Europa

Energieintensive Industrie im Absturz – jüngste Erholung eine Illusion

Industrie und Energieintensive Industrie stürzen weiter ab. Details der offiziellen Statistik sind eine Absage an einen Hoffnungsschimmer.

Foto: Noomcpk-Freepik.com

Die Energieintensive Industrie erlebt seit Jahren einen strukturellen Niedergang in Deutschland. Seit dem Hochpunkt Ende 2017 bis März 2026 ist die gesamte Industrieproduktion in Deutschland in der offiziellen Statistik von 110,9 auf 91,2 Indexpunkte gesunken – ein dramatischer Rückgang um 17,76 %. Die Energieintensive Industrie (Chemie, Metall, Glas, Keramik, Steine und Erden, Papier und die Mineralölverarbeitung) schrumpfte im selben Zeitraum sogar um 20,64 %.


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Energieintensive Industrie deutlich getroffen durch Ukraine-Krieg

Das Statistische Bundesamt hat sich in einer heutigen Veröffentlichung auf die Entwicklung seit Anfang 2022 konzentriert, als der Ukraine-Krieg startete, der die Energiepreise deutlich ansteigen ließ. Seitdem schrumpfte die gesamte Industrieproduktion um 9,5 %. Die Energieintensive Industrie schrumpfte um 15,2 %.

Energieintensive Industrie mit langfristigem Produktionsrückgang

Das gesamte Bild

Blickt man auf das ganz große Bild, so muss man sehen: Seit 2018 läuft eine große Deindustrialisierung hierzulande. Immer mehr Bürokratie, hohe Lohnkosten und vor allem stetig steigende Energiekosten wirken als toxischer Mix, und vertreiben die Industrieproduktion aus Deutschland. Dann kam der Ukraine-Krieg und wirkte als „Brandbeschleuniger“ für diese Entwicklung. Jetzt setzen die Auswirkungen des Iran-Kriegs noch einen oben drauf. Energiepreise verteuerten sich schlagartig.

Aktuelle Erholung eine Illusion


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In der obigen Grafik sieht man jüngst einen Anstieg von 80 auf 83,8 Indexpunkte bei der Energieintensiven Industrie (rote Linie). Es geht also wieder aufwärts, die Wende ist eingeleitet? Dem ist nicht so. Ein Fake, eine Illusion. Denn die folgende Grafik zeigt: Durch die Bank befinden sich die wichtigen Branchen mit hohem Energiebedarf weiterhin im Keller. Nur ein plötzlicher starker Anstieg in der Mineralölverarbeitung zieht den Gesamtschnitt für die Energieintensive Industrie nach oben. Und Deutschland ist nun mal kein Exporteur von verarbeiteten Ölprodukten. Sie werden im Inland verbraucht. Und steigende Preise für Ölprodukte machen alles im Wirtschaftskreislauf teurer. Von daher ist ein Anstieg der Mineralölverarbeitung im Inland keine wirklich segensreiche Nachricht für die deutsche Volkswirtschaft.

Verheerende Produktionsrückgänge in kurzer Zeit

Hier heutige Detailangaben der staatlichen Statistiker für die Energieintensive Industrie in Deutschland: Am deutlichsten fiel der Produktionsrückgang in dem Wirtschaftszweig „Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden“ aus: Dieser verzeichnete im März 2026 ein Minus von 25,0 % gegenüber Februar 2022. Zu der Branche gehört auch die Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Kalksandstein, die einen besonders deutlichen Rückgang verzeichnete (-29,3 %). Auch in der Papierindustrie (-18,5 %) und in der chemischen Industrie (-18,1 %) ging die Produktion in diesem Zeitraum deutlich zurück. Etwas geringer fiel der Rückgang in der Metallerzeugung und -verarbeitung aus (-12,9 %). Eine Ausnahme bildet die Mineralölverarbeitung: Im Gegensatz zu den anderen energieintensive Energiezweigen stieg die Produktion in dieser Branche um 24,6 % gegenüber Februar 2022, nachdem dort seit Januar 2026 deutliche Zuwächse verzeichnet wurden.



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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25 Kommentare

  1. Es macht ja gute Fortschritte.
    Das Ziel, bis 2045 den Endenergieverbraucht um 45 % zu senken, kann eben nur so erreicht werden.
    Wenn alles super klappen würde/wird, dann beglückt Deutschland die Welt damit, dass 0,08 % des CO2 eingespart wird, für den Deutschland verantwortlich „war“.
    Gut das ich weit weg bin und mein Geld noch weiter.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Kleine Korrektur: bei dem jüngst verworfenen Extremszenario des IPCC, das, was in den Medien immer bemüht wird, läge der Anteil von Deutschland unter 0.000irgendwas%.

