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Erst Öl-Crash, jetzt Gas-Crash: Natural Gas fällt unter 2 Dollar

Redaktion

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FMW-Redaktion

Alle Welt spricht vom tiefen Ölpreis – aber kaum jemand von den ebenfalls crashenden Gaspreisen. So fiel heute Natural Gas erstmals seit April 2012 wieder unter die Marke von zwei Dollar an der New York Mercantile Exchange. Der Grund: viel zu viel Angebot, viel zu wenig Nachfrage.

So schätzt die Internationale Energie Agentur, dass in diesem Monat so viel Gas gefördert wird wie noch nie in der Geschichte. Auch bei der Gasförderung nutzen US-Firmen das in Deutschland unter dem Namen „Fracking“ bekannte Verfahren („hydraulic fracturing“), um so viel Gas wie möglich aus dem Untergrund zu pressen. Die Verfahren werden dabei immer effektiver, sodass die Fördermenge konstant steigt. Und wo viel Angebot, da fallen die Preise – das gilt für Öl ebenso wie für Natural Gas. Die Lager sind voll, die Anbieter bekommen ihre Produktion derzeit nicht an den Mann.

Ein Grund dafür ist das warme Wetter in den USA. So prognostizieren Wetter-Agenturen für Städte wie New York oder Chicago in der nächsten Woche Temperaturen, die deutlich über den Durchschnittswerten zu dieser Jahreszeit liegen – in New York könnte es dann 20 Grad Celsius warm sein. Und das bedeutet: die Nachfrage nach Gas ist kaum vorhanden. Ca. 50% aller US-Haushalte heizen mit Gas.

In Anbetracht ddieser Lage haben Banken wie Goldman Sachs bereits ihre Prognosen für den Preis von Natural Gas drastisch gesenkt. Und das blieb nicht ungehört: derzeit sind die Short-Positionen auf Natural Gas, die von Hedgefonds oder anderen Investoren eingegangen wurden, auf dem höchsten je erreichten Stand.

Damit ist dann neben der Ölpreis-Blase auch die Gas-Blase wohl endgültig geplatzt. Für die Gas-produzierenden Firmen bedeutet das: weniger Einnahmen, daher auch weniger Investitionen, Entlassung von Mitarbeitern. Viele dieser Firmen sind ohnehin bereits in finanziellen Schwierigkeiten – die Zahl der Firmen, die aus dem Energiebereich unter den Sektor „Junk-Bonds“ fallen (also hochspekulative Unternehmensanleihen mit fragwürdiger Bonität der dahinter stehenden Firmen) nimmt konstant zu. Der Crash am Gas-Markt ist weniger präsent in der Öffentlichkeit als der Fall des Ölpreises – aber seine Folgewirkungen sind nicht weniger ernsthaft..

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Aktien

Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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Aktien

Twitter-Quartalszahlen: Besser als erwartet, trotzdem Aktie -17 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Twitter App auf Handy

Die Twitter-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 936,2 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 823,7/erwartet 777).

Der Gewinn (Non Gaap) liegt bei 0,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,17/erwartet 0,06).

Die Zahl der „monetarisierbaren“ täglich aktiven Nutzer liegt bei 187 Millionen (gegenüber 145 vor einem Jahr und 186 Mio im letzten Quartal). Für heute wurden 195 Millionen erwartet.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -17,5 Prozent.

Kurz-Fazit: Die Finanzdaten überzeugen. Sie fallen deutlich besser aus als erwartet. Nur weil das Wachstum der aktiven Nutzer NUR bei +1 Mio liegt im Quartalsvergleich, stürzt die Aktie so stark in den Keller.

Twitter auszugsweise im Wortlaut mit der Headline-Aussage zu den Zahlen:

“We have grown our daily audience by 42 million in the last year as people all around the world come to Twitter to find out about the topics and events they care about most. I’m pleased mDAU grew 29% year over year to 187 million, driven by global conversation around current events and product improvements,” said Jack Dorsey, Twitter’s CEO. “We’re helping people find trusted sources of information by better organizing and surfacing the topics and interests that bring people to Twitter.”

“Advertisers significantly increased their investment on Twitter in Q3, engaging our larger audience around the return of events as well as increased and previously delayed product launches, driving revenue to $936 million, up 14% year over year,” said Ned Segal, Twitter’s CFO. “We also made progress on our brand and direct response products, with updated ad formats, improved measurement, and better prediction. We remain confident that our larger audience, coupled with ongoing revenue product improvements, new events and product launches, and the positive advertiser response to the choices we’ve made as we have grown the service, can drive great outcomes over time.”

Gewinn in Grafik zeigt die Gaap-Zahl:

Grafik zeigt Details zu Quartalszahlen von Twitter

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Finanznews

Apple & Co: Schwarzer Freitag für Tech? Videoausblick

Markus Fugmann

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Nach den gestrigen Zahlen ist vor allem Apple nachbörslich unter Druck – erleben wir daher heute eine Art „Schwarzer Freitag“ für Tech? Dabei waren die Zahlen von Amazon, Facebook und Alphabet wirklich gut, dennoch geht es für diese Aktien nachbörslich nach unten (Ausnahme Alphabet), bei Apple ist die Enttäuschung über die iPhone-Verkäufe und die Zahlen aus China besonders groß. Hat Tech seinen Hochpunkt hinter sich – vor allem dann, wenn Biden gewinnt und Elizabeth Warren Finanzministerin wird? Normalerweise beginnen die Aktienmärkte nun kurz vor der US-Wahl saisonal eine sehr starke Phase, aber neue Rekordzahlen bei Corona sowie die Gefahr einer angefochtenen US-Wahl machen Rallys momentan noch kurzlebig..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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