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„Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

Redaktion

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Ernst Wolff ist bekanntlich kein Anhänger des derzeitigen Treibens an den Finanzmärkten. Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist), aber mit dem von eben diesen Notenbanken geplanten Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik durch Zinsanhebungen/Bilanzreduzierung seien Teile der inzwischen immens gestiegenen Schulden absehbar nicht mehr bedienbar. Wolff vergleicht die Finanzmärkte mit einem Motor, der viel zu heiß läuft und (durch die Notenbanken) ständig herunter gekühlt werden müsse – aber am Ende, das wüßten im Grunde alle, werde der Motor kaputt gehen:

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Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.

47 Kommentare

47 Comments

  1. Avatar

    Paul

    14. Januar 2019 18:01 at 18:01

    Das mit der Kaufkraft sehe ich ganz anders.
    Von wegen sie stagniert!Die letzten 12 Monate viell….aber nur mal die letzen 10 Jahre Revue passieren lassen,da schauts aber anders aus!

  2. Avatar

    Paul

    14. Januar 2019 18:13 at 18:13

    Das Finanzkasino muss ausgetrocknet werden!!
    Beim Buerger ist die Austrocknung schon im vollen Gange!
    Ich merks z.B.taegl.am europ.Aussenwert und der Brexit steht auch noch vor der Tuer!
    Wennst do koa Gold host,dann bist verratzt….

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      tm

      14. Januar 2019 19:12 at 19:12

      Der Außenwert des Euro ist doch extrem stabil.

        • Avatar

          tm

          15. Januar 2019 09:27 at 09:27

          hm ok, an THB und Singapur Dollar hatte ich nun nicht gedacht, beim CHF sehe ich hingegen keine Schwäche – und bei USD, GBP, JPY und diversen weiteren – weltweit relevanteren Währungen als dem THB – auch nicht. Aber gut, das scheint mir subjektiv zu sein.

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        Harry von Hattnix und Kriegtnix

        15. Januar 2019 08:32 at 08:32

        Ich lebe seit 7 Jahren in Asien und ich kenne den Außenwert des Euro.Es gab Zeiten da haben sie Euro Bar nicht getauscht bekommen oder 20% unter dem Kurs.Ich selbst habe kein Bargeld sondern gehe zum Automaten.Jetzt soll nur Niemand kommen und mir erzählen das dort der Kurs schlechter ist,Schwachsinn.In der ganzen Zeit habe ich,weil der Kurs so extrem stabil ist,bei sehr kleiner Rente unter 1000.-€ ungefähr 3000.-€ verloren.Andere werden über die Summe lachen aber für mich ist es viel Geld.Gruß aus der Sonne Harry von Hattnix und Kriegtnix

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          tm

          15. Januar 2019 09:28 at 09:28

          Mea Culpa – ich hatte „nur“ so unwichtige Währungen wie USD, GBP, JPY und CHF im Blick.

          • Avatar

            Harry von Hattnix und Kriewgtnix

            15. Januar 2019 11:49 at 11:49

            Ich muss mich für meinen Kommentar entschuldigen.Mir war nicht klar das ich als Rentner in Asien nicht den Überblick wie sie habe.Das hätte mir bei ihren Überragenden Analysen hier im Forum auffallen müssen.Sie sind hier ja so etwas wie das Superhirn.

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            tm

            15. Januar 2019 11:56 at 11:56

            Dem kann ich nicht widersprechen.

        • Avatar

          Paul

          15. Januar 2019 12:01 at 12:01

          Ich bekomme seit 2009 bis akt.heute,ca.25% weniger fuer den Lumpeneuro!!
          Wenn man sich aber nur in der europ.Huelle bewegt,dann ists nat.verstaendlich….so wie @tm ect.hier an Bord…
          Appropo,wo stand Gold vor 10 Jahren und heute?
          Nur so kommst als Rentner ausserhalb Europa, schmerzlos ueber die Runden..
          Wenn der Euro morgen ins Nirvane fallen sollte,dann kann ich trotzdem noch um die Haeuser ziehen…mit nem Nugget in der Taesch!

          • Avatar

            tm

            15. Januar 2019 12:11 at 12:11

            :-) ja, ja, ich bewege mich nur in Europa… oh man oh man. Außer Beleidigungen und Hass haben Sie nichts zu bieten, oder? Also ich war alleine im vergangenen Jahr dreimal in Asien, dazu in Australien, Neuseeland und diversen europäischen Ländern. Und Sie?