      Bei dem Modell, bei dem Deutschland 0,08% einspart, regnet es nur stärker.

      Die Absage des Weltuntergangs war in den alternativen Medien gerade Anlaß, sich den Unfug mal genauer anzusehen.

    2. @Helmut
      Die Reduktion des Endenergieverbrauchs bezieht sich auf das Basisjahr 2008. Die gesetzlichen Vorgaben zielen auf reine Energieeffizienz ab – und nicht auf einen Rückgang des Wirtschaftswachstums. Seither konnten bereits rund 13 % eingespart werden, während die Wirtschaft real um rund 15 % gewachsen ist.

      Nicht die Industrie ist hier das Problem, sondern der Verkehrs- und der private Gebäudesektor. Laut Daten des Umweltbundesamtes (UBA) wird der Endenergieverbrauch der privaten Haushalte zu etwa 66 % allein für Raumwärme aufgewendet. Nur durch Elektrifizierung via Wärmepumpen und E-Mobilität sinkt der Energiebedarf der betroffenen Heizungen und Antriebe durch den enormen physikalischen Wirkungsgradvorteil um rund 70 bis 75 %. Zusammen mit energetischen Sanierungen im Wohnungsbestand ergibt sich hier ein gigantisches Hebel- und Einsparpotenzial, mit dem die Effizienzziele bis 2045 im Alleingang erreicht werden können.

      Deutschland ist für einen wesentlich höheren Anteil an der atmosphärischen CO₂-Konzentration verantwortlich. Ihre 0,08 % sind ein völlig irrelevanter Wert im globalen Kohlenstoffkreislauf. Indem Sie den menschlichen CO₂-Ausstoß prozentual mit diesem riesigen, geschlossenen, natürlichen Kreislauf multiplizieren, verwechseln Sie Brutto-Flüsse mit Netto-Bilanzen – mit dem Ziel einer bewussten Lesertäuschung.

      Entscheidend für den Klimawandel ist einzig die vom Menschen permanent erhöhte Konzentration in der Atmosphäre. Aber das wurde Ihnen bekanntermaßen schon 100-mal von verschiedenen Lesern erklärt – offensichtlich ohne den geringsten Lerneffekt 🙄

      *********************

      @Felix
      Sie verwechseln da etwas ganz gewaltig in Ihrem unsinnigen Statment: Das IPCC hat das extreme Katastrophen-Szenario (SSP5-8.5 / RCP8.5 – ein extremes Doomsday-Szenario mit massiver Kohleverfeuerung und ohne jeden Klimaschutz) gestrichen, weil die weltweiten Klimaschutz- und Effizienzmaßnahmen der letzten Jahre die absolute Höllen-Trajektorie bereits unmöglich gemacht haben.

      Die Wissenschaft beweist hiermit den Teilerfolg realer, globaler Maßnahmen – Ihre „alternativen Medien“ verkaufen Ihnen das als Absage des Klimawandels. Schöner kann man sich nicht vorführen lassen. Als intelligenter Mensch merken Sie das selber, nicht wahr? 😉

      1. @Jonas
        Sie liegen völlig richtig – diese Behauptung von @Felix ist ein klassischer Mythos aus der Klimaleugner-Szene. Meiner Ansicht nach zeugt es von einer bedenklichen Entwicklung, wenn selbst intelligente und gebildete Menschen aus rein ideologischen Gründen unreflektiert solche Fake News und Halbwahrheiten verbreiten – ohne auch nur im Ansatz die Primärquellen zu berücksichtigen und einen differenzierten Blick auf das Gesamtbild zu werfen.

        Die Realität jedenfalls präsentiert sich genau spiegelverkehrt:

        In der Wissenschaft:
        Das Szenario wurde in der Klimaforschung sehr häufig genutzt. Aber nicht, weil Forscher dachten, dass es genau so eintrifft, sondern als eine Art «Stresstest» für Klimamodelle. Um zu sehen, wie Extremwetter, Meeresspiegel und Ökosysteme reagieren, benötigt man in Simulationen auch extreme Daten. SSP5-8.5 / RCP8.5 war ein theoretischer Risikobericht – und keine realistische Prognose oder sonderlich wahrscheinlicher Pfad.

