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Krypto-Währungen

Erster Krypto-ETF wird ab morgen handelbar sein – kann das den Krypto-Abverkauf stoppen?

Redaktion

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am

Kann man es als kleine Sensation bezeichnen? Der erste Krypto-ETF (Exchange Traded Fund) wird ab morgen handelbar sein. Genauer gesagt ist es kein ETF, sondern offiziell ein „ETP“ (Exchange Traded Product). Es handelt sich um einen Basket (Korb) mit der ISIN-Nr CH0445689208, in dem die Kurse von Bitcoin, Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin abgebildet werden. Also hat man quasi eine Art Durchschnittswert der wichtigsten Kryptowährungen. Bitcoin wird die Hälfte des Korbes ausmachen.

Gehandelt wird das ETP an der Schweizer Aktienbörse „SIX Swiss Exchange“ unter dem Tickernamen „HODL“. Klicken Sie hier um die offiziellen Produktspezifikationen einsehen zu können. Der Handel von HODL startet bereits morgen. Betreiber des Produkts ist die Amun AG aus der Schweiz.

Neben dem Betreiber Amun liegt die Verwaltung des ETP in den Händen der Firma „Van Eck“. Laut Amun-Chef soll dieser ETP ein gut reguliertes Instrument sein für den Handel mit Kryptowährungen. HODL sei gleichermaßen für private wie auch institutionelle Anleger geeignet. In den USA scheiterten Anträge von diversen Unternehmen Bitcoin-ETFs aufzulegen an der dortigen Börsenaufsicht. Geht morgen das Krypto-ETF (sorry, ETP) erfolgreich an den Start, so wird der Druck auf andere große Börsenbetreiber in Europa größer nachzuziehen.

Wer will schon zurückstehen, wenn es darum geht Anleger-Wünsche zu befriedigen? Wer nicht abliefert, fällt irgendwann zurück als Börsenmarktplatz – auch wenn dies zunächst natürlich nur ein kleines Nischenprodukt ist. Die Bitcoin-Futures waren nicht der große Durchbruch für den Massenmarkt, weil Futures für die kleinen Privatanleger eh zu weit weg sind in ihrer Wahrnehmung. Aber ein ETF an der Schweizer Börse, das ist doch etwas Handfesteres, mit dem sicher einige Privatanleger in Europa etwas anfangen können.

Wird das den Abverkauf der Kryptos stoppen können? Bislang jedenfalls nicht – Bitcoin derzeit weiter im Sinkflug bei 4600 Dollar – auch wegen dieser Nachricht:

https://twitter.com/NorthmanTrader/status/1064819786864123905

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Paul Rewifis

    14. August 2020 18:32 at 18:32

    Mittlerweile gibt es auch einen Bitcoin ETF (bzw. ETC) der mit echten Bitcoins besichert wird, siehe https://etfs24.de/btcetc-bitcoin-etn/

    Funktioniert dann in etwa wie Xetra Gold.

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Bitcoin

Kryptowährungen: BaFin veröffentlicht Risikohinweis für Verbraucher

Claudio Kummerfeld

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Drei Kryptowährungen als fiktive Münzen

Nein, es ist kein Scherz, aber es hat den Hauch von Realsatire. Hat man bei der BaFin extra noch gewartet, bis sich der Bitcoin in den letzten Wochen mehr als verdoppelte, von unter 20.000 auf über 40.000 Dollar? Es ist die Behörde, die bei so ziemlich allen großen Finanzskandalen der letzten Jahre versagt hat – oder noch schlimmer, davon gar nichts mitbekam, bis es zu spät war? Diese Behörde möchte uns jetzt vor einem Risiko warnen?

Am Tag vor Heiligabend (wohl eine frohe Kunde?) versuchte die BaFin mit einer Veröffentlichung quasi zu erläutern, warum Kreditausfälle bei Banken keine Kreditausfälle sind (mehr dazu hier). Zuletzt zeigte die BaFin vor allem auch mit ihrem Führungspersonal gar kein gutes Bild beim Wirecard-Skandal. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Der Finanzwende-Chef Gerhard Schick hatte erst letzte Woche in einem interessanten Artikel erläutert, dass die BaFin bei fast jedem Skandal geschlafen hat. Es handele sich um eine Kuschel-Aufsicht (mehr dazu hier).

Aber jetzt, da hat die BaFin gelernt? Jetzt greift man „knallhart“ durch mit einem aufklärenden, informativen Hinweis für die unbedarften Verbraucher? Der Risikohinweis für Kryptowährungen ist betitelt mit den Worten „Hype um Kryptowerte – BaFin warnt Verbraucher vor Risiken bei Investments“. Hier die Warnung im Wortlaut:

Die BaFin nimmt die Kursentwicklung auf den Märkten für Kryptowerte zum Anlass, Verbraucherinnen und Verbraucher erneut vor den Risiken solcher Investments zu warnen.

Sie sollten sich nicht von den in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnenden Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Ether, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin blenden lassen. Die BaFin warnt nicht nur vor den Risiken beim direkten Erwerb von Kryptowerten. Riskant sind auch derivative Finanzinstrumente wie finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) und Zertifikate, die den Kursverlauf von Kryptowerten abbilden (siehe BaFinJournal September 2020).

Bei allen diesen Anlagen können Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Kapitalverluste erleiden. Auch ein Totalverlust ist möglich. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen Risiken, die sie bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen müssen.

Bereits in der Vergangenheit haben die BaFin und andere Aufsichtsbehörden vor den Risiken von Kryptowährungen und auch Initial Coin Offerings (ICOs) gewarnt.

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Bitcoin

Rüdiger Born: Optimismus für Bitcoin

Rüdiger Born

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Bricht der Bitcoin nun weiter ein, oder geht die Rally nach kurzer Pause weiter? Ich bin recht optimistisch. Dazu mehr im folgenden Video.

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