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Europa

Erzeugerpreise: Die OPEC rettet die Preissteigerungen

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Gestern zeigten es bereits die Verbraucherpreise für die gesamte Eurozone. Die Energiepreise steigen deutlich stärker als die Preise insgesamt, und somit ziehen sie den Schnitt nach oben. Heute kann man dieses Phänomen erneut gut besichtigen. Nicht die EZB mit ihrem Billionen (virtuell) gedruckter Euros sorgt für einen großen „Abstand“ zur Null-Linie (Deflationsangst).

Nein, es sind die Energiepreise, und hier natürlich in aller erster Linie der Ölpreis! Schauen wir uns die heutigen Daten an. Die deutschen Erzeugerpreise sind im Monat März im Jahresvergleich um 2,4% gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass als Teil davon die Energie-Erzeugerpreise um 6,6% gestiegen sind. Ohne sie läge der Gesamtschnitt nur bei +1,2% statt 2,4%. Also machen die Energiepreise de facto die Hälfte der Teuerungsrate aus.

Man sieht seit geraumer Zeit, dass die Erzeugerpreise immer nur teilweise auf die Endverbraucher-Preise umgemünzt werden. Aber dennoch kann man sagen, dass ohne die Hilfe der OPEC (Verknappung des Öl-Angebots, daher seit Wochen deutlich steigender Ölpreis) die Preissteigerungen auch bei den Verbrauchern deutlich schwächer ausfallen würden. Und somit hätte die EZB ohne die OPEC noch mehr Anlass die Zinswende noch weiter in die ferne Zukuft zu schieben als ohnehin schon (schwache Preissteigerungen? Ohhh, wir müssen die Zinsen auf 0 belassen).

Die deutschen Erzeugerpreise können ihre prozentuale Teuerungsrate seit Monaten konstant hoch halten. In den letzten vier Monaten lagen sie zwischen 2,4% und 2,7%, davor sogar monatelang über 3%. Die folgende Grafik zeigt die Erzeugerpreise seit 2014. In blau sieht man die Öl-Erzeugerpreise. Sie stürzten Ende 2018 stark ab. Aber der ganz frische Aufwärtshaken rettet wie gesagt aktuell die Durchschnittswerte bei allen Indizes, die Preissteigerungen darstellen (Erzeuger, Verbraucher etc). Letztes Jahr halfen hohe Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Damit ist es vorbei. Nun muss Öl die Preissteigerungen retten.

Erzeugerpreise

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Europa

Erzeugerpreise in der Deflation! Es wird düster für die Verbraucherpreise

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Jüngst wurden die deutschen Großhandelspreise den dritten Monat in Folge deflationär vermeldet mit dem schwächsten Wert seit drei Jahren! Auch die Importpreise liegen nun den vierten Monat in Folge kräftig im deflationären Bereich! Und heute früh kommen die Erzeugerpreise auf den Tisch, der dritte wichtige Frühindikator für die Verbraucherpreise (Inflation). Die Erzeugerpreise sinken laut Statistischem Bundesamt um 0,1% im September gegenüber September 2018. Somit rutschen auch sie nun in die Deflation! Dies ist der erste Rückgang seit drei Jahren.

Was soll da noch aus den Verbraucherpreisen werden, wenn Erzeugerpreise, Importpreise und Großhandelspreise als Vorlaufindikatoren alle rückläufige Preise anzeigen? Es wird düster. Madame Lagarde hätte bei weiter schwächelnder Inflation in Euroland noch mehr Argumente für noch mehr Lockerung der Geldpolitik bei der EZB? Was ist der Grund für die aktuelle Schwäche bei den Erzeugerpreisen? Es ist wie so oft die Energie. Energiepreise bei den Erzeugern waren insgesamt 1,9% billiger als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,5% höher als im September 2018.