        In den Publikumsmedien (Tagesschau, Zeitungen etc.):
        In der normalen Medienberichterstattung wurden fast ausschließlich die mittleren Szenarien (wie RCP4.5 oder SSP2-4.5) thematisiert. Artikel über das «2-Grad-Ziel» oder die aktuelle Trajektorie von derzeit ca. 2,5 bis 2,7 °C Erderwärmung bis 2100 basieren ausnahmslos auf diesen realistischeren mittleren Pfaden.

        Fazit:
        Die «alternativen Medien» haben hier einen weiteren Strohmann aufgebaut: Sie behaupten ohne jeden Realitätsbezug, die Medien hätten ständig mit einem 5-8 °C Weltuntergangsszenario (SSP5-8.5) unbegründete Ängste geschürt. Nun, da die Wissenschaft dieses überholte theoretische Szenario streicht, folgt stante pede das nächste Täuschungsmanöver – so als sei der gesamte Klimawandel Geschichte.

        Tatsächlich steuert die Erde nach aktuellen realen Daten und trotz aller Klimaschutzbemühungen immer noch auf gefährliche ca. 2,7 °C zu – der «Weltuntergang» im Sinne des absoluten Worst Cases ist zwar abgewendet, die reale Bedrohung durch die Klimaerwärmung bleibt aber genau so bestehen, wie sie die klassischen Medien seit Jahren seriös berichten.

  2. Solche Entwicklungen verlaufen stets exponentiell. Auch die Deindustrialisierung wird sich weiter beschleunigen und schließlich parabolisch ansteigen.

    An den Arbeitsentgelten liegt es jedoch sicher nicht. Die Arbeitsentgelte sind nicht zu hoch, sondern lediglich zu hoch mit Abgaben belastet, weshalb die Binnenwirtschaft nicht floriert.

  3. Der mittlerweile abgewählte Ministerpräsident Alexander Schweitzer tönte zurückliegend im Rahmen eines Fernsehinterviews etwas von einer Standortvereinbarung zwischen dem Chemieriesen BASF AG in der rheinland-pfälzischen Stadt Ludwigshafen und dem Ministerrat. Die Rahmenbedingungen sind aber wohl unzureichend. Am kommenden Montag wird MdL Gordon Schnieder wohl zum neuen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Sein Vorgänger Schweitzer nimmt ab dann im Rahmen seines neuen Amtes Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion im Landtag Rheinland-Pfalz Kraft Amtes an den Sitzungen des Ministerrates teil. Wenn ich mir jedoch den neuen rheinland-pfälzischen Koalitionsvertrag so anschaue, bin ich skeptisch, daß sich die Rahmenbedingungen für BASF verbessern werden, da im genannten Koalitionsvertrag der Bereich Außenwirtschaftspolitik keinen Stellenwert besitzt. Im bisherigen Ministerrat gab es eine Abteilung Außenwirtschaft.

  4. Interessantes Zahlenwerk Herr Kummerfeld, Danke.

    Allgemein glaubt man gerne der Statistik … die man selbst gefälschst hast.
    Damit lässt sich gegenüber Anderen, Dritten im Grundsatz „belegen“, was das menschgemachte jeweilige System inzwischen zu leisten bzw. nicht (mehr) zu leisten vermag.

    Dann könnte man (zeitnahe) das System zugunsten Eigeninteressen ändern oder eben zu Ungunsten Anderer, Dritter es so ausrichten, anpassen, dass nur Entscheider davon profitieren, aber niemals gemeinsam Alle.

    Das funktioniert doch prima.
    Doch beachte bitte mal die Wortzusammensetzung Funktion bzw irrt.
    Statistik und Mathe schafft es also uns mit „funktioniert“ doch in die Irre zu führen.

    So loben sich allen voran Friedrich Merz und die Seinen, dass es seit seinem Antritt zur Kanzlerschaft alles wieder in die besten Bahn3n kommt und zusehends besser funktioniert. Es war nach seiner Ansicht der beste „Herbst der Reformen“ – der aus meiner Sicht allerdings nie stattfand!
    Nun befinden wir uns im besten „Frühling der Reformen“ – wozu eigentlich noch mit diesem Kanzler Merz, Frage ich mich?
    Der „Ärmste“, er schafft doch sowieso schon so viel, weil er schon immer so viel geschafft hat!
    Oder etwas doch nicht?

