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„Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

Ernst Wolff ist bekanntlich kein Anhänger des derzeitigen Treibens an den Finanzmärkten. Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist), aber mit dem von eben diesen Notenbanken geplanten Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik durch Zinsanhebungen/Bilanzreduzierung seien Teile der inzwischen immens gestiegenen Schulden absehbar nicht mehr bedienbar. Wolff vergleicht die Finanzmärkte mit einem Motor, der viel zu heiß läuft und (durch die Notenbanken) ständig herunter gekühlt werden müsse – aber am Ende, das wüßten im Grunde alle, werde der Motor kaputt gehen:


Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.



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47 Kommentare

  1. Das mit der Kaufkraft sehe ich ganz anders.
    Von wegen sie stagniert!Die letzten 12 Monate viell….aber nur mal die letzen 10 Jahre Revue passieren lassen,da schauts aber anders aus!

  2. Das Finanzkasino muss ausgetrocknet werden!!
    Beim Buerger ist die Austrocknung schon im vollen Gange!
    Ich merks z.B.taegl.am europ.Aussenwert und der Brexit steht auch noch vor der Tuer!
    Wennst do koa Gold host,dann bist verratzt….

    1. Der Außenwert des Euro ist doch extrem stabil.

        1. hm ok, an THB und Singapur Dollar hatte ich nun nicht gedacht, beim CHF sehe ich hingegen keine Schwäche – und bei USD, GBP, JPY und diversen weiteren – weltweit relevanteren Währungen als dem THB – auch nicht. Aber gut, das scheint mir subjektiv zu sein.

      1. Avatar
        Harry von Hattnix und Kriegtnix

        Ich lebe seit 7 Jahren in Asien und ich kenne den Außenwert des Euro.Es gab Zeiten da haben sie Euro Bar nicht getauscht bekommen oder 20% unter dem Kurs.Ich selbst habe kein Bargeld sondern gehe zum Automaten.Jetzt soll nur Niemand kommen und mir erzählen das dort der Kurs schlechter ist,Schwachsinn.In der ganzen Zeit habe ich,weil der Kurs so extrem stabil ist,bei sehr kleiner Rente unter 1000.-€ ungefähr 3000.-€ verloren.Andere werden über die Summe lachen aber für mich ist es viel Geld.Gruß aus der Sonne Harry von Hattnix und Kriegtnix

        1. Mea Culpa – ich hatte „nur“ so unwichtige Währungen wie USD, GBP, JPY und CHF im Blick.

          1. Avatar
            Harry von Hattnix und Kriewgtnix

            Ich muss mich für meinen Kommentar entschuldigen.Mir war nicht klar das ich als Rentner in Asien nicht den Überblick wie sie habe.Das hätte mir bei ihren Überragenden Analysen hier im Forum auffallen müssen.Sie sind hier ja so etwas wie das Superhirn.

          2. Dem kann ich nicht widersprechen.

        2. Ich bekomme seit 2009 bis akt.heute,ca.25% weniger fuer den Lumpeneuro!!
          Wenn man sich aber nur in der europ.Huelle bewegt,dann ists nat.verstaendlich….so wie @tm ect.hier an Bord…
          Appropo,wo stand Gold vor 10 Jahren und heute?
          Nur so kommst als Rentner ausserhalb Europa, schmerzlos ueber die Runden..
          Wenn der Euro morgen ins Nirvane fallen sollte,dann kann ich trotzdem noch um die Haeuser ziehen…mit nem Nugget in der Taesch!

          1. :-) ja, ja, ich bewege mich nur in Europa… oh man oh man. Außer Beleidigungen und Hass haben Sie nichts zu bieten, oder? Also ich war alleine im vergangenen Jahr dreimal in Asien, dazu in Australien, Neuseeland und diversen europäischen Ländern. Und Sie?

            Aber klar, als Goldbug hat man immer Recht.

            Sind Sie eigentlich identisch mit „Harry von Hattnix“? Oder schreiben hier zufällig zwei deutsche Rentner, die in Asien leben?

