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Erzeugerpreise erneut mit Rekordanstieg – Dramatik bei Gaspreisen

Die Erzeugerpreise zeigen erneut einen Rekordanstieg! Dramatisch steigen die Preise vor allem im Bereich Gas. Hier die aktuellsten Details.

Gas-Flamme

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai im Jahresvergleich um 33,6 Prozent gestiegen, nach 33,5 Prozent im April. Dies meldet aktuell das Statistische Bundesamt. Dies ist der höchste Anstieg seit dem Beginn dieser Datenerhebung im Jahr 1949. Damit verzeichneten die gewerblichen Erzeugerpreise seit Dezember 2021 jeden Monat neue Rekordanstiege im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Entwicklung der Erzeugerpreise seit dem Jahr 2018

Blick auf die Erzeugerpreise im Energiesektor

Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich sind laut den Statistikern weiterhin die steigenden Preise im Bereich Energie. Die Energiepreise waren im Mai 2022 im Durchschnitt 87,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber April 2022 stiegen diese Preise um 2,5 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatte Erdgas mit einem Plus gegenüber Mai 2021 von 148,1 Prozent. Kraftwerke zahlten für Erdgas 241,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für Industrieabnehmer war Erdgas 210,7 Prozent teurer und für Wiederverkäufer 168,3 Prozent. Während Endabnehmer mit höheren Abnahmemengen, deren Preise sich häufig an den Börsennotierungen orientieren, niedrigere Preise als im Vormonat zahlen mussten, stiegen die Preise für Abnehmer kleinerer Abnahmemengen auch im Vormonatsvergleich weiter an.

Die Preise für elektrischen Strom waren im Mai 2022 um 90,4 Prozent höher als im Mai 2021. Für Weiterverteiler kostete Strom 165,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, für Sondervertragskunden 83,2 Prozent. Für gewerbliche Anlagen stiegen die Preise um 16,8 Prozent.

Mineralölerzeugnisse waren 55,8 Prozent teurer als im Mai 2021. Leichtes Heizöl war fast doppelt so teuer wie ein Jahr zuvor (+96,0 Prozent), Kraftstoffe kosteten 49,4 Prozent mehr.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 16,5 Prozent höher als im Mai 2021.



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1 Kommentar

  1. Hat schon Jemand mal ausgerechnet, was die Gasversorgung (mit nur etwa einem LNG Tanker pro Tag, alleine für Deutschland) an Preiserhöhungen für Strom, Heizung und für die Prozesswärme der Industrie mit sich bringt?
    Ich meine, wenn die Tanker plötzlich irgendwo gefunden werden, die LNG Terminals noch vor dem Winter fertig werden, und es überhaupt LNG Kapazitäten gibt, die nicht schon auf viele Jahre verkauft sind.
    Es wird sehr, sehr teuer werden.
    Wenn wir Glück haben, dann geht es wie mit dem Öl, das Indien nun aus Russland kauft, und dann auch als Diesel und Benzin an Europa verkauft. Natürlich mit einem satten Aufschlag.
    Dann wird es nur sehr teuer.
    Russland verkauft das LNG Gas dann auch an Indien, usw.

    https://www.merkur.de/wirtschaft/ukraine-news-russland-oel-embargo-eu-indien-export-raffinerie-deutschland-zr-91613020.html

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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