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Devisen

Erdogan droht Türken, die ihre Lira in Devisen umtauschen

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Der türkische Präsident Erdogan sorgt „endlich mal wieder“ für Action auf dem Devisenmarkt. Dass bloß keine Langeweile aufkommt. Das darf natürlich nicht passieren. In einer Woche sind Kommunalwahlen in der Türkei, und Präsident Erdogan sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Istanbul, dass Personen welche provokante Aktionen unternehmen würden, einen sehr hohen Preis zahlen würden. Damit meine er Aktionen am Devisenmarkt.

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Er wende sich an Personen (in der Türkei), die kurz vor der Wahl Lira verkaufen und gegen Devisen (wohl vor allem Euro und Dollar) eintauschen würden. Diese Menschen betrachtet Erdogan offensichtlich als bösartige Spekulanten und Feinde. Sie würden auf einen Verfall der türkischen Lira wetten. Man (der Staat) kenne die Identitäten dieser Personen, und man wisse was sie gemacht hätten. Die türkische Bankenaufsichtsbehörde habe bereits Maßnahmen eingeleitet.

Im Klartext: Präsident Erdogan will Bürger davon abhalten das zu tun, was in einer freiheitlichen Gesellschaft ganz normal ist. Nämlich das heimische Geld gegen Währungen anderer Länder zu tauschen. Und da ein Verbot (offene Kapitalverkehrskontrollen) ein desaströses Zeichen für ausländische Investoren wäre, versucht Erdogan es eben mit dieser „Art von Druck“. Wer all die Inhaftierungen von Journalisten und Bürgerrechtlern in der Türkei sieht, der weiß, dass so eine Drohung durchaus erst gemeint ist.

Da dürfte es so mancher türkischer Staatsbürger mit der Angst zu tun bekommen. Was macht man also (vermutlich)? Ab in den Flieger, und irgendwo im Ausland Bargeld umtauschen in Euro oder US-Dollar. Das kann die Regierung in Ankara dann nicht kontrollieren. Die Erfahrung zeigt (Argentinien etc), dass Kapitalverkehrskontrollen oder auch nur „sanfte“ Ersatzmaßnahmen wie solche Drohungen alles nur noch schlimmer machen.

Sie untergraben die Glaubwürdigkeit und Seriosität eines Staates gegenüber Bürgern, und gegenüber Investoren aus dem Ausland. Damit wird grundsätzlich das Vertrauen in die Währung geschwächt. Und Papierwährungen wie Lira, Juan, Dollar, Euro, Pfund etc bestehen NUR aus Vertrauen! Aber zurück zur Tagesaktualität. Erdogan hat mit seinen Anschuldigungen wohl den massiven Kursausbruch gemeint, der ganz aktuell am Freitag stattgefunden hat. Da crashte die Lira nämlich kräftig ab.

Euro vs Lira stieg in wenigen Stunden von 6,25 auf 6,60. Bis jetzt hat sich diese Bewegung wieder beruhigt, und EURTRY notiert bei 6,37. Damit befindet sich die Lira aber seit Wochen immer noch im Abwärtstrend (im Chart spiegelverkehrt, weil das Paar als Euro vs Lira dargestellt wird). Das vielleicht Tragische an der Sache ist: Erdogan denkt private Spekulanten würden so kurz vor der Wahl gegen ihn oder gegen die Türkei wetten.

Dabei waren die Kursschwankungen am Freitag und heute ausgelöst worden von verschiedenen Maßnahmen der türkischen Zentralbank. Privatzocker waren also nicht verantwortlich für diese Schwankungen. Aber durch solche Drohungen könnte Erdogan erst recht das auslösen, was er verhindern will. Wer als Bürger Angst hat vor Kapitalverkehrskontrollen, staatlicher Repression und einer weiteren Abwertung seines Geldes, der könnte erst recht vorhaben im Ausland und somit außerhalb der staatlichen Kontrolle Lira zu tauschen.


Euro vs Lira seit Anfang Januar.