            Also bleiben wir doch bei den Fakten: Gegenüber allen Hauptwährungen ist der Euro extrem stabil – und auch gegenüber dem THB halten sich die Schwankungen in sehr engen Grenzen. Seit Mitte 2015 schwankt der Wechselkurs um 38 THB/EUR zwischen 41 und 36. Aber bitte antworeten Sie nochmals mit Wortkreationen wie Lumpeneuro und vielen Ausrufezeichen.

          2. ….und wer glaubt, Venezuela od.Tuerkei sei auf einem anderen Planeten,dem wuensch ich viel Spass mit „nur“seinen Euros in der Taesch..
            Mal sehen wie lange es noch dauern wird,bis ein Flug z.B.von MUC nach New York dann ca.1500 Euro kostet…nat.Hin & zurueck versteht sich!
            Ja und die Blaupausen von Zypern,Portugal nicht vergessen….
            Out of order … sprach der ATM!
            Is so krass,ha..des finanzsystem der Gierigen..

            Die sog.2200 Leute,die @Colombo erwaehnt hat,denen wuensch ich ein Leben im Rollstuhl,dann werden sie merken,dass Geld keinen wert mehr fuer sie hat!!

          3. @tm,der Unterschied bei ihnen ist,Sie machen Urlaub und ich lebe dort und dann ist es nat.so,dass eine Investitation im 5stelligen Eurobereich,sei es PKW od.ETW sich um 25% nur durch diesn Lumpeneuro-Wechselkurs verteuert hat!
            Wenn sie meine schreibweise als Beleidigung auffassen,dann weis ich ja,wie sie gestrickt sind(zahrt beseidet)…aber sie sind ja mit ihrer Denke in der „Noch Mehrheit“!
            Ich werde aber auf keinen Fall hier mit Wattebaelchen nach ihnen werfen!

          4. In dieser Zeit ist aber auf dem Teller in Asien,im Restaurant noch weniger drauf und nochdazu ist der Teller (Fras) um ca.50% teurer geworden!Von europ.Lebensmitteln will ich erst gar nicht reden…
            Also habe ich mind.50% weniger Kaufkraft seit 10 jahren fuer den EURO.

            Und..,bin ich deswegen hier am jammern?

            Fuer die Raucher…Marlboro in den letzten 2 Jahren um ca.90% verteuert!
            Mir braucht keiner erzaehlen,dass der Euro eine stabile“Machtwaehrung“ im „fallenen“ Europa sein soll.

          5. Naja, angesichts der Anfeindungen würde ich mich nicht als zart besaitet ansehen, aber lassen wir das.

            Schääbig finde ich es aber, dass Sie anderen ein Leben im Rollstuhl wünschen. Schönen Tag noch.

      2. Avatar
        Harry von Hattnix und Kriegtnix

        Stimmt 14.03.2014 Euro-Dollar 1.3884 !4.03.2015 Euro-Dollar 1.0496 in diesem Zeitraum sieht man die Power des Euro.Danke Mario.Die kommenden Generationen der einfachen Leute ohne Vermögen werden Luftsprünge fur Freude machen wenn sie merken das Mario ihnen die Chance genommen hat sich ein bisschen Kohle zur Seite zu legen bei ein paar % Zinsen.Es soll nämlich Menschen geben die Keine Aktien wollen.Man sollte es Akzeptieren und sie nicht als Vollidioten,natürlich durch die Blume,zu bezeichnen.Wenn ich zu der Zeit noch leben würde käme ich vielleicht auf den Gedanken“Wie so haben sie damals den Kerl und seine Bandenmitglieder nicht aufgehängt“ kein schöner Gedanke aber könnte passieren.Harry von Hattnix und Kriegtnix

      3. Der Euro verkommt zu einer Schwachwährung, gegenüber dem US Doller ist der Euro im Hoch 1,56 auf 1,03 gefallen!

        1. Der Euro ist bei 1,19 gestartet, war schon unter 0,9 aber auch 1,56 zum Dollar. Jetzt sind wir bei ca. 1,10 zum Dollar.

          Entscheidend ist doch was ich für einen Euro im Euroraum bekomme, und das ist relativ stabil in den letzten 10 Jahren.

