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ETFs: Die Achillesverse der Märkte!

Die ETFs haben einen beispiellosen Siegeszug hinter sich: alle Welt will die passiv gehandelten Fonds kaufen. Aber auf ein Short-ETF kommen derzeit 30 Long-ETFs, das in Long-ETFs gehandelte Volumen ist 200mal höher als das Volumen in Short-ETFs. Wenn die Märkte einmal unter Druck kommen sollten, kann das ein Massaker geben..

FMW-Redaktion

Die ETFs haben einen beispiellosen Siegeszug hinter sich: alle Welt will die passiv gehandelten Fonds kaufen, Fondsmanager, die aktiv Geld verwalten und demenstprechend viel höhere Gebühren nehmen, ohne dies durch performance rechtfertigen zu können, haben es sehr schwer.

Solange die Aktienmärkte munter weiter steigen, ist das kein Problem. Was aber, wenn eines Tages das Gegenteil passiert? Bekanntlich kann man mit WTfs auch auf fallende Kurse spekulieren – nur tut das praktisch keiner! Denn wenn man sich, wie Florian Homm das getan hat, die ETFs, die man kaufen kann mal ansieht, stellt man fest: auf jedes Short-ETF kommen 30 Long-ETFs. Und: das gehandelte Volumen in Long-ETFS übertrifft das Volumen der Short-ETFs um den Faktor 200!

Mit anderen Worten: die Aktien-Party ist vorwiegend eine Party der Long-ETFs – aber die Frage ist, wie es mit der Liquidität aussieht, wenn es mal nach unten geht (im August 2015 krachten ETFs deutlich härter nach unten als die Basiswerte, die sie eigentlich abbilden sollten, wohl eine Folge des dann schnell auftretenden Liquiditätsmangels – das brachte damals Carl Icahn im Gespräch mit BlackRock-Chef Larry Fink auf den Punkt: die ETFs täuschten faktisch eine Liquidität vor, die faktisch gar nicht vorhanden sei).

Hören wir zu dem Thema Florian Homm:



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6 Kommentare

  1. Wußte nicht, daß Achilles Verse schrieb.
    (Nichts für ungut….kleiner Scherz?)

  2. ist das alles wieder totaler Quatsch den Homm da verblubbert.
    Er vermischt hier wieder komplett Argumente, die möglicherweise einen Crash oder Rückgang auslösen können mit der ETF Argumentation.
    Die Panik gegen ETF wied dabei gerne von der Fondsbranche geschürt, die um ihre Provisionen fürchten.
    Dabei verkaufen die ETF und kaufen dann, wenn die dahinter stehenden Anleger Gelder investieren oder abziehen.
    Genau wie bei den passiven Fonds.
    Daher läuft es im Grund auf die Frage hinaus, ob die ETF in der Summe anders investiert sind als die Summation über alle passiven Fonds.

    Daß die ETF schneller fallen als die Zugrunde liegenden Basiswerte würde ich wirklich gerne mal sehen. Denn dann würden ja sofort Arbitrage Geschäfte einsetzen, die von den Unterschieden profitieren würden.
    Zu guter letzt gibt es wirklich wenig Short ETF, so wenig wie es eben Short Passive Fonds gibt. Die überwiegende Zahl der Investoren wettet nicht gerne dauerhaft gegen einen steigenden Markt, daher ist die Nachfrage gering.
    Allerdings kann man jeden long ETF auch ganz einfach shorten, ich mach sowas immer mal wieder.
    Shortquoten auf den QQQ z.B. sind gar nicht mal so gering.
    Hört endlich mal auf diesen Unsinn über die ETF nachzuplappern, kann es echt nicht mehr hören.

  3. Was der Homm hier anspricht hat man schon von vielen anerkannten Kennern gehört u.ist absolut logisch.
    Dass der P.K. alles was der Homm sagt widerspricht nur weil er ihn nicht mag , ist offensichtlich.
    Die Besserwisserei dieses Herrn P.K. ist einfach nur peinlich.Vergangenheit hin oder her,der Homm hat etwas in der Birne.

    1. Wobei ich mich vor ein paar Wochen gefragt habe, was es denn wohl sein mag, was er in der Birne hat.

      Seit Ewigkeiten machte er einen auf Crashwarner und da auf einmal hatte er plötzlich, wie ausgewechselt, die Zunft der Crash-Propheten kritisiert.
      Um kurz danach wieder in sein altes Horn zu blasen. Ich gönne ihm – nicht ganz uneigennützig – dass die Märkte seine Signale endlich mal vernehmen würden und er nach Jahren auch mal zumindest im Ansatz recht bekommen würde mit seinem Negativszenario.

  4. Beim Vergleich der Kosten zwischen einem aktiv gemanagten Investmentfonds und einem passiven ETF wird klar, warum sich die Branche mit Kräften gegen einen weiteren Aufstieg der „Passiven“ zur Wehr setzt.
    Die Gesamtkostenquote (total expense ratio – TER) beträgt bei einem aktiven Fonds ca. 2% jährlich + weitere nicht ausgewiesene Kosten + evtl. ein Ausgabeaufschlag, falls nicht an der Börse erworben.
    Bei einem ETF beläuft sich die TER auf 0,2 bis 0,3% + relativ kleine Spreads bei An- und Verkauf – da kann man sich die Höhe der Einnahmen vorstellen, die der Investmentbranche in einem Milliardenmarkt hier verlustig gehen.
    Die insgesamt betrachtet negative Outperformance der Fonds gegenüber der Benchmark ist ein weiteres Thema.
    Die öfters geäußerten Sorgen über die Folgen der massenhaften Verkäufe von ETFs in einem Crashszenario sind dabei gewiss auch dem Eigennutz geschuldet.

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