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Erdogan droht, Berlin beschwichtigt – und die Lira säuft ab..

Das Verhältnis zwischen der Türkei und der EU scheint zu eskalieren. Erdogan droht – aber es droht ihm selbst absehbar der Kollaps der türkischen Wirtschaft, wenn er seine Drohung wahr machen würde!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der türkische Präsident hatte sicher schon bessere Tage als den gestrigen: erst widersetzt sich die Nontenbank seinen Wünschen und Drohungen mit einer Zinsanhebung, dann beschließt das Europäische Parlament, die Beitrittsgespräche zu beenden – das war symbolisch wichtig, wenngleich natürlich das EU-Parlament in dieser Frage nichts zu melden hat.

Aber Erdogan ist gereizt – und schlägt zurück: bei einer Rede in Istanbul drohte er klar damit, die Grenzen für die Flüchtlinge zu öffnen – wenn „noch etwas kommt“. 2015 habe Brüssel um Hilfe gefleht, er habe der EU mit der Grenzschließung einen Gefallen getan – und nun das!

Eigentlich hatte die EU ja – im Gegenzug für die Grenzschließung?- versprochen, die Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger einzuführen – aber passiert ist bislang nichts. Nachvollziehbar, dass Ankara darüber wenig begeistert ist!

Aber die Drohung Erdogans macht Berlin offensichtlich nervös – denn eines ist klar: wenn die Grenze geöffnet wird und dann wieder ein Strom an Flüchtlingen über die deutsche Grenze kommen würde, könnte Merkel ihre Wiederwahl vergessen! Mithin ist also Berlin sehr wohl erpressbar, und Erdogan zeigt die Asse in seinem Ärmel.

An der Reaktion Berlins wiederum lässt sich ablesen, dass man nervös ist: so sagte die Sprecherin Merkels, Ulrike Demmer: man sehe die Vereinbarung mit der Türkei als gewinnbringend für beide Seiten, die Fortsetzung des Abkommens sei doch im Interesse beider Seiten. Die EU stehe zu ihren Verpflichtungen und halte diese auch ein (wirklich?). Drohungen seien „nicht nützlich“, aber wenn es Probleme gäbe, müsse man diese gemeinsam lösen.

Blabla. Von einer solchen Rehtorik wird sich Erdogan nicht beeindrucken lassen. Was aber würde die EU, was würde Deutschland tun, wenn Erdogan ernst macht und die Grenzen öffnet? Der Wunde Punkt Erdogans ist fraglos die türkische Wirtschaft: zeigt sich hier massive Schwäche, würde die Bevölkerung dies ihm anlasten, da er wie kein anderer für den vermeintlichen Aufschwung steht, der durch billige Dollars ausgelöst worden war und mit der Politik Erdogans so gut wie nichts zu tun hatte (er profitierte von Reformen der Vorgängerregierung). Mithin könnte die EU also Wirtschaftssanktionen verhängen – und das wäre der Exitus für die türkische Wirtschaft, da die EU mit weitem Abstand ihr größter Handelspartner ist.

Grundsätzlich hat die Türkei nun das Problem, dass durch die Dollar-Stärke die Lage instabil wird, weil Konsumenten und Unternehmen in Dollar verschuldet sind. Dazu kommt, dass das Land ein heftiges Handelsbilanzdefizit aufweis, daher auf Importe angewiesen ist, die nun immer teurer werden. Denn die Lira fällt stark zum Dollar – aber auch zum Euro:

usdtry25-11-16
(Dollar-Lira auf Allzeithoch)

eurtry25-11-16
(Euro-Lira)

Wenn die Importe teurer werden, steigt wiederum die Inflation – und die ist in der Türkei ohnehin schon ausufernd. Mithin sinkt also die Kaufkraft der Bevölkerung, das drückt die Laune der Bevölkerung, und das ist für Erdogan gefährlich. Genau diesen Mechanismus versuchte die türkische Notenbank ja zu durchbrechen durch die gestrige Zinsanhebung, die türkische Anleihen noch attraktiver macht und den Absturz der Währung bremsen sollte.

Nicht zufällig hatte Erdogan vorgestern angemerkt, dass türkische Anleihen hohe Zinsen brächten – Subtext: kauft bitte unsere Staats-Anleihen, liebe Ausländer! Die Türkei muß nämlich Kapital aus dem Ausland anziehen, um das Handelsbilanzdefizit zu refinanzieren. Gelingt das nicht, wird offenkundig, dass die Türken ökonomisch in den letzten Jahren weit über ihre Verhältnisse gelebt haben!

Die Türkei ist so gefährdet wie kein anderes Land der Emerging Markets, das erste Opfer der Dollar-Stärke zu werden durch einen ökonomischen Kollaps (nicht zufällig hat die Türkei daher die höchsten Risikoprämien für Staatsanleihen der EM ausserhalb Südamerikas und ist die türkische Lira die schwächste der ohnehin crashenden EM-Währungen!).

Und dann wären auch die Tage Erdogans gezählt!

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Denker

    25. November 2016 13:33 at 13:33

    Naja, immer das selbe Spiel,… den ersten Verbündeten Putins wird man wohl uber die Finanzen aus dem Bündnis rausbrechen.
    Und diese Aufgabe übernehmen wohl gerade die europäischen US Hofschranzen.

