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Ölpreis bei 10 Dollar in 6-8 Jahren: Gewagte Prognose mit nachvollziehbarer Begründung!

Kennen Sie Chris Watling? Er ist Chef von „Longview Economics“. Vielleicht werden wir uns in einigen Jahren an seinen Namen erinnern als einen der wenigen Analysten, die mit so einer…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Kennen Sie Chris Watling? Er ist Chef von „Longview Economics“. Vielleicht werden wir uns in einigen Jahren an seinen Namen erinnern als einen der wenigen Analysten, die mit so einer (aus heutiger Sicht verrückten) Prognose aufwarteten. Ähnlich verrückt waren vor 2007 ja auch so einige wenige Analysten und Ökonomen, die vor dem totalen Zusammenbruch am US-Häusermarkt warnten…

Watling geht davon aus, dass der Ölpreis in den nächsten 6-8 Jahren auf 10 Dollar fallen wird. Als Grund nannte er heute gegenüber „CNBC“, dass 70% der Öl-Nachfrage vom Transportwesen stamme. Und die Elektroauto-Revolution werde den Ölmarkt jede Menge Nachfragevolumen kosten, um seine Worte mal sinngemäß wiederzugeben. Die Elektroauto-Story sei „sehr sehr wichtig“, so Watling. Er weist darauf hin, dass noch vor 120 Jahren die Welt nicht vom Öl abhängig war. Öl habe nicht immer die globale Wirtschaft angetrieben. Durch den schnellen Ausbau alternativer Energieformen änderten sich die Dinge eben.

Auch hat Gatling noch einen (bitterbösen?) Kommentar für die Saudis übrig. Denn nächstes Jahr werden sie ihren (einzigen) Staatsschatz beginnen an die Börse zu bringen, nämlich die ersten 5% der Anteile am saudischen Ölkonzern „Saudi-Aramco“, der gleichbedeutend ist mit der gesamten saudischen Ölförderung. Watling sagt hierzu, dass die Saudis sich mal lieber beeilen sollten ihre Anteile schnell loszuwerden, bevor der Ölpreis auf 10 Dollar falle. Nun ja… wenn er recht hat, bleiben noch ein paar Jahre um weitere Anteile auf den Markt zu werfen.

Zurück zum Ölpreis. Man bedenke, dass er seit 2014 von über 100 auf 25 Dollar in 2016 gefallen ist. Das lag aber nicht daran, dass die Menschen schon vor zwei Jahren ihren Hang für alternative Antriebe entdeckt haben. Nein, bei diesem Preis-Crash ging es nur darum, dass die US-Fracker die Angebotsseite mit ihrer Förderung massiv ausweiteten. Watling spricht heute aber von dem massiven bevorstehenden Einbruch auf der Nachfrageseite. Und die kann die Ölindustrie nicht regulieren, so wie sie es ständig mit der Angebotsseite versucht. Ob in 6-8 Jahren schon so ein Preisrutsch auf 10 Dollar kommen wird, wissen wir nicht! Aber hey, der Einbruch seit 2014 zeigt, dass sowas am Ölmarkt problemlos möglich ist.


Der WTI-Ölpreis seit 2007.

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Martin

    13. Oktober 2017 19:15 at 19:15

    Meiner Meinung nach wird sich das Elektroauto nur durchsetzen, wenn es ein paar helle Köpfe alltagstauglich machen. Sprich, normierte Wechselakkus. Das Projekt Better Place war seiner Zeit weit vorraus. Ist aber ne geniale Idee.

