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Emerging Markets-Aktien: Glaube an Iran-Erfolg in Pakistan

Aktien aus den Emerging Markets steigen deutlich an. Anleger hoffen also auf morgige positive Resultate der Iran-USA-Gespräche.

Foto: Bloomberg

Die Aktienmärkte in den Schwellenländern (Emerging Markets) legen heute weiter zu, die ganze Woche lief es schon gut! Dies darf man als Indiz werten: Anleger erwarten ein positives Resultat der anstehenden Gespräche zwischen USA und Iran in Pakistan. Heute ist die letzte Chance sich als Anleger vorab zu positionieren. Samstag trifft man aufeinander. Gerade Asien ist zu aller größten Teilen abhängig von Lieferungen von Öl und Gas aus der Golfregion. Daher ist der heutige Aktien-Anstieg vor allem in Asien ein hoffnungsfrohes Zeichen der Anleger.


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Aber was bei dem Treffen wirklich herauskommt? Es bleibt eine Wundertüte! Erst gestern gab es neue Hoffnung, weil Israel (unter Druck von Trump?) mit dem Libanon verhandeln will. Heute früh aber gleich wieder ein neuer Dämpfer: Trump bedroht den Iran. Denn Teheran gibt die Straße von Hormus immer noch nicht frei. Offenbar will man für die morgigen Verhandlungen ein Druckmittel in der Hand haben.

Aktien aus Emerging Markets mit bestem Wochengewinn seit 2020

Aktien aus den Emerging Markets sind vor den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran an diesem Wochenende auf dem besten Weg zu ihrem größten Wochengewinn seit fast sechs Jahren. Der MSCI-Index für Schwellenländer notiert heute 0,9 % höher und steuert auf den größten Wochengewinn seit Juni 2020 zu. Dazu meldet Bloomberg: Ein ähnlicher Index für Währungen aus Entwicklungsländern lag 0,1 % im Plus und war auf dem besten Weg zu seinem größten Wochengewinn seit letztem Mai. Die Ölpreise gaben ihre Gewinne im Vorfeld der in Pakistan geplanten Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran wieder ab.


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„Der Rückgang der Spannungen im Nahen Osten hat Investoren dazu veranlasst, ihre Investitionen in Schwellenmärkte zu erhöhen“, sagte Rajeev De Mello, Global-Macro-Portfoliomanager bei Gama Asset Management SA. „Vor den Nachrichten vom Dienstag hatten Investoren ihre Positionen in Emerging Markets-Aktien deutlich reduziert oder sogar Short-Positionen eingegangen“, sagte er und bezog sich dabei auf die zuvor von US-Präsident Donald Trump gesetzte Frist für den Abschluss eines Waffenstillstandsabkommens mit dem Iran.

Trump sagte am Donnerstag, er sei „optimistisch“ hinsichtlich eines Abkommens mit dem Iran, drohte Teheran jedoch später wegen der Erhebung von Gebühren in der Straße von Hormus. Unterdessen erklärte sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereit, Gespräche mit dem Libanon zu führen, was Hoffnung auf eine Deeskalation nach den aggressiven israelischen Angriffen auf das Land weckt.

Index für Aktien aus den Emerging Markets

Südkoreas Kospi-Index entwickelte sich überdurchschnittlich gut, wobei Chiphersteller zu den größten Triebkräften für den Anstieg des Index zählten. Asiatische Softwareaktien gaben jedoch nach, da sich die Nervosität hinsichtlich KI-bedingter Umbrüche nach der Veröffentlichung neuer Modelle verstärkte.

Während sich Vermögenswerte aus den Emerging Markets festigten, zeigten sich Analysten skeptisch, wie weit die Gewinne noch ausfallen könnten, angesichts der Unsicherheiten bezüglich des Waffenstillstands im Nahen Osten und einer nachhaltigen Wiederaufnahme der Energielieferungen durch die Region.

„Der jüngste Aufschwung bei den asiatischen Devisen scheint weitgehend von der Stimmung getrieben und anfällig für eine Umkehr zu sein, sollten die geopolitischen Spannungen erneut eskalieren oder die Ölpreise länger auf hohem Niveau bleiben“, schrieb Lloyd Chan, Währungsstratege bei der MUFG Bank Ltd. Eine nachhaltige Erholung würde eine Wiederöffnung der Straße von Hormus und einen anhaltenden Rückgang der Ölpreise erfordern, sagte er.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Mein Lieblingsbanker Alfred Herrhausen definierte Weltwirtschaft wie folgt: Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer.

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