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„Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

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Ernst Wolff ist bekanntlich kein Anhänger des derzeitigen Treibens an den Finanzmärkten. Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist), aber mit dem von eben diesen Notenbanken geplanten Ausstieg aus der ultralaxen Geldpolitik durch Zinsanhebungen/Bilanzreduzierung seien Teile der inzwischen immens gestiegenen Schulden absehbar nicht mehr bedienbar. Wolff vergleicht die Finanzmärkte mit einem Motor, der viel zu heiß läuft und (durch die Notenbanken) ständig herunter gekühlt werden müsse – aber am Ende, das wüßten im Grunde alle, werde der Motor kaputt gehen:


Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.

43 Kommentare

43 Comments

  1. Paul

    14. Januar 2019 18:01 at 18:01

    Das mit der Kaufkraft sehe ich ganz anders.
    Von wegen sie stagniert!Die letzten 12 Monate viell….aber nur mal die letzen 10 Jahre Revue passieren lassen,da schauts aber anders aus!

  2. Paul

    14. Januar 2019 18:13 at 18:13

    Das Finanzkasino muss ausgetrocknet werden!!
    Beim Buerger ist die Austrocknung schon im vollen Gange!
    Ich merks z.B.taegl.am europ.Aussenwert und der Brexit steht auch noch vor der Tuer!
    Wennst do koa Gold host,dann bist verratzt….

    • tm

      14. Januar 2019 19:12 at 19:12

      Der Außenwert des Euro ist doch extrem stabil.

        • tm

          15. Januar 2019 09:27 at 09:27

          hm ok, an THB und Singapur Dollar hatte ich nun nicht gedacht, beim CHF sehe ich hingegen keine Schwäche – und bei USD, GBP, JPY und diversen weiteren – weltweit relevanteren Währungen als dem THB – auch nicht. Aber gut, das scheint mir subjektiv zu sein.

      • Harry von Hattnix und Kriegtnix

        15. Januar 2019 08:32 at 08:32

        Ich lebe seit 7 Jahren in Asien und ich kenne den Außenwert des Euro.Es gab Zeiten da haben sie Euro Bar nicht getauscht bekommen oder 20% unter dem Kurs.Ich selbst habe kein Bargeld sondern gehe zum Automaten.Jetzt soll nur Niemand kommen und mir erzählen das dort der Kurs schlechter ist,Schwachsinn.In der ganzen Zeit habe ich,weil der Kurs so extrem stabil ist,bei sehr kleiner Rente unter 1000.-€ ungefähr 3000.-€ verloren.Andere werden über die Summe lachen aber für mich ist es viel Geld.Gruß aus der Sonne Harry von Hattnix und Kriegtnix

        • tm

          15. Januar 2019 09:28 at 09:28

          Mea Culpa – ich hatte „nur“ so unwichtige Währungen wie USD, GBP, JPY und CHF im Blick.

          • Harry von Hattnix und Kriewgtnix

            15. Januar 2019 11:49 at 11:49

            Ich muss mich für meinen Kommentar entschuldigen.Mir war nicht klar das ich als Rentner in Asien nicht den Überblick wie sie habe.Das hätte mir bei ihren Überragenden Analysen hier im Forum auffallen müssen.Sie sind hier ja so etwas wie das Superhirn.

          • tm

            15. Januar 2019 11:56 at 11:56

            Dem kann ich nicht widersprechen.

        • Paul

          15. Januar 2019 12:01 at 12:01

          Ich bekomme seit 2009 bis akt.heute,ca.25% weniger fuer den Lumpeneuro!!
          Wenn man sich aber nur in der europ.Huelle bewegt,dann ists nat.verstaendlich….so wie @tm ect.hier an Bord…
          Appropo,wo stand Gold vor 10 Jahren und heute?
          Nur so kommst als Rentner ausserhalb Europa, schmerzlos ueber die Runden..
          Wenn der Euro morgen ins Nirvane fallen sollte,dann kann ich trotzdem noch um die Haeuser ziehen…mit nem Nugget in der Taesch!