            Aber klar, als Goldbug hat man immer Recht.

            Sind Sie eigentlich identisch mit „Harry von Hattnix“? Oder schreiben hier zufällig zwei deutsche Rentner, die in Asien leben?

            Also bleiben wir doch bei den Fakten: Gegenüber allen Hauptwährungen ist der Euro extrem stabil – und auch gegenüber dem THB halten sich die Schwankungen in sehr engen Grenzen. Seit Mitte 2015 schwankt der Wechselkurs um 38 THB/EUR zwischen 41 und 36. Aber bitte antworeten Sie nochmals mit Wortkreationen wie Lumpeneuro und vielen Ausrufezeichen.

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            Paul

            15. Januar 2019 12:22 at 12:22

            ….und wer glaubt, Venezuela od.Tuerkei sei auf einem anderen Planeten,dem wuensch ich viel Spass mit „nur“seinen Euros in der Taesch..
            Mal sehen wie lange es noch dauern wird,bis ein Flug z.B.von MUC nach New York dann ca.1500 Euro kostet…nat.Hin & zurueck versteht sich!
            Ja und die Blaupausen von Zypern,Portugal nicht vergessen….
            Out of order … sprach der ATM!
            Is so krass,ha..des finanzsystem der Gierigen..

            Die sog.2200 Leute,die @Colombo erwaehnt hat,denen wuensch ich ein Leben im Rollstuhl,dann werden sie merken,dass Geld keinen wert mehr fuer sie hat!!

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            Paul

            15. Januar 2019 12:31 at 12:31

            @tm,der Unterschied bei ihnen ist,Sie machen Urlaub und ich lebe dort und dann ist es nat.so,dass eine Investitation im 5stelligen Eurobereich,sei es PKW od.ETW sich um 25% nur durch diesn Lumpeneuro-Wechselkurs verteuert hat!
            Wenn sie meine schreibweise als Beleidigung auffassen,dann weis ich ja,wie sie gestrickt sind(zahrt beseidet)…aber sie sind ja mit ihrer Denke in der „Noch Mehrheit“!
            Ich werde aber auf keinen Fall hier mit Wattebaelchen nach ihnen werfen!

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            Paul

            15. Januar 2019 12:49 at 12:49

            In dieser Zeit ist aber auf dem Teller in Asien,im Restaurant noch weniger drauf und nochdazu ist der Teller (Fras) um ca.50% teurer geworden!Von europ.Lebensmitteln will ich erst gar nicht reden…
            Also habe ich mind.50% weniger Kaufkraft seit 10 jahren fuer den EURO.

            Und..,bin ich deswegen hier am jammern?

            Fuer die Raucher…Marlboro in den letzten 2 Jahren um ca.90% verteuert!
            Mir braucht keiner erzaehlen,dass der Euro eine stabile“Machtwaehrung“ im „fallenen“ Europa sein soll.

          • Avatar

            tm

            15. Januar 2019 12:53 at 12:53

            Naja, angesichts der Anfeindungen würde ich mich nicht als zart besaitet ansehen, aber lassen wir das.

            Schääbig finde ich es aber, dass Sie anderen ein Leben im Rollstuhl wünschen. Schönen Tag noch.

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        Harry von Hattnix und Kriegtnix

        17. Januar 2019 04:00 at 04:00

        Stimmt 14.03.2014 Euro-Dollar 1.3884 !4.03.2015 Euro-Dollar 1.0496 in diesem Zeitraum sieht man die Power des Euro.Danke Mario.Die kommenden Generationen der einfachen Leute ohne Vermögen werden Luftsprünge fur Freude machen wenn sie merken das Mario ihnen die Chance genommen hat sich ein bisschen Kohle zur Seite zu legen bei ein paar % Zinsen.Es soll nämlich Menschen geben die Keine Aktien wollen.Man sollte es Akzeptieren und sie nicht als Vollidioten,natürlich durch die Blume,zu bezeichnen.Wenn ich zu der Zeit noch leben würde käme ich vielleicht auf den Gedanken“Wie so haben sie damals den Kerl und seine Bandenmitglieder nicht aufgehängt“ kein schöner Gedanke aber könnte passieren.Harry von Hattnix und Kriegtnix

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        Manfred Buder

        21. Juni 2019 09:25 at 09:25

        Der Euro verkommt zu einer Schwachwährung, gegenüber dem US Doller ist der Euro im Hoch 1,56 auf 1,03 gefallen!

