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Ende des „Goldilocks“-Szenarios in den USA und warum das G 20-Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jiping so wichtig werden könnte! Eine Momentaufnahme

Plötzlich Gewitterwolken am Konjunkturhorizont – welcher dieser Angstfaktoren könnte in sich in nächster Zukunft verschärfen oder entspannen?

Markus Fugmann

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Eine Kolumne von Wolfgang Müller

Diese Entwicklung in den USA in den letzten sieben Wochen hat wohl fast jedermann überrascht. Hatte man nicht erst kürzlich von der US-Wirtschaft in dem Jahr der Super-Steuerreform geschwärmt, einem Goldlöckchen-Szenario mit 3,5% Wirtschaftswachstum, einer Arbeitslosenrate auf 50-Jahrestief, noch niedrigen (accommodative) Leitzinsen und einer Inflation, die man unter Kontrolle wähnt?

Und jetzt plötzlich Gewitterwolken am Konjunkturhorizont, die sich eher immer mehr auftürmen.

Bei einer neuen Umfrage von Bank of America Merrill Lynch fürchten internationale Fonds-Manager zuallererst den Handelskrieg (35%), zu schnellen Zinsanstieg (26%) und schließlich Chinas Wachstumsabschwächung (14%).

Welcher dieser Angstfaktoren könnte in sich in nächster Zukunft verschärfen oder entspannen?

 

Der Zollstreit

Die USA wenden in ihrem Handelskrieg §301 des Handelsgesetzes an, zum ersten Mal seit 25 Jahren – zum Schutz gegen den Diebstahl geistigen Eigentums und vor unfairen Handelspraktiken. Die 10% -Zölle gegen China zeigen Wirkung, auch in den USA. Nicht nur, dass bereits 30% der US-Unternehmen in Q3 vor den mittel- und unmittelbaren Auswirkungen der Sondersteuer auf chinesische Produkte gewarnt haben, nein, es ist in den letzten Wochen ein wahres Wirtschaftslamento laut geworden. So berichtete der in den USA sehr einflussreiche Jim Cramer (für mich ein wenig unverständlich, wenn man als Deutscher betrachtet, welches hysterisches, unerträglich lautes Geschrei er in seinen Sendungen präsentiert), dass in seinen Gesprächen mit vielen CEOs ein Tenor vorherrscht: „Unglaublich, wie schnell sich die Stimmung in kürzester Zeit verschlechtert habe!“ Es kann natürlich auch ein bisschen Taktik dahinter stehen (Jammern gehört zum Handwerkszeug der Kaufleute), um Donald Trump auf die Folgen seiner Politik hinzuweisen. Aber:

Ein ganz wichtiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft funkte erst diese Woche SOS – der Baltic Dry Index. Die Frachtraten für Containerschifffahrt und Rohstofftransporte sind im freien Fall. Der „Baltic Dry Index“ hat in nur zwei Wochen um ein Drittel nachgegeben. Ein Großteil des Güterverkehrs rund um den Globus wird per Schiff abgewickelt. Deshalb ist der Seehandel ein Seismograf für den Zustand der Weltwirtschaft. Dazu der Dow Jones Transportindex und der US-Railroad-Index – alles deutet auf eine abflauende Konjunktur hin. Am MIttwoch wurden die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA veröffentlicht: -4,4% und damit der stärkste Rückgang seit Juli 2017.

Was wären denn, in grober Überschlagung, die Folgen einer Erhöhung der Zölle auf 25% ab 1. Januar oder gar auf alle Einfuhren von 517 Mrd.$?

Für den gesamten Einzelhandel (consumer staples) eine drastische Verteuerung, da unglaublich viele Produkte des täglichen Lebens aus China billigst eingeführt werden (Walmart u.co.). Damit käme es zu deutlichen Preissteigerungen, die gerade der unteren Bevölkerungsschicht weh täten, oder zu einer spürbaren Verschlechterung der Marge. Bei ersterem müsste die Fed die Zinsen weiter anheben, bei letzterem fielen die guten Wirtschaftsdaten und beides wäre sehr schlecht für die Aktienmärkte.

Nicht zu vergessen der Börsenstar der USA, zur Zeit ein „fallen angel“ – Apple, die Firma, die bei der ersten Quote noch von den Zöllen verschont wurde. Sollten hier Teile auf beiden Seiten bezollt werden – da wird große Freude in „corporate America“ angesagt sein, Mr. President.

 

Die Zinsen

Die US-Notenbank wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am 19. Dezember die Leitzinsen zum 9. Mal auf 2,25 bis 2,5% anheben, alles andere wäre schon ein kleiner Schock für die Märkte, weil man großes Ungemach für die US-Wirtschaft dahinter vermuten würde. Aber, es war schon überraschend wie man plötzlich von der Zinsprojektion von 4 weiteren Zinsanhebungen 2019 abwich und „dovish“ wurde (Fed-Vize Clarida: „Fed will keep an eye on data!“).