          • tm

            15. Januar 2019 12:11 at 12:11

            🙂 ja, ja, ich bewege mich nur in Europa… oh man oh man. Außer Beleidigungen und Hass haben Sie nichts zu bieten, oder? Also ich war alleine im vergangenen Jahr dreimal in Asien, dazu in Australien, Neuseeland und diversen europäischen Ländern. Und Sie?

            Aber klar, als Goldbug hat man immer Recht.

            Sind Sie eigentlich identisch mit „Harry von Hattnix“? Oder schreiben hier zufällig zwei deutsche Rentner, die in Asien leben?

            Also bleiben wir doch bei den Fakten: Gegenüber allen Hauptwährungen ist der Euro extrem stabil – und auch gegenüber dem THB halten sich die Schwankungen in sehr engen Grenzen. Seit Mitte 2015 schwankt der Wechselkurs um 38 THB/EUR zwischen 41 und 36. Aber bitte antworeten Sie nochmals mit Wortkreationen wie Lumpeneuro und vielen Ausrufezeichen.

          • Paul

            15. Januar 2019 12:22 at 12:22

            ….und wer glaubt, Venezuela od.Tuerkei sei auf einem anderen Planeten,dem wuensch ich viel Spass mit „nur“seinen Euros in der Taesch..
            Mal sehen wie lange es noch dauern wird,bis ein Flug z.B.von MUC nach New York dann ca.1500 Euro kostet…nat.Hin & zurueck versteht sich!
            Ja und die Blaupausen von Zypern,Portugal nicht vergessen….
            Out of order … sprach der ATM!
            Is so krass,ha..des finanzsystem der Gierigen..

            Die sog.2200 Leute,die @Colombo erwaehnt hat,denen wuensch ich ein Leben im Rollstuhl,dann werden sie merken,dass Geld keinen wert mehr fuer sie hat!!

          • Paul

            15. Januar 2019 12:31 at 12:31

            @tm,der Unterschied bei ihnen ist,Sie machen Urlaub und ich lebe dort und dann ist es nat.so,dass eine Investitation im 5stelligen Eurobereich,sei es PKW od.ETW sich um 25% nur durch diesn Lumpeneuro-Wechselkurs verteuert hat!
            Wenn sie meine schreibweise als Beleidigung auffassen,dann weis ich ja,wie sie gestrickt sind(zahrt beseidet)…aber sie sind ja mit ihrer Denke in der „Noch Mehrheit“!
            Ich werde aber auf keinen Fall hier mit Wattebaelchen nach ihnen werfen!

          • Paul

            15. Januar 2019 12:49 at 12:49

            In dieser Zeit ist aber auf dem Teller in Asien,im Restaurant noch weniger drauf und nochdazu ist der Teller (Fras) um ca.50% teurer geworden!Von europ.Lebensmitteln will ich erst gar nicht reden…
            Also habe ich mind.50% weniger Kaufkraft seit 10 jahren fuer den EURO.

            Und..,bin ich deswegen hier am jammern?

            Fuer die Raucher…Marlboro in den letzten 2 Jahren um ca.90% verteuert!
            Mir braucht keiner erzaehlen,dass der Euro eine stabile“Machtwaehrung“ im „fallenen“ Europa sein soll.

          • tm

            15. Januar 2019 12:53 at 12:53

            Naja, angesichts der Anfeindungen würde ich mich nicht als zart besaitet ansehen, aber lassen wir das.

            Schääbig finde ich es aber, dass Sie anderen ein Leben im Rollstuhl wünschen. Schönen Tag noch.

      • Harry von Hattnix und Kriegtnix

        17. Januar 2019 04:00 at 04:00

        Stimmt 14.03.2014 Euro-Dollar 1.3884 !4.03.2015 Euro-Dollar 1.0496 in diesem Zeitraum sieht man die Power des Euro.Danke Mario.Die kommenden Generationen der einfachen Leute ohne Vermögen werden Luftsprünge fur Freude machen wenn sie merken das Mario ihnen die Chance genommen hat sich ein bisschen Kohle zur Seite zu legen bei ein paar % Zinsen.Es soll nämlich Menschen geben die Keine Aktien wollen.Man sollte es Akzeptieren und sie nicht als Vollidioten,natürlich durch die Blume,zu bezeichnen.Wenn ich zu der Zeit noch leben würde käme ich vielleicht auf den Gedanken“Wie so haben sie damals den Kerl und seine Bandenmitglieder nicht aufgehängt“ kein schöner Gedanke aber könnte passieren.Harry von Hattnix und Kriegtnix

  3. frank

    14. Januar 2019 18:39 at 18:39

    seit es FNW gibt warnt Ernst Wolff vor dem Finanzcrash. Nur ein weiterer Untergangsprophet.

  4. tm

    14. Januar 2019 19:11 at 19:11

    “ Sie seien durch die Notenbanken manipuliert (was kaum zu widerlegen ist)“

    Naja was soll manipuliert aussagen? Dass die Notenbanken viel Einfluß auf die Finanzmörkte haben, ist wohl unbestritten – aber wieso ist eine Zinssenkung in Zeiten der Krise eine Manipulation, eine Zinserhöhung aber keine Manipulation? Tatsächlich liegt der Leizins in der Eurozone doch genau dort, wo er nach so ziemlich allen Regeln zu erwarten ist.

  5. Bond-Kenner 007

    14. Januar 2019 22:19 at 22:19

    @ den allwissenden TM. nach ihrem Ermessen sind wohl italienische Staatsanleihen mit unter 3% wohl angemessen verzinst , nicht zu glauben ?? Haben Sie schon einmal überlegt, warum sie immer bei den meisten Postern anecken ?

  6. Quintus

    15. Januar 2019 10:41 at 10:41

    Sehr geehrter tm
    Ich denke nicht daß es einen weit verbreiteten Wunsch nach einer Apokalypse in der Bevölkerung gibt.
    Viele begreifen, daß dieser Wohlstand auf Sand gebaut ist, ein auf Schulden basierender Treibsand.
    Die tieferliegenden Ursachen für diese Ängste sind realwirtschaftliche: Demographie, Warensättigung und Globalisierung, die zu sich abschwächendem Wirtschaftswachstum in den entwickelten Volkswirtschaften geführt haben und damit zu tendenziell wachsender Arbeitslosigkeit und Verteilungskonflikten führen werden. Es sind weltweit Abschottungstendenzen erkennbar und wir stehen wohl am Anfang der Reglobalisierung.
    Die Menschen haben verstanden, daß diese Globalisierung schon lange nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken des Warenaustausches zu tun hat. Die großen Nutznieser dieser offenen Grenzen sind Konzerne, welche obendrein auch ihre inländischen Gewinne „global unter dem Gesichtspunkt der Steuervermeidung“ transferieren können. Die Vorteile schwinden immer mehr und es weht uns ein immer eisigerer Wind ins Gesicht.

    Dies ist meine persönliche Sicht der Dinge.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • tm

      15. Januar 2019 11:06 at 11:06

      Die Schuldenquoten in Westeuropa sinken aber seit Jahren und sind – wie kürzlich hier in einem Artikel gezeigt wurde – in den entwickelten LÄndern ohnehin seit den 1990ern stabil. Was meinen Sie mit Demographie? Die Alterung oder eher die (vermeintliche) Überbevölkerung? Tatsächlich ging es der Menschheit in Summe noch nie so gut wie heute – und wenn man Menschen nach ihrer Einschätzung für ihre persönliche Lebenslage fragt, antworten die allermeisten auch mit gut. Fragt man dann aber nach einer Einschätzung für die Allgemeinheit, werden dann viele plötzlich pessimistisch.

      Ja, wir stehen offenbar vor Rückschritten bei der Globalisierung – was m.E. zu Recht in Grund zur Besorgnis ist.

      Naja, es ist eben nicht nur Ihre persönliche Sicht der Dinge – Sie unterstellen ja, dass alle, die das anders sehen als Sie, dumm sind oder ihren Verstand nicht benutzen. Sie fühlen sich offenbar im Besitz der Wahrheit und alle, die Ihre Sicht nicht teilen, müssen notwendig falsch liegen.

