Europa

Erzeugerpreise klettern immer weiter

Die deutschen Erzeugerpreise klettern immer weiter nach oben. War es im März noch eine Steigerungsrate im Jahresvergleich von +1,8%, so ging es seitdem nur bergauf. Für den Monat September wurden jetzt +3,2% vermeldet. Das deutet neben vielen anderen Indikatoren auf weiter steigende Verbraucherpreise hin. Preistreiber sind natürlich die Energiepreise, die als Linie im folgenden Chart natürlich durch die Decke schießen. Sie steigen um 8,5%. Eine höhere Teuerungsrate bei den Energiepreisen gegenüber dem Vorjahr hatte es letztmalig im November 2011 gegeben mit +10,4%. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,6% höher als im September des Vorjahres.

Erzeugerpreise

Hier weitere Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Vorleistungsgüter waren im September 2018 um 2,5 % teurer als im September 2017. Gegenüber dem Vormonat August fielen die Preise geringfügig (-0,1 %). Metalle kosteten 3,9 % mehr als im September 2017. Auch diese Preise gingen gegenüber dem Vormonat leicht zurück (-0,1 %). Die Preise für chemische Grundstoffe waren 5,6 % höher als ein Jahr zuvor. Billiger als im September 2017 waren unter anderem nichtmetallische Sekundärrohstoffe (-23,3 %) sowie Edelmetalle und Halbzeug daraus (-10,6 %).

Investitionsgüter waren im September 2018 um 1,4 % teurer als im September 2017, Gebrauchsgüter um 1,7 % (jeweils unverändert gegenüber August 2018).

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im September 2018 unverändert gegenüber September 2017, im Vergleich zum Vormonat August stiegen sie leicht um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 0,7 % billiger als im September 2017, gegenüber dem Vormonat August gab es jedoch einen Preisanstieg um 0,3 %. Billiger als im September 2017 waren insbesondere Zucker (-25,7 %), Schweinefleisch (-7,3 %) und Kaffee (-2,0 %). Butter kostete 16,6 % weniger als ein Jahr zuvor. Dagegen war Rindfleisch 5,6 % teurer als im Vorjahresmonat. Backwaren kosteten 4,1 % mehr, Obst- und Gemüseerzeugnisse 3,4 %. Die Preise für Bier waren um 3,1 % höher.



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