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Rüdiger Born: Ermüdeter Dax, Euro nach Höhenflug

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Kommt der Dax weiter nach oben? Es gibt erste Ermüdungserscheinungen. Beim S&P 500 und Nasdaq könnte ein Rückfall anstehen. Für den Dow möchte ich eine sehr wichtige Marke ansprechen. Euro vs USD ist wahnsinnig gelaufen, und jetzt kommt er gerade etwas zurück. Mehr zu aktuellen Lage im folgenden Video. Euro vs Schweizer Franken ist aktuell mein Trade des Tages. Abonnieren Sie den völlig kostenfreien Service gerne an dieser Stelle.

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EUR/USD: Boden für große Aufwärtsbewegung

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Mensch Euro, besser geht’s fast nicht mehr: Die vergangene Handelswoche konnte bedingt durch das Ansteigen des EUR/USD bis zur 1.62-Linie bei 1.1177 $ meine Analyse aus der letzen Ausgabe nahezu punktgenau nachzeichnen. Abgesehen davon, daß die kleine von mir ins Kalkül gezogene Korrektur ausgeblieben ist, konnte die europäische Gemeinschaftswährung eine äußerst dynamische Performance an den Tag legen. Ob dieser Schritt geeignet ist, eine grundlegende Trendwende zu begründen, bleibt zunächst noch offen. Die Ansätze sehen gut aus und geben daher Grund zur Hoffnung. Der Langzeitchart untermauert diese Sicht zusätzlich.

Ausblick:

Der jüngste dynamische Anstieg von EUR/USD hat die Ausbildung der ersten Unterwelle (1) der fünfteiligen Impulswelle (1-2-3-4-5) zur Aufgabe. Ganz leicht negativ wirkt sich dabei der noch nicht erfolgte Sprung über das 1.62 Retracement bei 1.1177 $ aus. Ein 1.62 Retracement verfügt in aller Regel über gebührenden Einfluß auf die Entwicklung und kann schon mal für eine Trendwende verantwortlich sein. Ganz so dramatisch sehe ich die Sachlage momentan nicht. Im Chart habe ich daher den Abverkauf bis zur 0.50-Linie bei 1.1026 $ als durchaus realistisches Ziel dargestellt.

EUR/USD bildet derzeit wahrscheinlich einen Boden aus

Dennoch kann im Zuge der Ausbildung von Welle (2) das Währungspaar wieder bis auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 1.0948 $) korrigieren. Der Bruch dieser signifikanten Unterstützung sollte tunlichst vermieden werde. Gesetzt den Fall, würde sich die große Korrektur weiter in Szene setzen und den Euro im weiteren Verlauf bis zur Parität führen. Sollte der Euro an den nächsten Tagen das 1.62 Retracement (1.1177 $) nachhaltig überschreiten, wird diese Gefahr eindrucksvoll gebannt. Zudem kann dieser Schritt als erneutes Kaufsignal angesehen werden.

 

Fazit EUR/USD:

EUR/USD ist dabei, den Boden für eine größere Aufwärtsbewegung zu legen. Ein erneutes Kaufsignal, mit Fantasie bis 1.13 $, wird durch einen Schlußkurs oberhalb des 1.62 Retracements (1.1177 $) gebildet. Die Absicherung sollten Sie auf dem 0.62 Retracement 1.0977 $ vornehmen.

 

EUR/USD bildet derzeit einen Boden aus

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Brexit – kippt Johnson den Deal?

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Nimmt das Brexit-Drama eine unvorhergesehene Wende? Laut von Insidern kolportierten Aussagen aus der Regierung dürfte die Johnson-Regierung überlegen, ihren mit der EU verhandelten Brexit-Deal aufzugeben, wenn das britische Parlament weitere Zusätze (Amendments) beschließen sollte, die den Charakter des Abkommens verändern würden. Das könnte dann im worst case bedeuten, dass Johnson Großbritannien aus der EU ohne Deal führt, also einen harten Brexit vollzieht!


By UK Prime Minister – https://twitter.com/10DowningStreet/status/1164551227532877827, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81556464

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