    Viele Grüße aus Arnsberg (Ja genau der Ort wo nun einer weniger Anwesend ist, der vermutlich selbstbewußt meint das Stadtbild in Berlin zu verbessern)

  5. Hallo @ Jonas Tobsch
    Das geht sogar ohne Taschenrechner.
    96 % des in die Atmosphäre gelangenden CO2 ist natürlichen Ursprung.
    Von den 4 % menschengemachten CO2, ist Deutschland etwa zu 2 % verantwortlich.
    2 % von 4 % = 0,08 %.
    Ja, von 2008 gerechnet minus 45 %.
    Deutschland ist ja auch auf dem besten Weg den Endenergieverbrauch bis 2045 um 45 % zu senken und somit das Ziel zu erreichen, wenn die Produktion weiter so in andere Länder verlegt wird.
    Zumal die Deindustrialisierung sich immer weiter beschleunigen wird, denn die Menschen werden bei wachsender Verarmung immer weniger Industrieprodukte nachfragen.
    Was dann aber in alle Bereiche geht.
    Ich bin nun kein Anhänger der Grünen Sekte.
    Aber Ulrike Herrmann hat das sehr gut in ihrem Buch (das Ende des Kapitalismus) beschrieben.
    Nur so geht es.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut, den lernresistenten Milchmädchenrechner
      Um genau zu sein, sind es rund 95 %.

      Aber wie viel von diesen 95 % (= ca. 770 Gigatonnen CO₂ pro Jahr) nehmen die natürlichen Senken gleichzeitig wieder auf? Auch das geht ohne Taschenrechner: Es sind rund 794 Gt CO₂. Die Netto-Bilanz der Natur ist also negativ – sie reinigt im natürlichen Kreislauf die Atmosphäre jedes Jahr um rund 24 Gt CO₂.

      Warum steigt dann trotzdem Jahr für Jahr die CO₂-Konzentration in der Luft um rund 17 Gt (= 0,5 %)?
      Ganz einfach: Weil der Mensch jährlich ~40 Gt oben draufschüttet. Die Natur schluckt davon zwar tapfer einen Teil, ist aber völlig überlastet. Die verbleibenden 17 Gt sind zu 100 % menschengemacht. Dieser permanente Stau hat die CO₂-Konzentration historisch in relativ kurzer Zeit bereits um über 53 % nach oben getrieben.

      Deutschland stößt brutto jedes Jahr rund 640 Megatonnen an CO₂ aus. Davon verbleiben 280 Mt p.a. als permanenter Netto-Müll in der Atmosphäre, der dort jahrhundertelang nicht mehr abfließt.
      Basierend auf diesen echten Netto-Fakten dürfen Sie den Anteil Deutschlands nun gerne neu bewerten – ob mit oder ohne Taschenrechner bleibt Ihnen überlassen.

  6. Dafür ist die Industrieproduktion in China von 2017 bis Mitte 2026 real um etwa 50 bis 55 % gewachsen.
    Wobei China immer noch über 50 % des Strom aus Kohle herstellt.
    Wenn die chemische Industrie erst einmal aus Deutschland abgewandert ist, dann ist schon ein großer Brocken des jährlichen CO2- Ausstoß aus dem Land.
    Die USA bewerben sich ja auch mit billigen Strom bei deutschen Unternehmen.
    Es wird in den nächsten 19 Jahren noch einiges zusammenkommen, was an Industrie aus Deutschland abwandert.
    Zumal ja auch niemand mehr in diese Industrien in Deutschland investiert, denn chemische Industrieanlagen werden auf 50 Jahre geplant. Wer investiert dann noch für 19 Jahre?
    Bestehende Anlagen (die eigentlich in den nächsten Jahren modernisiert oder erneuert werden müssten) werden nur noch auf Verschleiß gefahren und ganz neue Anlagen werden im Ausland aufgebaut.
    Würde der Vorstand anders handeln, können er persönlich von den Aktionären haftbar gemacht werden.
    Zusammenfassend:
    Das Rad der Deindustrialisierung in Deutschland wird sich immer schneller drehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  7. Bullshit ,alles Bullshit ,Europa wird mit egal welchen Massnahmen gar nichts erreichen.

    Man kann die notwendigen Strommengen in Elektroform nicht mal transportieren . Und es existieren keine
    grünen Alternativen , EE sterben mit der Reduktion fossiler Stromerzeugung . Das sind die Fakten.