          Einfach mal bei Google „Big-Mac-Index“ eingeben wo wir weltweit stehen.

      4. Sie haben keine Ahnung!
        Der Außenwert war mal bei 1,56 zum US-Dollar!!!!

  3. seit es FNW gibt warnt Ernst Wolff vor dem Finanzcrash. Nur ein weiterer Untergangsprophet.

  4. “ Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist)“

    Naja was soll manipuliert aussagen? Dass die Notenbanken viel Einfluß auf die Finanzmörkte haben, ist wohl unbestritten – aber wieso ist eine Zinssenkung in Zeiten der Krise eine Manipulation, eine Zinserhöhung aber keine Manipulation? Tatsächlich liegt der Leizins in der Eurozone doch genau dort, wo er nach so ziemlich allen Regeln zu erwarten ist.

  5. @ den allwissenden TM. nach ihrem Ermessen sind wohl italienische Staatsanleihen mit unter 3% wohl angemessen verzinst , nicht zu glauben ?? Haben Sie schon einmal überlegt, warum sie immer bei den meisten Postern anecken ?

    1. :-) also stört es Sie, dass ich hier nicht immer die Mehrheitsmeinung vertrete? Oder worauf wollen Sie mir Ihrer Frage hinaus? Also klar können wir uns auch alle an die Hand fassen, im Kreis drehen und uns lustig bestätigen, dass die EZB böse ist, wir eine gigantische Blase haben und was hier sonst noch Konsens ist. Oder aber wir tauschen Argumente und Fakten aus.

      Ich maße mir nicht an, zu entscheiden, wo der „richtige“ Zins für italienische Staatsanleihen liegt – ich sage lediglich, dass die Leitzinsen dort stehen, wo sie nach allen Modellen stehen sollten.

    2. Ich habe übrigens nicht den Eindruck, dass ich „immer bei dem meisten Postern“ anecke. Aber Sie sprechen durchaus einen interessanten Punkt an. Tatsächlich führt die Nennung von auch nur leicht positiven (oder nicht negativen) Fakten zu teils erbitterten Reaktionen. Das erlebe nicht nur ich so, das erwähnen z.B. auch Pinker oder Rosling in ihren Büchern. Es gibt offenbar einen weit verbreiteten Wunsch nach Apokalypse.

      1. @tm
        der Wunsch nach Apokalypse ist ein sehr interessanter Aspekt. Anscheinend erträgt der Mensch zu lange Zeiten an Wohlergehen und Sicherheit nicht. Er braucht irgendwann „Grenzerfahrungen“ mit Todesnähe, wie beispielsweise gefährliche Berge besteigen, sich mit Wingsuits herabstürzen oder einen Krieg beginnen. Das Faszinosum der Apokalypse eben.

        1. @Columbo, Anscheinend erträgt der Mensch zu lange Zeiten an Wohlergehen und Sicherheit nicht. Könnte aber auch sein, dass es „der Mensch“ nicht allzu lange erträgt, zusehen zu müssen, wie wenige Prozent bis zu einem inzwischen schon fast perversen Grad immer reicher und vermögender werden, während für die große Masse nur ein paar Brotkrumen abfallen. Und vielleicht treibt ihn die Lust nach Schadenfreude und ausgleichende Gerechtigkeit zum Wunsch nach Apokalypse, weil er selbst aktuell nicht mehr viel zu verlieren hat und seine zukünftige Altersvorsorge auch bereits von der Finanz- und Steuerpolitik in Zusammenarbeit mit der EZB pulverisiert wurde.

          1. Das stimmt ja einfach nicht. Schauen Sie sich doch die Fakten an: Der Anteil der in extremer Armut lebenden Menschen ist historisch niedrig, die Kindersterblichkeit ist historisch niedrig, die Lebenserwartung historisch hoch. Noch nie konnten so viele Menschen lesen, schreiben und hatten Zugang zu sanitären Anlagen und fliessend Wasser. Es ist einfach falsch zu behaupten, es ginge den Menschen immer schlechter (oder zumindest nicht besser).

