Ethereum

Ethereum: Hochspannung nach Handelsstart des Ethereum-Futures

Am gestrigen Montag war es so weit: An der Chicago Mercantile Exchange (CME) wurden erstmals Futures auf die weltweit zweitgrößte Kryptowährung Ethereum (ETH) gehandelt.

Ethereum auf Zwölfmonatssicht deutlich stärker als der Bitcoin

Am Ende des ersten Handelstages stellten sich beim Future auf Ethereum Umsätze von 388 Kontrakte und ein Open Interest (Anzahl offener Kontrakte) in Höhe von 228 Futures ein. Im Grunde genommen kann man die Einführung von Ethereum-Futures durchaus als „Ritterschlag“ interpretieren. Insbesondere institutionelle Investoren können nun relativ einfach ein Investment in Ethereum tätigen, ohne die bei echten ETH-Investments notwendigen technischen Hürden bewältigen zu müssen.

Der Bitcoin ist zweifellos die bekannteste und angesichts einer Marktkapitalisierung von aktuell 852 Milliarden Dollar auch die wertvollste Digitalwährung. Was viele Anleger aber möglicherweise gar nicht wissen: Die weltweite Nummer 2 Ethereum (Marktwert: 199 Milliarden Dollar) entwickelte sich in den vergangenen zwölf Monaten mit einer Performance von plus 650 Prozent deutlich stärker als der Bitcoin (plus 350 Prozent).

Droht ein ähnliches Fiasko wie beim Bitcoin?

In der Kryptoszene stellen sich viele nun die Frage, ob sich die Einführung des Ethereum-Futures ähnlich entwickeln wird wie die des Bitcoin. Dieser erblickte nämlich im Dezember 2017 das Licht der Finanzwelt, war in den Monaten zuvor extrem stark gefragt und hat sich danach innerhalb weniger Monate halbiert. In einem Punkt unterscheidet sich der damalige Bitcoin-Hype vom jüngsten Run auf den Ethereum aber auf jeden Fall. Vor drei Jahren waren Privatanleger die treibende Kraft hinter der Vervielfachung des Bitcoin. Im vergangenen Jahr war die Rally der Kryptowährungen jedoch vor allem durch die Käufe institutioneller Investoren ausgelöst worden. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass Hedgefonds auf fallende Ethereum-Preise wetten könnten, nach den Geschehnissen in Zusammenhang mit dem „Short-Squeeze“ bei der Gamestop-Aktie, dürfte deren diesbezügliche Risikobereitschaft mittlerweile aber deutlich gesunken sein.

Fazit:

Eingefleischte Kryptofans dürften von dem ETH-Future wenig begeistert sein, schließlich bietet dieser lediglich einen Barausgleich und keine Lieferung von Ethereums. Der Wunsch nach einer dezentralisierten Finanzwirtschaft (DeFi) lässt sich mit Futures sicherlich nicht verwirklichen. Da müsste man schon „echte Ethereums“ erwerben.

Ethereum kann an der CME als Future gehandelt werden



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