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Erdbeben gegen Apple und Samsung: Chinesischer Konkurrent mit 68% Umsatzplus

Redaktion

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am

Die Wachstumsraten bei Apple und Samsung sehen schon lange nicht mehr sensationell aus. Die Verkäufe von Smartphones steigen mal, und mal stagnieren sie auch. Im Jahresvergleich sind jüngst die Umsätze bei Apple von 45 auf 53 Milliarden Dollar gestiegen (immerhin noch +17%). Dabei stagnierte die Anzahl der verkauften iPhones! Immer wieder stellen sich Analysten die Frage, wie lange Apple bei den horrend teuren iPhones noch wachsen kann.

Heute vermeldet der chinesische Konkurrent Xiaomi seine Quartalszahlen. 70% seiner Umsätze erzielt man mit Smartphones. Der Gesamtumsatz der Firma ist auf umgerechnet 6,6 Milliarden Dollar im letzten Quartal gestiegen, deutlich mehr als erwartet. Die Zahl liegt 68,3% über dem selben Quartal vor einem Jahr! Die Smartphone-Umsätze stiegen um 58,3%. Somit wächst Xiaomi im Umsatz dramatisch schneller als Apple und Samsung. Der Nettogewinn liegt bei umgerechnet 1,9 Milliarden Euro nach einem Verlust von 1,5 Milliarden Euro vor einem Jahr. Man ist also neben dem enormen Umsatzwachstum auch profitabel geworden.

In Indien beispielsweise hat Xiaomi Samsung jetzt als Marktführer verdrängt. Und man bedenke: Abgesehen von Spanien sind die Xiaomi-Handys in Europa noch gar nicht erhältlich. Wenn dies geschieht, dürfte das Wachstum noch weiter anspringen. Das dürfte für die beiden Platzhirsche im Markt mächtig Druck bringen. Man bedenke: Die Vormachtstellung der beiden ist wohl kaum in Stein gemeißelt. Man sehe nur, wo Nokia vor 10 Jahren war (Weltmarktführer) – heute ist die Firma nicht mehr existent.

Xiaomi Store
Ein Xiaomi Store in China. Foto: Raysonho @ Open Grid Scheduler / Grid Engine (CC0)

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Simply

    22. August 2018 17:17 at 17:17

    „Abgesehen von Spanien sind die Xiaomi-Handys in Europa noch gar nicht erhältlich.“

    Dieses Jahr wurde ein Flagship-Store im Süden Wiens im Einkaufszentrum SCS eröffnet.
    https://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5431243/Chinesischer-HandyHersteller-Xiaomi-eroeffnet-Geschaeft-in-der-SCS

    Budapest hat auch einer eröffnet. http://www.xiaomi.hu/mi-store-opening.html

    Versandlager in Rumänien und über Amazon kann man sie ebenso einfach und bequem kaufen.

  2. Avatar

    Kritisch

    22. August 2018 17:19 at 17:19

    In Österreich, bei „Drei“, auch erhätlich. XIAOMI Redmi 5, mit Vertrag € 0,00, ohne € 198,00, als Bestandskunde.

  3. Avatar

    isntit

    22. August 2018 17:41 at 17:41

    Bin vor 9 Monaten von iPhone auf Xiaomi (Redmi 4 für 120 EUR, vergleichbar mit iPhone 5) umgestiegen und bin sehr zufrieden. Hier gibt’s die schon lange (man muss nicht bei Amazon oder in Österreich/Ungarn kaufen): https://www.gearbest.com

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    Altbär

    22. August 2018 18:30 at 18:30

    Wenn der Buffett so gewieft wäre wie Viele meinen, würde er mindestens einen Teil seiner fast 50 Mia Investition in Apple in solche Wachstumsfirmen umschichten.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      22. August 2018 19:16 at 19:16