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      leftutti

      13. Oktober 2017 19:52 at 19:52

      Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Akku-Technik bei Elektroautos eher Käse und wenig effizient, wenn mal einmal alle Faktoren berücksichtigt: Ladezeit, Stromverbrauch und -erzeugung, Entsorgung der Akkus, Herstellung der Akkus.
      Elektroautos an sich sind fantastisch, nur sollten sie ihre Energie aus Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen beziehen:
      Statt CO2, Ruß und Feinstaub hinterlässt ein Wasserstoffauto lediglich ein paar Tropfen Wasser auf dem Asphalt. Automobilhersteller und Partner der Initiative Daimler, Toyota und BMW sind prinzipiell überzeugt von der smarten Technologie der neuen Automobile, die Wasserstoff tanken und ihren Strom an Bord mit einer Brennstoffzelle selbst produzieren.
      Autos mit Brennstoffzellen können schon heute mit nur einer Tankfüllung über 500 Kilometer weit fahren. Ein leerer Tank lässt sich in nur drei Minuten mit Wasserstoff füllen. Wer also auf ein Wasserstoffauto umsteigt, verliert weder Fahrspaß noch Reichweite.
      Wasserstoff ist nicht nur das leichteste und häufigste Element des Universums, sondern auch besonders vielfältig. Neben Treibstoff für Autos, Busse oder Roller ist er auch ein wichtiger Speicher für die Energiewende.
      Im Eigenheim werden Heizgeräte mit Brennstoffzellen schon bald Standard sein. Viele Handwerker und Endkunden sind laut einer Umfrage der GfK davon überzeugt, dass Brennstoffzellen-Heizgeräte eine echte Alternative für die eigenen vier Wände sind.
      Es scheint mir eher, man will mal wieder nicht forschen und weiterentwickeln, solange die alte Chose noch irgendwie weiter eiert.

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        Gerd

        14. Oktober 2017 09:47 at 09:47

        leftutti:
        „Statt CO2, Ruß und Feinstaub hinterlässt ein Wasserstoffauto lediglich ein paar Tropfen Wasser auf dem Asphalt.“

        Als lungengeschädigter Feinstaubexperte weise ich ständig auf den bedauerlichen Umstand hin, dass rund 75% des Feinstaubs beim PKW vom Abrieb der Reifen, des Straßenbelags und der Bremsbeläge stammt.

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          leftutti

          16. Oktober 2017 11:13 at 11:13

          @Gerd, selbst wenn Ihre Zahlen stimmen würden, was aber sehr umstritten ist und kontrovers diskutiert wird, verbleiben noch immer 25% Feinstaub, CO2 und Ruß vs. ein paar Tropfen Wasser.
          Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: Feinstaub -Emissionen des Straßenverkehrssektors: Die einzelnen Verursacher von PM10-Emissionen im Straßenverkehr sind schwere Diesel-Nutzfahrzeuge 26 %, Diesel-Pkw 22 %, leichte Diesel-Nutzfahrzeuge 7 %, Pkw mit Ottomotor 12 % sowie Reifenabrieb 19 %, Bremsabrieb 8 % und 6 % Sonstige.
          http://www.stmuv.bayern.de/themen/luftreinhaltung/verunreinigungen/feinstaub/emissionenpm10.htm
          Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub#Situation_in_Deutschland

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            Gerd

            16. Oktober 2017 11:56 at 11:56

            Ob meine Zahlen stimmen, weiß ich natürlich auch nicht.
            Habe ich ja auch nur über Google in den Berichten der Mainstreampresse gelesen. Und normalerweise misstraue ich denen ja bekanntlich.
            Aber auch die von Ihnen verlinkte Seite vom Bayrischen Umweltministerium spricht von nur 24%, die aus dem Auspuff kommen.

            Ich würde Ihrer Motorenversion aber trotzdem gerne zustimmen, weil ja genug andere Schadstoffe verhindert werden.

            Angenommen, die Zahlen würden einigermaßen verlässlich sein, müssten die eventuellen Fahrverbote dennoch ausgesprochen werden – eben wegen immer noch zuviel des Feinstaubs. Zumal das Umweltministerium ebenfalls erwähnt, „nur“ 57% der Feinstaubbelastung käme überhaupt vom Verkehr (Ich hatte woanders 20% gelesen).
            Bei unterstellten 57%Anteil würde die Gesamtfeinstaubbelastung nur um 10-15% sinken. Sehr bedauerlich, nicht nur für Menschen wie mich mit Atemproblemen.