            Und was glauben Sie eigentlich, wäre aus der Altersvorsorge von millionen Menschen geworden, wenn die EZB die Zinsen nicht gesenkt hätte und damit noch mehr Menschen arbeitslos geworden wären?

          2. @tm, wer schreibt denn was von extremer Armut oder Entwicklungen in der Medizin? Es klingt ja schon sehr traurig und zynisch, wenn man existenzielle Grundbedürfnisse wie Lesen, Schreiben, sanitäre Anlagen und fließend Wasser als stolze Errungenschaft auflisten muss. Das war bereits für die alten Römer vor 2000 Jahren Standard. Mit diesen Selbstverständlichkeiten konkretisieren Sie doch genau den von mir angesprochenen Begriff der „Brotkrumen“. Ich behaupte weder, dass es den Menschen immer schlechter, noch dass es ihnen zumindest nicht besser gehe. Ich schreibe ganz klar und unmissverständlich davon, dass sich die Wohlstandsentwicklung der großen Masse im Vergleich zur Vermögensentwicklung sehr weniger Superreicher eben wie Brotkrumen darstellt.
            Entschuldigung, dass ich es pervers finde, wenn 2.200 Superreiche ein Gesamtvermögen besitzen, welches höher ist, als das BIP von Deutschland, Großbritannien und Frankreich zusammen (Gesamtbevölkerung etwa 213 Millionen).
            Leider liegen mir auf die Schnelle keine konkreten Zahlen vor, welches Schaden-Nutzen-Verhältnis die Nullzinspolitik und die Finanz- und Steuerpolitik gebracht hat und für viele folgende Generationen noch bringen wird. Ich bin jedoch schon der Meinung, dass in erster Linie Konzerne und Superreiche davon profitieren.

          3. Na Sie haben behauptet, es würde nur wenigen Menschen besser gehen, während für den Rest nur „Brotkrumen“ abfallen. Sind Brotkrumen kein Synonym für extreme Armut?

            Und nicht ich bin zynisch, sondern Sie, wenn Sie so gleichgültig sind, dass es Ihnen sogar egal ist, dass nun Millionen Menschen ein viel, viel besseres Leben haben als in der Vergangenheit. Ja, fliessendes Wasser und sanitäre Anlagen sind Errungenschaften, die früher für einen Großteil der Menschheit nicht zur Verfügung standen. Offenbar zählt das alles für Sie nicht, Ihnen sind also abermillionen Kinder, die nicht sterben egal. Die globalen Fortschritte der letzten Jahrzehnte sind einfach enorm – aber Ihnen schlicht egal.

            Und nein, es stimmt einfach nicht, dass sanitäre Anlagen zur Römerzeit normal waren – das galt für eine kleine Oberschicht, ansonsten ist das für den Großteil der Menschen erst in den letzten Jahrzehnten normal geworden. Mich schaudert es bei Ihrem Zynismus.

            Ja, so eine Schaden-Nutzen-Rechnung wäre mal interessant. Ich bin fest davon überzeugt, dass höhere Zinsen in der Krise zu einer Katastrophe geführt hätten, also zu weit, wei mehr Arbeitslosen und damit viel mehr Armut. Zudem leiden gerade geringverdiener ja nicht darunter – die Hälfte der Deutschen verfügt über kaum Nettovermögen und hat somit auch früher kaum Zinsen erhalten.

            Beim Punkt Vermögensungleichheit rennen Sie bei mir offene Türen ein (wobei ein Vergleich der Stromgröße BIP mit der Bestandsgröße Vermögen wenig sinnvoll ist). NUn ist es aber keineswegs so, dass diese Ungleichheit früher grundsätzlich neidriger gewesen wäre. Diese rosigen Zeiten, zu denen Sie sich offenbar zurücksehnen, gab es so nicht, im Gegenteil.

