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Europa

Enorme Zuwächse im deutschen Außenhandel – Importe wachsen noch stärker als Exporte

Redaktion

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Der deutsche Außenhandel boomt wie wild. Die Exporte explodieren immer weiter. Aber weil seit einiger Zeit die Importe noch schneller ansteigen als die Exporte, schrumpft der Außenhandelsüberschuss etwas zusammen (sichtbar rechts in der ersten Grafik). Dennoch ist er aktuell mit +16,5 Milliarden Euro im Juli immer noch sehr groß (+18,8 im Juli 2017).

Die Exporte wuchsen im Juli im Jahresvergleich um 7,6% (Vormonat +7,8%). Die Importe stiegen um 12% (Vormonat +10,3%). Auch die sogenannte „Leistungsbilanz“, die alle Waren und Geldflüsse berücksichtigt, schrumpft etwas, bleibt aber immer noch deutlich im Plus. Zitat Statistisches Bundesamt:

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+17,7 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-4,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juli 2018 mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Im Juli 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

Es ist im großen Bild gesehen ein einheitliches Muster. Egal ob Außenhandel mit Eurozone, Gesamt-EU oder mit dem Ausland außerhalb der EU. Immer gibt es einen Überschuss für Deutschland, und immer steigen die deutschen Importe schneller als die Exporte. Zitat:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 64,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juli 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 8,0 % und die Importe aus diesen Ländern um 10,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 41,5 Milliarden Euro (+9,5 %) geliefert und Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro (+14,1 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro (+5,5 %) exportiert und Waren im Wert von 17,6 Milliarden Euro (+4,8 %) von dort importiert. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2018 Waren im Wert von 46,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 7,1 % zu, die Importe von dort stiegen um 13,6 %.

Außenhandel

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone dritten Monat in Deflation, BIP besser als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Soeben wurden als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Jahresvergleich sinken sie um 0,3 Prozent nach -0,3 Prozent und -0,2 Prozent in den beiden vorigen Monaten. Also sehen wir den dritten Monat in Folge Deflation! Das Minus der Energiepreise wird wieder größer mit -8,4 Prozent im Jahresvergleich. Die Verbraucherpreise für Lebensmittel können von +1,8 Prozent auf +2,0 Prozent sogar zulegen, aber die Energie zieht den Schnitt weiter runter. Der Schnitt wird auch durch die deutsche Mehrwertsteuersenkung (wirksam seit Juli) negativ beeinflusst.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise in der Eurozone im Oktober

BIP für Eurozone weniger schlimm als gedacht

Zusammen mit den Verbraucherpreisen wurden vorhin auch frische Daten für das Eurozonen-Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal veröffentlicht. Die Wirtschaftsleistung wächst im Quartalsvergleich um 12,7 Prozent (+9 Prozent erwartet). Im Jahresvergleich ist es ein Minus von 4,3 Prozent (-7 Prozent erwartet). Also wie beim deutschen BIP – die Lage scheint etwas weniger schlimm zu sein als erwartet.

Grafik zeigt BIP in Eurozone

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Europa

Aktuell: BIP Deutschland besser – Lagarde hatte es „geleaked“

Markus Fugmann

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Das BIP in Deutschland (1.Veröffentlichung 3.Quartal) ist zum Vorquartal mit +8,2% besser ausgefallen wie erwartet (Prognose war +7,3%).

Zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt) sank das deutsche BIP um –4,2% (Prognose war -5,2%).

Damit wie in Frankreich die Erwartungen übertroffen – Christine Lagarde hatte das gestern auf der EZB-PK bereits „geleaked“..

Dazu schreibt Destatis:

„Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 2. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 8,2 % gestiegen. Das Wachstum war sowohl von höheren privaten Konsumausgaben, mehr Investitionen in Ausrüstungen als auch von stark gestiegenen Exporten getragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die deutsche Wirtschaft damit nach dem historischen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im 2. Quartal 2020 infolge der einsetzenden Corona-Pandemie zwar deutlich gewachsen. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Quartal vor der globalen Corona-Krise, lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im 3. Quartal 2020 jedoch 4,2 % niedriger. „

Das BIP in Deutschland erholt sich zum Vorquartal

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Europa

Einzelhandelsumsätze in der Krise: Viele Gewinner, ein Verlierer

Claudio Kummerfeld

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Leeres Einkaufszentrum

Die Einzelhandelsumsätze haben in der Coronakrise nicht gelitten. Sie ziehen sogar deutlich an. Wenn man nachdenkt, kommt man schnell drauf. Die Menschen gehen deutlich seltener ins Restaurant, in Bars, auf Events etc. Folglich wird deutlich mehr zuhause gekocht. Folglich werden mehr Lebensmittel eingekauft als im Vorjahr. Diesen Effekt sieht man in den heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts.

Im September lagen die gesamten Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat 6,5 Prozent höher. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im September 2020 kalender- und saisonbereinigt real 2,8 Prozent höher. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte real 6,8 Prozent und nominal 9,6 Prozent mehr um als im September 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 7,0 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 4,9 Prozent mehr um.

Einzelhandelsumsätze bei Nicht-Lebensmitteln

Auch die Einzelhandelsumsätze außerhalb der Lebensmittel profitiert. Aber mit einer Ausnahme. Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände laufen gut mit +11 Prozent, der gesamte Online-Versandhandel läuft blendend mit +21 Prozent. Aber der Bereich Bekleidung und Schuhe verliert 7,3 Prozent an Umsatz. Waren- und Kaufhäuser verlieren 9,9 Prozent an Umsatz. Die Kombination dieser beiden Zahlen zeigt ganz klar, dass Karstadt und Co die Verlierer der Krise sind. Wenn Klamotten, dann werden sie in dieser Krise eher online gekauft.

Grafik zeigt Details der Einzelhandelsumsätze im September

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