            (Beim unbestätigten 20%Anteil des KFZ-Verkehrs sinkt die Gesamtbelastung sogar nur um rund 5%)

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          leftutti

          16. Oktober 2017 12:37 at 12:37

          @Gerd, das ist so nicht korrekt: Das Bayerische Umweltministerium spricht von 24%, die der Straßenverkehr (also der von Ihnen zitierte Feinstaub beim PKW am Gesamtausstoß, also mit Industrie, sonstigem Verkehr (Flug, Schiene, Schiff, Land- und Forstwirtschaft, Militär, Bau), Landwirtschaft und Haushalten ausmacht.
          Berücksichtigt man jedoch nur den Feinstaub beim PKW, auf den Sie sich ja beziehen, hat der von Ihnen genannte Abrieb einen Anteil von etwa 27%, nicht von 75%.

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            Gerd

            16. Oktober 2017 12:59 at 12:59

            Danke, leftutti, die schreiben das tatsächlich anders. Wie hoch der Anteil der Auspuffabgase an der gesamten Feinstaubbelastung des PKWs ist, steht da tatsächlich nicht.

            Da kann ich nur den Artikel aus der ZEIT vom Jahresanfang verlinken, die berufen sich auf Messungen, wo sogar nur 15% des PKW-Feinstaubs aus dem Auspuff kommen.http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/feinstaub-motoren-luftverschmutzung-reifen-abrieb-bremsen

            Wie meistens, wir wissen es nur ungenau.
            Erst wenn kein einziges Auto mit Verbrennungsmotor mehr unterwegs wäre, würden wir definitiv rausfinden, was Sache ist.

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            Michael

            16. Oktober 2017 17:41 at 17:41

            @Gerd, es passiert zwar nicht so oft, aber hier gehe ich konform mit Ihrer Meinung, sofern man als 100%-Bezugspunkt den Gesamtausstoß an Feinstaub aus allen Bereichen voraussetzt ;)
            Nimmt man mal die 24% aus dem Straßenverkehr und zieht davon noch gut ein Viertel für den Abrieb ab, so landen wir tatsächlich bei etwa 17 bis 18% des PKW-Feinstaubes aus dem Auspuff.
            Berücksichtigt man dann noch, dass davon lediglich 22% von Diesel-PKWs stammen, sind das nur noch lediglich etwa 4% der Gesamtbelastung. Und wer weiß, wie hoch davon der Anteil an den bösen älteren Dieselfahrzeugen ist?!
            Das ist mal wieder ein klassisches Musterbeispiel, wie Politiker an Probleme herangehen: An Heilige Kühe wie die Landwirtschaft, die Industrie, den Schwerlastverkehr, SUVs und andere sinnlos übermotorisierte PS-Boliden, an Militär, Bausektor oder Fluggesellschaften traut man sich nicht heran. Also sucht man sich einen Sündenbock, am besten einen, der keine Lobby hat und somit kaum Widerstand und Schwierigkeiten generieren kann.
            Wer wäre da besser geeignet als relativ „arme“ Steuerzahler und kleinere Unternehmen, die sich nicht alle zwei Jahre neue Autos leisten können. Und wenn die schon ein Vielfaches an Kfz-Steuern für ihre Fahrzeuge bezahlen müssen, kann man sie auch gleich noch an der Pranger stellen, verkündet und verbreitet seine glorreichen Lösungen laut und deutlich in der Presse und suhlt sich im Sonnenschein der wieder mal ach so effizienten Kompetenz.
            Ich möchte gar nicht wissen, wie viele externe „Profis“ an der sensationellen Expertise beteiligt wurden, und wie viele Millionen an Steuergeldern dieser Mist wieder verschlungen hat.

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            Gerd

            16. Oktober 2017 22:34 at 22:34

            @Michael, und ich muss sagen, dass ich jedesmal angenehm beeindruckt bin, wenn Sie z.B. die überdimensionierten SUVs erwähnen.
            Es mag ja durchaus gute Gründe für Geldige geben, sich so ein Riesentrum anzuschaffen. Wahrscheinlich sicherer als ein Kleinwagen. Aber wenn es schon um Sicherheit geht, dann sollten dafür auch eine Geschwindigkeitsbegrenzungen (ähnlich LKWs) vorgeschrieben sein, um auch andere Verkehrsteilnehmer in Kleinstwagen bei einem Unfall vor diesen Dingern besser zu schützen (so 30km/h innerorts, 60 auf Landstraße und 90 Autobahn; oder evtlauch ein klein wenig mehr).
            Das reduziert natürlich auch den Schadstoffausstoß.