    Schon allein der Unterschied zwischen Primär und elektrischer Energie kann nicht aufgelöst werden.
    Dann sind wir noch lange nicht bei der Reduktion von CO2 der Großemittenten.
    Bullshit , Leute lasst euch nicht auf die Diskussion ein , es ist faktenfreie Zeitverschwendung.

    Teurer ,es ist nur teuer für die steuerzahlenden Bürger,wie der Name ja sagt,sonst nix.
    Die Grünen haben nicht verstanden ,dass es nur um die Mengenerhöhung des Spielchips fürs Casino geht.
    Wofür ist letztlich egal ,Klima,Corona,Krieg,niedrige Zinsen ,konsumtive Sozialausgaben ,Rüstung etc.etc.
    Hauptsache VIELE neue Schuldzettel,DARUM GEHTS , sonst garnüxxxxx.

    Sie verars……..alle……immer……

    1. @klempner
      Sollten Sie da nicht mit gutem Beispiel vorangehen und solche Diskussionen meiden – statt derart wütende und unflätige Kommentare abzusondern? 😘

      1. Liebe Anna , sie als Schreiberin hier ,alles gut, vorbildlich,ernsthaft. Nicht sie persölich ,sondern das ewige Thema ist ,inhaltlich quasi, komplett infantil.

        Das hat auch mit dumm oder schlau nix zu tun.

        Ich empfehle ,kümmert euch um eure Kohle , macht ein GinTonic mit Eis auf,Zigarre und vererbt soviel ihr könnt ,sodass eure Nachkommen ohne Arbeit ,soviel Abstand wie nur möglich zu diesen menschlichen Sümpfen haben .
        Sozialismus ist eine Illusion ,das ist ein PR Gag .

        Sie verars…….euch …….alle……..

        1. @klempner
          Warum adressieren Sie dann nicht denjenigen Kommentator, der dieses «ewig infantile Thema» gebetsmühlenartig spätestens alle drei Tage 🙄 mit nachweislichen Falschbehauptungen zur Debatte stellt?

          Im Übrigen bin ich nicht wirklich überzeugt, dass ein arbeits- und leistungsfreies Erben-Leben im Elfenbeinturm – mit viel Gin-Tonic und Zigarren – der charakterlichen sowie evolutionären Entwicklung förderlich ist. Ebenso wenig halte ich es für sinnvoll, dem Streben nach Geld und Hedonismus oberste Priorität im Leben einzuräumen. Dies steht in diametralem Widerspruch zu Werten wie Empathie oder Verantwortungsbewusstsein innerhalb einer sozialen Spezies.

          Und nicht zuletzt erkenne ich keinen Sinn darin, die Begriffe Klimaschutz und Sozialismus derart unreflektiert miteinander zu vermischen, wie es bei Ihnen regelmäßig der Fall ist – das erinnert einfach zu sehr an den abstrusen Kampfbegriff vom «Klimasozialismus», mit dem rechtslibertäre Egomanen regelmäßig konstruktive Diskurse bereits im Keim zu ersticken versuchen.

          P.S. Trotz aller Kritik bewundere ich Ihre dialektische Virtuosität: Nicht ich persönlich bin komplett infantil, sondern nur die Inhalte meiner Kommentare 😘

          1. @anna, tja, das mit dem Reflektieren ist so eine Sache . Mit dem was hier in der Welt so alles läuft, kann und will ich aus zeitlichen Gründen nicht schriftlich kommentieren . Es ist nicht meine Aufgabe
            mir einzubilden ,dass ich die Welt retten könnte. Ich schreibe höchstens etwas,wenn ich sehe ,dass
            ein Thema dazu fähig ist den Menschen unsinniger Weise an die Geldbörse gehen würde. Die Bürger haben es schon schwer genug einen minimalen Überblick zu behalten.Die letzten Jahre beweisen es, nahezu fast alles wird zu 180° faktenverdreht oder es wird direkt eine irrelevante Fragebasis festgelegt und abgelenkt,der sogenannte falsche Nenner.
            Beispiel: Man muss hunderte von Milliarden an die Ukraine verschenken ,WEIL sonst der Russe nach Deutschland oder Europa marschieren will.

            Mit vorzüglicher Hochachtung

            Ihr Klempner

          2. @klempner
            Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie aus Zeitmangel lieber bloße Behauptungen und schräge Interpretationen ohne jegliche Begründung und Belege posten. Das scheint inzwischen ohnehin ebenso State of the Art zu sein wie Ablenkungsmanöver, Nebelkerzen und abrupte Themenwechsel – ein Großteil aller Rechtspopulisten rund um den Globus macht das schließlich ungeniert genau so.