Jim Cramer: „One and wait.“ Es gibt immer mehr warnende Stimmen – Hedgefondsmanager – nicht nur Donald Trump. Klar ist jedem Ökonomen bewusst, dass es die Zinsanhebungen sind, die jeden Wirtschaftsaufschwung (Wirtschaftsblasen) in den letzten Jahrzehnten ein Ende bereitet haben – aber bei 2,25%? Es ist aber auch für jeden nachvollziehbar, bei einer Gesamt-Schuldenlast von weit über 40 Bio.$, welche Zusatzbelastung bereits 0,25% auslösen (auf die steigenden Staatsschulden, Immobilien-, Unternehmens- und Verbraucherkredite, den Libor u.v.m.). Nicht zu vergessen den Kurs des US-Dollars mit seinen vielseitigen Wechselwirkungen für Auslandsschulden und die Gewinne der „Multi Nationals“. Es dürfte der Spruch des Ex-US-Finanzministers Conally „the dollar is our currency and your problem “, so nicht mehr gelten – die USA haben auch ein Problem. Wahrscheinlich agiert die Fed im Sinne von John Maynard Keynes: „When the facts change, I change my mind!“

Dazu noch ein kleiner Hinweis, der die Bären ein bisschen zur Vorsicht mahnen sollte. Die Fed kennt ihre Historie und weiß um die finalen Wirkungen ihrer Zinspolitik. Dazu eine aktuelle Aussage eines früheren Wirtschaftsberaters (Former Chief Economic Advisor) der US-Regierung:

Wir haben in den letzten 25 Jahren drei „Boom and Bust“-Szenarien wegen der Zinspolitik der Fed erlebt. (Zu lange tiefe Zinsen und dann zu viele und zu schnelle Anhebungen). Wenn die Fed ihr institutionelles Überleben sichern will, wird sie dieses Mal vorsichtiger vorgehen. Gerade weil der US-Präsident Trump heißt und dieser wird nicht zögern die Schuld, ohne Rücksichtsnahme, auf die Instution Fed zu projizieren.

 

Die Wachstumsschwäche Chinas

Die chinesische Wirtschaft reduziert ihr Wachstum nicht erst seit Trumps Zölle im Juni 2018. Der Aktienmarkt schwächelt schon seit 2015/2016 und hat in der Spitze schon über 30% verloren. Chinas hoch verschuldete Unternehmen (160% zum BIP), sich der Wachstumsschwelle von 50 nähernde Frühindikatoren – dies alles wurde hier schon mehrfach thematisiert. Ganz aktuell kamen Daten über Chinas Automarkt, dem größten der Welt, wo ein hochrangiger Regierungsvertreter im November warnte: „Chinas Automarkt schlittert in seine größte Krise seit 1998.“

Das Riesenreich hatte sich als Retter der Weltwirtschaft seit 2009 zum Motor derselben erwiesen und dabei im Tempo und im Schuldenmachen übertrieben. Klar steuert die chinesische Führung gegen den Einbruch durch Stützung des Aktienmarktes und Erleichterungen in der Kreditvergabe – aber bei gleichzeitiger Anordnung an die Unternehmen ihre exorbitanten Schulden zurückzufahren. Kann sich China hier eine Verschärfung des Zollstreits mit den USA überhaupt leisten?

 

Fazit:

Aus diesen ganzen Überlegungen wird aus meiner Sicht deutlich, dass es für das globale Wirtschaftswachstum sehr kritisch geworden ist. Aus dem „soft landing“ könnte in kürzester Zeit ein „hard landing“ werden, deshalb dürfen sich die beschriebenen drei Faktoren nicht akkumuliert verstärken. Die Zinskeule Donald Trumps auf 2,5%, zügige weitere Zinssteigerungen der Fed und ein Abgleiten der chinesischen Wirtschaft. Dann könnte aus einer Abbremsung der Wirtschaft eine Vollbremsung werden. Von China über die Emerging Markets nach Europa (speziell Deutschland) und nicht zuletzt in die USA. Dies ist allen Beteiligten bewusst und man wird aus meiner Sicht rasch irgendwie gegensteuern. Deshalb auch die Bedeutung des G20-Treffens, in der Vorbereitung und im Nachgang.

Aber, um von den Bären nicht missverstanden zu werden. Der Konjunkturzyklus in den USA befindet sich im Endstadium. Zinsen, die lange unterhalb der Inflationsrate lagen, verursachen ökonomische Blasen, die platzen müssen. Auslöser werden wieder einmal steigende Zinsen sein. Wo wir wieder einmal beim „ewigen Mysterium“ des Timings im Aktienmarkt wären.

 

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Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

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Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

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Rüdiger Born: Charttechnik bei Nasdaq und Gold

Rüdiger Born

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

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Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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