        • Avatar

          Torsten

          26. September 2019 21:23 at 21:23

          Der Euro ist bei 1,19 gestartet, war schon unter 0,9 aber auch 1,56 zum Dollar. Jetzt sind wir bei ca. 1,10 zum Dollar.

          Entscheidend ist doch was ich für einen Euro im Euroraum bekomme, und das ist relativ stabil in den letzten 10 Jahren.

          Einfach mal bei Google „Big-Mac-Index“ eingeben wo wir weltweit stehen.

      • Avatar

        Manfred Buder

        27. September 2019 06:38 at 06:38

        Sie haben keine Ahnung!
        Der Außenwert war mal bei 1,56 zum US-Dollar!!!!

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    frank

    14. Januar 2019 18:39 at 18:39

    seit es FNW gibt warnt Ernst Wolff vor dem Finanzcrash. Nur ein weiterer Untergangsprophet.

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    tm

    14. Januar 2019 19:11 at 19:11

    “ Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist)“

    Naja was soll manipuliert aussagen? Dass die Notenbanken viel Einfluß auf die Finanzmörkte haben, ist wohl unbestritten – aber wieso ist eine Zinssenkung in Zeiten der Krise eine Manipulation, eine Zinserhöhung aber keine Manipulation? Tatsächlich liegt der Leizins in der Eurozone doch genau dort, wo er nach so ziemlich allen Regeln zu erwarten ist.

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    Bond-Kenner 007

    14. Januar 2019 22:19 at 22:19

    @ den allwissenden TM. nach ihrem Ermessen sind wohl italienische Staatsanleihen mit unter 3% wohl angemessen verzinst , nicht zu glauben ?? Haben Sie schon einmal überlegt, warum sie immer bei den meisten Postern anecken ?

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    Quintus

    15. Januar 2019 10:41 at 10:41

    Sehr geehrter tm
    Ich denke nicht daß es einen weit verbreiteten Wunsch nach einer Apokalypse in der Bevölkerung gibt.
    Viele begreifen, daß dieser Wohlstand auf Sand gebaut ist, ein auf Schulden basierender Treibsand.
    Die tieferliegenden Ursachen für diese Ängste sind realwirtschaftliche: Demographie, Warensättigung und Globalisierung, die zu sich abschwächendem Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volkswirtschaften geführt haben und damit zu tendenziell wachsender Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikten führen werden. Es sind weltweit Abschottungstendenzen erkennbar und wir stehen wohl am Anfang der Reglobalisierung.
    Die Menschen haben verstanden, daß diese Globalisierung schon lange nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken des Warenaustausches zu tun hat. Die großen Nutznieser dieser offenen Grenzen sind Konzerne, welche obendrein auch ihre inländischen Gewinne „global unter dem Gesichtspunkt der Steuervermeidung“ transferieren können. Die Vorteile schwinden immer mehr und es weht uns ein immer eisigerer Wind ins Gesicht.

    Dies ist meine persönliche Sicht der Dinge.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • Avatar

      tm

      15. Januar 2019 11:06 at 11:06

      Die Schuldenquoten in Westeuropa sinken aber seit Jahren und sind – wie kürzlich hier in einem Artikel gezeigt wurde – in den entwickelten LÄndern ohnehin seit den 1990ern stabil. Was meinen Sie mit Demographie? Die Alterung oder eher die (vermeintliche) Überbevölkerung? Tatsächlich ging es der Menschheit in Summe noch nie so gut wie heute – und wenn man Menschen nach ihrer Einschätzung für ihre persönliche Lebenslage fragt, antworten die allermeisten auch mit gut. Fragt man dann aber nach einer Einschätzung für die Allgemeinheit, werden dann viele plötzlich pessimistisch.

      Ja, wir stehen offenbar vor Rückschritten bei der Globalisierung – was m.E. zu Recht in Grund zur Besorgnis ist.