            Ich verstehe voll und ganz, dass zwischen Gin Tonic mit Zigarren, Hedonismus und Geldscheffeln keine Ressourcen für Reflexion, Differenzierung, Quellenkritik, Recherchen und dialektische Analysen verbleiben.

            Warum sollte man zum Beispiel Putins mehrfach wiederholten imperialistischen Absichten zur Wiederherstellung historischer Reichsgrenzen in Reden und Essays Glauben schenken? Schließlich hat er einen Tag vor dem Überfall bezüglich seiner Nicht-Invasionsabsichten gegenüber der Ukraine ebenso gelogen wie beim Budapester Memorandum, den Minsk-Abkommen oder der «sicheren» Gasversorgung Europas.

            Der korrekte «Nenner» wäre demnach: Man darf die Ukraine nicht unterstützen, WEIL man damit den Russen erst dahingehend provoziert, weitere Länder zu überfallen. Oder: WEIL Putin ständig lügt, muss niemand hunderte von Milliarden an die Ukraine verschenken.

            Indem es mir mit Ihrer Hilfe nun gelungen ist, meine Perspektive um 180° in verqueres Denken zu ändern und all die falschen Zähler in einen korrekten Nenner zu transformieren, ist es sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis ich auch den offensichtlichen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und sozialistischer Enteignung verstanden und internalisiert haben werde.

            Meine Geldbörse ist Ihnen zu ewigem Dank verpflichtet 😘

          3. Anna Luisa

            Wo hat Putin hinsichtlich Minsk gelogen? Minsk umzusetzen lag an der Ukraine, die hat das Gegenteil getan. Die westlichen Garantiemächte haben nichts unternommen, um Druck auf die Ukraine zu erzeugen.

            Zum Budapester Memorandum gehört auch die Aussage Russlands, dass sich die Ukraine nicht gegen Russland wenden dürfte. Man kann zumindest nachvollziehen, dass der Eindruck entstanden ist.

            Und die Nummer mit dem „nein, wir machen nichts“, nachdem die Armee schon aufmarschiert ist und das eigene Ultimatum nicht mal aufgegriffen worden ist, um einen Gegenvorschlag zu unterbreiten, läuft in Militärkreisen als Witz.

          4. @Felix
            Schön, dass sich der nächste Advokat mit dem Kreml-Handbuch als Oberste Direktive einreiht. Schauen wir uns Ihre Mythen einmal im Lichte der tatsächlichen Geschichte an:

            Zum Thema Minsk II:
            Der Vertrag forderte als allerersten Punkt eine «unverzügliche Waffenruhe» ab dem 15. Februar 2015. Russland und seine Stellvertreter-Milizen brachen diese noch, bevor die Tinte auf dem unterzeichneten Papier trocken war – indem sie eine massive Großoffensive auf die ukrainische Stadt Debalzewe starteten und diese völkerrechtswidrig einnahmen. Der Kreml weigerte sich zudem jahrelang, Punkt 10 (Abzug ausländischer Truppen) umzusetzen, während er sich dreist als bloßer «Vermittler» inszenierte.
            https://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/ukraine/11408266/Minsk-agreement-on-Ukraine-crisis-text-in-full.html
            https://en.wikipedia.org/wiki/Minsk_agreements#cite_note-OSCEfulltext-40

            Budapester Memorandum:
            Bezüglich dieses Abkommens empfehle ich einen Blick in den echten Vertragstext statt in Telegram-Kanäle und andere alternative Medien. Die sechs kurzen Punkte enthalten keinerlei Klauseln darüber, dass sich die Ukraine «nicht gegen Russland wenden darf» oder ihre Bündniswahl eingeschränkt ist. Russland hat sich vielmehr bedingungslos dazu verpflichtet, die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Ukraine zu achten.

