla-Aktie um 10%, und will die Aktie komplett von der Börse nehmen

Claudio Kummerfeld

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am

Ist Elon Musk jetzt völlig wahnsinnig? Oder meint er es wirklich ernst? Auf jeden Fall weiß er, wie man es schafft mit einem einzigen Tweet den Aktienkurs der eigenen Firma hochzutreiben. Einfach unglaublich. Da schreibt Musk doch gestern Abend einfach, dass er vor habe die Tesla-Aktie komplett von der Börse zu nehmen, also quasi das Gegenteil eines Börsengangs. Die Firma würde als Aktiengesellschaft weiter existieren, und die Aktionäre könnten auch an Bord bleiben – nur wäre die Firma eben nicht mehr börsennotiert.

Für alle, die nicht in der Aktie investiert bleiben wollen (das dürften die meisten sein), biete er einen Abkauf der Aktien zu 420 Dollar an, was ein Aufschlag von 43 Dollar gegenüber gestern Abend darstellt. Nach seinem Tweet wurde die Aktie erstmal vom Handel ausgesetzt. Niemand wusste so richtig, ob es sich mal wieder um einen „Scherz“ von Elon Musk handelt. Aber dann kam ein offizieller Blog-Eintrag auf der Tesla-Webseite, wo die Intention bestätigt wurde die Aktie von der Börse zu nehmen.

Elon Musk macht darin deutlich, dass er einfach keine Lust mehr hat auf die Shortseller, die Analysten, die negativen Kommentare usw. Ist die Aktie nicht mehr börsennotiert, verschwindet die Aktie blitzartig vom Bildschirm der Investoren, und Musk hat relativ viel Ruhe. An den Finanzsorgen der Firma würde sich nichts ändern, aber er hätte seine Ruhe. Und die Aktionäre? Wer nach einem De-Listing an Bord bleibt, könnte eben nur noch privat außerbörslich versuchen Käufer auf eigene Faust zu finden, wenn man verkaufen will. Das erschwert Ein- und Ausstiege, und es gibt ja auch keinen festen Börsenkurs mehr.

Also, die große Masse der Aktionäre würde wohl die 420 Dollar liebend gerne akzeptieren. Musk schreibt selbst, dass er die Finanzierung für diese Aktion gesichert habe. Wie, was, mit wem und womit, das erwähnte er nicht. Eine endgültige Entscheidung zu dem De-Listing sei noch nicht gefallen, wird im Blog-Eintrag fast nebensächlich erwähnt. Also: Alles nur eine Luftnummer um den Kurs zu pushen? Wenn ja, dann hat Elon Musk mit dieser Aktion die Börsianer mehr als nur für dumm verkauft.

Aufsichts-Experten aus den USA haben sich heute Nacht schon dazu geäußert, ob Musk´s Äußerungen via Twitter börsenrechtlich überhaupt zulässig sind. Denn sollte der Tweet die Absicht gehabt haben den Aktienkurs von Tesla zu beeinflussen, könnte dies Kursmanipulation oder sogar Börsenbetrug sein, so sagt es Harvey Pitt, immerhin ehemaliger Chef der Börsenaufsicht. Wir sind mal gespannt, wer denn Elon Musk einen gigantischen Milliarden-Berg bereit stellt um die Aktionäre bei 420 Dollar auszukaufen.

Vielleicht Saudi-Arabien, von dem man erst gestern erfahren hatte, dass es einen netten Anteil an Tesla gekauft hatte? Musk legt die Messlatte immer höher, und damit auch die Fallhöhe!

Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Heisenberg Media / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    8. August 2018 11:04 at 11:04

    Ich bin mal gespannt, ob dieses Mal geliefert wird.
    Falls nicht, hoffe ich, dass es dann wenigstens zu einer Untersuchung wegen der o.g. Vorwürfe (Kursmanipulation oder Börsenbetrug) kommt.

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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am

Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2012 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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am

Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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Donald Trump und die Deutsche Bank – hochinteressante Doku

Redaktion

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Warum hat Donald Trump von der Deutschen Bank immer wieder Geld bekommen? Das ist vielleicht die interessanteste Frage, die in der folgenden Doku besprochen wird. US-Banken wollten Donald Trump offenbar kein Geld mehr leihen. Aber die Deutsche Bank tat es, und gab immer mehr Geld, für immer mehr Immobilienprojekte des heutigen US-Präsidenten. Und das, obwohl er vorher zahlreiche Projektpleiten hingelegt hatte. Gab es Sicherheiten aus Russland?

Die Doku beleuchtet im Detail die Beziehungen von Donald Trump nicht nur zur Deutschen Bank, sondern auch wie eng tatsächlich seine Verbindungen zu russischen Geschäftskreisen in New York und in Russland selbst waren. Bisher kam der Präsident selbst bei den Mueller-Ermittlungen in den USA ungeschoren davon. Der Schlüssel liegt wohl in den Geschäftsunterlagen der Deutschen Bank. Wer machte mit wem Geschäfte? Wer hat eventuell Geld gewaschen? Auffällig oft haben russische Käufer bei Trump-Projekten Wohnungen gekauft. Beispielhaft beleuchtet wird dieses Lizenz-System an einem Hochhaus in New York, für das er nur seinen Namen gab, und dafür 18 Prozent der Einnahmen kassierte.

Wusste Donald Trump, dass über seinen Namen und seine Projekte womöglich in gigantischem Umfang Geldwäsche zwielichtiger russischer Kreise abgewickelt wurde? Nachweisen lässt sich bis jetzt definitiv nichts, aber die Dokumentation der Geschäftsabläufe, wie es im folgenden Beitrag gezeigt wird, ist doch sehr aufschlussreich.

Donald Trump im Jahr 2020
Donald Trump

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