      Naja, es ist eben nicht nur Ihre persönliche Sicht der Dinge – Sie unterstellen ja, dass alle, die das anders sehen als Sie, dumm sind oder ihren Verstand nicht benutzen. Sie fühlen sich offenbar im Besitz der Wahrheit und alle, die Ihre Sicht nicht teilen, müssen notwendig falsch liegen.

  7. Avatar

    Quintus

    15. Januar 2019 12:44 at 12:44

    Sehr geehrter tm
    DIE WAHRHEIT zu propagieren steht mir nicht zu, ich möchte mich IHR lediglich nähern und zwar über konstruktiven Meinungsaustausch.
    Solange es sich um eine gepflegte, nicht von Emotionen geführte oder testosteronbasierte Diskussion handelt, bin ich gerne bereit DIESE zu führen. Weshalb ich aber nicht automatisch von meiner Sicht der Dinge abrücken werde. Ich kann mich ihrer Argumentation nicht anschließen, da sie vor allem den IST-Zustand beschreibt. Ich habe diese Einstellung in Diskussionen schon einmal 2007 erlebt, als ich vor der offensichtlichen Blase im Bekanntenkreis gewarnt hatte(hier hatte ich speziell das Problem des zu hohen Ölpreises für das weitere Wirtschaftswachstum angesprochen) wurde ich als ein, unter völliger Unkenntnis der realen Zustände negierender, Schwarzmaler bezeichnet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • Avatar

      Paul

      15. Januar 2019 12:59 at 12:59

      1986 behauptete ich am bayr.Biertisch,dass wir im Rentenalter (2030),eine Einheitsrente bekommen werden,die nur noch fuer die Miete reichen wird.
      Und,wie schauts denn 2019 schon aus,mit der Rente,wie wenig ist die denn?
      Hartz 4,das rat ich dir,denn die Rente…ja die ist wenig und genau das hat Bluem nicht erwaehnt..WENIG ist sicher!
      Aufstocken ist das Motto…

    • Avatar

      tm

      15. Januar 2019 13:01 at 13:01

      Nunja, offenbar unterstellen Sie doch allen, die eine andere Sichtweise haben als Sie, dass sie den Verstand nicht benutzen und lerztlich falsch liegen. Also sehen Sie und sich allein doch im Besitz der Wahrheit…

      Neun, ich beschreibe nicht nur den Ist-Zustand, wenn ich sage, dass die Staatsschuldenquoten in Westeuropa seit einigen Jahren fallen und allgemein in den entwickelten Ländern seit den 1990ern stabil sind (das hat ein Artikel hier bei FMW gezeigt).

      Vor der Immobilienblase in den USA und Spanien 2006/07 habe ich übrigens auch gewarnt und mein Unternehmen entsprechend gehandelt. Auch die hohen Ölpreise damals hatte ich als Problem genannt. Es ist also nicht so, dass ich grundsätzlich optimistisch bin. Tatsächlich bin ich angesichts von Trump sogar kurzfristig eher pessimistisch.

      Aber vieleicht können wir ja tatsäclhich zu einer sachlichen Diskussion kommen. Sie sprachen oben an, dass Sie die Demographie als realwirtschaftliches Problem sehen und ich hatte gefragt, inwiefern Sie das so sehen. Das finde ich einen sehr spannenden Aspekt. Vielleicht können Sie dazu noch etwas schreiben.

  8. Avatar

    Paul

    15. Januar 2019 14:38 at 14:38

    „Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

    danach…

    Gold fuer die Reichen…
    Silber fuer die solvente Gesellschaft…
    und fuer den dahin siechenden Rest (Mehrheit)bleibt der Flaschenpfand uebrig!
    Siehe die neue Flaschenpfandverordnung seit 2019,die sich stetig erweitert…
    Da bleibt auch fuer einen Blinden noch eine Flasche ect. uebrig…
    Es wird jetzt schon dafuer gesorgt,dass in schlechten Zeiten,die leeren Flaschen zum ueberleben beitragen sollen!
    Und das erst bei einer Korrektur von ca.20% an den weltweiten Maerkten…da ist noch Luft nach unten!

  9. Avatar

    Wolfgang M.