            Und was selten bedacht wird, der Reifenabrieb (Feinstaub) ist bei denen i.d.R. auch größer als bei normalen PKWs.

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        Da

        15. Oktober 2017 06:37 at 06:37

        Sehr richtig! Solch professionelle Kommentare sind leider viel zu selten zu finden. Bin selbst seit einigen Jahren im Bereich F&E von Wasserstofftechnologien tätig und überzeugt davon, dass nur mit Wasserstoff der Weg aus dem fossilen Zeitalter möglich wird.

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          leftutti

          16. Oktober 2017 19:34 at 19:34

          @Da, ich bin davon bereits seit etwa 25 Jahren überzeugt, seit ich als Jugendlicher Magazine wie „Welt der Wissenschaft“, „GEO“ und Pendants aus dem englischsprachigen Raum gelesen hatte.
          Besonders optimistisch war ich während meiner Studienjahre Ende der 1990er, als gewaltige Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt wurden. Aktuell, 20 Jahre später, schippere ich als Wissenschaftler, einfach gesagt, im Rahmen eines langfristigen internationalen Forschungsauftrages zur Untersuchung der Veränderung der Meeresströmungen rund um Grönland bzw. um die Arktis und werte Untersuchungsergebnisse bzw. Messungen und Bohrungen aus. Und heute stelle ich leider fest, dass mein Optimismus eher dem Optimismus der Jugend, denn der Realität geschuldet war.
          Trotz eindeutiger und unwiderlegbarer Daten interessiert sich kaum ein Verantwortlicher aus Politik oder Wirtschaft ernsthaft für die Fakten der menschgemachten Klimaerwärmung und v. a. deren Folgen. Solange es genug Öl und Gas auf dem Planeten gibt, scheint es wichtiger zu sein, in F&E die Motorleistung bei gleichbleibendem Verbrauch von 16 Litern weiter zu trimmen, anstatt die dabei gewonnene Effizienz einem Verbrauch von 3 bis 6 Litern zukommen zu lassen.
          Obwohl der Anteil des Interesses und Budgets für F&E an den Wasserstofftechnologien im derzeitigen „Kaffekassen“niveau verbleibt, hoffe ich, dass Ihnen dennoch viele Forscher und Entwickler folgen werden. Auch wenn man Sie als linke und grüne Spinner aburteilen wird, bleiben Sie dabei, trotz aller Widrigkeiten nach besseren Alternativen zu suchen.

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            Martin

            16. Oktober 2017 21:24 at 21:24

            Hallo leftutti,
            was sagen Sie zu dieser Meinung—>https://www.youtube.com/watch?v=V6beNHuDBmc
            Ich finde es schon interessant. Wieso heißt Grönland (Günland) wenn es doch weiss ist. Es gab schon immer Klimaveränderungen (Warmzeiten und Kaltzeiten). Ob die jetzige Klimaveränderung wirklich vom Menschen verursacht wird?

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    Martin

    13. Oktober 2017 20:26 at 20:26

    Falsch!!
    Wie wird Wasserstoff erzeugt?—-> mit elektrischer Energie.
    Wie wird er gelagert?———-> unter Hochdruck im Minusbereich.
    Das ist alles zu kompliziert, unsicher, teuer und nicht Massentauglich.
    Hat Daimler ja schon probiert und bereits fast eingestellt.
    Wechselakkus sind die Lösung. Auf die Tankstelle fahren, Akku wechseln, Gebühr für Ladung und Akkunutzung zahlen, und weiterfahren. 10 Minuten für Wechsel und Zahlung und fertig. Wie die Dinger da geladen werden ist ja relativ (Nachtstrom, Solar, Windenergie, oder sie werden außerhalb der Stadt geladen). Ist aber durchaus massentauglich. Mit fest eingebauten Akkus wird es in absehbarer Zeit keinen Massenmarkt geben.

