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Ende der Exzesse? Don´t fight the Fed! Videoausblick

Jahrelang galt für die Aktienmärkte das Motto: don´t fight the Fed – handele nicht gegen die (Liquidität der) US-Notenbank Fed! Denn eines wird immer klarer: die Fed betreibt nicht nur Tapering und dürfte in 2022 mehrfach die Zinsen anheben, sondern sie überleht nun, wie sie ihre Bilanzsumme schneller reduzieren kann. Die Bilanzsumme der Fed und die Aktienmärkte sind parallel gestiegen – was also würde eine Schrumpfung der Bilanzsumme bedeuten? Gestern haben wir eine interessante Entwicklung gesehen: je höher die Bewertung einer Aktie, desto schlechter die Performance. Wenn die Fed nun auf die Bremse tritt, zählen also plötzlich wieder bisher eher nebensächliche Dinge wie Bewertungen!

Hinweis aus Video: „Goldpreis zu hoch? Steigende Renditen drücken weiter – die aktuelle Lage“



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8 Kommentare

  1. Die positive Korrelation von Goldpreis zu Renditen war in den letzten Wochen öfters zu beobachten. Die einfachste Erklärung wäre ja eine Umschichtung von Anleihen in Gold, dann fällt der Anleihepreis und Gold steigt. Warum sollten Investoren das machen? Sie könnten davon ausgehen, dass steigende Zinsen in der überschuldeten Welt nicht funktionieren werden, aber dennoch unausweichlich sind. Das ginge nur, wenn die Realrenditen auch durch steigende Zinsen nicht mit steigen, d.h. die Inflation dem Renditeanstieg vorausläuft. Für Aktien wäre das langfristig schlecht, denn die Bevorzugung von Kapital gegenüber Arbeit würde dann nicht mehr so gut funktionieren, die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer würde stark steigen. Die Anleihekurse selbst würden tendenziell weiter fallen. Dann wird Gold wieder ein sicherer Hafen. Alles steht und fällt mit der Frage, ob die Inflation hartnäckiger ist, als ursprünglich gedacht. Ich denke, das ist der Fall.

  2. Schon seit einigen Jahren beobachte ich,sinnlos,die Staatsschulden der USA.Am 01.12.2021 beliefen sie sich lt.US-Debt-Clock.org auf exakt 29 Billionen Dollar(europäische Billionen wohlgemerkt!)Heutiger Stand beinahe 616 Milliarden mehr.Eine beachtliche Steigerung finde ich! Könnte mir mal ein fratscherähnlicher Finanzwissenschaftler erklären wie unter solchen gigantischen Schulden eine hochdefizitäre Volkswirtschaft(letztes monatl. Handelsbilanzdefizit von 97 Milliarden Dollar) ein oder mehrere Zinserhöhungschen stemmen will? Im Voraus vielen Dank.
    Ich gehe jetzt schoppen bis mich der Arzt holt.Mein Konto läuft auch über(Sinnlosmeldungen der letzten Wochen!) Beim DAX ist auch eine „Ardennenoffensive“ am Laufen?(Entschuldigung für die Wortwahl,sie ist aber besonders treffend.

  3. gerüchtenverbreiter

    Droht uns Aufstand, Ausnahmezustand und Regierungswechsel wegen gestiegenen Gaspreisen wie in Kasachstan ?

    https://www.youtube.com/watch?v=1y6A_jLG_7Q

    1. Nein,keinesfalls.Unsere Nursultane hat doch die Macht abgeben müssen und ist in eben dieses Kasachstan emigriert,weil sie diese Verhältnisse so liebt!

  4. Hallo Herr Fugmann, Sie sind immer noch eine Antwort schuldig. Was macht die FED, wenn der S&P 20% aufgrund der Zinszerhöhungen fällt? Was macht die FED, weiter Zinsen erhöhen? Nochmal, ich erwarte eine Antwort!!!

    1. @Zimmermann, ich würde mir einen etwas höflicheren Ton wünschen! Sie können ja erwarten, was Sie wollen – aber ich bin nicht verpflichtet, Ihre Erwartung auch zu erfüllen!
      Wenn der S&P 20% fällt, wird es schwer für die Fed – aber die Chance, dass sie kippt ist unter einer Regierung Biden geringer als sie unter der Regierung Trump war..

      1. @Zimmermann

        Ihre Frage ist nicht nur im Ton unhöflich, sondern in der Sache auch nicht zu beantworten. Was die Fed in so einer Situation machen würde, hängt von den Entscheidungen der Mitglieder des FOMC ab. Und für diese Entscheidung werden sie abwägen, welche Risiken und Chancen sie für die verschiedenen Handlungsoptionen sehen (was naturgemäß durchaus subjektiv ist).

        Bisher fiel die Entscheidung in derartigen Situationen für eine laxere Geldpolitik zur Stützung der Aktienmärkte. Bisher war in diesen Situationen Inflation aber auch kein Thema. Die Fed steht nun also vor dem neuen Problem, dass Inflation nicht nur eine Möglichkeit ist, sondern die Realität. Das könnte einige Abwägungen verändern. Die laxere Geldpolitik hätte jetzt vermutlich sehr unmittelbar negative Folgen.

        Hinzu kommt, dass eine zu hohe Inflation selbst eine Gefahr für die Märkte ist. Die Fed müsste also nicht bloß erwünschte Folge (Stützung der Märkte) gegen unerwünschte Folge (höhere Inflation) abwägen und sich für eines davon entscheiden. Wenn die Inflation zu hoch wird, bekommt sie mit einer laxeren Geldpolitik die Märkte nicht mehr gestützt, weil die davon angeheizte Inflation selbst die Aktienmärkte gefährdet. Die Fed hätte dann durch diesen Rettungsversuch das schlechteste aus beiden Welten.

        Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fed bei größeren Turbulenzen die Nerven verlieren wird. Aber darauf, dass 20 % Kursrücksetzer im Augenblick dafür genügen, würde ich nicht zu viel Geld setzen. Der Strike für den Fed-Put könnte momentan auch deutlich niedriger liegen. Aber das werden die Märkte vermutlich austesten… (Und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass die Fed vor die Alternative zwischen einem Komplettzusammenbruch der Kapitalmärkte und einer Hyperinflation gestellt, sich dann für die zweite Option entscheidet.)

        Vielleicht ist es schon so, dass sich ökonomische Gesetzmäßigkeiten auf Dauer schon geltend machen.

  5. Warum sollte die Fed den S&P bei 3850 Punkten stützen ( 4815 – 20%) wenn er immer noch 400Punkte über dem Vorcorona – Hoch von ca. 3400 Pt. liegt.Wenn Biden sein Wahlversprechen einlösen will, muss er beweisen ,dass er nicht der Schutzpatron der Aktionäre ist, was übrigens schon der Jeromi einmal gesagt hat.
    Übrigens hat schon jemand daran gedacht, was passiert wenn Biden aus irgendeinem Grunde pausieren müsste ( Alter, Krankheit u.s.w.)
    und die eher linkslastige Vize zum Zug käme.

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