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Erdogan will „Säuberung“ der Zentralbank, Finanzaufsicht schon handlungsunfähig – deutsche Medien schweigen

Zentralbank sei von Anhängern der Gülen-Bewegung dominiert – der Beweis: ein Symbol auf türkischen Geldscheinen!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Westen hat sich empört über die Säuberungsaktionen Erdogans und seiner Getreuen nach dem gescheiterten Putsch – nun aber ist es deutlich ruhiger, ja geradezu Grabes-still geworden in den deutschen Medien in Sachen „Säuberungen“ in der Türkei. Was natürlich reinster Zufall ist nach den Besuchen etwa von Martin Schulz und der Verfestigung des Flüchtlingsdeals – plötzlich ist nicht mehr die Rede von den Säuberungen, die jedoch unvermindet weiter gehen in unserem doch sehr staatstragenden Merkel-Fernsehen. Säuberungen in der Türkei? Wir schaffen das..(zu verschweigen)..

Schätzungen gehen davon aus, dass seit dem Putsch ca. 100.000 Menschen aus ihren Ämtern oder Stellungen entfernt (und dann teilweise verhaftet) worden sind. Das macht auch vor Behörden, die für das reibungslose Funktionieren der Märkte in der Türkei eigentlich unentbehrlich sind, nicht Halt: so konnte die türkische Finanzmarktaufsicht, das Capital Markets Board (kontrolliert Anleiheemissionen, Kapitalerhöhungen, IPOs etc.), im August ihr monatliches Bulletin nicht veröffentlichen, weil das nötige Quorum nach der Entfernung von drei Mitgliedern der Aufsicht nicht gegeben war. Der Vorwurf: sie seien Gülen-Anhänger. Was auch sonst.

Mithin also herrscht derzeit schon eine Form der Anarchie am türkischen Finanzmarkt – das wäre in etwa so, als würde die deutsche BaFin nicht mehr handlungsfähig sein, weil man einer Mehrheit ihrer Mitglieder vorwirft, einer terroristischen Vereinigung anzugehören!

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Staatspräsident Erdogan will jetzt auch die Notenbank säubern
Foto: Prime Minister Office / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Jetzt aber ist offenkundig auch die Zentralbank an der Reihe. So hat Staatspräsident Erdogan gestern die „Säuberung“ der Zentralbank gefordert: er wisse zwar nicht, wer welchen Einfluß in der Zentralbank habe, aber wenn die Justiz oder die Polizei (!) feststellen sollten, dass Mitglieder der Zentralbank der terroristischen Gülen-Bewegung angehörten, müssten diese Mitglieder der Zentralbank schnellstmöglich ihrer Ämter enthoben werden! Bereits Ende Juli hatte die türkische Staatsanwaltschaft behauptet, dass die Zentralbank von Gülen-Anhängern „dominiert“ werde.

Und was ist der Beweis dafür? Das Symbol des Halleschen Kometen, das die Gülen-Anhänger angeblich verwendeten, um jene Institutionen zu kennzeichnen, die sie bereits infiltriert hätten! Und auf türkischen Geldscheinen befindt sich das Symbol – also ist die Sache damit bewiesen!

Nun also die direkte Aufforderung Erdogans zur Säuberung – und damit das endgültige Ende jeglicher Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank. Dabei steht an der Spitze der Notenbank mit Murat Cetinkaya schon ein willfähriger Helfer der Wünsche von Erdogan: er hatte im April den bei Erdogan wegen seiner geistigen Unabhängigkeit äußerst unbeliebten vorherigen Notenbankchef Erdem Basci abgelöst – Basci genoß im Westen hohes Ansehen.

Seit seinem Amtsantritt vor knapp einem halben Jahr hat dagegen der neue Notenbankchef Murat Cetinkaya auf jeder Sitzung die Leitzinsen gesenkt – so auch gestern. Er scheint damit der weltweit einzigartigen Theorie Erdogans anzuhängen, dass Zinssenkungen die Inflation senken!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    m.d

    23. September 2016 13:10 at 13:10

    Die Kritik an Erdogan ist nicht fair.
    Wir haben durch die Senkung der Zinsen einen stärkeren Lira. Mehr Konsum ist auch ein wichtiger Faktor und bestimmt noch ein paar Vorteile die letztendlich den Arbeitnehmern zu gute kommen. Er hat den ehemaligen Notenbankchef Murat Cetinkaya als Lobbyist der Banken bezeichnet und ihn logischerweise abgelöst.

    Ich sage nicht das er keine Fehler macht die bei mir auch Zähneknirschen hervorrufen, aber es ist auch sehr schwer Politik zu machen in der Türkei.
    Das sind nicht die Schmusewähler wie hierzu Lande :)

    Auch die Wahlbeteiligung in der Türkei zeigt wie aktiv diese Menschen die Politik beobachten und mitverfolgen.

  2. Avatar

    m.d

    23. September 2016 13:23 at 13:23

    Was ich hier an den Deutschen Politikern kritisieren würde ist, daß man auch bei kritischen Themen ganz monoton und lapidar mit der Sache umgeht. ich meine man müsste mehr Emotionen und Gefühle mit reinbringen um die Wähler zu begeistern.
    Das dies erfolgreich ist hat die AfD bewiesen.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

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am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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