            Hörensagen, skurrile Interpretationen, angebliche Aussagen und eventuell entstehende Eindrücke sind möglicherweise in russischen Militärkreisen und -blogs von Relevanz – dem tatsächlichen Charakter eines «Memorandums» (schriftlich in Erinnerung bringen; Erinnerungsnotiz) werden sie auf keinen Fall gerecht.
            https://nsarchive.gwu.edu/document/32106-1-budapest-memorandum

            Zum Truppenaufmarsch 2022:
            Ein «Ultimatum» zu stellen, das den faktischen und vollständigen Rückzug der NATO aus ganz Osteuropa (auf den Stand von 1997) fordert, um parallel bei den Friedensbesuchen westlicher Staatschefs in Moskau dreist zu beteuern, man plane «absolut keine Invasion», ist kein militärischer Witz – es ist schlicht das bewusste Vorspielen falscher Tatsachen vor einem völkerrechtswidrig angezettelten Angriffskrieg.

            Aber ich verstehe natürlich auch Ihr Dilemma: Wenn die Faktenlage derart erdrückend am eigenen Weltbild hämmert, bleibt letztendlich nur der kreative Revisionismus von Verträgen und Geschichte 😘

    2. @klempner, zwei Aussagen aus Ihrem intelligenten und zugleich hoch emotionalen Kommentar bedürfen einer näheren Begründung:

      “1. EE sterben mit der Reduktion fossiler Stromerzeugung . Das sind die Fakten.“
      Auf welche Fakten genau spielen Sie damit an? Bleiben Windräder plötzlich stehen und liefern Solarmodule keinen Strom mehr, sobald Kohlekraftwerke vom Netz gehen? Oder können sie nicht länger produziert werden, weil der Strom dafür fehlt?

      “2. Schon allein der Unterschied zwischen Primär und elektrischer Energie kann nicht aufgelöst werden.“
      Dafür besteht auch nicht der geringste Anlass. Entscheidend ist, dass der Primär- und Endenergiebedarf durch Elektrifizierung drastisch gesenkt wird. Der gigantische Berg an benötigter Energie schrumpft massiv zusammen, weil die enormen Verbrennungsverluste fossiler Kraftwerke und Motoren wegfallen. Gleichzeitig werden kostenlose Umweltenergien aus Sonne, Wind, Luft und Erde höchst effizient direkt in Strom und Wärme umgewandelt.

      Möglicherweise sehen Sie das völlig anders. Womöglich steckt hinter Ihren ganzheitlichen Warnungen vor Abzocke durch Klima, Corona, Kriege, Zinspolitik und Verteidigungsfähigkeit eine Weisheit, zu der die menschliche Evolution bis dato nur wenigen Auserwählten Zugang gewährt?

      Umso wichtiger wäre es, Ihre persönlichen Erleuchtungen mit anderen zu teilen – statt Diskussionen zu blockieren. Denn nur Abschottung und Spaltung ist faktenfreie Zeitverschwendung.

  8. Hallo @ klempner
    Das ist richtig.
    Selbst die Stromleitungen unter den Bürgersteigen in den Städten reichen nicht.
    Aber- willst Du den Öko- Sozialisten das hier erklären???
    Sozialisten kann man nichts zu ihrer Ideologie erklären.
    Das ist noch nie gelungen.
    Die müssen ganz einfach die Erfahrungen machen und auf die Schnauze fallen.
    Das wird richtig großes Kino.
    Ganz viel Popcorn bereit halten.
    Hauptsache ich bin weit weg.
    Und mein Geld noch weiter.
    Denn es wird alles sehr, sehr teuer werden in Deutschland.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  9. Jonas Tobsch
    Das ist doch nur Gelaber.
    Von den 96 oder 95% verschwindet derselben Anteil dort, wie Du es beschrieben hast.
    Aber auch der Anteil von den 0,08 % wofür Deutschland verantwortlich ist.
    Nur— das 4 % menschengemachte CO2, das dann auch noch teilweise verschwindet, bringt den Planeten um?
    Das können die Ökosozialisten auch nur den ganzen, ganz Dummen erzählen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut
      Genau deshalb erzähle ich es ja auch Ihnen 😉

      Die atmosphärische CO₂-Konzentration erhöht sich beim derzeitigen Tempo alle 15 Jahre um 10 %. In etwa 25 Jahren werden wir mit 500 ppm das historische Maximum seit Jahrmillionen erreicht haben. Was früher hunderttausende oder Millionen von Jahren dauerte, schaffen wir im Handumdrehen.

      Den Planeten bringt das natürlich nicht um – so etwas hat nie jemand behauptet, das ist lediglich eine populistisch überspitzte Interpretation von Ihnen. Aber es wird viele Menschen und Tiere das Leben kosten, zulasten der Biodiversität gehen, große Gebiete unbewohnbar machen und zu gewaltigen Extremwetterereignissen führen.

