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Vor der Fed: Ende der Dax-Rallye und deutliche Erholung im EUR/USD?

Fällt der EUR USD Kurs nun ins Bodenlose? Hält die Korrektur noch lang an? Perspektiven für den Dax und Euro-Dollar vor der Fed-Entscheidung..

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Fällt der EUR USD Kurs nun ins Bodenlose? Hält die Korrektur noch lang an? Vielleicht. Unabhängig davon muss man sich jedoch die Frage stellen, ob nach dem rasanten Fall erst einmal die große Chance auf eine Erholung besteht. Mögliche temporäre Bodenbildung und Widerstände im Dax: Keine gute Kombination vor der Fed Leitzinsentscheidung.

 

Ende der Dax Rallye?

 

Bereits in der jüngsten Dax Prognose hatte ich auf den Umstand hingewiesen, dass laut meiner Definition kein nachhaltiger Ausbruch aus dem abwärtsgerichteten Trendkanal im Tageschart festgestellt werden kann.

 

(Dax Tageschart; alle Charts durch anklicken vergrößern)

 

Das heißt nicht, dass Kurssteigerungen unmöglich wären, doch sie bleiben belastet. In Kombination mit den nun erreichten 50er und dem 61.8er Fibonacci Retracement der letzten Talfahrt im Tageschart, sollte eine mögliche Korrektur im Hinterkopf behalten werden. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich die US Indizes kaum von der Stelle bewegen. Interessante Kursniveaus bilden sich in diesem Zusammenhang bei rund 12130 und 12000 Punkten, was den sinnvollerweise zu testenden Fibonacci Retracements entsprechen sollte.

Dax Prognose trotz Rallye short eingestellt?

 

Ich möchte keine Rallye totreden. Das wäre Quatsch. Untergeordnet beteilige ich mich durchaus an Kursbewegungen, denen ich übergeordnet kritisch gegenüberstehe.

(Dax, 4-Stundenchart)

 

Dennoch kann ich den dynamischen bearishen Ausbruch, vom 24.04.2018, aus der aufwärtsgerichteten Flagge im H4-Chart nicht ignorieren. Der Kurs befindet sich zwar mittlerweile wieder im Kanal, aber bullish ausgebrochen ist er nicht. Und genau deshalb bleibt für mich das ursprüngliche Ausbruchsniveau bei rund 12540 Punkten bestehen. Kommt es zu einem Abverkauf werde ich mich deshalb am mutmaßlich sekundären Kursziel, wie im Screenshot visualisiert, orientieren.

 

EUR USD Prognose darf Bullen optimistisch stimmen

 

Was ist festzustellen? Der Kurs hat mittlerweile die 50er und den 34er Weekly EMA erreicht und außerdem das vermeintlich primäre Kursziel der Range im Wochenchart passiert. Das 61.8er Retracement steht kurz vor der Tür. In etwas auf Höhe des heutigen Daily S2 Pivot Point.

(EURUSD Wochenchart)

 

Das habe ich auch so in meiner letzten EUR USD Analyse erwartet. Genau deshalb erscheint mir jedoch eine Erholung respektive technische Gegenbewegung so wahrscheinlich. Denkbar wäre ein Rücklauf zu den 20er Retracements oder höher.

 

Geht der Plan auf?

 

Natürlich ist das eine gewagte These in Anbetracht der massiven Abverkäufe. Doch wenn der Kurs des Dax vor der Fed Leitzinsentscheidung und dem FOMC Protokoll dermaßen ansteigt und der EUR USD Kurs wie ein Stein fällt, frage ich mich natürlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass es anschließend einfach so weitergeht? Ohne nennenswerte Gegenbewegung.

 

(EURUSD, 1-Stundenchart)

Der Stundenchart bietet aktuell vielleicht die schönste Aussichtsplattform. Die kleine Range, die sich jüngst gebildet hat, wurde zwar bearish durchbrochen, aber ob dieser Ausbruch nachhaltig sein wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wie dürfen gespannt sein, ob die Bären in den nächsten Tag einem Short Squeeze zum Opfer fallen. Nach diesen Konsolidierungen werden wir uns auch in meinem Follower Service wieder verstärkt auf die USD-Währungspaare konzentrieren.

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Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    2. Mai 2018 19:31 at 19:31

    1. ist das mit dem Bodenlosen-Fall sowieso Unsinn !

    2. Ist der Anstieg des EUR/USD (vorher) auf 1,25 GENAUSO Unsinn ! :D

    3. 2018 dürfte interessant werden, a bisserl Vola tut doch allen gut oder nicht ? Macht doch Spass , oder nicht ? :D

    4. Sind wir Menschen sowieso chaotisch…

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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