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      leftutti

      13. Oktober 2017 21:13 at 21:13

    • Avatar

      Michael

      13. Oktober 2017 23:07 at 23:07

      Interessant, aber wie soll das mit Wechselakkus funktionieren?
      Egal, welches Auto, die Teile wiegen doch utopisch viel und sind üblicherweise eher schwer zugänglich verbaut, z. B. ganz unten in der Mitte.
      Bei einem Tesla z.B. besteht der Akkupack aus: Das in einem Tesla Model 3 verbaute Akku-Pack mit einer Standard-Kapazität von 50kWh besteht aus 2976 einzelnen 2170er-Zellen, die zu sogenannten “Bricks” von je 31 Zellen gebündelt werden.
      Akku wechseln???? Fast 3000 Zellen??? Per Hand??? Gewicht???
      Wer macht das? Der Autobesitzer oder der Tankstellenbetreiber? Falls letzterer, hat dieser Tag und Nacht gerade den Kran oder den Bodybuilder oder die Kapazitäten zur Verfügung?
      10 Minuten für Wechsel und Zahlung und fertig. Selbst wenn das klappen würde, müsste das durchschnittlich alle 200 bis 300 km gemacht werden und löst noch immer nicht das von @leftutti Problem der Herstellung und Entsorgung der Akkus.

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        Martin

        16. Oktober 2017 20:39 at 20:39

        Wie es funktioniert hat steht hier—>https://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place
        Natürlich schraubt keiner einzelne Zellen unter den Wagen. Selbst die Ammis sind nicht so bescheuert (siehe Bilder Tesla Akkupack). Ein Akkupack muß unter Umständen ein demontierbarer, tragender Teil der Karosserie sein. Wird maschinel auf einem Laufband von unten entfernt und wieder untergeschraubt. Sollte jetzt kein technisches Hexenwerk sein. Das funktioniert natürlich nur mit einer Norm und ist gleichzeitig eine Vorgabe für die Fahrzeugbauer (wird vermutlich nicht kommen weil jeder seine eigene Suppe kocht). Für einen Großteil des Individualverkehrs (Auto mit Wohnwagen kann ich mir auch nicht vorstellen) könnte das eine Lösung sein. Zeithorizont bestimmt 20 Jahre.

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          Michael

          16. Oktober 2017 22:09 at 22:09

          @Martin, Ernsthaft jetzt??? :)) Ein Akkupack muß unter Umständen ein demontierbarer, tragender Teil der Karosserie sein. Wird maschinel auf einem Laufband von unten entfernt und wieder untergeschraubt. Von Robotern?? 10 Minuten für Wechsel und Zahlung und fertig. Kostenlos? Weltweit sandardisiert? Überall und an jeder Tankstelle gerade verfügbar? Auch im Urlaubsverkehr??
          Das klingt für mich nach dem smarten visionären Traumtänzer aus Wonderland, der Börsenheinis verzaubert und Tec Aktien in Warpgeschwindigkeit von einem ATH zum anderen katapultiert.
          Dann schon lieber mein großes Vorbild Jules Verne, der Grundsätzliches bereits vor 1875 begriffen hat:
          „Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“

  3. Avatar

    Jan

    13. Oktober 2017 23:21 at 23:21

    Batterien sind und bleiben schlimmer als der schlechteste Käse.
    Umweltverschmutzung hoch drei bei:
    1 . Gewinnung der seltene Materialien aus Wirtschaftlich ausgebeutete Länder
    2. Verarbeitung zu Batterie hochst umwelt unfreundlich
    3 Entsorgung weitestgehend so geklärt indem man der Dreck zurück zu den Mülldeponien der Herkunfländer bringt und dort Kinder die auseinander brechen lässt und deren Lebenserwartung auf 25 Jahre bringt.
    Dass wir grüne Politiker haben die sich mit Batterien in egal welcher Anwendung im Öffentlichen trauen ist schamhaft. Da sind Dieselfahrzeuge mit aktuellen Technik weitaus sauberer über den gesamten Produktzyklus. Nun so lange kann ja hier kaum einer überblicken. Aber entwickeln wir noch 10 Jahre. Vielleicht wird es dann besser.
    Gott sei dank lässt sich die dumme Masse lenken und kann man wieder was anderes verkaufen.
    Schade um unsere Arbeitsplätze in der Autobranche aber ist ja für ein guten Zweck.
    Endlich haben die Kinder in Afrika was zu tun ohne Schwere Ausbildung. Doppelt gespart!