      Gut, dass Sie weit weg sind, und Ihr Gold noch weiter … in dem Fall sollten Sie allerdings den Mars bevorzugen.

  10. …Bosch gibt Deutschland strukturell auf, doch keiner redet darüber – FOCUS online https://share.google/ggpltFc6cMvzWJXiP

    Wie soll eine Deindustrialisierung von Deutschland denn sonst funktionieren?
    Auch der Endenergieverbrauch soll bis 2045 um 45 % gesenkt werden.
    Da bleibt der Industrie keine andere Wahl.
    Es sind nur noch 19 Jahre.
    Und die Schlinge wird sich schon viele Jahre vorher zugezogen haben.
    Neue Industrieanlagen und deren Modernisierung werden aber auf bis zu 50 Jahre geplant.
    Heute wird schon über zu wenig vorhandene Leitungskapazität beim Strom geklagt. Dabei fahren mal gerade nur etwa 3 % der deutschen Privathaushalte ein Elektroauto und nur etwa 6 % der Wohnungen werden mit Wärmepumpen versorgt.
    Wieviel der etwa 400.000 km Bürgersteig müssen aufgerissen werden, damit die Stromleitungen verstärkt werden können?
    Das wird/würde Billionen kosten.
    Wer in so einem Umfeld als Vorstand einer AG noch den Ausbau der Industrieanlagen in Deutschland durchsetzt, wird von den Aktionären auch privat dafür haftbar gemacht.
    Mal sehen, wie lange das ganze Desaster noch mit Sondervermögen, neuen Schulden, Steuererhöhungen und Kürzungen, zumindest teilweise verschleiert werden kann.
    Und glaubt mal nicht, dass die AfD Deutschland mit einem „Ruck“ retten kann. Dafür steckt die Karre zu tief im Dreck.
    Aber der Anfang muss gemacht werden.
    Und dazu gehört auch, dass nicht weiter versucht werden sollte, die etwa 0,08 % des CO2 einzusparen, für die Deutschland verantwortlich ist.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Der verlinkte FOCUS-Artikel bringt die Fakten kurz und bündig auf den Punkt: Die genialen deutschen Verantwortungs- und Entscheidungsträger haben den offensichtlichen Wandel und die notwendigen Veränderungen seit mehr als 20 Jahren schlicht verpennt.

      Tatsächlich müssten sie von Aktionären dafür auch privat haftbar gemacht werden – doch wer den Artikel auch über die Headline hinaus liest, weiß, dass es bei Bosch keine Aktionäre gibt.

      Automobil-Analyst Stefan Bratzel fasst es so zusammen: „Die Zulieferer haben die Branchenveränderungen völlig falsch eingeschätzt.“
      Bosch hat volle Exposure im schrumpfenden Verbrenner-Markt. Und unzureichende Exposure in den Märkten, die stattdessen wachsen. Das ist die Lücke, die jetzt in der Bilanz sichtbar wird.

      Parallel sucht man neue Geschäftsfelder abseits des Autogeschäfts. 2025 haben sie für rund 7,4 Mrd. € das Klimatechnik-Geschäft von Johnson Controls übernommen. Der größte Zukauf der Firmengeschichte. Und ein sichtbarer Schritt raus aus der Abhängigkeit von Mobility.

      Bosch ist anders gebaut ist als die meisten Unternehmen. Keine Aktionäre. Keine Quartalsberichte. Kein Druck vom Kapitalmarkt.

  11. Hallo @ Jonas Tobsch
    Für Irrtümer und falsche Einschätzungen, können keine Vorstände (auch nicht privat) haftbar gemacht werden.
    Wohl aber, wenn sie so offensichtlich und damit vorsätzlich (und auch noch im Grundgesetz verankert ist) z. B. die Gegebenheiten ingnorieren, dass spätestens ab 2045 die chemische Industrie abschließen kann, wenn sie nicht schon fort sind.
    Warum das so ist, kann Dir jeder Auszubildende im 1. Lehrjahr zum Kaufmann erklären.
    Denn dann werden die Auszubildenden sicherlich schon die Themen lineare und progressive Abschreibung durchgenommen haben und wie sich beide Abschreibungen darauf auswirken, wenn der Abschreibungszeitraum von etwa 50 Jahre, auf etwa 19 Jahre verkürzt wird.
    Und zusätzlich noch die bekannten Gegebenheiten, die ja nun jeden Tag nun selbst durch die ÖRR gehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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