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Jim Rickards rechnet mit Deutschland ab „Die globale Energiekrise vernichtet unsere Existenzgrundlagen“

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

der Guru aus den USA, Jim Rickards, gibt uns jetzt harte Breitseiten. Er rechnet schonungslos mit dem deutschen Standort ab. Die folgende Worte werden wir nicht gerne lesen. Trotzdem, Wunschdenken hilft uns als Börsianer nicht weiter. Wir müssen seine provokativen Standpunkte kennen, um unsere eigene Analyse zu schärfen. Viele seiner Aussage lehne ich ab, einige allerdings sind für uns von höchster Relevanz.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Alexander von Parseval
Analyst und Vermögensberater

Gastbeitrag von Jim Rickards

23. August 2022

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

Der Krieg in der Ukraine zieht sich nun schon seit sechs Monaten hin und wird wahrscheinlich noch viele Monate oder sogar Jahre andauern, wenn die USA ihre Politik des „Kampfes bis zum letzten Ukrainer“ nicht beenden.

Die Aufmerksamkeitsspanne ist geschrumpft. Die Bevölkerung hat sich an die Energiepreisschocks gewöhnt (in der Tat sind die Energiepreise im letzten Monat stark gesunken). Es hat sich eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Krieg eingestellt. Doch das ist ein großer Fehler. In Wirklichkeit stehen die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges erst noch bevor.

Europa hat bei seinen Bemühungen um eine Diversifizierung der Energieversorgung weg von Russland völlig versagt. Es ist nicht viel zusätzliches Öl verfügbar. Auch Erdgas ist knapp, was zum Teil auf die Energiewende hin zu erneuerbaren Energieträgern zurückzuführen ist.

Inzwischen hat Putin die Erdgaslieferungen nach Westeuropa schrittweise reduziert. Deutschland verlässt sich auf seine Energiereserven, auch wenn der Winter naht und die russischen Lieferungen zurückgehen.

In Deutschland könnten nicht nur Kohlekraftwerke wieder in Betrieb genommen werden, die Bevölkerung beginnt auch Brennholz zu horten. Deutschland ist auf dem Weg von der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt sowie einem der größten Exporteure von High-Tech-Geräten zu einer neolithischen Abhängigkeit von Kohle und Brennholz.

Politisches Gerede

Die Befürworter dieser Politik behaupten, dass die deutschen Gasspeicher zu 75 % gefüllt sind und dieses Ziel früher als geplant erreicht wurde. Das klingt wie eine gute Nachricht. Das Erreichen eines Ziels von 75 % vor dem Zeitplan klingt so, als ob Deutschland vor dem Winter in einer ziemlich guten Verfassung sein wird.

Doch die Fakten zeigen eine ganz andere Situation. Die deutsche Gasspeicherkapazität beträgt 23,3 Milliarden Kubikmeter. Tatsächlichen wurden im Jahr 2021 aber 100 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht. Die Speichermenge deckt also gerade einmal ein Fünftel der erforderlichen Gasmenge ab. Mit anderen Worten: Das Speicherziel von 75 % entspricht 75 % von 20 % des tatsächlich verbrauchten Gases, also nur 15 % des benötigten Gases. Es verbleibt also ein Defizit von 85 %, das nur durch weitere Lieferungen aus Russland gedeckt werden kann.

Putin hat jedoch die Lieferungen bereits auf nur 20 % der eigentlichen Kapazität reduziert und wird sie in den kommenden Monaten möglicherweise noch weiter drosseln. Deutschland steuert also immer noch auf eine Energiekrise zu.

Aber es ist den Preis wert!

Die Befürworter von Sanktionen behaupten, sie seien notwendig, um Russland wirtschaftlich zu schaden. Das ist in Ordnung, aber Russland hatte wenig Schwierigkeiten, seine Erdöl- und Erdgasexporte auf willige Abnehmer, darunter Indien und China, umzulenken.

Es gibt zwar einige logistische Probleme und Russland hat auf Preisnachlässe zurückgegriffen, aber der Energiefluss aus Russland hält an. Ebenso der Geldfluss nach Russland in Höhe von 21 Milliarden Dollar pro Monat. Dies gibt Russland die Möglichkeit, die Energielieferungen nach Westeuropa zu unterbrechen, ohne seine eigene Wirtschaft zu schädigen.

Irgendwann in diesem Winter wird Deutschland die Produktion einstellen müssen, das wenige verfügbare Erdgas rationieren und die Verbraucher auffordern, die Heizungen herunterzudrehen. Das ist ein trauriger Zustand für eine große Volkswirtschaft, aber so ist es eben, wenn Ideologen im Amt sind. Es gibt noch eine weitere…..

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3 Kommentare

  1. Die USA und ihre Politik bis zum letzten Ukrainer!Warum meinen geisteskranke deutsche Politiker a la Strack-Zimmermann die“ Endlösung“ in unendlicher Liefermenge „Schwerer Waffen“ an die Ukraine zu sehen!Der „böse Russe“,wird sich verdient wehren und unseren grosskotzigen „Ton-Steine -Scherben-Politikern schon zeigen wer Eier hat und wer nicht.Ich bin Ü 60 und in einem Haus BJ.1902 mit permanent gefrorenen Dünnstscheiben über die Wintermonate hin,aufgewachsen.Ich kenne auch den Kretschmännischen Waschlappen und die Badewannenhierarchie der 60iger.Hat’s mir geschadet-Ich denke nein.Deswegen entsetzt es mich ,dass daraus ein derartiges Drama entwickelt wird.Für mich gilt.dass meine Demokratie weder am Hindukusch,noch in Mali und schon gar nicht im korruptesten europäischen Staat verteidigt werden muss!P.s.Ich habe ein Haus im Spessart mit Holzrecht,fetter PV- und solarunterstützter Brauchwasseranlage. Mir wird das zu Recht frierende Deutschland am Arsch vorbei gehen.Dass 71% der Deutschen die Ukraine bedingungslos weiter unterstützen wollen kann ich zwar nicht verstehen,es ist mir aber egal!Etliche der 71% haben jedoch Nachhilfebedarf in Basismathematik.So weit,so schlecht.

  2. Peter Rudolf Vavak

    Zuerst Waffen liefern,und dann jammern das kein Gas kommt ! Zuerst denken und dann handeln! Ungarn hat das richtig gemacht, Orban schaut zuerst aufs Volk!

  3. Warum schreibt keiner über die wahren Gründe des Krieges.Die Amerikaner haben ihn angezettelt.Die Ukrainer dienen als Kanonenfutter,Selenski macht sich die Taschen voll.Und wir sollen frieren?Vielen Dank an die Grünen.Die nächsten Wahlen kommen!

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