      @Altbär. Jetzt enttäuschen Sie mich aber. Die „Gewieftheit“ von Warren Buffet als Investor steht wohl außer Frage. Seit den 60-er Jahren erwirtschaftet der Mann mit seiner Gesellschaft Berkshire Hathaway eine jährliche Rendite von 20% – über 50 Jahre. Ich wüsste nicht, ob es in Deutschland jemanden gibt, der nur annähernd auf eine solche Performance blicken kann.
      Zu Apple: Klar ist das Wachstum von Apple auf Dauer nicht durchzuhalten. Aber die Firma sitzt auf 260 Mrd.$ Cash und ist dabei noch für knapp 100 Mrd.$ eigene Aktien zurückzukaufen. Was für ein Schutzpolster! Soll er seine Milliarden in chinesische IT-Firmen stecken, die zwar große Wachstumsraten aufweisen, aber in welchem Umfeld? Die USA befinden sich in einem Handels- und Währungskrieg mit China und nach einer langen Hausse sind die chinesischen Schulden nahezu explodiert. Gesamt auf deutlich über 300%, während die USA mit ihren Gesamtschulden (Staat, Firmen, Bürger) bei 240% angekommen sind.
      Wieso sollte die Investorenlegende derzeit in chinesische Mobilfunkunternehmen investieren? Ich denke, er hat auch da den besseren Überblick.
      Gruß

  5. Avatar

    Altbär

    22. August 2018 20:41 at 20:41

    @Wolfgang M. es geht mir nicht um was u.wo er investiert.Es geht mir darum dass er eine Anfängerregel nicht berücksichtigt, nämlich DIVERSIFIKATION.
    Sein Anteil an Apple beträgt ca. die Hälfte seines Vermögens oder Eigenkapitals. Jeder erfahrene Börsianer weiss ,dass keine Firma für immer u.ewig den Erfolg auf sicher hat .Dafür gibt es genug Beispiele.
    Z.B. GM, GENERAL ELECTRIK, NOKIA U.S.W. Zudem haben Firmen mit zunehmender Grösse Probleme das Wachstum zu hallten.
    Der Erfolg basiert bei Buffett auch darauf ,dass bei Abstürzen wie 2008 bei Banken als Retter aufgetreten ist., u. diesen mit halsbrecherischen Konditionen aus der Patsche geholfen hat.
    Dass er jetzt nach der längsten Hausse aller Zeiten auf sehr hohem Niveau so einsteigt erstaunt mich eher.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      22. August 2018 21:31 at 21:31

      @Sorry Altbär, aber da scheinen Sie falsch informiert zu sein. Berkshire Hathaway war zum Ende des Quartals in fast 90 Firmen investiert und hatte Aktienbeteiligungen in Höhe von 170 Mrd.$, darunter natürlich Coca Cola, Apple, Kraft Heinz u.a. Die Cashquote lag Ende des Quartals bei 111 Mrd. $ und da ihm die Firmen derzeit zu teuer sind, hat Buffet seit 2016 keine Firmenübernahme mehr getätigt. Er ist extrem diversifiziert und stellt als Investor mit seinem Value-Ansatz einen Kontrapunkt zu vielen Konzernlenkern der Wall Street dar. Nur an Apple hat er derzeit einen „Narren gefressen“, aber die Unternehmenskennziffern kennt er als Großaktionär vermutlich viel besser als wir.
      Gruß

  6. Avatar

    Altbär

    22. August 2018 22:11 at 22:11

    @Wolfgang M., Alles richtig u.jeder weiss das, das ändert Nichts an m einer Meinung, dass der Anteil von Apple fast 50% seines Vermögens beträgt . Wenn Sie sagen, er habe an Apple den Narren gefressen bestätigen Sie ja meine Meinung.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      23. August 2018 09:24 at 09:24