  4. Avatar

    Steve

    14. Oktober 2017 21:04 at 21:04

    Humbug . wahrscheinlich ein bezahlter Propagandist für emobile.

    Um in 8jahren eine relevante Anzahl an Autos zu haben . müssten im schnitt jedes Jahr 10 mio davon gebaut werden . also 80 mio ..das doppelte des deutschen PKWbestandes.

    Alle mal lachen .

    Wer kauft die hübschen BMW i3 dann, wenn der Maschinenbau unter der absatzflaute leidet ?

    Und wo kommt eigentlich der Strom her wenn in 5 Jahren alle dt AKWs offline sind ?

    In 4jahren gibt es einen kleinen konservativen ruck nach rechts-neoliberal und dann wird bei Benz und co wieder PS zählen.

    Davon ab das sich eine xxxmilliarden$ Branche nicht freiwillig zum sterben hinlegt.

    Wenn die ersten Golfstaaten vor der Seite stehen …in 4jahren ? Werden die schon die Förderung kürzen .

    Ach ja … Je billiger das Benzin desto schlechter verkaufen sich teure eAutos .

    Eine sich-selbst-zerstörende-Prophezeihung

  5. Avatar

    burberg

    16. Oktober 2017 08:46 at 08:46

    Um bis 2030 auf eMobility umzustellen, müßte man die EEGs ver 4 fachen. Man kann natürlich auch AKWs, Gas- und Kohlekraftwerke zubauen, was ja irgendwie hirnrissig wäre. Ich glaube, es muß ein gesunder Mix sein. E Mobile im Stadtbereich, Ausbau der ÖFIs mit eBussen und Wasserstoffbussen. Überschüssiger Nachtstrom wird zu Wasserstoff, wobei man den ja vertanken kann, oder wieder zur Stromerzeugung nutzen kann. Es fehlt der Masterplan, denn auch Stromnetze müssen evtl. angepaßt werden. Den Wechselakku kann man vergessen. Nicht mal Ladegeräte für Handys sind einheitlich, wie soll das bei viel komplexeren Fahrzeugen klappen. Wie groß sollte denn wohl so ein Wechselakku-Lager sein, denn man muß ja auch in Urlaubszeiten parat sein. Wartezeiten von 10 Min. sind da illusorisch.

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Finanznews

Aktienmärkte: 1929, 1999, heute – Geschichte reimt sich! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – und so erinnert die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte an die Stimmung von 1929 (Boom kurz vor der Weltwirtschaftskrise) und 1999 (Dotcom-Blase). Die Erwartungen an die Wirtschaft nach der Coronakrise sind immens, eine perfekte Welt ist eingepreist. Gestern aber kurz vor US-Handelsschluß dann ein deutlicherer Rücksetzer, nachdem Pfizer bekannt gab, nur die Hälfte des Impfstoff-Volumens im Dezember liefern zu können. Eigentlich ist das ziemlich unbedeutend – zeigt aber, wie empfindlich die Aktienmärkte reagieren, wenn die Impfstoff-macht-alles-wieder-gut-Euphorie hinterfragt wird. Unterdessen verschärft sich die Coronakrise in den USA weiter mit neuen Rekorden, es drohen immer breitflächigere Lockdowns..

