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Ericsson-Aktie bricht um 17,88% ein: Das ist kein Ausrutscher – Zahlen als Gruselkabinett!

FMW-Redaktion

Die Ericsson-Aktie verliert heute 17,88% an Wert. Grund hierfür sind die heute veröffentlichten Quartalszahlen. Und die haben es in sich. Man spricht ganz direkt von einem negativen Industrie-Trend, und auch davon, dass er sich in naher Zukunft fortsetzen wird (in Bild rot umrandet). Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% zurück. Das ist für einen (noch) so großen Konzern keine Kleinigkeit!

Auch wir berichteten am 22. September schon über die Schließung der letzten Produktionsstätte im Kernland Schweden, was Ericsson dann am 3. Oktober offiziell bestätigte. Dann sind wohl zukünftig von weltweit 117.000 Menschen noch 14.000 in Schweden beschäftigt, in der Firmenleitung und Produktentwicklung. Nokia in Finnland, Ericsson in Schweden. Beide Namen standen in den 90ern für die Blüte der Handy- und Netzwerktechnologie. Und heute? Resteverwertung? Auf jeden Fall hört man dort nichts mehr von Zukunftsperspektive oder Euphorie.

Die harten Zahlen lesen sich wie ein Gruselkabinett. Auf Jahresbasis Umsatz -14%, operativer Gewinn -93%. Der Firmenchef versprüht dann heute auch im obligatorischen CEO-Statement zu den Quartalszahlen den Optimismus eines Bundesligatrainers, der drei Spieltage vor Saisonende 9 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz hat, und es dorthin mit drei Siegen und 20 Toren noch schaffen könnte (negativer gab es ein solches Statement wohl noch nie):

„Jan Frykhammar, President and CEO says: „Our result is significantly lower than we expected, with a particularly weak end of the quarter, and deviates from what we previously have communicated regarding market development. The negative industry trends have further accelerated affecting primarily Segment Networks. Continued progress in our cost reduction programs did not offset the lower sales and gross margin. More in-depth analysis remains to be done but current trends are expected to continue short-term. We will continue to drive the ongoing cost program and implement further reductions in cost of sales to meet the lower sales volumes.“

Bleibt die Frage: Würden Sie diese Aktie derzeit kaufen?

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Die Ericsson-Aktie seit Anfang 2014. Das waren noch goldige Zeiten. Seitdem gibt es einen Niedergang, der auch von großen Schüben begleitet wird.



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