Erzeugerpreise Langfristchart

Erzeugerpreise Tabelle

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Immobilien Bauboom endet – Genehmigte Wohnungen zeigen Verfestigung des Rückgangs

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Neubau von Immobilien Beispielbild

Seit Wochen berichten wir darüber, dass die Preise für Immobilien in Deutschland immer weiter steigen. Weiter, weiter, weiter. Und das, obwohl diverse Indikatoren andeuten, dass der Boom bei Immobilien zu Ende zu sein scheint. Wer jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringt, kauft womöglich ganz oben im Peak des Preisbooms. Aber kommen wir zu den ganz aktuellen Daten.

Das Statistische Bundesamt hat aktuell die frischesten Daten für Genehmigte Wohnungen im Monat August veröffentlicht. Man präsentiert dann immer monatlich sogenannte Year to date-Daten, also von Januar bis zum aktuellsten Monat als Gesamtzahl. Je länger dieser Bezugszeitraum ist, desto nachhaltiger und gesicherter sind die Daten. Wir sprechen heute also über den Zeitraum Januar-August 2019 im Vergleich zu Januar-August 2018. Die genehmigten Wohnungen sind um 2,5% rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Bei neu zu errichtenden Wohngebäuden sind es -3,7%. Somit werden in ein, zwei Jahren, wenn aus den Genehmigungen real erstellte Immobilien werden, weniger Objekte neu fertig gestellt als im Vorjahr. Zwar ist die Zahl auf hohem Niveau (228.500 gegenüber 234.420 im Vorjahr), aber der Mega-Boom endet.

Stets am Wichtigsten bei den Detaildaten der Statistiker sind die „Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen“, also normale Wohnungen in Wohnblocks, welche von der Masse der Wohnungssuchenden nachgefragt werden. Hier gibt es einen Rückgang von 3,5% im Jahresvergleich bei neu genehmigten Anträgen.

Immobilien Bauboom endet

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Handelsbilanz EU: Dramatische Verschlechterung für Donald Trump

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Donald Trump hat ja viele Themenpunkte, wo er seinen Wählern richtig was versprochen hat. Dazu zählen zum Beispiel der Mauerbau gegenüber Mexiko, die Re-Industrialisierung, und auch der Außenhandel. Im Handelskrieg kämpft er mit harten Bandagen darum, dass das böse Ausland doch endlich mehr tolle Waren aus den USA kaufen soll. Doch die letzten Monate zeigen, dass zumindest der US-Außenhandel mit der Europäischen Union immer schlechter läuft.

Die Überschüsse der EU gegenüber den USA sind in der offiziellen Handelsbilanz klar ablesbar. Sie steigen immer weiter an. Heute hat Eurostat die Handelsbilanz der EU für den Warenverkehr für den Monat August veröffentlicht. Gegenüber wichtigen Handelspartnern veröffentlicht man monatlich eine Year to Date-Statistik, also was von Januar bis zum aktuellsten Monat passiert ist. Und siehe da. Von Januar-August 2019 hat die EU im Warenhandel mit den USA einen Überschuss in Höhe von 102,7 Milliarden Euro erwirtschaftet gegenüber +90,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Von Januar-Juli 2019 waren es noch 90,9 Milliarden Euro gegenüber 80 Milliarden Euro in 2018. Die Überschüsse der EU steigen also deutlich an gegenüber den USA. Das dürfte überhaupt nicht im Sinne von Donald Trump sein!

Aber auch bei der EU ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn wo die EU gegenüber den Amerikanern richtig dick Plus macht, da steigt ihr Defizit gegenüber China immer dramatischer an mit inzwischen -127,4 Milliarden Euro gegenüber -116,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Insgesamt zeigt die Handelsbilanz der Eurozone im Warenverkehr im Monat August einen Überschuss von 14,7 Milliarden Euro nach +11,9 Milliarden Euro im August 2018. Dass der globale Handel im Handelskrieg leidet, zeigen folgende Infos. Exporte und Importe der Eurozone sind derzeit beide rückläufig. Zitat Eurostat:

Die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt lagen im August 2019 bei 177,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 2,2% gegenüber August 2018 (181,4 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 162,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 4,1% gegenüber August 2018 (169,5 Mrd.).

Handelsbilanz EU August Tabelle

Haven Savannah
Der Containerhafen von Savannah an der US-Ostküste.

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