Anleihen

Email-Statement Endlich Klarheit: Bank of England beendet Anleihekäufe am Freitag – Marktreaktionen

Endlich Klarheit nach widersprüchlichen Aussagen. Die Bank of England beendet ihre Anleihekäufe am Freitag - hier dazu Marktreaktionen.

In der City of London hat auch die Bank of England ihren Sitz

Die Bank of England wird ihre Anleihekäufe über den 14. Oktober hinaus verlängern, oder doch nicht? Was für ein Chaos. Wir berichteten heute früh. Laut Financial Times gab es jüngst Aussagen des BOE-Chefs Bailey, dass eine Verlängerung angedacht ist um die Märkte weiter zu stützen. Aber jetzt gibt es endlich Klarheit. Bloomberg berichtete um 9:32 Uhr über ein Email-Statement der Bank of England. Darin wird geschrieben, dass die Anleihekäufe an diesem Freitag den 14. Oktober wie geplant enden werden. Die Story der FT kommentierte die Notenbank nicht.

FMW-Anmerkung dazu: Zack, damit ist Klarheit im Markt. Ab nächstem Montag wird die Bank of England (zumindest nach jetzigem Stand) die Märkte nicht weiter stützten. Die britischen Pensionskassen, die in den letzten Wochen durch schnell fallende Anleihekurse in arge Bedrängnis gerieten, haben jetzt also nur noch heute, Donnerstag und Freitag Zeit, ihre Portfolios in Ordnung zu bringen.

Aktuell sehen wir Marktreaktionen auf diese vor wenigen Minuten versendete Email der Bank of England. Das britische Pfund fällt gegenüber dem US-Dollar um 53 Pips. Die Rendite für zehnjährige britische Staatsanleihen fluktuiert seitdem von 4,46 auf 4,55 Prozent im Hoch, jetzt aktuell bei 4,51 Prozent. Der britische Aktienmarkt FTSE100 fällt nur minimal um 20 Punkte. Der Dax verliert seitdem 30 Punkte, der Dow auf CFD-Basis um 90 Punkte. Was wird am Montag geschehen, wenn die Bank of England ab dann den Markt wirklich nicht mehr stützten wird? Chaos, Crash?

FMW/Bloomberg



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

5 Kommentare

  1. Liebe Leser gebt gut acht, die Bank of England hat sich aus dem Staub gemacht.

    Und ist sie dann bald weg, versinkt der Karren dann im Dreck.

    Und ist der Staub dann verzogen, seit ihr um euer Erspartes betrogen.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und die Märkte werden entsprechend reagieren. Die Notenbanken sind der Urheber der Krise.

    Mit immer neuen geldpolitischen Maßnahmen haben sie die Märkte über 13 Jahre verwöhnt, teilweise trieben sie die Zinsen auf unter 0 Prozent ( EZB).

    In London entstand eine gewaltige Immobilien- und Aktienblase.
    Und natürlich sind auch die britischen Anleihen betroffen. Zur Jahrtausendwende war es völlig normal, für eine 30 Jährige ( Britische Staatsanleihe) über 6, 5 Prozent zu kassieren, dass lag damals 4 Prozent über der Inflationsrate.
    Aber durch die nicht endend wollende Niedrigzinspolitik der Bank of England ,sanken die Renditen von über 6,5 auf teilweise unter 1,5 Prozent.
    Nun da sich die Geldpolitik wieder normalisiert, stehen viele Projekte unter Wasser. Sie lohnen sich schlicht nicht mehr.
    Die Anleihen sind nur ein Opfer der Krise, Aktien, Kryptos und Immobilien werden folgen, bzw wie es neudeutsch heißt, „neu bepreist“ werden.
    Die Pensionskassen haben verban gespielt, wenn sie gehebelt agierten. Es war doch klar, dass die nicht endend wollende Niedrigzinspolitik der Bank of England irgendwann enden muss,wenn die Inflation zweistellig wird.
    Oder glaubten die ernsthaft, die Inflation macht einen Bogen um England….?
    Viel Spaß bei der „Neubewertung des Risikos“ !

    Die Zeiten des „Free Lunsch“ sind endgültig vorbei!

    1. @Sebastian

      Sie wiederholen einfach immer nur die Analysen von Fugmann, FMW-Mitarbeitern und anderen Experten.
      Wo liegt eigentlich der tiefere Sinn Ihrer repetitiven Zusammenfassungen von Tatsachen, die hier alle schon im Schlaf erzählen können?
      Wie wär‘s mal mit kurzweiligeren (und kürzeren) Kommentaren oder gar mit was Eigenem?

  3. @ Columbo, haben sie schon gezählt wie oft sie das immergleiche Bashing von Gold , gegen den Andalusienstar und Krall gemacht haben . Dr. Basti ist manchmal flexibel in seinen Ansichten aber immerhin geht es immer um die Sache und nie gegen Personen.

    1. @Doppelwumms

      Was ist langweiliger: Permanent trocken wiederholen und zusammenfassen, was andere, schlauere und humorvollere Menschen schon tausendmal erzählt haben oder eigene Meinungen, zugegeben manchmal etwas emotional, auszutauschen?
      Sorry, aber der Basti erinnert mich immer an einen Lehrer und einer etwas öden Schulstunde.
      Und @Doppelwumms, wenn Menschen miteinander kommunizieren geht es nie allein um die Sache, sondern immer auch um „Persönliches“, um Emotionen.
      Das ist ja das Salz in der Forumssuppe.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage