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Entwicklungen über die Feiertage: Euro und Gold im Trend, WTI-Öl erreicht 60 Dollar, Apple dämpft Tech-Sektor

Nach 13.078 Punkten am Freitagabend scheint der Dax nun mit 13.065 Punkten neu in den Handel zu starten. Der deutsche Markt scheint genau so langweilig in die drei Tage dauernde…

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FMW-Redaktion

Nach 13.078 Punkten am Freitagabend scheint der Dax nun mit 13.065 Punkten neu in den Handel zu starten. Der deutsche Markt scheint genau so langweilig in die drei Tage dauernde illiquide Woche zu starten, wie man es hätte erwarten können. Maue Umsätze, wenig los.

Euro und Gold gegen den US-Dollar

Der Dollar-Index verliert seit Tagen, jedes Mal ein kleines Stückchen. So steigen Euro und Gold gegen den US-Dollar seit Tagen immer weiter an. Im folgenden Chart haben wir beide übereinander gelegt im Verlauf gegen den USD. Dieser langsame aber klare Trend läuft momentan weiter.


Euro + Gold gegen den US-Dollar seit dem 17. Dezember.

Apple

Die Apple-Aktie verlor gestern 2,5%. Grund hierfür war eine Veröffentlichung der taiwanesischen „Economic Daily“, wonach Apple plane seine Verkaufsprognose für das iPhone X um 40% zu kürzen auf 30 Millionen Einheiten im kommenden Quartal. Frage: Ist ein Preis von mehr als 1.000 Euro langsam zu teuer für die breite Masse der treuen iPhone-Käufer? Der Preis und die mögliche Frage nach dem tatsächlichen Mehrwert des X gegenüber dem 7 und 8 könnten treue User dazu bewegen erstmal nicht neu zu kaufen. Nicht nur der Apple-Kurs, sondern auch der von Zulieferfirmen verlor gestern. Das dämpft aktuell den gesamten Tech-Sektor ein klein wenig.

Öl

Der Preis für amerikanisches WTI-Öl hat gestern Abend mit 59,97 Dollar an der 60 Dollar-Marke gekratzt, und notiert damit so hoch wie seit 2 1/2 Jahren nicht mehr. In einem sehr ruhigen Gesamtmarkt notiert der Preis jetzt bei 59,74 Dollar. Der Grund liegt in der Explosion einer Ölpipeline in Libyen. Damit sei laut Aussagen der dortigen staatlichen Ölgesellschaft die Zufuhr von 100.000 Barrels pro Tag unterbrochen. Der Anstieg wegen dieser Nachricht ging gestern von 58,70 auf wie gesagt fast 60 Dollar.

Und das für „nur“ 100.000 Barrels, die nach der Reparatur der Pipeline ja wieder auf den Markt kommen werden. Da sieht man, wie gut Öl-Bullen den Preis bei mauen Umsätzen hoch drücken können. Aber auch bei solchen Umsätzen gilt: Der Markt hat recht! Und er liegt jetzt bei 60 Dollar. Trotzdem bleibt das eine wacklige Nummer. Der irakische Ölminister sagte am Montag übrigens, dass der globale Ölmarkt im 1. Quartal eine Ausbalancierung erreichen werde, was den Ölpreis weiter anheizen sollte. Die globalen Lagerbestände seien auf ein akzeptables Niveau gefallen, so seine Worte.


WTI-Öl seit dem 15. Dezember.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    DD

    27. Dezember 2017 18:54 at 18:54

    Hallo Herr Fugmann,
    kleine informative Anmerkung zur Teuerung in Deutschland, habe zu Weihnachten von einem meiner Hauptzulieferer folgende Email (Auszug) erhalten:

    „Erhöhung unserer Abgabepreise zum Februar 2018
    Sehr geehrter Geschäftspartner,
     
    Abgabepreise ab Februar 2018
     
    Die Entwicklungen in den Bereichen Material, Lohn und Beschaffung, sowie Ausbau und Erhalt von unseren Serviceleistungen an unsere geschätzten Kunden, bringen Kostensteigerungen mit sich, die uns zwingen unsere Abgabepreise entsprechend anzupassen.
     
    Allein die Preissteigerungen auf dem Materialmarkt betrugen für Zinklegierungen, im Betrachtungszeitraum von 24 Monaten, 81,8%, für feuerverzinkte Bleche 57,1%, für Aluminium 28,1%. Auch von einem weiteren Anstieg der Stahlpreise, bedingt durch Abbau von Kapazitäten und Schutzzöllen gegen Stahlimporte aus China, ist weiterhin auszugehen.
    Deshalb werden wir unsere Preise um 5,5%, jeweils linear und mit Wirkung ab dem 01. Februar 2018, erhöhen.“

    Herzliche Grüße und Guten Rutsch

     

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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