    15. Januar 2019 18:47 at 18:47

    Nun, ich wollte mich eigentlich nicht in eine Gerechtigkeits- oder Verteilungsdiskussion einmischen. Das Thema ist sehr komplex und damit in diesem Medium nicht so einfach zu diskutieren, außerdem gilt „quot capita, tot sensus“! Aber ich möchte hier nur kurz einen mathematisch-philosophischen Aspekt anbringen, der verdeutlicht, warum mit unserem Geldsystem die Vermögensschere zwangsläufig auseinandergehen muss. Wenn es kein Steuersystem gibt, welches große Vermögen abschöpft und zudem verhindert, dass es nicht ins Ausland/in Steueroasen abfließt, wird immer der Zinseszinseffekt zuschlagen, den Albert Einstein einmal als achtes Weltwunder bezeichnet hat (man geht zumindest von ihm aus).
    Dazu ein simples Beispiel. Gehen wir einmal von einer Rendite von 7% aus (Aktienmarktrendite über Jahrzehnte), so verdoppelt sich das Vermögen alle 10 Jahre. Das mühsam ersparte Geld des Kleinanlegers steigt von 10 Tsd.€ auf 20 Tsd.€, bei einem Vermögenden von 1 Mio. auf 2 Mio., und so weiter – die Schere wird also immer größer, vor allem in größerer Zeitreihe. Wie gesagt, wenn es zu keiner Abschöpfung des Zuwachses kommt, was aber im Zeitalter des Internets und der Globalisierung immer schwerer wird. Das gleiche passiert auch mit den Staatschulden (Deutschland), die von gut 9 Mrd.€ im Jahre 1950 (umgerechnet) auf bereits 2000 Mrd.€ gestiegen sind. Deshalb gab es bisher fast in jeder Lebensperiode eines Menschen eine Währungsreform, weil sowohl Guthaben, als auch Schulden in astronomische Höhen gestiegen sind (in der Regel waren es aber Kriegskosten, die dafür ursächlich waren). Im Übrigen hat unser Land seit 1800 schon sieben Staatsbankrotte hingelegt, Griechenland hingegen sechs. Allein schon aus diesem Grund wird unsere Schuldenökonomie einen Reset erleben, die Frage ist nur wann. Wir wirtschaften schon über 70 Jahre seit dem letzten Kapitalschnitt. Die Lösung für eine symmetrischere Aufteilung des Volksvermögens hat man deshalb auch noch nicht.
    Ach so. Warum ist Donald Trump so vermögend geworden? Weil er und seine Brüder angeblich vom Vater 1 Mrd.$ geerbt haben – und das in Manhattan.

  10. Avatar

    Ich

    29. Oktober 2019 14:48 at 14:48

    warum mekern hier alle rum?

    wenn jeder Mekerer ein paar Unzen Gold kauf, ist der EZB-Spuk in wenigen Monaten vorbbei

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Aussicht für deutsche Exporte verfinstern sich spürbar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Über den Hamburger Hafen laufen viele Exporte Richtung Übersee

Die Stimmung der deutschen Industrie für ihre Exporte in den nächsten Monaten verfinstert sich gerade spürbar. Denn laut aktueller Veröffentlichung des ifo-Instituts hat sich die Stimmung unter den deutschen Exporteuren merklich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen der Industrie sind im November von plus 7,0 auf minus 2,1 Punkte gefallen. Der Chart zeigt nach der Erholung aus dem „Corona-Tal“ den Absturz bei den Erwartungen an die Exporte. Erstmals seit Juni ist der Erwartungsindex wieder negativ.

Insbesondere die Heftigkeit der zweiten Corona-Welle in vielen europäischen Ländern belastet laut ifo-Institut die Exporte. Einen deutlichen Dämpfer beim künftigen Auslandsgeschäft musste die Automobilbranche verkraften. Der Optimismus der vergangenen Monate ist verflogen. Mit deutlichen Rückgängen beim Export rechnet die Nahrungsmittelindustrie. Der Maschinenbau geht eher von einer konstanten Entwicklung bei den Exportumsätzen aus. Gleiches gilt für die Metallbranche. Weitere Zuwächse erwarten hingegen die Chemische Industrie und die Elektrobranche.

Der Chart vom ifo-Institut zeigt Erwartungen für die deutschen Exporte

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EZB warnt wieder vor Risiken, die sie selbst geschaffen hat!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

In ihrem heute veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht warnt die EZB wieder einmal vor Risiken und dem Platzen einer Blase, die sie letztlich selbst geschaffen hat!