          4. @leftutti

            schauen Sie mal hier welche Fortschritte es gab, viedlleicht reduziert das Ihren Zynismus:

            https://ourworldindata.org/

            https://www.gapminder.org/

          5. @tm, mir ist es weder egal, dass Millionen Menschen ein besseres Leben haben als früher, noch dass Abermillionen Kinder nicht sterben müssen. Wie kommen Sie auf so einen Blödsinn? Ich freue mich natürlich sehr darüber!
            Allerdings finde ich die globalen Fortschritte hinsichtlich Dingen, die normal und unterster Standard sein sollten, im 3. Jahrtausend nach Christi Geburt nicht enorm, betrachtet man einmal die Summen, die für Schwachsinn wie Kriege, Militärhaushalte, Grenzwälle und andere Penisvergleiche verpulvert werden (wer hat den höchsten Wolkenkratzer, wer die meisten Supersportwägen, wer die längste und teuerste Jacht, wer das weltweit teuerste Apartment, wer kann den meisten Kaviar fressen)… Das meinte ich mit zynisch.

            Gut, wenn Sie mir jetzt in die Brotkrumen unbedingt eine nie beabsichtigte Aussage von extremer Armut hinein interpretieren wollen, verbessere ich meinen Vergleich: Während einige wenige Superreiche meinen, es sei cool, ein Glas Whisky für 9.999 Schweizer Franken zu saufen oder sich für 1.500 € im Restaurant den Wanst mit Molekularküche vollzuschlagen, steht vielen Millionen zumindest täglich eine Handvoll Reis zur Verfügung, damit sie nicht mehr verhungern müssen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil kann sich sogar bereits täglich einen Döner oder eine Pizza leisten.
            https://www.stern.de/genuss/trinken/schweiz–chinese-zahlt-9000-euro-fuer-ein-glas-whisky-von-1878-7563564.html
            https://www.printplanet.de/wissenswertes/themen/essen-und-trinken/die-10-teuersten-und-exklusivsten-restaurants-der-welt

          6. ok, Leftutti, nun nähern wir uns doch an.
            Das es einzelne Verrückte gibt, die Unmengen für Whiskey oder goldene Steaks ausgeben, ist so und man kann sich darüber auch aufregen. Aber daran würden auch höhere Steuern für Reiche nichts ändern und umgekehrt würde es den armen Menschen in der Sahelzone wenig helfen, wenn Ribery kein goldenes Steak isst.

            Und wenn wir auf die Militärhaushalte schauen, dann sehen wir doch auch dort tendenztiell Fortschritte. Der Anteil der Militärausgaben am BIP war früher wesentlich höher – und auch der Rückschritt unter Trump und Putin – wird hier noch von Dauer sein.

            Also klar gibt es immer noch viel, viel zu verbessern, aber die Menscheit hat in den letzten Jahrzehnten Fortschritte gemacht wie zuvor über Jahrhunderte nicht und wir sollten doch alle daran arbeiten, dass sich das fortsetzt.

          7. @tm, eben, und da wir uns schon gerade annähern, lesen Sie doch bitte nochmal mit normalem Puls und freiem Kopf meinen ersten Kommentar, über den Sie sich so echauffiert haben. Dort schreibe ich doch im Prinzip nicht mehr als eine Ergänzung bzw. Beleuchtung aus einem anderen Blickwinkel zu Ihrer und Columbos These, dass der Mensch angeblich einen weit verbreiteten Wunsch nach Apokalypse hege und zu lange Zeiten an Wohlergehen und Sicherheit nicht ertrage. Nämlich was einer der Gründe für diesen Wunsch sein könnte.

          8. @leftutti
            Ich sehe täglich jahraus, jahrein deine Landsleute in meinem Land Urlaub machen und das sind nicht die Superreichen, sondern „die große Masse mit den Brotkrumen“. Die Brotkrumen nennen sich BMW X5,Mercedes und Porsche.

