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Endspiel um Monte dei Paschi: EZB verweigert Verlängerung der Frist

Die in schwerem Fahrwasser befindliche Monte di Paschi bekommt von der EZB nicht mehr Zeit, um die geplante Erhöhung des Eigenkapitals durchzuführen. Jetzt wird es eng für Italiens Krisenbank Nr.1..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die in schwerem Fahrwasser befindliche Monte die Paschi bekommt von der EZB nicht mehr Zeit, um die geplante Erhöhung des Eigenkapitals durchzuführen – geplant war die Aufnahme von fünf Milliarden Euro. Zur Verbesserung der sogenannten „capital ratio“ will die Bank einen debt-to-equity swapt durchführen sowie die faulen Kredite im Volumen von 28 Milliarden Euro auslagern. Damit wird es deutlich wahrscheinlicher, dass Italien die Bank ausbailen muß, womit Aktionäre und Anleihehalter gemäß der Richtlinien massive Verluste erleiden würden.

Am Mittwoch hatte Monte die Paschi die EZB gebeten, die von der Notenbank bis Jahresende gesetzte Frist zur Erhöhung des Eigenkapitals zu verlängern, weil sich das Umfeld durch die Ablehnung des Referendums geändert habe. Das deutet darauf hin, dass die Bank offenkundig nicht in der Lage ist, nach der Niederlage Renzis die erforderlichen Gelder einzutreiben. Monte die Paschi hatte die EZB gebeten, die Fist bis zum 20.Januar zu verlängern.

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Der Sitz der Monte dei Paschi im Palazzo Salimbeni in Siena
Foto: Tango7174 – Eigenes Werk, GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8898309

Die EZB aber lehnt das laut Insidern ab – der Chef des ESM wiederum, Klaus Regling, sprach zu Reportern in Finnland, dass man keine Hilfsmaßnahmen vorbereite. Italiens Bankensektor sei in einer anderen Lage als spanische Banken im Jahr 2012 – damals hatten die Institutionen spanische Banken gestützt.

Aktien der Monte die Paschi, aber auch anderer angeschlagener Banken wie Mediobanca und Populare Milano rutschten darauf hin stark ab und wurden wegen Limit down vom Handel ausgesetzt. Das Führungsgremium von Monte die Paschi hat für 16.30Uhr ein Sondertreffen einberufen, um die Lage zu erörtern.

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Vom Handel ausgesetzt: die Aktien von Monte dei Paschi (BMPS)

Und die Risikoprämien für italienische Anleihen zu deutschen Anleihen schießen nach oben:

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Italien, derzeit führungslos, ist damit in einer ausweglos erscheinenden Situation: einerseits muss es den Untergang der Bank verhindern um Kundeneinlagen der Bank nicht zu gefährden, andererseits würde ein bail-out Italiens auf Kosten der Aktionäre und Anleihehalter gehen – und das sind vorwiegend Italiener bzw. italienische Unternehmen. In Italien war es gängige Praxis, dass im Gegenzug für eine Kreditzusage die Kunden „gebeten“ wurden, Anleihen der kreditgebenden Bank zu erwerben.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    9. Dezember 2016 15:37 at 15:37

    Die Bank ist nicht überlebensfähig, demzufolge ist die einzigste Konsequenz deren Abwicklung. Europa muss jetzt endlich Gas geben und den Bankensektor konsequent bereinigen anstatt Zombiebanken unnötig am Leben zu erhalten.

  2. Avatar

    leser

    9. Dezember 2016 17:58 at 17:58

    Das erklärt, weshalb es Renzi mit dem Rücktritt so eilig hatte…Freu mich schon auf Montag früh.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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