Die EZB zur permanenten Intervention verdammt

So beklagt Europas Notenbank etwa die „Konzentration von Risiken“ in einigen Bereichen – und man sollte doch die Frage stellen, warum es diese Konzentration von Risiken wohl gibt! Die Antwort ist fast schon unterkomplex: wegen der finanziellen Repression, die durch die EZB ausgeübt wird. Wie ließe sich etwa sonst erklären, dass griechische Staatsanleihen mit Laufzeit bis vier Jahren negative Renditen aufweisen  – Anleger also bereits sind, einem de facto bankrotten Staat für den Kauf von Schuldpapieren sogar noch Geld zu bezahlen?

Dazu kommt: die Notenbank beklagt die schwache Profitabilität der Banken der Eurozone,  die ja eben aufgrund der Zinspolitik der EZB mit Negativzinsen schlicht kaum profitabel arbeiten können.

Mit anderen Worten: die EZB betreibt eine massive Manipulation nicht nur der Märkte für Staatsanleihen, sondern zerstört im Grunde die Existenzgrundlage europäischer Banken, die nicht zufällig deutlich schlechter dastehen als die amerikanische Konkurrenz. So entsteht eine Situation, die immer neue Eingriffe verlangt, um die weitgehend selbst verursachten Schieflagen zu korrigieren. Wer die Büchse der Pandora öffent, sollte sich eben nicht wundern, dass ungeahnte Konsequenzen entstehen. Die EZB hat den Limes überschritten – und ist damit zur permanenten Manipulation verdammt, weil die Schulden schneller wachsen als die Wirtschaft, aber die Illusion des ewigen Wohlstands aufrecht erhalten weredn muß! Die Notenbank ist gewissermaßen die Kraft, die stets das Gute will – und das Böse schafft.

Nun hat die Coronakrise letztlich auch die Staaten gezwungen, immer stärker in die Wirtschaft einzugreifen und zu retten. Ein Risiko sieht die europäische Notenbank nun darin, dass diese eigentlich als einmalige Maßnahme gedachten Eingriffe zu früh enden könnten. Die Coronakrise scheint sich als „door opener“ für den staatlich gelenkten Kapitalismus zu erweisen, der Weg zu MMT ist wohl endgültig geebnet!

Für Schmerzbefreite hier die Kurzfassung des Berichts der EZB zur Finanzstabilität im Wortlaut:

 

  • Dispersed economic and financial market impact on countries and sectors could lead to concentration of risks in some areas
  • Policy measures have addressed liquidity challenges but risks can arise from premature or delayed withdrawal of fiscal support
  • Bank profitability prospects remain weak with losses potentially materialising with a lag relative to the recover

Vulnerabilities in the corporate sector are increasing as the pandemic evolves and their unearthing could test the resilience of euro area banks in the future, the European Central Bank (ECB) says in its latest Financial Stability Review (FSR). Current extensive policy support is helping euro area corporates and households to cope with the fallout of the pandemic, but risks can arise either from a premature end to measures or from prolonged support. Premature withdrawal of fiscal support – including government loan guarantees and statutory loan moratoria – could set back the economic recovery, transforming the corporate liquidity challenges observed at the outset of the pandemic turn into solvency issues. The sharp rise in corporate and sovereign indebtedness increases the risks to financial stability from an emerging sovereign-corporate bank nexus in the medium-term, as banks and sovereigns alike are exposed to pandemic-induced risk faced by euro area firms.

“Bank profitability is expected to remain weak. Provisions have increased but look optimistic in some cases, while guarantees and moratoria may have lengthened the time it takes for weak economic performance to translate into loan losses,” said Luis de Guindos, Vice-President of the ECB. “Government support schemes are essential currently but should remain targeted towards pandemic-related economic support and avoid giving rise to debt sustainability concerns in the medium term,” he added.

For euro area banks, which entered the pandemic with stronger balance sheets than at the time of the global financial crisis, a premature end of government guarantees and moratoria could lead to an additional wave of losses. They are also expected to face continued pressures on profitability, including from a weaker outlook for lending and continued structural challenges. Banks’ capital buffers remain comfortable and should remain available to absorb losses and support lending for an extended period. Authorities need to monitor the effectiveness of policies to support buffer use and avert deleveraging. Looking beyond the pandemic, it is important for banks, together with the rest of the financial system, to manage the financial stability risks posed by climate change and support the transition to a greener economy.

