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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Erzeugerpreise: Die OPEC rettet die Preissteigerungen

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Gestern zeigten es bereits die Verbraucherpreise für die gesamte Eurozone. Die Energiepreise steigen deutlich stärker als die Preise insgesamt, und somit ziehen sie den Schnitt nach oben. Heute kann man dieses Phänomen erneut gut besichtigen. Nicht die EZB mit ihrem Billionen (virtuell) gedruckter Euros sorgt für einen großen „Abstand“ zur Null-Linie (Deflationsangst).

Nein, es sind die Energiepreise, und hier natürlich in aller erster Linie der Ölpreis! Schauen wir uns die heutigen Daten an. Die deutschen Erzeugerpreise sind im Monat März im Jahresvergleich um 2,4% gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass als Teil davon die Energie-Erzeugerpreise um 6,6% gestiegen sind. Ohne sie läge der Gesamtschnitt nur bei +1,2% statt 2,4%. Also machen die Energiepreise de facto die Hälfte der Teuerungsrate aus.

Man sieht seit geraumer Zeit, dass die Erzeugerpreise immer nur teilweise auf die Endverbraucher-Preise umgemünzt werden. Aber dennoch kann man sagen, dass ohne die Hilfe der OPEC (Verknappung des Öl-Angebots, daher seit Wochen deutlich steigender Ölpreis) die Preissteigerungen auch bei den Verbrauchern deutlich schwächer ausfallen würden. Und somit hätte die EZB ohne die OPEC noch mehr Anlass die Zinswende noch weiter in die ferne Zukuft zu schieben als ohnehin schon (schwache Preissteigerungen? Ohhh, wir müssen die Zinsen auf 0 belassen).

Die deutschen Erzeugerpreise können ihre prozentuale Teuerungsrate seit Monaten konstant hoch halten. In den letzten vier Monaten lagen sie zwischen 2,4% und 2,7%, davor sogar monatelang über 3%. Die folgende Grafik zeigt die Erzeugerpreise seit 2014. In blau sieht man die Öl-Erzeugerpreise. Sie stürzten Ende 2018 stark ab. Aber der ganz frische Aufwärtshaken rettet wie gesagt aktuell die Durchschnittswerte bei allen Indizes, die Preissteigerungen darstellen (Erzeuger, Verbraucher etc). Letztes Jahr halfen hohe Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Damit ist es vorbei. Nun muss Öl die Preissteigerungen retten.

Erzeugerpreise

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Europa

Bauboom (ohne Wohnungen) hält an, Rekordzahlen!

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Der Bauboom in Deutschland hält an. Nochmal, wir können es nicht oft genug betonen: Warum präsentiert das Statistische Bundesamt in seinen Headline-Aussagen oft Monatsvergleichszahlen? Denn die sind relativ unwichtig wegen saisonalen Schwankungen. Wirklich wichtig sind die Vergleiche zu den selben Monaten im Vorjahr!

So auch heute. Die Statistiker haben die aktuellsten Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe präsentiert. Und ja, der Bauboom läuft und läuft und läuft! Im Monat März war der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe zwar 1,9% niedriger als im Februar. Aber im Vergleich zu März 2018 ist es ein Plus von 11,3%! Und in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 stieg er um 8,0% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die folgenden Worte vom Statistischen Bundesamt untermauern die anhaltende Stärke in der Bauwirtschaft:

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im März 2019 nominal mit rund 8,2 Milliarden Euro um 16,7 % höher als im März 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem März in Deutschland. Damit bleibt das Auftragseingangsvolumen auf Rekordniveau: Seit Dezember 2018 wurden die höchsten jemals gemessenen Werte in den jeweiligen Berichtsmonaten erreicht. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2018 stiegen die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten 2019 nominal um 14,3 %.

Aber, man muss es auch betonen: Der Bauboom am Wohnungsmarkt ist erst einmal vorbei. Dies hatten wir erst vor Kurzem berichtet.

Bauboom

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Europa

Aktuell: ifo Index schwach – tiefster Wert seit November 2014!

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Der ifo Index (Mai) ist mit 97,9 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 99,2; Vormonat war 99,2). Das ist der schwächste Wert seit November 2014!

Die Geschäftserwartungen liegen bei 95,3 (Prognose war 95,2; Vormonat war 95,2)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 100,6 (Prognose war 103,6; Vormonat war 103,3).

Dazu ifo: Dienstleistungssektor hat deutlichen Dämpfer erhalten (FMW: das hatte sich abgezeichnet angesichts der Schwäche der Industrie als Frühindikator!), im verarbeitenden Gewerbe ist der Index minimal gesunken, Bauhauptgewerbe mit drittem Anstieg in Folge (FMW: es lebe die Immobilienblase ewiglich!)..


source: tradingeconomics.com

 

 

 

 

 

 

ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie schmiert weiter ab

Deutsche Industrie rutscht tiefer in die Kontraktion

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Soeben wurden die deutschen Einkaufsmanagerindizes (Markit PMI; Mai) veröffentlicht:

 

Verarbeitendes Gewerbe 44,3 (Prognose war 44,8; Vormonat war 44,4)


source: tradingeconomics.com

Dienstleistung 55,0 (Prognose war 55,5; Vormonat war 55,7)

Gesamtindex 52,4 (Prognose war 52,0; Vormonat war 52,2)

 

Dazu Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„In der Industrie fiel der Ausblick wegen der weltweit angespannten Handelsbeziehungen erneut am pessimistischsten aus. Wie die Umfrage allerdings zeigt, hat die schlechte Stimmung jetzt wohl auch den Servicesektor erfasst, wo der IndexGeschäftsaussichten binnen Jahresfrist auf den zweittiefsten Wert seit 2014 gesunken ist.“

 

 

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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