  7. Quintus

    15. Januar 2019 12:44 at 12:44

    Sehr geehrter tm
    DIE WAHRHEIT zu propagieren steht mir nicht zu, ich möchte mich IHR lediglich nähern und zwar über konstruktiven Meinungsaustausch.
    Solange es sich um eine gepflegte, nicht von Emotionen geführte oder testosteronbasierte Diskussion handelt, bin ich gerne bereit DIESE zu führen. Weshalb ich aber nicht automatisch von meiner Sicht der Dinge abrücken werde. Ich kann mich ihrer Argumentation nicht anschließen, da sie vor allem den IST-Zustand beschreibt. Ich habe diese Einstellung in Diskussionen schon einmal 2007 erlebt, als ich vor der offensichtlichen Blase im Bekanntenkreis gewarnt hatte(hier hatte ich speziell das Problem des zu hohen Ölpreises für das weitere Wirtschaftswachstum angesprochen) wurde ich als ein, unter völliger Unkenntnis der realen Zustände negierender, Schwarzmaler bezeichnet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • Paul

      15. Januar 2019 12:59 at 12:59

      1986 behauptete ich am bayr.Biertisch,dass wir im Rentenalter (2030),eine Einheitsrente bekommen werden,die nur noch fuer die Miete reichen wird.
      Und,wie schauts denn 2019 schon aus,mit der Rente,wie wenig ist die denn?
      Hartz 4,das rat ich dir,denn die Rente…ja die ist wenig und genau das hat Bluem nicht erwaehnt..WENIG ist sicher!
      Aufstocken ist das Motto…

    • tm

      15. Januar 2019 13:01 at 13:01

      Nunja, offenbar unterstellen Sie doch allen, die eine andere Sichtweise haben als Sie, dass sie den Verstand nicht benutzen und lerztlich falsch liegen. Also sehen Sie und sich allein doch im Besitz der Wahrheit…

      Neun, ich beschreibe nicht nur den Ist-Zustand, wenn ich sage, dass die Staatsschuldenquoten in Westeuropa seit einigen Jahren fallen und allgemein in den entwickelten Ländern seit den 1990ern stabil sind (das hat ein Artikel hier bei FMW gezeigt).

      Vor der Immobilienblase in den USA und Spanien 2006/07 habe ich übrigens auch gewarnt und mein Unternehmen entsprechend gehandelt. Auch die hohen Ölpreise damals hatte ich als Problem genannt. Es ist also nicht so, dass ich grundsätzlich optimistisch bin. Tatsächlich bin ich angesichts von Trump sogar kurzfristig eher pessimistisch.

      Aber vieleicht können wir ja tatsäclhich zu einer sachlichen Diskussion kommen. Sie sprachen oben an, dass Sie die Demographie als realwirtschaftliches Problem sehen und ich hatte gefragt, inwiefern Sie das so sehen. Das finde ich einen sehr spannenden Aspekt. Vielleicht können Sie dazu noch etwas schreiben.

  8. Paul

    15. Januar 2019 14:38 at 14:38

    „Entweder es platzt die Blase an den Finanzmärkten – oder die Schulden-Blase platzt“

    danach…

    Gold fuer die Reichen…
    Silber fuer die solvente Gesellschaft…
    und fuer den dahin siechenden Rest (Mehrheit)bleibt der Flaschenpfand uebrig!
    Siehe die neue Flaschenpfandverordnung seit 2019,die sich stetig erweitert…
    Da bleibt auch fuer einen Blinden noch eine Flasche ect. uebrig…
    Es wird jetzt schon dafuer gesorgt,dass in schlechten Zeiten,die leeren Flaschen zum ueberleben beitragen sollen!
    Und das erst bei einer Korrektur von ca.20% an den weltweiten Maerkten…da ist noch Luft nach unten!