A return to risk-taking by non-banks, including investment funds, also increases their vulnerability to outflows and losses should corporate credit risks rise materially. These risks are accentuated by continued gaps in the macroprudential framework for non-bank financial institutions.

Die EZB ist die Kraft, die stets das Gute will - und das Böse schafft

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EZB soll Make-Up-Strategie umsetzen

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Es ist schon ein makaberes Wortspiel in Zeiten zwangsgeschlossener Kosmetikstudios sowie arbeitsloser Maskenbildner und Visagisten, dessen sich der finnische Zentralbank-Gouverneur und Ratsmitglied der EZB, Olli Rehn, bedient. Auf einer Konferenz in Helsinki forderte Rehn am Dienstag neben einem symmetrischen Inflationsziel die Umsetzung einer Make-Up-Strategie. Was konkret ist damit gemeint und was kommt als Nächstes?

EZB braucht Make-Up

Ohne die Europäische Zentralbank hätte sich das Thema Eurozone längst erledigt. Das will aber die Masse nicht hören und die Zentralbanker nicht sagen. Also werden seit dem Beginn der Weltfinanzkrise und der Eurokrise alle unkonventionellen Maßnahmen mit dem nicht Erreichen des Inflationsziel der Europäischen Zentralbank begründet, da dieses den Kern des EZB-Mandats darstellt.

Da aber mittlerweile jedem Geld- und einigen Fiskalpolitikern dämmert, dass bei einer Gesamtverschuldung der Industrieländer laut Institute for International Finance von knapp 400 Prozent des Bruttoinlandsprodukts dieses Mandat nicht mehr ausreicht, wird es nun angepasst. Dazu gehört auch, dass man das Inflationsziel von zwei Prozent p. a. (Konsumententeuerung) irgendwie umgehen muss. Denn selbst wenn die jetzige Ausnahmerezession vorüber ist, bleiben die hohen und weiter steigenden Schulden. Die EZB kauft einen Großteil davon auf und hält die Zinsen nominal bei null und real im negativen Bereich, um den Schuldendienst erträglich zu machen.

Am Beispiel der USA, wo die US-Notenbank Fed mit dem Versuch in den Boom nach Trumps Steuerreform hinein die Zinsen zu normalisieren, scheiterte, will man bei der EZB nun vorsorgen. Sollte es zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen und die Inflation (Konsumententeuerung) über zwei Prozent hinausschießen, will und kann man wegen der extrem hohen privaten und öffentlichen Verbindlichkeiten die Zinsen dennoch unten halten. Ein eventuelles Überschießen des Inflationsziels soll daher via Make-Up überdeckt werden.

Dazu fordert unter anderem und erneut Olli Rehn die Einführung eines flexiblen Inflationsziels. Die Präsidentin der EZB, Madame Lagarde, spricht sich neben anderen Rats-Mitgliedern ebenfalls dafür aus. Um ein Überschießen der Inflation zu überdecken, soll statt des bisherigen asymmetrischen Inflationsziel ein symmetrisches Inflationsziels eingeführt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass die Notenbanker statt eines festen Wertes einfach einen Durchschnittswert eines bestimmten Zeitraums der Vergangenheit ausrechnen. Solange dieser Wert sich nicht allzu lange und allzu massiv über zwei Prozent befindet, muss die EZB nicht inflationsbekämpfend eingreifen. Angepeilt wird ein Zeitraum der letzten fünf Jahre zur Durchschnittsbildung der Inflationsrate.

Im Falle der Eurozone bedeutet dies eine durchschnittliche Inflationsrate seit Oktober 2015 in Höhe von knapp einem Prozent p. a. Durch Überdeckung einer zukünftigen höheren Inflation mit statistischem Make-Up könnte die Teuerungsrate für eine lange Zeit über zwei Prozent liegen, ohne dass das symmetrische Inflationsziel der EZB übertroffen wird. Die für die Errechnung des symmetrischen Inflationsziels relevanten Parameter (betrachteter Zeitraum etc.) sollen flexibel gehalten werden. Somit ist gewährleistet, dass selbst bei steigender Konsumententeuerung die EZB ihre ultralaxe Geldpolitik gemäß ihrem Kernmandat der statistischen Preisstabilität (ohne Vermögenspreise) beibehalten kann.