      @Altbär. Entschuldigen Sie, wenn ich noch einmal nachhake, es geht mir nicht um Rechthaberei, aber die Fakten haben an der Börse nunmal eine große Bedeutung.
      Zu Buffets Privatvermögen:
      Dies beträgt ca. 88 Mrd $, entstanden aus einem ca. 19%-igen Anteil an Berkshire Hathaway mit einer Marktkapitalisierung von fast 500 Mrd $. Der Anteil von Apple betrögt davon etwa ein Zehntel. Und an diesem Anteil besitzt er eben gerade die besagten 19%. Ein doch deutlicher Unterschied zu der Hälfte seines Privatvermögens.
      Zu den Apple-Käufen:
      Der Investor kauft seit gut zwei Jahren Apple-Aktien, den Hauptteil im Februar 2017 (120 Mio Aktien ) zu einem Kurs von höchstens 120 € (heutiger Kurs 185€), 45 Mio. Aktien muss er noch erheblich billiger erwoben haben. Im Mai 2018 hat er nochmals 75 Mio. Aktien erworben, damaliger Kurs höchstens 155 €.
      Damit dürfte er 240 Mio. Aktien besitzen, erworben zu einem Durchschnittspreis, der auf eine unglaubliche derzeitige Rendite schließen lässt.
      Jetzt könnte das Argument kommen: „Aber wenn es kracht, kann er diesen großen Anteil doch gar nicht verkaufen“! Aber auch hier dürfte der schlaue Fuchs schon einen Plan in der Hand zu haben. (Z.B. Fonds). Die Aktienkäufe insgesamt sind derzeit wieder ein typischer Buffet-Deal. Mein Kenntnisstand.
      Gruß

  7. Avatar

    Altbär

    23. August 2018 11:13 at 11:13

    @Wolfgang M. Sie haben Recht, so gesehen sieht die Sache anders aus.Trozdem fallen mir bei Buffett gewisse Widersprüche auf.Als Zweitgrösster Apple– Investor ist er doch selber einer der Kurstreiber, könnte auch sein dass er die Kurse hochhält um selber hoch auszusteigen. ( Distribution)
    Auch sagte er einmal ,man sollte keine Aktien auf Kredit kaufen: In Wirklichkeit arbeitet er mit mindestens 300 Mia. Fremdkapital. ( Stand vor einigen Monaten, Hebel ca. 1: 3 )
    Mir spielt es keine Rolle ob er 100 oder 400 Mia. Vermögen hat, ich bin einfach gespannt was bei einer grösseren Korrektur passiert.
    Es ist nicht anzunehmen, dass die DICKFISCHE eine grössere Korrektur ausstehen können oder wollen,
    ( Margin Call) also werden diese riesigen gehebelten Volumen irgendwann verkauft werden.
    Dazu kommen dann die Leerverkäufe der Hedge Fonds . Immerhin haben nicht nur die Aktienkurse Rekordhochs erreicht, auch Aktien auf Kredit sind auf Rekordhoch.Zudem haben wir wöchentlich Berichte,dass Unternehmensanleihen knapp über Ramschniveau extreme Werte erreicht haben.Wenn die Korrektur nicht mehr verhindert werden kann ( spätestens nach Trump , also schon bald ) werden auch die allerbesten Titel Federn lassen, ev, sogar noch mehr wil alles was Rang u. Namen hat darin investiert ist.
    Ich weiss, dass Sie eine ähnliche Meinung haben, nur beim Zeitpunkt sind wir noch uneinig ! !

    • Avatar

      Wolfgang M.

      23. August 2018 12:44 at 12:44

      @Altbär. Ja, mit der Perspektive der Korrektur nach der langen Hausse haben Sie Recht. Deshalb auch mein langer Kommentar vom Samstag mit der Hauptfrage: Wann laufen die Rückenwindfaktoren für die Börsen aus, speziell in den USA, und der Gegenwind übernimmt das Ruder? Klar werden dann wie üblich viele gleichzeitig aus den Märkten aussteigen wollen, langfristige Stopps werden gerissen, Margin Calls fällig u.s.w. – ein vielfach erlebtes Szenario. Der Anlass hierzu kann ein scheinbar ganz harmloser sein. Die 100 00 Dollarfrage ist natürlich der Zeitpunkt. Der Fed dämmern die Gefahren – bereits in ihrer Kommunikation ersichtlich -, denn sie wird der Hauptverursacher des monetären Gegenwindes sein (Zinsanhebungen und Bilanzrückführung). Ich habe schon 2017 darüber geschrieben, dass die Zinserwartungen für die USA für 2019, 2020 illusionär sind, aufgrund der jetzt sogar noch weiter ansteigenden Schuldenlast. Verhindern kann die Fed die fällige Bereinigung nicht, allenfalls etwas verzögern. Für mich das Thema der nächsten Monate.
      Gruß

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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