  6. Sehr geehrter tm
    Ich denke nicht daß es einen weit verbreiteten Wunsch nach einer Apokalypse in der Bevölkerung gibt.
    Viele begreifen, daß dieser Wohlstand auf Sand gebaut ist, ein auf Schulden basierender Treibsand.
    Die tieferliegenden Ursachen für diese Ängste sind realwirtschaftliche: Demographie, Warensättigung und Globalisierung, die zu sich abschwächendem Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volkswirtschaften geführt haben und damit zu tendenziell wachsender Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikten führen werden. Es sind weltweit Abschottungstendenzen erkennbar und wir stehen wohl am Anfang der Reglobalisierung.
    Die Menschen haben verstanden, daß diese Globalisierung schon lange nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken des Warenaustausches zu tun hat. Die großen Nutznieser dieser offenen Grenzen sind Konzerne, welche obendrein auch ihre inländischen Gewinne „global unter dem Gesichtspunkt der Steuervermeidung“ transferieren können. Die Vorteile schwinden immer mehr und es weht uns ein immer eisigerer Wind ins Gesicht.

    Dies ist meine persönliche Sicht der Dinge.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    1. Die Schuldenquoten in Westeuropa sinken aber seit Jahren und sind – wie kürzlich hier in einem Artikel gezeigt wurde – in den entwickelten LÄndern ohnehin seit den 1990ern stabil. Was meinen Sie mit Demographie? Die Alterung oder eher die (vermeintliche) Überbevölkerung? Tatsächlich ging es der Menschheit in Summe noch nie so gut wie heute – und wenn man Menschen nach ihrer Einschätzung für ihre persönliche Lebenslage fragt, antworten die allermeisten auch mit gut. Fragt man dann aber nach einer Einschätzung für die Allgemeinheit, werden dann viele plötzlich pessimistisch.

      Ja, wir stehen offenbar vor Rückschritten bei der Globalisierung – was m.E. zu Recht in Grund zur Besorgnis ist.

      Naja, es ist eben nicht nur Ihre persönliche Sicht der Dinge – Sie unterstellen ja, dass alle, die das anders sehen als Sie, dumm sind oder ihren Verstand nicht benutzen. Sie fühlen sich offenbar im Besitz der Wahrheit und alle, die Ihre Sicht nicht teilen, müssen notwendig falsch liegen.

  7. Sehr geehrter tm
    DIE WAHRHEIT zu propagieren steht mir nicht zu, ich möchte mich IHR lediglich nähern und zwar über konstruktiven Meinungsaustausch.
    Solange es sich um eine gepflegte, nicht von Emotionen geführte oder testosteronbasierte Diskussion handelt, bin ich gerne bereit DIESE zu führen. Weshalb ich aber nicht automatisch von meiner Sicht der Dinge abrücken werde. Ich kann mich ihrer Argumentation nicht anschließen, da sie vor allem den IST-Zustand beschreibt. Ich habe diese Einstellung in Diskussionen schon einmal 2007 erlebt, als ich vor der offensichtlichen Blase im Bekanntenkreis gewarnt hatte(hier hatte ich speziell das Problem des zu hohen Ölpreises für das weitere Wirtschaftswachstum angesprochen) wurde ich als ein, unter völliger Unkenntnis der realen Zustände negierender, Schwarzmaler bezeichnet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    1. 1986 behauptete ich am bayr.Biertisch,dass wir im Rentenalter (2030),eine Einheitsrente bekommen werden,die nur noch fuer die Miete reichen wird.
      Und,wie schauts denn 2019 schon aus,mit der Rente,wie wenig ist die denn?
      Hartz 4,das rat ich dir,denn die Rente…ja die ist wenig und genau das hat Bluem nicht erwaehnt..WENIG ist sicher!
      Aufstocken ist das Motto…

    2. Nunja, offenbar unterstellen Sie doch allen, die eine andere Sichtweise haben als Sie, dass sie den Verstand nicht benutzen und lerztlich falsch liegen. Also sehen Sie und sich allein doch im Besitz der Wahrheit…

      Neun, ich beschreibe nicht nur den Ist-Zustand, wenn ich sage, dass die Staatsschuldenquoten in Westeuropa seit einigen Jahren fallen und allgemein in den entwickelten Ländern seit den 1990ern stabil sind (das hat ein Artikel hier bei FMW gezeigt).

