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Ethereum, Bitcoin, BinanceCoin, Cardano – der große Krypto-Crash

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Die Kryptowährungen Ethereum (-11,6 Prozent), Bitcoin (-6,6 Prozent), BinanceCoin (-10,8 Prozent) und Cardano (-13,2 Prozent) erleben heute einen echten Crash, der aber bereits seit Tagen in Gange ist. Diese vier Kryptos zeigen in den letzten sieben Tagen Verluste zwischen 21 und 36 Prozent! Im zwei Jahre zurückreichenden Chart sieht man alle vier im Vergleich. Im großen Bild ist es ein wirklicher Crash. Alleine Bitcoin hat vom Top bei 68.992 Dollar im letzten November bis jetzt mehr als die Hälfte verloren auf 33.207 Dollar. Karel Mercx, Asset Manager bei Lynx, formuliert es aktuell so: Bitcoin notiere jetzt näher am Allzeittief von 0 Dollar als am Allzeithoch bei 68.992 Dollar. Dies bedeute, dass der Bitcoin nun mehr Wert für seine Besitzer zerstört hat, als er vorher geschaffen habe.

Ethereum, Bitcoin, BinanceCoin, Cardano und Co leiden unter der Zinswende

Die Kryptowährungen leiden derzeit wohl unter zwei Effekten. Einerseits drückt die unmittelbar bevorstehende Zinswende durch die Federal Reserve derzeit gegen alles, was mit Risiko zu tun hat. Am Mittwoch wird die Federal Reserve bei ihrer Sitzung vermutlich konkrete Aussagen zum Start der Zinserhöhungen treffen. Dazu zählen neben Tech-Aktien mit wackligen Geschäftsmodellen, die seit Tagen kräftig abverkauft werden, eben auch Kryptowährungen als eigene Assetklasse. Wo vorher massiv Liquidität durch die Fed in die Kapitalmärkte gejagt wurde, konnte quasi fast alles hochgepumpt werden – und nun wird der entgegengesetzte Kurs eingeschlagen.

Vor allem bei den Kryptos kommt wohl noch der Effekt hinzu, dass hier jenseits fundamentaler Daten gezockt wird, während es bei Aktien Kennzahlen wie KGV etc gibt. Wenn hier die Kurse kräftig rutschen, verursachen viele nervöse Trader wohl schnell durch Anschlussverkäufe noch stärker fallende Kurse. Und so kann eine echte Verkaufslawine entstehen. Genau dies sehen wir derzeit offenbar gerade. Ethereum, Cardano, Bitcoin und BinanceCoin sind derzeit von den bekanntesten Kryptowährungen die großen Verlierer.

Angst bei Kryptowährungen

Die Angst ist groß am Kryptomarkt. Auch wenn es gerne eher als Kontraindikator genutzt wird. Das Pendel des Crypto Fear & Greed Index ist extrem stark ins Negative ausgeschlagen. Mit einem Wert von 13 zeigt das Tool „Extreme Angst“ an. Wenn es ganz unten angekommen ist, wenn also die Angst am Größen ist, wäre das dann der richtige Zeitpunkt zum Einstieg bei den am stärksten gefallenen Kryptowährungen? Schwer zu sagen, denn wie gesagt – einen Anhaltspunkt für einen „günstigen Einstieg“ kann man bei Kryptos schwer finden. Hier dazu die Grafik des Crypto Fear & Greed Index:

Latest Crypto Fear & Greed Index

Experte mit Kommentar – Gründe gegen die Panik?

BTC-Echo Chefredakteur Sven Wagenknecht schrieb am Wochenende in einem Kommentar, dass Kryptowährungen inzwischen zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse geworden seien. Entsprechend könnten sie sich auch nicht mehr den Turbulenzen am gesamten Kapitalmarkt entziehen. Aber er sieht den Fear & Greed Index als Kontraindikator. Das Narrativ der Zinswende durch Fed nehme Überhand, und die Fundamentaldaten beim Bitcoin seien bullisch. Geht es bei Aktien um Relationen zwischen Umsätzen, Börsenkursen und Gewinnen der dahinter stehenden Unternehmen (meine Anmerkung), so meint man bei Kryptowährungen wie Ethereum, Bitcoin und Co damit eher technische Kennzahlen.