  9. Wolfgang M.

    15. Januar 2019 18:47 at 18:47

    Nun, ich wollte mich eigentlich nicht in eine Gerechtigkeits- oder Verteilungsdiskussion einmischen. Das Thema ist sehr komplex und damit in diesem Medium nicht so einfach zu diskutieren, außerdem gilt „quot capita, tot sensus“! Aber ich möchte hier nur kurz einen mathematisch-philosophischen Aspekt anbringen, der verdeutlicht, warum mit unserem Geldsystem die Vermögensschere zwangsläufig auseinandergehen muss. Wenn es kein Steuersystem gibt, welches große Vermögen abschöpft und zudem verhindert, dass es nicht ins Ausland/in Steueroasen abfließt, wird immer der Zinseszinseffekt zuschlagen, den Albert Einstein einmal als achtes Weltwunder bezeichnet hat (man geht zumindest von ihm aus).
    Dazu ein simples Beispiel. Gehen wir einmal von einer Rendite von 7% aus (Aktienmarktrendite über Jahrzehnte), so verdoppelt sich das Vermögen alle 10 Jahre. Das mühsam ersparte Geld des Kleinanlegers steigt von 10 Tsd.€ auf 20 Tsd.€, bei einem Vermögenden von 1 Mio. auf 2 Mio., und so weiter – die Schere wird also immer größer, vor allem in größerer Zeitreihe. Wie gesagt, wenn es zu keiner Abschöpfung des Zuwachses kommt, was aber im Zeitalter des Internets und der Globalisierung immer schwerer wird. Das gleiche passiert auch mit den Staatschulden (Deutschland), die von gut 9 Mrd.€ im Jahre 1950 (umgerechnet) auf bereits 2000 Mrd.€ gestiegen sind. Deshalb gab es bisher fast in jeder Lebensperiode eines Menschen eine Währungsreform, weil sowohl Guthaben, als auch Schulden in astronomische Höhen gestiegen sind (in der Regel waren es aber Kriegskosten, die dafür ursächlich waren). Im Übrigen hat unser Land seit 1800 schon sieben Staatsbankrotte hingelegt, Griechenland hingegen sechs. Allein schon aus diesem Grund wird unsere Schuldenökonomie einen Reset erleben, die Frage ist nur wann. Wir wirtschaften schon über 70 Jahre seit dem letzten Kapitalschnitt. Die Lösung für eine symmetrischere Aufteilung des Volksvermögens hat man deshalb auch noch nicht.
    Ach so. Warum ist Donald Trump so vermögend geworden? Weil er und seine Brüder angeblich vom Vater 1 Mrd.$ geerbt haben – und das in Manhattan.

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Die Schweizer wissen wie es geht – mach aus Luft 30 Milliarden Gewinn in 3 Monaten

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Ja, wir wissen, der Titel klingt natürlich etwas reißerisch, aber letztlich ist es so. Die Schweizer schaffen aus dem Nichts, quasi aus dem luftleeren Raum, gigantische Gewinne. Wenn der Normalbürger das doch auch so einfach machen könnte. Aber leider ist das Geldverdienen dieser Art nur für staatlich kreierte Notenbanken möglich.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte jahrelang (virtuell) in gigantischem Ausmaß Franken gedruckt, um sie gegen Dollar und Euro zu verkaufen. Damit will sie den Franken schwach halten. Damit hat sie aber das „Problem“, dass sie immer größere Berge an Dollars und Euros angehäuft hatte. Die werden auch zu guten Teilen in US-Aktien angelegt, weshalb die Nationalbank in unzähligen großen Titeln engagiert ist.

Und so kommt es zu folgendem Umstand. Laufen die Aktienkurse gut, verdient sich die Schweizerische Nationalbank dumm und dämlich. Wie sie heute mitgeteilt hat, war es allein im 1. Quartal 2019 ein Gewinn von 30,7 Milliarden Franken. 29,3 Milliarden Franken davon rühren her aus Gewinnen der Fremdwährungspositionen. Dazu die SNB im Wortlaut:

Die Zins- und Dividendenerträge betrugen 2,4 Mrd. Franken bzw. 0,7 Mrd. Franken. Auf Zinspapieren und -instrumenten resultierte ein Kursgewinn von 6,9 Mrd. Franken. Das positive Börsenumfeld führte zudem zu einem Gewinn von 17,4 Mrd. Franken auf Beteiligungspapieren und -instrumenten. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 1,9 Mrd. Franken.