Welche Ziele hat die Zentralbank laut EU-Vertrag?

Doch auch der u. a. von Rehn sowie Lagarde und seit dem virtuellen Notenbanker Treffen in Jackson Hole sogar vom Präsidenten der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, geforderte „Monetary Shift“ könnte nicht ausreichen, um die explodierende Gesamtverschuldung durch das symmetrische Inflationsziel zu managen. Daher gräbt man nun bei der EZB im EU-Vertrag nach weiteren Möglichkeiten des geldpolitischen Make-Ups. Und siehe da, man wurde fündig: Ebenso wie bei der US-Fed gestattet der EU-Vertrag auch zwei Nebenmandate, wie Olli Rehn in Helsinki am Dienstag klarstellte: „Wenn wir unser gesetzliches Mandat respektieren, müssen wir danach streben, Vollbeschäftigung, ausgewogenes Wachstum und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen“. Das symmetrische Inflationsziel wurde zwar im Nebensatz noch mit erwähnt, aber es wird immer deutlicher, dass die EZB nach einer Legitimation ihrer dauerhaften Krisenpolitik sucht.

Wie weit kann die EZB ihr Mandat auslegen?

Schon seit Längerem hat die EZB das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt und möchte verstärkt Unternehmen Kredite durch den Ankauf von Firmenanleihen zu sehr vorteilhaften Konditionen (für die Schuldner) vornehmen. Mit Nachhaltigkeit ist dabei gleichwohl nicht die geldpolitische Nachhaltigkeit oder gar die Schuldentragfähigkeit gemeint, sondern der Klimawandel. Die EZB trägt daher bei einigen Ökonomen schon scherzhaft den Beinamen „Grüne EZB“. Anders als Lagardes Vorgänger Draghi, für den der Klimawandel kaum ein Thema war, ist dies ein Lieblingsthema der jetzigen EZB-Chefin Lagarde. Mit dem neuen deutschen EZB-Ratsmitglied Elisabeth Schnabel hat sie eine Gleichgesinnte gefunden, die ebenfalls durch Billigkredite aus der digitalen Notenpresse den Wandel der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität unterstützen möchte.

Das gibt der EZB weiteren Spielraum, denn bislang befinden sich Unternehmensanleihen in Höhe von einer viertel Billion Euro im Portfolio der EZB, von denen laut Greenpeace gemäß einer aktuellen Studie vom 3. November 63 Prozent von klimaschädlichen Unternehmen stammen. Um diese Zahl prozentual kosmetisch zu relativieren, könnte man das Portfolio einfach umschichten und mehr „Grüne-Anleihen“ kaufen. Doch das wäre der Todesstoß für unzählige Unternehmen und Arbeitsplätze, was wiederum die anderen Mandate der EZB untergraben würde.

Also geht man den anderen Weg und kauft noch mehr Unternehmensanleihen (vornehmlich Grüne), um die Anzahl der Klimaschädlinge im eigenen Anleiheportfolio zu relativieren. Auch die Mandate Vollbeschäftigung und ausgewogenes Wachstum geben der EZB praktisch einen Freibrief für die Beibehaltung ihrer ultralaxen Geldpolitik.

Fazit und Ausblick

Die Umstellung von einem asymmetrischen auf ein symmetrisches Inflationsziel ist eine weitere „unkonventionelle“ geldpolitische Maßnahme, um die Notfallgeldpolitik zu prolongieren. Richtig spannend wird es am 10. Dezember, wenn die nächste EZB-Ratssitzung mit anschließender Pressekonferenz stattfindet, auf der neue Maßnahmen bekannt gegeben werden sollen – auch kosmetische. Noch spannender wird es dann im Januar 2021, wenn das Thema „Worldwide-Reset“ von den wichtigsten Notenbankern und anderen supranationalen Institutionen erneut besprochen wird. Höflich ausgedrückt ist ein Reset ein Neustart. In der Praxis geht es aber um einen globalen Schuldenschnitt inkl. Währungsreform, also einen Neustart mit Enteignung breiter Bevölkerungsschichten und Sparer.

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