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Indizes

DAX daily: Die Wall Street hat ihren Auftritt während der Dax nur zuschaut

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im Theater der großen Wall Street bleibt dem Dax derzeit nur ein Zuschauerplatz. Während die US-Börsen von Allzeithoch zu Allzeithoch jagen, steht der deutsche Leitindex auf der Stelle und schaut zu. Am gestrigen Handelstag hat sowohl der S&P500, als auch der Nasdaq ein erneutes Rekordhoch erklommen. Währenddessen leidet der Dax unter dem weiter anziehenden Eurokurs, dieser nähert sich allmählich wieder der 1,22 US-Dollar Marke an. Zudem drücken Konjunktursorgen auf die Stimmung der Anleger. Die Wirtschaft muss aufgrund der neuerlichen Lockdown-Maßnahmen in vielen Länder ihren Tribut zahlen. Anders kann man die gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes nicht deuten. Diese liegen europaweit deutlich unter einem Wert von 50, was eine schwache Geschäftsentwicklung signalisiert.

Was passiert erst im Dax, wenn die US-Börsen in eine Konsolidierung übergehen? Der Leitindex schafft es ja nicht einmal mehr über die 13.300 anzusteigen, obwohl die Wall Street im Rally-Modus ist. Im gestrigen Handel verlor der Dax 60 Punkte (-0,45%) und schloss schließlich bei 13.252 Zählern. Damit ist das Hoch vom Montag bei 13.445 wieder etwas in die Ferne gerückt. Der Leitindex zeigt deutliche Ermüdungserscheinungen, zudem ist die nächste Handelswoche aus Sicht der Saisonalität auch keine gute Woche. Es riecht zwar schon nach Korrektur, aber noch ist nichts verloren. Zumindest so lange, wie die Wall Street ihr überschwängliches Schauspiel noch fortsetzt.

News und fundamentale Daten

Am gestrigen Abend hat die Nachricht über die Halbierung des Auslieferungsziels für den Impfstoff von Biontech/Pfizer die Märkte belastet. Probleme in der Lieferkette ermöglichen es nur die Hälfte der angedachten 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Die Aktienkurse von Pfizer (-1,8%) und Biontech (-2,5%) geben daraufhin nach.

Das heutige Highlight sind auf jeden Fall die US-Arbeitsmarktdaten. Um 14:30 Uhr werden die Anleger gespannt auf die Daten der Non Farm Payrolls schauen. Man geht zwar bereits von weniger neu geschaffenen Jobs aus, aber auch die Prognose von 469 Tsd. Stellen könnte unterboten werden. Zeitgleich erscheinen zudem noch die US-Handelsbilanz, die Daten der Exporte und Importe sowie die Auftragseingänge. Den Termin kann man sich somit als Trading-Event in seinem Kalender notieren. Die Volatilität dürfte ansteigen und folglich die US-Börsen und den Dax in Bewegung bringen.

Zuvor sehen wir heute aber auch noch Daten aus Deutschland. Vor wenigen Minuten wurden bereits die Auftragseingänge der Industrie veröffentlicht. Diese sind mit 2,9% deutlich besser wie erwartet ausgefallen (Prognose 1,5%; Vormonat 1,1%). Um 9:30 Uhr erscheint dann noch der IHS Markit Einkaufsmanagerindex für das Bauwesen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im Vergleich zu den starken US-Indizes ist es ein Trauerspiel, was der Dax diese Woche an Performance abgeliefert hat. Seit Montag geht es in kleinen Schritten abwärts. Von dem Hoch bei 13.445 sind wir heute Nacht im Tief bei 13.180 angekommen. Im frühen Handel notiert der Kurs wieder über der 13.200er Marke. Vielleicht gelingt es den US-Futures den Dax wieder mit hochzuziehen. Um nochmal die Oberseite anzugreifen, muss der Dax zunächst den Widerstand bei 13.270 überwinden. Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.325 und 13.370 ergeben.

Kann der Dax allerdings das gestrige Tagestief bei 13.232 nicht nachhaltig überwinden, dann sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen. Zunächst dürfte er das Nachttief bei 13.180 anlaufen, bevor an der 13.140 ein Unterstützungsbereich wartet. Dort könnte der Dax vorerst wieder drehen. Ansonsten kann es noch eine Etage tiefer gehen, bei 13.050 und 13.020 befinden sich dann die nächsten Unterstützungen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 04.12. - H1-Chart - Wall Street stark, Dax schwach

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.292 – Pivot Punkt R1

13.236 – Pivot Punkt

13.146 – Pivot Punk.t S1

13.090 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.232 – Tagestief 03.12.