So sagt Sven Wagenknecht über gute Fundamentaldaten, dass sie sich beim Bitcoin und den meisten anderen Kryptowährungen zuletzt nicht verschlechtert hätten. Die Bitcoin Hashrate, die für die Stabilität, Sicherheit und Adoption der Kryptowährung steht, befinde sich auf einem neuen Allzeithoch. Auch die Anzahl der Bitcoin Nodes, also der Knotenpunkte, die ebenfalls Zeichen der Adoption sind, würde kontinuierlich ansteigen. Also, so meine abschließende Frage, die ich offen in den Raum stelle: Sehen wir gerade eine Art reinigendes Gewitter, einen kräftigen übertriebenen Abverkauf, nach dem der Markt wieder nach oben schauen kann?

Chart vergleicht Kursverläufe von Ethereum, Bitcoin, BincanceCoin und Cardano TradingView Chart vergleicht seit Januar 2020 die Kursverläufe von Ethereum, Bitcoin, BincanceCoin und Cardano.



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3 Kommentare

  1. Bitcoin_nicht_versteher

    Vor ein paar Wochen hieß es aus der „Szene“, dass Bitcoin das bessere Gold und Wertspeicher sei.

    Da kamen dann so bescheidene Kommentare in anderen Foren, wie: „Hättest du in Bitcoin anstatt in Gold investiert, dann könntest du die jetzt einen Porsche kaufen.“
    Die, die das geschrieben haben spekulieren jetzt wahrscheinlich immer noch auf einen Bitcoinpreis von 1 Millionen Euro. Schließlich hält ja auch der unkriminellste Ort auf diesem Planeten, El Salvador, Bitcoins…etc.
    Und wenn Bitcoin auf 1 Millionen steigt, dann wird auf 100 Millionen spekuliert, weil es halt das beste Asset auf diesem Planeten ist.

    Vielleicht ist der elektronische „Sell“ Button beim Bitcoin gegenüber dem physisch gehaltenem Gold jedoch in der „Krise“ im Nachteil.
    Wenn man bei Gold in Panik gerät, ist es erst einmal mit einem höheren Aufwand verbunden die Bestände zu verkaufen. Gold ist schwer und man muss damit erst einmal zum nächsten Händler…bis dahin hat man zeit nachzudenken.

    Bitcoin lassen sich zumindest gegenüber physisch gehaltenen Gold anscheinend schneller liquidieren.

  2. Karel Mercx, Asset Manager bei Lynx, formuliert es aktuell so: Bitcoin notiere jetzt näher am Allzeittief von 0 Dollar als am Allzeithoch bei 68.992 Dollar. Dies bedeute, dass der Bitcoin nun mehr Wert für seine Besitzer zerstört hat, als er vorher geschaffen habe.

    So ein blödsinn kann auch nur ein ANALyst von sich geben, warum das hier das wort anal drin ist, drängt sich bei solchen Aussagen auf.

    Die Aussage würde alleine dann stimmen wenn ALLE Bitcoin am ATH die Hand gewechselt hätten, das haben Sie aber nicht….während dem alle Bitcoin den Wertzuwachs von 0-33‘000 immer noch haben, hat nur ein ganz kleiner Teil tatsächlich etwas verloren, ich sitze immer noch auf hohen Gewinnen, da müsste er Stand heute nochmals um 90% einbrechen bevor ich überhaupt nur etwas verliere, ah nein Sorry icj habe bei um die 50‘000 Teilverkäufe gemacht….insofern kann ich gar nichts verlieren, ich stehe aber an der Seitelinie mit 30‘000 zu Reinvestieren, auch zu den jetzigen Kursen ist der Bestand noch über 50‘000 Euro & ich habe 4000 Investiert im 2018

    1. und dann noch dieser bescheuerte Name – Karel Mercx! Hätten sich seine Eltern als Karl Marx-Fans nicht einen etwas dezenteren Namen einfallen lassen können als diesen Verschnitt?

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