Ende 2018 hatte die SNB einen Devisenberg von umgerechnet 763 Milliarden Franken angehäuft. Bei so einer Manövriermasse können schon mal satte Gewinne, aber auch Verluste anfallen. Zuletzt, dank der guten Börsenlage, lief es halt sehr gut. Die Bilanzsumme von 817 Milliarden Franken zu Ende 2018 ist übrigens vier mal so hoch wie noch 2009! Das ist doch alles nicht mehr normal. Und all das nur, damit der Franken nicht immer weiter aufwertet.

Schweiz - Schweizerische Nationalbank
Die Schweizerische Nationalbank in Bern. Foto: CC BY-SA 3.0

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Neue genehmigte Wohnungen in Deutschland: Trendumkehr?

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Ohhh, da gibt es aber gerade einen Schwenk gen Süden. Erst vor zwei Wochen hatten wir gefeiert, dass in Deutschland nun endlich eine anständige prozentuale Steigerung bei der Genehmigung neuer Wohnungen erkennbar ist. Im Januar gab es im Jahresvergleich noch ein Plus bei den Genehmigungen für normale Wohnungen (Wohngebäude mit drei Wohnungen oder mehr) von 6,3%.

Heute wurden Zahlen für Januar und Februar zusammen veröffentlicht. Im Jahresvergleich sinken die Genehmigungen für diese normalen Wohnungen in Wohnblöcken um 3,2%. Der Gesamtschnitt aller Genehmigungen sinkt nur um 0,1%, weshalb in anderen Medien aktuell von einer Stagnation die Rede ist. Aber rechnet man Einfamilienhäuser und andere Faktoren raus, bleibt nun mal der aktuell spürbare Rückgang im wichtigsten Teilsektor, den Einzelwohnungen. Zitat Statistisches Bundesamt von heute:

Von Januar bis Februar 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 49 350 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das nahezu genau so viele Baugenehmigungen wie im Vorjahreszeitraum (-0,1%). Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Februar 2019 rund 42 600 Wohnungen genehmigt. Dies waren 2,0 % oder 900 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (+4,4 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 1,1 % und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 3,2 %.

Erst seit heute zeigt der Chart ganz am Ende einen Abwärtstrend bei den Genehmigungen an. Mal schauen, ob sich dies in den nächsten Monaten verfestigt.

Genehmigte Wohnungen

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Tesla-Quartalszahlen: Verlust deutlich höher als erwartet, Umsatz sehr schwach

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Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Kennzahlen. Heute vergleichen wir bei Tesla nicht wie sonst üblich die aktuellen Werte mit den Vorjahreswerten, sondern mit denen des letzten Quartals. Denn Tesla hat noch keine klassischen Produkt- und Saison-Zyklen wie etablierte Hersteller, sondern fährt gerade eine schnelle Wachstumsstory mit seinem Model 3. Da müsste es eigentlich von Quartal zu Quartal aufwärts gehen, wegen der Abarbeitung der Auftragshalde.

Lachnummer vorweg: 90 Minuten nach Börsenschluss ist der Conference Call mit Analysten angesetzt. Diesmal hat sich Tesla 75 Minuten Zeit gelassen mit der Veröffentlichung seiner Zahlen. Damit die Analysten kaum/keine Zeit haben die Daten zu prüfen, bevor die Fragerunde startet?

Der Umsatz liegt bei 4,54 Milliarden Dollar (Vorquartal 7,23/erwartet 4,4-5,4).

Der Verlust liegt bei 2,90 Dollar pro Aktie (Vorquartal +1,93/erwartet -1,30, grob geschätzt).

Die Aktie notiert nachbörslich mit +1% (erstaunlich).

Der Cash-Bestand sinkt in 3 Monaten von 3,7 auf 2,2 Milliarden Dollar (es mussten auch Anleihen zurückgezahlt werden).

920 Millionen Dollar wurden in 3 Monaten verbrannt.

Tesla bestätigt seinen bisherigen Jahresausblick von 360.000-400.000 Auslieferungen im Gesamtjahr 2019.

Die „Automotive gross margin“ sinkt von 24,3% auf 20,2%.

Kurz-Fazit: Gruselige Zahlen.

Tesla-Werk Fremont - Tesla-Quartalszahlen
Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien. Foto: Steve Jurvetson – Flickr: Blue Belles CC BY 2.0

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