13.180 – Nachttief

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.270 – ehemals US

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Märkte

Ölpreis im Fokus – OPEC+ mit Entscheidung über Fördermenge

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Öl-Pumpe vor Sonnenuntergang

Diese ganze Woche war der Ölpreis besonders stark im Fokus der Börsianer. Am Montag sollte sich die OPEC (Kartell für Erdölproduktion) eigentlich schon auf ihre Meinung für eine neue Öl-Fördermenge ab Januar einigen. Dann sollte die sogenannte Gruppe OPEC+ (Mitglieder der OPEC und externe Länder wie Russland etc) am Dienstag eine Gesamtentscheidung treffen. Aber die OPEC kam am Montag zu keiner Entscheidung, und das große Meeting der OPEC+ wurde auf heute vertagt. Seitdem weiß der Ölpreis nicht so wirklich, ob er steigen oder fallen soll. Aber jetzt haben wir endlich eine Entscheidung.

OPEC+ entscheidet sich für mehr Fördermenge

Eigentlich hoffte der Markt, dass OPEC+ ab Januar die Fördermenge für Öl nicht ausweiten würde. Das hätte dem Ölpreis womöglich mehr geholfen. Aber man hat sich ganz aktuell auf einen Kompromiss zwischen zwei Lagern geeinigt. Ab Januar werden die bisherigen Mengenkürzungen von insgesamt 7,7 Millionen Barrels pro Tag um 500.000 Barrels pro Tag auf 7,2 Mio reduziert. Es fließen also ab Januar offiziell 500.000 Barrels pro Tag mehr auf den Weltmarkt – eigentlich ist das eine Belastung für den Ölpreis.

Ab Januar sollen von OPEC und OPEC+ monatliche Treffen abgehalten werden, um die aktuelle Marktlage und eventuell weitere Anpassungen der Fördermenge zu prüfen. Bei diesen Treffen können weitere Reduzierungen der Kürzungen (also Produktionsausweitungen) um jeweils bis zu 500.000 Barrels pro Tag je Monat vorgenommen werden. Also könnte man ab Januar bis April maximal 2 Millionen Barrels pro Tag mehr Öl fördern.

Auch hat man heute beschlossen, dass diejenigen Teilnehmer dieser Vereinbarung bis Ende März 2021 die Fördermengen zusätzlich zu kürzen haben, die bisher zu viel Öl produziert hatten. Frage: Ob das wirklich funktioniert? Bisher gelang das nie so richtig, und weiterer Ärger bei OPEC und OPEC+ ist vorprogrammiert. Ehrlich gesagt (kleines FMW-Fazit): Das wirkt wie ein fauler Kompromiss, bei den Saudis und VAE ihre Zähne mit Pattex zusammenbeißen mussten. Man darf vermuten, dass Länder wie der Irak und einige andere munter drauf los fördern, und dass die Produktionssteigerung im Januar höher als 500.000 Barrels pro Tag ausfällt.

Szenarien für den Ölpreis

Das Szenario des großen Crash im Ölpreis, welches ich gestern erläutert hatte (siehe hier), scheint erstmal abgewendet zu sein. Aber man sollte nie vergessen: Es bleibt eine Möglichkeit in den nächsten Monaten, dass die Saudis über die vermutliche Disziplinlosigkeit anderer Förderländer so sauer sind, dass man seinen letzten Joker zieht, den Markt brutal mit viel zusätzlicher Fördermenge flutet und damit den Ölpreis zum Kollabieren bringt, wie man es schon im März tat. Dann würden die anderen Förderländer an den Verhandlungstisch kommen und wohl wieder zugänglicher für echte verbindliche Mengenkürzungen sein?

Aktuell notiert der WTI-Ölpreis mit 45,76 Dollar gut 50 Cents höher als noch vor ein paar Stunden. Diese jetzige Einigung auf mehr Fördermenge bewirkt also erstaunlicherweise keinen Abrutsch im Ölpreis. Abwarten, wie der Markt die Lage morgen einschätzt. Im Chart sehen wir den Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage

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