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Ende der Wall Street-Party durch Besteuerung von Aktienrückkäufen?

Das hat gestern die Wall Street durchaus beeindruckt und zum Abbröckeln der Gewinne im späten Handel geführt: der republikanische Senator aus Florida, Marco Rubio – einst als einer der Präsdidentschaftskandidaten genannt und daher mit viel Einfluß im politischen Betrieb Washingtons – will Aktienrückkäufe steuerlich wie Dividenden behandeln! Und damit das steuerlich attraktive und daher so beliebte Spiel der massenweise buybacks faktisch beenden, um mehr Geld in Investitionen und Jobaufbau zu schleusen.

Das ist absolut vernünftig – schließlich wurden die Geschenke durch die US-Steuerreform durch die Unternehmen vor allem zu Aktienrückkäufen (53% der Verwendung des Unternehmens-Gewinns) und Erhöhung der Dividenden (30%) genutzt, während nur 17% in Investitionen flossen! Der Republikaner Rubio dürfte für sein Vorhaben auch die Unterstützung der US-Demokraten haben – was die Chance einer Umsetzung des Vorhabens stark erhöht!

Die aktuell laufende Rally an der Wall Street, so Marktanalysen von Nomura, basiert wohl wesentlich auf diesen Aktienrückkäufen, nachdem die black out period nun großteils beendet ist und die Unternehmen wieder fleißig ihre eigene Aktien zurück kaufen – so wie gestern Cisco, das mit Vorlage der Zahlen gleichzeitig ankündigte, eigene Aktien im Volumne von 15 Milliarden Dollar zurück kaufen zu wollen!

Sehen Sie zu diesem Thema folgendes Video von Jochen Stanzl, der auch das Thema Gespräche USA-China behandelt:


Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38720218



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