      Vor der Immobilienblase in den USA und Spanien 2006/07 habe ich übrigens auch gewarnt und mein Unternehmen entsprechend gehandelt. Auch die hohen Ölpreise damals hatte ich als Problem genannt. Es ist also nicht so, dass ich grundsätzlich optimistisch bin. Tatsächlich bin ich angesichts von Trump sogar kurzfristig eher pessimistisch.

      Aber vieleicht können wir ja tatsäclhich zu einer sachlichen Diskussion kommen. Sie sprachen oben an, dass Sie die Demographie als realwirtschaftliches Problem sehen und ich hatte gefragt, inwiefern Sie das so sehen. Das finde ich einen sehr spannenden Aspekt. Vielleicht können Sie dazu noch etwas schreiben.

  8. „Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

    danach…

    Gold fuer die Reichen…
    Silber fuer die solvente Gesellschaft…
    und fuer den dahin siechenden Rest (Mehrheit)bleibt der Flaschenpfand uebrig!
    Siehe die neue Flaschenpfandverordnung seit 2019,die sich stetig erweitert…
    Da bleibt auch fuer einen Blinden noch eine Flasche ect. uebrig…
    Es wird jetzt schon dafuer gesorgt,dass in schlechten Zeiten,die leeren Flaschen zum ueberleben beitragen sollen!
    Und das erst bei einer Korrektur von ca.20% an den weltweiten Maerkten…da ist noch Luft nach unten!

  9. Nun, ich wollte mich eigentlich nicht in eine Gerechtigkeits- oder Verteilungsdiskussion einmischen. Das Thema ist sehr komplex und damit in diesem Medium nicht so einfach zu diskutieren, außerdem gilt „quot capita, tot sensus“! Aber ich möchte hier nur kurz einen mathematisch-philosophischen Aspekt anbringen, der verdeutlicht, warum mit unserem Geldsystem die Vermögensschere zwangsläufig auseinandergehen muss. Wenn es kein Steuersystem gibt, welches große Vermögen abschöpft und zudem verhindert, dass es nicht ins Ausland/in Steueroasen abfließt, wird immer der Zinseszinseffekt zuschlagen, den Albert Einstein einmal als achtes Weltwunder bezeichnet hat (man geht zumindest von ihm aus).
    Dazu ein simples Beispiel. Gehen wir einmal von einer Rendite von 7% aus (Aktienmarktrendite über Jahrzehnte), so verdoppelt sich das Vermögen alle 10 Jahre. Das mühsam ersparte Geld des Kleinanlegers steigt von 10 Tsd.€ auf 20 Tsd.€, bei einem Vermögenden von 1 Mio. auf 2 Mio., und so weiter – die Schere wird also immer größer, vor allem in größerer Zeitreihe. Wie gesagt, wenn es zu keiner Abschöpfung des Zuwachses kommt, was aber im Zeitalter des Internets und der Globalisierung immer schwerer wird. Das gleiche passiert auch mit den Staatschulden (Deutschland), die von gut 9 Mrd.€ im Jahre 1950 (umgerechnet) auf bereits 2000 Mrd.€ gestiegen sind. Deshalb gab es bisher fast in jeder Lebensperiode eines Menschen eine Währungsreform, weil sowohl Guthaben, als auch Schulden in astronomische Höhen gestiegen sind (in der Regel waren es aber Kriegskosten, die dafür ursächlich waren). Im Übrigen hat unser Land seit 1800 schon sieben Staatsbankrotte hingelegt, Griechenland hingegen sechs. Allein schon aus diesem Grund wird unsere Schuldenökonomie einen Reset erleben, die Frage ist nur wann. Wir wirtschaften schon über 70 Jahre seit dem letzten Kapitalschnitt. Die Lösung für eine symmetrischere Aufteilung des Volksvermögens hat man deshalb auch noch nicht.
    Ach so. Warum ist Donald Trump so vermögend geworden? Weil er und seine Brüder angeblich vom Vater 1 Mrd.$ geerbt haben – und das in Manhattan.

  10. warum mekern hier alle rum?

    wenn jeder Mekerer ein paar Unzen Gold kauf, ist der EZB-Spuk in wenigen Monaten vorbbei

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