  2. Avatar

    m.d

    25. November 2016 14:48 at 14:48

    ich meine es war fatal für eine gruppierung die zu 80% einer terrororganisation sich unterwirft in deutschland wahlunterstützung zu machen. da fehlen einem die worte. und hier ist das von den grünen unterstützt worden und seit jahren ist die pkk mit den grünen oder irgendwelchen linksgruppierungen auf den strassen und demonstrieren ohne das es sich jemand drum gestört hat.
    uns türken ist das aber jahrelang aufgefallen. wie diese gruppierung mit offenen armen aufgenommen wird und uns türken die schuld zugewiesen wurde an deren leid.
    naja, ein deutscher freund hat mir gesagt die kurden wären indogermanen also verstehe ich das richtig das die kurden arische deutsche sind :) :)
    wir sollten einen völkertausch machen. wir türken gehen zurück in die türkei und die kurden alle nach deutschland.

  3. Avatar

    m.d

    25. November 2016 15:12 at 15:12

    ich bin nicht immer gleicher meinung wie der erdogan aber man muss der wahrheit ins auge sehen. der sarkozy hats eindrucksvoll gesagt und viele andere politiker auch “ die eu ist ein „christlicher verein“ und die türkei gehört nicht rein“
    jetzt gehen wir in die shanghay 5 gruppe rein “ ein multikulti“ organisation buddhismus, orthodox christliche und moslems nehmen die auch auf. sind zwar alles regime in der orga aber dafür toleranter wie manch demokratisch freiheitlich denkende demokratien. und zu guter letzt kommt das man dann auch die russen und chinesen dort hat wo man es vermeiden wollte – vor den toren von europa und zwischen europa und dem erdöl wäre jetzt auch ein schlitzauge

  4. Avatar

    m.d

    25. November 2016 15:15 at 15:15

    man kann es drehen und wenden wie man will irgendwie gilt der satz mehr denn je:
    wenn sich zwei „freunde“ streiten freut sich ein dritter “ kein freund von beiden“

  5. Avatar

    leser

    25. November 2016 15:42 at 15:42

    Das Abkommen war von Anfang an ein Fehler. Die Erpressbarkeit war offensichtlich. Inzwischen ist viel Geld Richtung Türkei geflossen und mit diesem Geld wurde u.a. ein Staatsputsch von oben und ein völkerrechtswidriger Einmarsch finanziert. Am Ende Geld futsch und offene Grenzen.
    Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist der Weg zurück auf Los: Die Außengrenzen und aller EU-Staaten müssen so glaubhaft gesichert werden, dass der Versuch einer illegalen Einreise von vorne herein sinnlos erscheint. Gleichzeit müssen die finanziellen Anreize auf Null gesenkt werden (kein Geld, sondern im Falle erfolgreichen Asylverfahrens nur Sachleistungen).

    • Avatar

      Emm wie Meikel

      25. November 2016 18:41 at 18:41

      Einfach sämtliche Geldleistungen, (gesetzliche) Versicherungsleistungen und Sachleistungen für Einwanderer erst dann gewähren, nachdem diese 10 Jahre voll in die Steuertöpfe und Sozialkassen eingezahlt haben. Dann braucht auch niemand die Grenzen zu schliessen.

      Für die existenzielle Sicherung von Einwanderern sind deren Heimatländer zuständig (in deren Steuertöpfe und Sozialkassen diese eingezahlt haben) und nicht der Gastgeber. Die Lösung ist manchmal so einfach, aber politisch eben nicht gewollt.

      • Avatar

        leser

        25. November 2016 19:15 at 19:15

        Bei Einwanderern generell (nach Prüfung, ob Bedarf besteht gemäß kanadischem oder australischem Vorbild) ist die 10-Jahres-Frist denkbar. Sie wird nach der Bedarfsprüfung ohnehin selten relevant werden, da diese Leute sofort einen Job nachweisen können und daher nicht auf Sozialleistungen angewiesen sind.
        Im Asylverfahren (darauf bezieht sich mein Vorschlag mit den Sachleistungen) stellt sich die Sache anders dar. Der echte politisch Verfolgte kann nicht auf Ressourcen in seiner Heimat zurück greifen und ist daher auf Unterstützung im Aufnahmestaat (das ist nach Dublin-Abkommen NICHT Deutschland!!) angewiesen.

        • Avatar

          Emm wie Meikel

          25. November 2016 19:51 at 19:51

          Der echte politische Verfolgte ist froh, wenn er die Sicherheit und den Schutz vor Verfolgung im Gastgeberland geniessen darf. Ich meine, es spricht ja nichts dagegen, wenn solche Leute finanziell unterstützt werden, solang sie keine Arbeit haben, damit sie nicht verhungern oder erfrieren. Dann aber bitte auf freiwilliger(!!!) Basis und nicht per Zwang mittels von allen gewaltsam eingetriebenen Steuergeldern oder Sozialversicherungsbeiträgen. Nichts spricht gegen eine Hilfe über ausschließlich privat spendenfinanzierte, nicht staatliche (auch nicht teilstaatliche) Hilfsverbände für (tatsächlich) politisch Verfolgte. Das ist durchaus realistisch, da diese nur einen Bruchteil der Asylbewerber ausmachen.

  6. Avatar

    bigben

    25. November 2016 15:45 at 15:45

    blablabla, was hat das jetzt mit dem artikel zu tun ???

    • Avatar

      m.d

      25. November 2016 16:00 at 16:00

      @bigben ich nehme mal an das du erst seit gestern dich mit dem thema türkei vs deutschland (eu) problemen befassen tust. der artikel ist eine etappe von vielen ereignissen welche in der vergangenheit passiert sind. also nicht von heut auf morgen.
      bigben verstehst du das ?

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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